Eau Lente von Diptyque
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Eau Lente 1986

7.2 / 10 163 Bewertungen
Ein Parfum von Diptyque für Damen und Herren, erschienen im Jahr 1986. Der Duft ist würzig-orientalisch. Es wird von Manzanita Capital vermarktet. Der Name bedeutet „Langsames Wasser, Träges Wasser”.
Aussprache Vergleich
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Duftrichtung

Würzig
Orientalisch
Süß
Pudrig
Harzig

Duftnoten

OpoponaxOpoponax ZimtZimt rote Mandarinerote Mandarine ZederZeder

Parfümeure

Bewertungen
Duft
7.2163 Bewertungen
Haltbarkeit
7.7111 Bewertungen
Sillage
6.899 Bewertungen
Flakon
7.6104 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.218 Bewertungen
Eingetragen von Pazuzu · letzte Aktualisierung am 02.01.2026.
Quellenbasiert & geprüft

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Rezensionen

11 ausführliche Duftbeschreibungen
7Duft 5Haltbarkeit 5Sillage
loewenherz

919 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 49  
Dörte
Als ich ganz unlängst mit einem Freund in Köln auf ein Bier zusammensaß, machten wir dort unfreiwillig die Bekanntschaft eines Junggesellinnenabschieds, nennen wir sie einfach Sandy, Mandy, Candy und Wendy - allesamt in engen, schwarzgelb gestreiften Tops mit kleinen Bienenflügeln auf dem Rücken. Sie sahen sich gleich - weniger in ihren Gesichtszügen, als in ihren Bewegungen, der Form ihrer Körper, der Sprechweise und ihrer Gestik - und man konnte sich vorstellen, wie Mandy, Candy und Wendy kreischend und handgelenkwedelnd auf- und abgesprungen sind, als Sandy erstmals ihren Verlobungsbrilliantring vorgezeigt hat. (Ihr kennt diese Szene aus amerikanischen Komödien.) Sandy hatte einen Bauchladen umgeschnallt, aus dem sie junggesellinnenabschiedstypisch allerlei Tand verkaufen sollte. Neben Kaugummis und Kondomen waren auch etliche Mini-Fläschchen rosa- und aprikosenfarbener Drogeriedüftchen dabei, für die sie jeweils fünf Euro haben wollte. Sandy, Mandy, Candy und Wendy rochen allesamt stark nach Pfirsich-Erdbeer-Rhabarber-Vanille-Irgendwas (und billigem Prosecco), sie waren angetrunken und ausgelassen - und blieben lange bei uns stehen.

Etwas abseits stand - nennen wir sie Dörte. Sie trug dasselbe Bienenkostüm, und weil sie nicht wie Sandy, Mandy, Candy und Wendy Kleidergröße 34 trug, sondern vielleicht 36 (oder gar 38) - und die Flügelchen bzw. deren Träger ja eigentlich auch für Kinder waren - sah sie ein bisschen dick aus neben den anderen. Sandys gelegentliche Blicke erinnerten stark an jene beim verstohlenen Hindeuten auf das alleine sitzende Mädchen beim Kindergeburtstag früher und das leise Raunen: 'Meine Mutter hat mich gezwungen, die einzuladen!' Kurzum: Dörte gehörte irgendwie nicht dazu. Und in eben ihrem Wissen darum und in der Ruhe und freundlichen Gelassenheit, mit der sie diesen Nachmittag als sprichwörtliches fünftes Rad am Wagen absolvierte, strahlte sie eine Souveränität und Würde aus, die mich beeindruckt hat - sie hätte ja auch einfach absagen und Sandy, Mandy, Candy und Wendy alleine durch die Kölner Kneipen laufen lassen können. Doch sie stand daneben - nicht bockig und mit verschränkten Armen und ohne jede Spur von angewiderter Überheblichkeit, sondern einfach in zweiter Reihe - und gab den anderen ihre Bühne. Sie roch auch nicht nach Pfirsich, Erdbeere, Rhabarber oder Vanille.

Diptyques Eau Lente, das 'langsame Wasser', ist ein wenig so wie Dörte - unaufgeregt und ruhig, doch dabei weder angepasst, noch schüchtern. Der initiale (und in seinem Wesen und Duftverlauf zentrale) Zimt ist nicht süß oder gourmandig, sondern selbstbewusst, bisweilen etwas fremd - und am Ende doch balsamisch-freundlich. Eau Lente ist kein schwieriger Duft, geschweige denn launisch oder gar griesgrämig, sondern in seiner Architektur (Gewürze und Opoponax, ein der Myrrhe nahe verwandtes Räucherharz) in sich ruhend und ein wenig eigen - und dabei - gemessen an der potenziellen 'Lautstärke' seiner Ingredienzen - erstaunlich leise, still und hintergründig beinahe heiter. Und keine Spur von Pfirsich-Erdbeer-Rhabarber-Vanille-Irgendwas.

Fazit: ein eigenwilliger Duft, der nicht recht passen mag in unsere vertrauten Duftschemata - und dennoch kein Revoluzzer ist und kein Rebell. Angenehm ist er in seiner Zurückgenommenheit und unaufgeregten Würde - wie Dörte, die mit unter den Armen einschneidenden Bienenflügelchen in einem zu engen Top über die Kölner Ehrenstraße lief, während sich Sandy, Mandy, Candy und Wendy ihrer schämten.
8 Antworten
9Duft
FrauHolle

555 Rezensionen
FrauHolle
FrauHolle
Top Rezension 15  
Cinnamon Girl
Ja, ja, ja; unten ist bereits alles gesagt, aber:
Eau Lente ist mit Abstand der beste Zimtduft den ich jemals in meiner feinen Konditornase hatte. Und ich hatte sie alle. Nicht die Konditoren, die Düfte.
Bond's Chinatown, Diesel's Zero Plus Masculine, Aramis's Devin, Calvin's Obsession (Warum stehen DIE nicht in der Benutzerdenenderduftgefälltkommagefallenauchdiesedüfte-Randleiste?)
Das Cinnamon Girl hier hat schon ein göttliche Erscheinung; sie ist rassig, dunkel und rund. Herb, aber nicht verbittert, süß, aber nicht quäkig und dennoch, zu späterer Stunde, zum Anbeissen. Und weil sie nasenscheinlich die richtigen Begleiter an ihrer Seite hat, rutschen Santa und Rudolph auch gern schon mal im Hochsommer duch den Kamin.

THX NW'90!
8 Antworten
7Duft 10Haltbarkeit
Florblanca

1143 Rezensionen
Florblanca
Florblanca
Top Rezension 15  
Der ganz andere Orientale
Anders als Bronze von Nanadebary beginnt er bereits mit Zimt, aber nicht nur. Deshalb möchte ich hier keinen großartigen Kommentar abgeben, sondern nur kurz meine Empfindungen darstellen:

Kopf: Zimt, Orangenschalen, Honig, Süßholz
Herz: Zimt, Vanille, Kardamom, Pfeffer, Safran
Basis: Zimt, Vanille, Opoponax, Honig

Sillage: sehr gut
Haltbarkeit: exzellent, nach 10 Stunden ist die Basis noch immer stark vertreten.

Für mich ist Eau Lente ein Orientale. Ich mag ihn, denn er ist so ganz anders als die Mainstream Orientalen.
4 Antworten
9Duft 10Haltbarkeit 7.5Sillage
Louce

132 Rezensionen
Louce
Louce
Top Rezension 12  
24 x Zimt
Dieser Duft ist ZIMTZIMTZIMT!!!
Er beginnt mit Zimt, geht dann über zu Zimt, entfaltet sich sehr zimtig und geht komplett auf in Zimt. Die zimtige Basis ist voller Zimt und nach ein paar Stunden bleibt Zimt.

Und - schwer zu glauben, aber wahr - dieser Duft ist ungemein spannend und der Duftverlauf entwickelt sich vielschichtig komplex. Wie geht das?
Es ist hier nicht die Abfolge von Noten, die die Dramaturgie ausmacht, sondern die Präsentation dieser einen. Da ist noch ganz viel anderes dabei, aber es hat nur die Aufgabe, den Zimt zu betonen, ihn zu begleiten, zu unterstreichen, mal diesen und dann jenen Aspekt des Zimt herauszuheben und der Nase zugänglich zu machen.
Diese Konzentration ist meisterlich! Ihre duftende Ausführung ist kunstvoll komponiert und drohende Eingleisigkeit und monochrome Langeweile bekommen keinen Platz im Zimthappening.
Dieser Zimt ist nicht der vom Zimtzucker auf Gries-, Reis- oder Irgendwasbrei, also nicht süß. Es ist der Würz-Zimt, den man ganz selbstverständlich in südlicheren Breitengraden traditionell pikant einsetzt. Süße kommt später hinzu, aber keine zuckrige, sondern eine sehr gedämpfte (fast dumpfe) wattige Süße der ganz dunklen Art (Opoponax scheint hier der verantwortliche Zimtbegleiter zu sein?).
Doch zunächst der Start: Deutlicher und drastischer Pfeffer knallt einem temperamentvolle Zimtschärfe entgegen, dass man kurz blinzen und Luft anhalten muss. Gleich nach den ersten Sekunden allerdings kommt eine Lieblichkeit hinzu, die abmildert und versöhnt. Die Entourage des Zimt ist groß, da ist ein ganzer Gewürzbasar dabei. Herausschnuppern kann ich Safran (der die aufkommende Trockenheit begrenzt und Saftigkeit dazu gibt), irgendwas Helles, das leicht stichelig die Zimthöhen betont, leicht herbes Cumin (?), das auch die bittere Zimtseite unterstreicht und etwas später eine warme Dunkeltiefe von Muskat und Nelke, die die oben erwähnte Süße einleiten. Zuletzt meine ich noch einen (in der Notenaufzählung weg geschummelten) Vanillehauch zu riechen.
Eau Lente beginnt warm auf der Haut, wird dann regelrecht heiß und pendelt sich dann bei angenehmer Lauwärme ein. Der Name kommt, glaube ich, nicht von etwaiger Langsamkeit, sondern vom Bedacht, von der Konzentration und von der Allmähligkeit, die hier der Hauptnote eingeräumt wird: Sie darf sich maximal entfalten und allen ihren Impulsen wird mit leidenschaftlicher Widmung und Hingabe nachgegangen.
Eau Lente ist unisex, an Männern vielleicht noch eine Spur mehr sexy und wunderschön winterlich (Ohne die zimtobligatorische Plätzchen- und Lebkuchenassoziation). Man sollte den auch dann testen, wenn man kulinarisch nicht sehr zimtbegeistert ist.

Ich (per se zimtaffin) bin ziemlich verknallt. Eau Lente macht aus mir keine Zimtzicke, sondern ein Zimtschneckchen und das fühlt sich machmal sehr gut an.
10 Antworten
8Duft 10Haltbarkeit 5Sillage
Esther19

151 Rezensionen
Esther19
Esther19
Top Rezension 0  
Der fängt ja gut an
Das war mal wieder so ein Gewürzorientale, der mich sehr verlockt hat.
Zimt und ganz, ganz viel Nelke. Das fängt ja gut an. Zimt und Nelke verwende ich auch gern in der Küche - neben wirklich sehr vielen anderen Gewürzen, mein Arsenal an Gewürzen und Mischungen dürfte den durchschnittlichen Gastwirt erstaunen lassen. Gern arabisch, indisch, chinesisch, südafrikanisch, indonesisch, persisch. Und gerne scharf, sehr scharf - aber nie so, dass es die anderen Bestandteile erschießt. Sambal oelek verbrauche ich in 750ml-Gläsern, Sambal Terasi immerhin teelöffelweise. Und so fängt dieser Duft auch an: Nelke, Zimt - und Pfeffer. Ganz mein Geschmack, pur, deutlich, unverstellt. Es ist gar nicht unbedingt Raffinesse, sondern konsequente Dringlichkeit, die sich hier breitbeinig aufstellt. Und das ist dann doch schon wieder Raffinesse. Zumal sich dann auch noch die Nelke über den Zimt erhebt - schön, so soll es sein, so muss es sein. Dieses Vergnügen hält etwa eine gute Stunde.
Ach, bliebe er doch so. Später verliert sich eben das, was ich so besonders mag: Die Pfeffrigkeit der hierzulande oft noch in die Süßrichtung verbannten Gewürze Zimt und Nelke, wo sie ja auch durchaus Gutes tun, aber eben noch ganz andere Potenzen haben.
Ganz allmählich ebbt die opulente Pracht ab. Das Ganze wird wirklich träger, ich würde fast etwas Öliges vermuten,
die neuere Version von "Narcisse noir" fällt mir da ein, wo Orangenblüten, die entweder pfiffig-elegant wie auch fett daherkommen können, hier trifft leider Letzteres zu. Nun darf man sich nicht vorstellen, dass sich der Duft jäh in eine Ölspur verwandelt - nein, aber das Temperament, das mich am Anfang so begeistert hat, wird mir zu stark diszipliniert, es ist ein gewisser Bruch zwischen Feurigkeit und vorschnell eintretendem Phlegma. Der Zimt bleibt -aber in einer etwas breiigerigen, mit Kakao eingegangenen Allianz. Ich bereue den Kauf dennoch nicht - nur sprühe ich hier eher nach, sanft natürlich - ich bin einfach begeistert vom Knalleffekt des Einstiegs.
Ich las mal, die Qualität eines Duftes wird auch danach bewertet, dass die Phasen eines Duftes nicht zu sehr auseinanderdriften. Natürlich können Verläufe sehr unterschiedlich und reizvoll sein - und nicht alles muss "klassisch" verlaufen. Hier wurde eben einfach etwas grandios Begonnenes zu lasch zu Ende gebracht. Partielle Reformulierung auf Anfang - aber zackig bitte!
6 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

27 kurze Meinungen zum Parfum
12
2
Leicht würziges Baisergebäck mit Zimtcreme. Wie die bunten Macarons in der 12er Box, bei der man sich das dunkelbraune bis zuletzt aufhebt.
2 Antworten
vor 10 Jahren
9
2
Säuerliche Zimtwolke, die es sich brizzelnd mit Gewürzen langsam gemütlich macht. Sehr direkter Duft , der wach macht. ;D
2 Antworten
8
7
Überreife Mandarinen.
Blutorangen im Zimtmantel.
Kandierter Ingwer.
Gewürzkuchen.
7 Antworten
7
2
Feine Gewürze (Zimt, Nelke), die nicht nach Küche, sondern nach Bad duften: edle, cremig-ölige Badeseife im Luxusbad. Schön, aber speziell.
2 Antworten
7
Oh ja, Zimt und Gewürze, sehr eindeutig. Da muss man drauf vorbereitet sein beim ersten Einatmen....
0 Antworten
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Torten Radar

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