Memoirs Of A Trespasser 2012

Memoirs Of A Trespasser von Imaginary Authors
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7.8 / 10 348 Bewertungen
Memoirs Of A Trespasser ist ein beliebtes Parfum von Imaginary Authors für Damen und Herren und erschien im Jahr 2012. Der Duft ist rauchig-holzig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert. Der Name bedeutet „Erinnerungen eines Eindringlings”.
Aussprache
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Duftrichtung

Rauchig
Holzig
Süß
Würzig
Harzig

Duftnoten

GuajakholzGuajakholz EichenfassEichenfass Bourbon-VanilleBourbon-Vanille MyrrheMyrrhe BenzoeBenzoe AmbrettesamenAmbrettesamen

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.8348 Bewertungen
Haltbarkeit
8.1295 Bewertungen
Sillage
7.3292 Bewertungen
Flakon
7.3256 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.189 Bewertungen
Eingetragen von Franfan20, letzte Aktualisierung am 20.02.2024.

Rezensionen

20 ausführliche Duftbeschreibungen
6
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Pollita

339 Rezensionen
Pollita
Pollita
Top Rezension 29  
Ich mag Dich, ich mag Dich nicht....
Ich bin hin- und hergerissen von diesem Duft. Einmal schnuppern - aah, ich liebe ihn. Nochmal schnuppern - mhm, riecht komisch. Der Vergleich mit Margielas By the Fireplace stimmt, jedoch kam mir bei Memoirs of a Trespasser zunächst ein anderer Duft in den Sinn: La Fin du Monde von Etat Libre d'Orange. Auch dieser kombiniert zart-süße Noten mit etwas "Merkwürdigem", das ich nicht so recht als Wohlgeruch einordnen kann. Beim ELdO mag es das Schießpulver sein, hier kommt meine Assoziation vermutlich von der Myrrhe mit den Holzakkorden, die ich eigentlich mag, die hier aber schon ein bisschen mürrisch daherkommt.

Memoirs of a Trespasser startet zunächst mit Vanille. Einer sehr angenehmen, nicht zu süßen Vanille, wie ich sie auch von Eau Duelle kenne. Im Hintergrund nehme ich eine Note wahr, die mich an Frucht erinnert. Keine Ahnung, wo die herkommt, denn Früchte finde ich in der Duftpyramide keine. Der Duft wird schnapsig-likörig, was mir sehr gut gefällt. Doch jetzt kommt auch schon das Aber: Diese Myrrhe-Holz-Kombi, die mich auch immer leicht an einen kalten Aschenbecher erinnert, schafft sich nach vorn und beginnt, mich zu ärgern. Doch da ist immer noch die zarte Vanille, die ich als so unsagbar köstlich empfinde. Ich schwanke nach rechts, ich schwanke nach links und kann mich nicht entscheiden. Mag ich Dich oder nervst Du mich? Lass ich Dich bei mir einziehen oder vergesse ich Dich ganz schnell wieder, da es mit uns vermutlich nichts Längeres wird?

Der Duft ist für mich weder klar feminin noch maskulin. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass Memoirs of a Trespasser für Herren gut passen könnte, wenn ein Vanilleduft gesucht wird. Denn zu süß kann dieser gar nicht werden. Wo ich Eau Duelle, obwohl von vielen Männern geliebt, prinzipiell eher an einer Frau sehe, sehe ich diesen hier eher bei den Herren. Wenn man mit seiner merkwürdigen Note kann, ist der Duft ein Traum. Auch die Assoziationen mit den alten Büchern und dem ausgepusteten Streichholz kann ich nachvollziehen. Die Aschenbecher-Note nach der heftigen Party vom Vortag schwingt aber trotzdem immer mit.

Ein sehr interessanter Duft, dem man einen zweiten Schnupperer gönnen sollte. Ob man so riechen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer den ELdO hat und mit ihm kann, unbedingt auch Memoirs of a Trespasser entdecken. Die gehen in eine sehr ähnliche Richtung. Sillage und Haltbarkeit sind in einem angenehmen Bereich. Der Duft haftet gut ohne allzu heftigst zu projizieren. Gefällt mir soweit.

Abgehakt habe ich ihn noch nicht. Dafür schnuppere ich ihn zu gerne. Ist auf alle Fälle etwas Besonderes!
16 Antworten
7
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
7
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 27  
Zweigeteilt
Ein Anflug mild-säuerlichen, fast fruchtigen Rauches, der gleichzeitig lustigerweise was von Silvester-Böllern hat, leitet rasch über in eine karamellig-milchige Guajaknote, leicht angebrannt. Also nicht allein das Rauchige von eben, sondern die Angebrannte-Milch-Note, die für Guajak wohl charakteristisch ist bzw. sein kann. Das ist auf eine eigene, eigenartige Weise recht köstlich. Entsteht hier womöglich ein originell-edler Grenz-Gourmand?

Doch innerhalb der ersten Stunde driftet das Ganze ins Holzige. Dezent staubig. Eine Spur Harzig-Säuerliches (Myrrhe) federt die balsamische Süße vorzüglich ab. Vor allem in der Projektion bildet sich eine harzig-süßliche sowie pikant-rauchige Holz-Note, die unaufdringlich und angenehm ist. Das gewisse Etwas dabei ist dieser grenz-fruchtige Dreh, außerordentlich apart. Ich habe keine Idee, wo der herkommt, nahe an einem fruchtigen Honig vielleicht. Und der wird halt kontrastiert von einer zwar hellen, aber substanzreichen Holz-Note. Ich bin sehr angetan.

Am Nachmittag wird das Holz zunehmend blasser. Ich hätte (zunächst) voll guten Willens auf Zeder getippt. Keine Ahnung, ob es – siehe Angaben - Eichenfässer aus Zedernholz gibt. Die wären schließlich echt was Besonderes. Die anschwellende Künstlichkeit lässt sich indes nicht lange leugnen, auf Dauer verliert das Holz konsequenterweise arg an Volumen. Eine Weile stemmt sich das Guajak noch dagegen, muss allerdings letztlich aufgeben. Eine statische Sinuston-Holznote begleitet mich dann bis zum Abend. Ganz hinten mag ein wenig Patchouli mit herumkratzen, einen charakterstiftenden Part vermag es nicht mehr einzunehmen. Schade, dass der Duft so ein vergleichsweise eintöniges Ende findet. Vornean gefiel er mir nämlich sehr gut.

Ich bedanke mich bei Gerdi für die Probe.
18 Antworten
6
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Shamis

47 Rezensionen
Shamis
Shamis
Top Rezension 24  
Die Vertreibung des Winters
Der Frühling wird zurückkehren. Der Winter muss nun ziehen. Hoch lodern die Flammen in den tiefschwarzen Himmel. Rauchschwaden steigen auf, ziehen hinweg über die versammelten Menschen, suchen sich ihren Weg durch das nächtliche Dorf...
Osterfeuer.

"Memoirs of a Trespasser" startet mit einer etwas bitteren Vanille, durch die sich bald Rauch zu schlängeln beginnt. Und dieser Rauch erinnert mich trotz derzeit strengem Frost nicht an gemütliche Abende vor dem Kamin, sondern an ein Osterfeuer, an die Hoffnung auf den Frühling. Interessanterweise kann ich diese rauchige Note mal stärker und mal schwächer wahrnehmen, so als würde ab und zu der Wind drehen. Am besten hält sie sich in der Kleidung. Zieht sich der Rauch ein wenig zurück, wird die Vanille etwas lieblicher, aber niemals wirklich süß oder verspielt. "Memoirs of a Trespasser" bleibt immer ernst, bleibt immer ruhig. Kein Eindringling, aber eindringlich. Er muss nicht laut werden, um sich bemerkbar zu machen.

Für mich ein wirklich schönes Parfüm, das in eine ähnlich Richtung geht wie "Eau Duelle (Eau de Toilette)" und "Vanille Insensee". "Memoirs of a Trespasser" gefällt mir aber besser. Bei den beiden anderen hat mich immer irgendetwas irritiert oder gestört - dieses hier sitzt wie angegossen. Das gilt auch für die Sillage. Bei sparsamer Dosierung bleibt der Duft bei mir eher körpernah, was ich sehr schätze. Die Haltbarkeit leidet nicht darunter.

Und so warte ich nun auf den Frühling, sehe den Schnee - doch rieche an meiner Hand bereits voller Vorfreude das Osterfeuer.
14 Antworten
6
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
loewenherz

877 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 23  
Thomas O'Malley
Eigentlich ist das ja der Name zweier US-amerikanischer Politiker des 20. Jahrhunderts, ein Vater und sein Sohn. Der Vater war Vizegouverneur, der Sohn Kongressabgeordneter im Bundesstaat Wisconsin - und keiner von beiden ist heute noch sonderlich bekannt. Viel berühmter wurde der Name durch den liebenswerten Straßenkater gleichen Namens in Disneys Aristocats, der die verwöhnte Katzendame Duchesse - im Original von Eva Gabor, Zsa Zsas jüngerer Schwester, mit wunderbar ungarischem Akzent gesprochen - und ihre Kinder Marie, Toulouse und Berlioz auf ihrem Weg zurück nach Paris begleitet. Sein voller Name lautet Abraham de Lacey Giuseppe Casey Thomas O'Malley, aber er ist und bleibt ein Straßenkater.

Ein liebenswerter Straßenkater. Und ein Eindringling, denn das genau bedeutet 'Trespasser' ja. Gutmütig und freundlich und irgendwie doch verwegen und 'kein feiner Herr' - so lässt sich Josh Meyers Memoirs of a Trespasser vielleicht am besten charakterisieren. Sein Wesen ist das eines fast monothematischen, wenngleich dunklen, nachgerade 'beschmutzten' - durch Harz und Hölzer wunderbar beschmutzten - Vanilleduftes, der so viel handfester und robuster seines Weges kommt als etwa der leicht entrückte Un bois vanille von Serge Lutens oder die opulent-spektakuläre Haute Couture-Anmutung in Guerlains Spiritueuse Double Vanille. Imaginary Authors' Vanille zeigt das ungewohnt wettergegerbte Gesicht einer Art 'Outdoor-Vanille' - wilde Gräser, trockene Hölzer, Freiheit, Sommerwind. Wie der tanzende Clochard-Kater in Disneys rührender Katzengeschichte von 1970, der am Ende doch der 'Mann im Haus' der schneeweißen Duchesse geworden ist. Und endlich mal wieder Vanille jenseits von 'nur' Gourmand- und Kuschelduft.

Fazit: der schönste unter den Imaginary Authors-Düften, die ich bisher kenne. Herbwilde Vanille. Und ein singender Straßenkater mit Namen Thomas O'Malley.
2 Antworten
7
Sillage
7
Haltbarkeit
9.5
Duft
Fluxit

64 Rezensionen
Fluxit
Fluxit
Top Rezension 16  
Der vertraute Unbefugte
Nachdem ich lange nach einem Testexemplar dieses raren Duftes gesucht hatte und endlich an eine kostbare Probe gelangen konnte, erreichte sie mich letztendlich zerbrochen im ungepolsterten Maxibrief - wie schade. Immerhin war sie in ein kleines Plastikbeutelchen eingepackt, das die Flüssigkeit auffangen konnte. Deswegen war ich zuerst nicht mal sicher, ob ich nicht vielleicht eine Kopf- oder andere Note verpasst habe.
Dafür geschah etwas anderes: Da das Beutelchen nicht völlig dicht schloss, verbreitete sich der Duft nach und nach an meinem Arbeitsplatz zuhause. Ein Eindringling, wie sein Name es verhieß. Aber er wirkte angenehm vertraut, mehr wie ein Bodyguard oder ein alter Bekannter als ein störender Zeitgenosse. So teilte er sich mit mir nun den Schreibtisch und selbst nach mehreren Tagen konnte ich ihn gut leiden, obwohl mich sonst eine Parfumdauerbeschallung ordentlich nerven kann. Das rechne ich ihm hoch an!

Meine Vanillereferenz ist L'Eau Duelle, die ebenfalls mit rauchigem Hintergrund aufwartet. Beide schätze ich, weil sie die von mir geliebte Vanille erwachsen und nicht zu feminin einrahmen. Memoirs of a Trespasser ist allerdings deutlich grober als L'Eau Duelle, kantiger. Trocken schön kokelt die Eiche neben unsüßer Vanille, dunkelholzige Späne auf dem weißen Körper des Eindringlings, der ein Rauch-Cape über sein weiches Herz geworfen hat. So steht er aufmerksam neben mir, kein gaunerischer Einbrecher, sondern ein wärmender Begleiter, der sich nur Zugriff verschaffte, um bei dir zu sein und dich zu begleiten.

Durch die ungewohnte Plastikbeuteldosierung war die Haltbarkeit und Sillage des Trespassers nicht so leicht einzuschätzen, aber er durfte gerne noch länger so bei mir bleiben, bevor er zur Erinnerung verblasst.
Ein dunkler Eindringling mit friedlichen Absichten und sympathisch vertrauter Präsenz!

Es folgte also eine Originalprobe. Die Kopfnote ist eher trocken, säuerlich fermentiert und gefällt mir nicht so gut wie der Rest. Da innerhalb von unter 10 Minuten die Duftwelt wieder in Ordnung ist und nur diese Nuance mir nicht zusagt, vergebe ich 9.5. Möglicherweise meine Lieblingsvanille und insgesamt in meiner Top 5!

Und schließlich folgte der Flakon, nach erfrischendem Schriftwechsel mit Josh Meyer, der sich als sympathisch bescheidener Parfumeur herausstellte und damit mein Gesamtbild für IA und speziell Memoirs auf eine angenehme Basis stellte. Mittlerweile ist der Trespasser meine Signatur und auch wenn ich ihn nicht jeden Tag riechen mag, bleibt die trocken holzige Vanille gern gesehene Gesellschaft.
3 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

98 kurze Meinungen zum Parfum
Sweetsmell75Sweetsmell75 vor 3 Jahren
*Myrrhische Vanille*
mit Holz & Rauch ...
im Hintergrund schlummert
Benzoe & Ambrettsamen
schenken dem Eindringling was schmeichelhaftes :)
20 Antworten
XecutXecut vor 1 Jahr
Piratenschiff im Rauchnebel
Humpelnder Korsar watschelt
über den Guajak-Steg,
blickt auf Eichenfässer
mit Vanille-Rum.
Entkommen? Unmöglich.
28 Antworten
FloydFloyd vor 4 Jahren
Keine Erinnerung.
Was zur Hölle mach ich hier?
Frisch verlaufen?
Myrrhisch Vanille rauchen?
Holzfässer gravieren?
Gujak Brulée probieren?
7 Antworten
Amadea70Amadea70 vor 2 Jahren
Myrrhischer Dieb verlässt Bücherei
hat er die Vanille geklaut
keine Ahnung!
Aber er riecht gut.

Schöne Vanille, Guajak, Myrrhe, cremig.
15 Antworten
SaphiaSaphia vor 2 Jahren
Sommerabend
Lagerfeuer im Gebirge
Opa legt Kartoffeln in die Glut
Staubige Wärme, knisterndes Holz
Kindheitserinnerung
Liebe.
15 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Bilder

15 Parfumfotos der Community
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