
Yatagan
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Yatagan
Top Rezension
44
Wie riecht blaues Blut?
Unkommentierte Düfte No. 86
Ein Duft, der mit diversen Assoziationen spielt: Aldehyde, überhaupt Synthetik, Frucht, Würze, Krautigkeit, in seiner Komplexität beinahe an 80er-Düfte erinnernd, dabei auch gelegentlich Parallelen zu Kouros (allerdings in einer helleren, aquatischen Variante) offenbarend... Das ist ziemlich neu und ziemlich großartig. Man sollte keine Berührungsängste vor Aquaten haben (diese Idee kam mir vielleicht wegen des oben genannten Eukalyptus und der frischen, kühlen ätherischen Öle, immerhin nicht allzu häufig in Düften enthalten), man sollte keine Scheu vor einem ziemlichen Wirrwarr haben haben, das sich erst ganz langsam zu etwas Rundem, Harmonischen, Schönen formt, vorher recht viele Ecken und Kanten zeigt.
Zunächst ist da der Eindruck von Frucht mit Eukalyptus, wobei ich davon ausgehe, dass hier das ätherische Öl gemeint ist, denn eine leise Ahnung davon scheint auf, ohne die Aufdringlichkeit zu entwickeln, die wir von diesem Öl aus den kleinen braunen Fläschchen kennen. Die Mischung ist gerade so ausgewogen, dass sich eine spannende Balance entwickelt.
Kurze Zeit später wird die Nase geflutet von zahllosen Stimulanzien aus dem Bereich der Küchenkräuter und Gewürze. Zu behaupten, dass ich einen dieser grünen Nuancen isolieren könnte, wäre vermessen. Fest steht nur, dass sich viele davon auch im o.g. Kouros finden (überhaupt sind mehr als ein halbes Dutzend Inhaltsstoffe in beiden Düften genannt, wenn man sich denn annähernd auf die Angaben der Hersteller verlassen kann) und eine leichte Ähnlichkeit somit nahe gelegt ist. Bei meinem ersten Begegnung mit Sang Bleu, als meine Nase von einer Erkältung strapaziert war, schien mir diese Ähnlichkeit noch sehr viel größer, was daran liegen könnte, dass ich nur bestimmte Eindrücke wahrnahm. Vielleicht gerade diejenigen, die für die genannte Parallele verantwortlich sind. Ich bitte um Hinweise und Korrekturen, falls ich da auf einem Nebengleis gelandet sein sollte.
In der Basis entwickelt sich die Duftgestalt von Holz (Sandelholz), Aquatik und Synthetik (nicht selten fällt ja auch beides zusammen) noch einmal stärker. Auch die Idee des Kouros-Verwandten wird im Drydown verstärkt. Überhaupt haftet der Duft lange (was für mich persönlich an sich kein Qualitätskriterium ist), klebt aber nicht penetrant auf der Haut (was ich wiederum angenehm finde und generell zum Charakter der Le Galion-Düfte besser passt).
Weitere Details zu erkennen bleibt bei so einem komplexen Duft (noch einmal das Stichwort: 80er!) Wunschdenken und einem größeren Ganzen, das recht süß, recht wuchtig riecht, einen gewissen Mut erfordert (bei Weitem nicht so viel wie beim klassischen Kouros) und dezent dosiert gehört, untergeordnet.
Dann aber offenbart sich hier ein Gentleman, der die 80er neu und modern interpretiert, in keiner Weise verstaubt riecht und kurz vor dem Sprung auf meine Wunschliste steht.
Ein Duft, der mit diversen Assoziationen spielt: Aldehyde, überhaupt Synthetik, Frucht, Würze, Krautigkeit, in seiner Komplexität beinahe an 80er-Düfte erinnernd, dabei auch gelegentlich Parallelen zu Kouros (allerdings in einer helleren, aquatischen Variante) offenbarend... Das ist ziemlich neu und ziemlich großartig. Man sollte keine Berührungsängste vor Aquaten haben (diese Idee kam mir vielleicht wegen des oben genannten Eukalyptus und der frischen, kühlen ätherischen Öle, immerhin nicht allzu häufig in Düften enthalten), man sollte keine Scheu vor einem ziemlichen Wirrwarr haben haben, das sich erst ganz langsam zu etwas Rundem, Harmonischen, Schönen formt, vorher recht viele Ecken und Kanten zeigt.
Zunächst ist da der Eindruck von Frucht mit Eukalyptus, wobei ich davon ausgehe, dass hier das ätherische Öl gemeint ist, denn eine leise Ahnung davon scheint auf, ohne die Aufdringlichkeit zu entwickeln, die wir von diesem Öl aus den kleinen braunen Fläschchen kennen. Die Mischung ist gerade so ausgewogen, dass sich eine spannende Balance entwickelt.
Kurze Zeit später wird die Nase geflutet von zahllosen Stimulanzien aus dem Bereich der Küchenkräuter und Gewürze. Zu behaupten, dass ich einen dieser grünen Nuancen isolieren könnte, wäre vermessen. Fest steht nur, dass sich viele davon auch im o.g. Kouros finden (überhaupt sind mehr als ein halbes Dutzend Inhaltsstoffe in beiden Düften genannt, wenn man sich denn annähernd auf die Angaben der Hersteller verlassen kann) und eine leichte Ähnlichkeit somit nahe gelegt ist. Bei meinem ersten Begegnung mit Sang Bleu, als meine Nase von einer Erkältung strapaziert war, schien mir diese Ähnlichkeit noch sehr viel größer, was daran liegen könnte, dass ich nur bestimmte Eindrücke wahrnahm. Vielleicht gerade diejenigen, die für die genannte Parallele verantwortlich sind. Ich bitte um Hinweise und Korrekturen, falls ich da auf einem Nebengleis gelandet sein sollte.
In der Basis entwickelt sich die Duftgestalt von Holz (Sandelholz), Aquatik und Synthetik (nicht selten fällt ja auch beides zusammen) noch einmal stärker. Auch die Idee des Kouros-Verwandten wird im Drydown verstärkt. Überhaupt haftet der Duft lange (was für mich persönlich an sich kein Qualitätskriterium ist), klebt aber nicht penetrant auf der Haut (was ich wiederum angenehm finde und generell zum Charakter der Le Galion-Düfte besser passt).
Weitere Details zu erkennen bleibt bei so einem komplexen Duft (noch einmal das Stichwort: 80er!) Wunschdenken und einem größeren Ganzen, das recht süß, recht wuchtig riecht, einen gewissen Mut erfordert (bei Weitem nicht so viel wie beim klassischen Kouros) und dezent dosiert gehört, untergeordnet.
Dann aber offenbart sich hier ein Gentleman, der die 80er neu und modern interpretiert, in keiner Weise verstaubt riecht und kurz vor dem Sprung auf meine Wunschliste steht.
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Kopfnote
Beifuß
Rosmarin
Zitrone
Bergamotte
Estragon
Eukalyptus
Galbanum
Orange
Herznote
Rosengeranie
Gewürznelke
Jasmin
Rose
Veilchen
rosa Pfeffer
Basisnote
Zeder
Patchouli
Sandelholz
Vetiver








Axiomatic
Floyd
Eggi37
Bloodxclat
MonMedusa






























