Aesthete 2015

Aesthete von Le Galion
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8.0 / 10 68 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Le Galion für Herren, erschienen im Jahr 2015. Der Duft ist ledrig-animalisch. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.
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Duftrichtung

Ledrig
Animalisch
Holzig
Harzig
Würzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
WeihrauchWeihrauch SafranSafran italienische Mandarineitalienische Mandarine DavanaDavana
Herznote Herznote
OudOud BibergeilBibergeil LederLeder GuajakholzGuajakholz Jasmin AbsolueJasmin Absolue
Basisnote Basisnote
SandelholzSandelholz VanilleVanille weißer Moschusweißer Moschus

Parfümeur

Bewertungen
Duft
8.068 Bewertungen
Haltbarkeit
8.257 Bewertungen
Sillage
7.659 Bewertungen
Flakon
8.156 Bewertungen
Eingetragen von Michael, letzte Aktualisierung am 17.03.2024.

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Rezensionen

4 ausführliche Duftbeschreibungen
9
Flakon
7
Sillage
9
Haltbarkeit
8.5
Duft
ParfumNobile

5 Rezensionen
ParfumNobile
ParfumNobile
Top Rezension 12  
Der Schöngeist
Luca Turin hat dem Duft in seiner 'Best Of' Liste vom Jahr 2018 vier Sterne verpasst, und ich musste ihn einfach probieren. Da es keine Möglichkeit gab ihn zu testen, habe ich blind zugeschlagen. Die Noten von Weihrauch, Leder, Bibergeil, Oud, alles drin was ich liebe, war mir dieses kleine Risiko wert. Ob ich ihm persönlich noch einen Stern drauf setze? Mal schauen...

Sofort nach dem aufsprühen steigt mir fruchtiger Weihrauch die Nase hoch. Diese Fruchtnote hätte ich so nicht erwartet. Bestimmt die Kombination aus Mandarine und Davana. Das Ganze eher süßlich als frisch angehaucht, und für eine Sekunde könnte man denken an einem schwarzen Kirschsaft zu schnüffeln. Man wird dann aber schnell wieder in die Parfumwelt zurückgeholt, denn eine sexy animalische Note tritt auf. Muss das Leder sein gepaart mit dem Biber, geil! Jetzt fängt er an mir zu gefallen, und dieser Weihrauch, ohhh Mann ist der gut. Durch das Oud wird der Duft langsam dunkler und würziger, auch wenn es sich hierbei eher um die westlich angehauchte Variante handelt. Nix mit Kuhstall oder so. In seiner Basisnote erinnert mich Aesthete sehr an M7 von YSL, denn auch er behält diese leicht betörende Süße.

Mir gefällt der Schöngeist, obwohl er sein eigenes Ding macht. Im Verlauf verhält er sich ein bisschen anders als man es gewohnt ist, denn das Meiste passiert in den ersten Minuten und danach verwandelt er sich kaum noch. Was bleibt ist ein würzig, (weih)rauchig und leicht fruchtiger Lederduft.

Für den fünften Stern reicht es nicht ganz, aber 8,5 Parfumo Punkte gebe ich ihm gerne.
Auf meiner Haut hat er eine ordentliche Haltbarkeit von 8-10 Stunden. Sillage würde ich sagen, eher diskret, es ist kein Duft der ein Raum füllt, man könnte ihn sogar im Büro gut tragen, ohne dass die Kollegen vom Hocker fallen.
Aesthete hat eher maskuline Züge, aber durch die leicht fruchtige Süße, durchaus weibliche Attribute.

Grüße an Alle, Patrick ;-)
5 Antworten
8
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
9
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 26  
Nochmaaaaaaal!
Mit dem edlen, sacht fruchtig-würzigen Start will ich mich nicht weiter befassen. Ebenso wenig mit der leichten Cumin-Schwitzigkeit, die in eine ledrige, aber keineswegs unelegante Animalik überführt, rasch ergänzt um Veilchen-Leder mit zunächst deutlich benzinigem Einschlag.

Die feine Innenspannung zwischen dem vornehm-floralen, hellen Veilchen-Leder, dem Jasmin einen apart femininen Twist beigibt, und seinem animalisch-säuerlichen Gegenstück, welches wiederum balsamisch abgefedert ist, sei ebenfalls – wenngleich mit großem Lob! – lediglich kurz erwähnt. Stabiler überdies als bei so manchem Ellena scheint mir das Bauwerk aufgestellt.

Der guten Ordnung halber sei noch flink angefügt, dass ‚Aesthete‘ ab dem frühen Nachmittag leider zunehmend von hellem Holz (wie aus der ‚Shams‘-Ecke) majorisiert wird, während das Florale zur Seite rückt, allerdings bis zum Ende erahnbar bleibt, schließlich von einem Anflug von Saubermoschus begleitet.

All das sei heute nur am Rande Thema, ohnehin ist ‚Aesthete‘ kein Duft, der aufgedröselt werden mag oder muss.

Ich beschäftige mich lieber allein mit dem Übergang von Kopf- zu Herznote. Wie sich aus dem Auftakt heraus die Würze zusammenbraut und uns dann unvermittelt mit Schwung auf die Reise gen Leder schickt, ist schlichtweg sensationell. Wie der Moment nach dem höchsten Punkt der Achterbahn oder die Sekunde, in der der Pilot Schub gibt. Oder der Augenblick, in dem der Papa Schaukel oder Karussell-Kreisel auf dem Spielplatz beschleunigt. Nochmaaaaaaal!

Letzteres ist natürlich im Grunde ein unpassendes Bild, rein gar nichts am Duft ist kindlich. ‚Aesthete‘ ist ein Parfüm für den Herrn (gern auch die Dame!), der vielleicht in seiner Sturm-und-Drang-Zeit zu Heeleys ‚Cuir Pleine Fleur‘ gegriffen hatte und jetzt gelassener geworden ist. Doch keine der gelebten Erfahrungen ist vergessen, alle haben sich tief in die Persönlichkeit gegraben.

Großartig.

Ich bedanke mich bei Serenissima für die Probe.
16 Antworten
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Serenissima

1076 Rezensionen
Serenissima
Serenissima
Top Rezension 19  
Herausfordernd für eine Blondine
Als, wie ich denke, kultivierte Frau erwartete ich von "Aesthete", dass der Name Programm ist.
Hu, was war ich doch naiv!

Mein erster Eindruck war: "Bin ich hier im Raubtierhaus?"
Der zweite erinnerte mich an Parkplätze vor sogenannten "Muckibuden", wo nicht nur die schwere Maschinen stehen, sondern die Luft allein schon durch die Kundschaft Testosteron-geschwängert ist: Kerle, die vor Kraft kaum Laufen können und ihre Männlichkeit allein schon durch die bereits abgewetzten Motorrad-Kombi vorführen, die zur Maschine passt, trainieren dort. Und häufig auch entsprechend riechen!
Nicht zu verwechseln mit der Sorte Fitness-Studio, in der z.B. unser früherer Regierender Bürgermeister trainiert. Dort wird nicht bloße Kraft aufgebaut, sondern eben etwas für die Fitness von Körper und manchmal auch Hirn getan. Das altersbedingte "Gesetz des Schwerkraft" (ja, das gibt es durchaus auch bei Männern!) versucht man dort ein wenig auszukontern.
Aber konnte das alles sein? Sollte mit "Aesthete" nur das Revier markiert werden?

Nein, natürlich nicht!
Le Galion setzt hier zwar auf einen Knall zu Beginn, findet dann aber den richtigen Dreh, seinen Ästheten doch noch interessant werden zu lassen.
Leder, Hölzer, Gewürze und Räuchermittel, gepaart mit Jasmin, das wird schon etwas; nur das "Raubtierhaus" muss erst durchquert werden.
Die Mandarine (sie bleibt sich selbst treu mit ihrem leichten Synthetik-Touch) trifft auf Davana; eigentlich ein Duftstoff, dessen Weichheit Frauen in deren Kosmetiklinien sehr anspricht.
Vielleicht erscheint deshalb der Weihrauch etwas weniger rauchig; vielleicht spielt die noble Safrannote eine Rolle.
Ich weiß es nicht, bin aber inzwischen so wach, dass ich mehr erfahren möchte. Möchte, ach, was - muss!
Dunkles, fast schwarzes Leder und das spröde harte Gujakholz bilden den schon etwas gewöhnungsbedürftigen Auftakt für ein Duftgemisch, das nicht allzu kleine Tierchen ausdünsten: puh, das ist schon ganz schön heftig!
"Don't feed the Animals!"
Aber gerade jetzt, als sich die Duft- und meine inzwischen vorhandene Sympathiekurve zu senken beginnt, taucht Licht im Dunkel auf: strahlend weißer, kräftiger - leicht bitterer, auch ein kleines bisschen "stinkiger" - Jasmin in seiner konzentriertesten, absoluten Form!
Dadurch wird hier die Tür sehr weit für aromatische erotisch-warme Vanille in großzügiger Dosis geöffnet.
Wow! Welch glückliche Hand hat diese plötzliche Wendung zur Eleganz beigefügt?
Das muss ein Könner gewesen sein: alles passt auf einmal!
Plötzlich wird diese fast erdrückende Männlichkeit kultivierter, scheint langsam sogar in einen Smoking zu passen.
Besonders, als Sandelholz diese sehr gewaltige Duftbühne betritt, wird der Schritt leichter: der schwere Stiefel wird zum klassischen Schuh!
Weißer Moschus, eines meiner "Problemkinder", rundet hier sehr passend diese doch sehr maskuline Duftschöpfung ab.
Eine fast unerwartete Wendung ist somit eingetreten.

Eine kräftige Sillage und sehr lange Haltbarkeit sind bei diesen Inhaltsstoffen schon selbstverständlich.
Erstaunlich ist, dass sich bei mir "Aethete" sehr gut zum Layering eignet.
Einige, selbst ein wenig langweilige Düfte verfügen plötzlich über Feuer, um nicht zu sagen: Leidenschaft!
Die Duftkraft des einen wird gemildert, durch das eventuell sogar leichte "Nichts" des anderen - fein!
Und äußerst empfehlenswert! Es bietet sich hier sehr großes Experimentierfeld!
Trau Dich einfach!
(Und berichte mir bitte über Deine Erfahrungen!)

Zwar steckt das nun kleine Raubtier noch ab und zu seinem Kopf aus der Smoking-Jacke, aber "Aesthete" hat jetzt seinen Platz gefunden.
Nicht business-like, nicht edel: dieser Ästhet zeigt, dass Dominanz und Kraft und Männlichkeit auch außerhalb des gängigen "Kraftprotz"-Clichés ohne Weiteres beeindrucken können.
Das kleine, ein wenig riechende Raubtier allerdings wird immer dabei sein; muss eben akzeptiert werden!

Ich danke hier Can ganz besonders, dass er mir diesen Duft schickte: er hat mich damit vor eine große Herausforderung gestellt!
Vielleicht werde ich "Aesthete" ab und zu zu meinem eigenen Vergnügen auftragen; öffentlich sicher nicht!
Für eine feingliedrige Blondine meines Alters ist er doch eine Nummer zu heftig!
Aber auch nicht unbedingt "von der Bettkante" zu stoßen: sorry!
11 Antworten
6
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8.5
Duft
Torfdoen

40 Rezensionen
Torfdoen
Torfdoen
Hilfreiche Rezension 12  
Was würde Karl Lagerfeld tun?
Von Le Galion ließ ich mir vor gut einem Jahr eine Probe von Aesthete zusenden, da ich den Mix Weihrauch und Bibergeil
in Aigners Silver so spektakulär fand und ich neugierig war, ob dieses Zusammenspiel auch in anderen Düften so oder so ähnlich ausfallen könnte.
Bibergeiler Weihrauch sozusagen. Ich war nicht ganz vorbereitet auf das, was dann kam. Kirschfruchtiges, knallrotes Leder, das sich ölig auf dem staubtrockenen
Asphaltboden verteilt. Geradlinig, schnörkellos, absolut kompakt. Kirsche und Leder. Irgendwie befremdlich, auch weil sich beides zu ähneln schien und so künstlich ausfiel. Deutlich zu süß war er für mein spontanes Empfinden. Also hoffte ich auf eine mir irgendwie gewogene Entwicklung, die ausblieb. Die Duftmoleküle fanden ohne Umschweife ihre festgefügte Form und verharrten. So direkt war mir das in noch keinem anderen Duft aufgefallen (und schon gar nicht im Aigner) und ich war etwas enttäuscht, hatte ich doch einen komplexen, maskulinen Duft erwartet (wie den Aigner).
Aesthete nahm sich dagegen geradezu uncharmant aus. Wie passte das zusammen, bei dem Namen?
Ich war mir also selbst auf den Leim gegangen und hatte erkennen müssen, dass auf der Welt nichts so ist, wie es scheint.
Allerdings: Eine gewisse Faszination blieb. Da ich jetzt Parfümkommentare schreibe, kann man nicht immer nur den leichten Weg gehen. Ich nahm
das Töpfchen in die Eine und verteilte vorsichtig kleine Tropfen auf den Rücken der Anderen.
Irgendwie musste doch zu diesem 'Schöngeist' vorzudringen sein.
Ein Pluspunkt meiner jetzigen Nasenausstattung war, schonmal Etros Gomma über den Weg gelaufen zu sein, der mir einen ganz neuen Ledertyp präsentierte, den ich auch in Aesthete wiedererkannte. Gummiartig. Lackiert. Sexuell leicht aufgeladen.
An der richtigen Frau, dachte ich, wäre mit dem gut Kirschen essen.
Was ich aber übersah und in meiner Gier nach traditionellen nuklearen Duftbomben nicht erkannte, war, dass die Strenge des Duftkonzepts
mir einen Ruhepol vorgegaukelt hatte, wo eine ganz allmähliche Entwicklung stattfand.
Da hatte wohl auch ich nicht mit besonderem Feingefühl geglänzt. Der Duft stand mir auf einmal gar nicht mehr so abweisend gegenüber.
Noch gab er mir nicht die Hand, blieb distanziert. Aber er ließ mich einen Blick in eine exklusive Sphäre werfen, die mir relativ uneigen ist.
Eine Vernissage kam mir in den Sinn oder eine Cannes-Aftershowparty. Modeschöpfer. Androgyne Jünglinge und Skulpturen.
Karl Lagerfeld oder Vivienne Westwood? Ich weiß es nicht so recht. Beide hätten sicherlich die Reife und den gewissen Anspruch, als auch das Nicht-von-dieser-Welt, Marke Eigenkreation. Vielleicht ein aufstrebender Jungstar. Auf jeden Fall nichts für Jogginghosenträger oder Kapitalistenschweine. Man muss aromatischen Kirschnektar mögen. Und langsamen, trockenen Rotwein.
Und nach der langen Party? Kommt, wenn man möchte, die Bibergeilheit. Man kann aber auch im dunkelroten Samtpyjama auf dem Bett liegenbleiben und über künstliche Lebenswelten nachdenken, bis einem die Äuglein zufallen.
5 Antworten

Statements

18 kurze Meinungen zum Parfum
Can777Can777 vor 5 Monaten
9
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9.5
Duft
Schönheit …gespeichelt auf meine Haut!
Versickert und verewigt ins Nimmermehr. Wenn Perfektion die Zähne fletscht…!
42 Antworten
SeejungfrauSeejungfrau vor 4 Jahren
4
Flakon
6
Sillage
5
Haltbarkeit
7.5
Duft
Früchte glänzend pinseln
Silberbronzelack - für's Ofenrohr
Jasmin duftet in der Vase
Oud schnurrt cremeledrig
Sandelholz glimmt ohne Ruß
15 Antworten
LilienfeldLilienfeld vor 8 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Fruchtbetontes oudiges Leder, ein orangefarbner, strahlender Duft mit am Tickn Animalik vom Jasmin;) von unten rauf läutn die Kirchenglockn:D ..schön, echt sehr schön!
1 Antwort
RivegaucheRivegauche vor 4 Jahren
10
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
7.5
Duft
Ich muss hier immer an Chanel's Antaeus denken. Animalischer 80ies Kracher mit fruchtigen Oudhölzern ins 21. Jahrhundert gebracht. Well...
3 Antworten
ErgoproxyErgoproxy vor 8 Jahren
8
Sillage
10
Haltbarkeit
8.5
Duft
Angenehm animalisch-ledrig und rauchig holzig. Oud nur am Anfang präsent. Tolle Haltbarkeit und Sillage.
0 Antworten
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Torten Radar

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