Tosca 1921 Eau de Cologne

Tosca (Eau de Cologne) von Mäurer & Wirtz
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6.4 / 10 164 Bewertungen
Ein Parfum von Mäurer & Wirtz für Damen, erschienen im Jahr 1921. Der Duft ist blumig-pudrig. Es wird noch produziert.
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Duftrichtung

Blumig
Pudrig
Süß
Würzig
Zitrus

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
AldehydeAldehyde BergamotteBergamotte NeroliNeroli OrangeOrange ZitroneZitrone
Herznote Herznote
NarzisseNarzisse JasminJasmin MaiglöckchenMaiglöckchen RoseRose Ylang-YlangYlang-Ylang
Basisnote Basisnote
LabdanumLabdanum AmbraAmbra PatchouliPatchouli VanilleVanille
Bewertungen
Duft
6.4164 Bewertungen
Haltbarkeit
6.6135 Bewertungen
Sillage
6.1137 Bewertungen
Flakon
6.3147 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
8.823 Bewertungen
Eingetragen von Parfum1311, letzte Aktualisierung am 02.06.2024.

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Rezensionen

20 ausführliche Duftbeschreibungen
4
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
6
Duft
loewenherz

885 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 38  
Muttis umhäkelte Klopapierrolle auf der Hutablage
Neulich auf dem Parkplatz eines großen Supermarktes habe ich neben einem älteren Ehepaar den Inhalt meines Einkaufswagens in den Kofferraum eingeladen. Die beiden mögen Mitte siebzig gewesen sein, und wie liebevoll sie einander halfen und überhaupt miteinander umgingen, war wunderschön. Sie nannten sich natürlich gegenseitig 'Mutti' und 'Vati', und als er beim Einpacken eines Beutels mit grünen Bohnen (voll freudiger Erwartung des herannahenden Abendessens, zweifellos würde ein ordentliches Stück Speck dabei sein) ein schmatzendes Geräusch machte, hätte ich die beiden am liebsten kurz in den Arm genommen.

Auf der Hutablage ihres Wagens lag etwas, das ich seit Jahren (ach was, Jahrzehnten!) nicht mehr gesehen hatte - eine in gedeckten Brauntönen sauber umhäkelte Rolle Toilettenpapier - mit gewellter Zierrüsche, es fehlte nur der Bommel obendrauf. In den 80ern - als es kein Sanifair gab, und eine Fahrt an die Costa del Sol 48 Stunden dauern konnte, inklusive Anflunkern der Zöllner, man habe natürlich keinen Wein dabei - waren diese umhäkelten Klorollen deutscher Familienstandard. (Oft gab es auf der Gästetoilette noch eine zweite auf diese Art bedeckte Rolle - aus der oben eine Kastagnetten schlagende Spanierin herauskam.)

Der kleine, alte Mann und die kleine, alte Frau strahlten eine Bodenständigkeit und Bescheidenheit aus, die rührend erschien und gestrig - 2016, auf dem Parkplatz dieses Supermarktes. Man konnte förmlich sehen, wie benutztes Geschenkpapier sorgfältig glattgestrichen in den Schrank gelegt wird - und geprüft, ob sich ein fadenscheinig gewordener Pullover durch einen neuen Kragen nicht vielleicht doch noch retten lässt. Mutti verwaltet die Kasse mit strenger Nachsicht, und solange es ab und zu Speck mit Böhnchen gibt, hat Vati den Lohn immer klaglos bei ihr abgeliefert - weniger aus Gewohnheit, als aus echtem Vertrauen.

Fazit: als die kleine, alte Frau ins Auto stieg (er hat ihr dabei geholfen, obwohl sie nicht krank war, und die Stelle auch nicht eng - einfach nur, um ihr zu helfen) konnte ich in der Innenseite der Beifahrertür ein Fläschchen liegen sehen. Es war Tosca - in der ganz einfachen Flasche mit dem Aufkleber und dem blauen Plastikdeckel. Ich habe mir dann kurz vorgestellt, wie sie sich beim Aussteigen vor dem Besuch alter Bekannter (die man nur manchmal sieht, seit sie nach Osnabrück gezogen sind) mit einem Tropfen davon erfrischt. Und ich dachte mir: schön eigentlich, dass es das noch gibt.
8 Antworten
Duftsucht

137 Rezensionen
Duftsucht
Duftsucht
Hilfreiche Rezension 39  
Walking down memory lane…
Angeregt durch Ttfortwo’s wunderbarem Kommentar zum Tosca-Parfum führte mich mein letzter Mittagspausen-Duft-Fischzug direkt zu einem bestimmten Regal – und gleich in die Hocke: ganz unten in der Ecke, da standen sie, die Düfte meiner Jugendzeit: Tosca und Nonchalance. Bekommen hatte ich sie als Miniaturen für meinen Setzkasten (für die Jüngeren zur Erklärung: Setzkasten=unverzichtbarer Staubfänger in quasi jedem Mädchenzimmer in den 70ern und eventuell noch frühen 80ern, bestückt mit diversem Krimskrams meist unterirdischer Qualität. Es gab natürlich auch die andere Variante: Liebevoll gepflegte und bestückte und regelmäßig abgestaubte – nur halt nicht in meinem Zimmer… ) Alsdann zurück zum Duft: meine Patentante schenkte mir einen liebevoll selbstgebastelten Adventskalender aus Streichholzschachteln, befüllt mit lauter wunderbaren Miniaturdingen. Und als Höhepunkte an den Adventssonntagen gab es Düfte: 4711, Tosca, Nonchalance (in genau dieser Reihenfolge) – und zum Heiligabend als „echtes“ Geschenk mein erstes richtiges Parfüm. Leider wurde der Flakons in der Post beschädigt und leckte – daher wurde das Parfüm in einen wunderschönen Zerstäuber umgefüllt und ich werde wohl nie mehr erfahren, wie der Duft damals hieß. Ich weiß noch, dass es ein unsüßer, wirklich eleganter Duft war. Und wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, durchaus etwas, was mir auch heute noch gefallen könnte.
Tosca und Nonchalance landeten ohne auch nur einmal an der Flasche zu schnuppern oder einen Papierstreifen zu nehmen, auf meinen Armen. Und schon in der ersten Hundertstel Sekunde des Aufsprühens fühle ich mich in der Zeit zurückkatapultiert. Ich bin wieder in der Wohnung meiner Eltern, es ist Vorweihnachtszeit. Meine Schwestern und ich sitzen alle gemeinsam um den Tisch, um die Baisermasse auf die Zimtsterne zu streichen - mit kleinen spitzen Messern, damit der Schnee ganz bis in die Ecken geht. Jede von uns trägt eine Schürze und hat die Haare säuberlich zurückgebunden. Auf einem anderen Blech warten Butterkeks darauf, mit kleinen Zuckerperlen verziert zu werden - insgesamt eine recht klebrige Angelegenheit… Der Adventskranz steht mit brennenden Kerzen, die immer rot waren, auf einem kleinen Tischchen im Eck, weil wir den ganzen Küchentisch für unsere Kekse brauchen.
Ich als Jüngste schleiche mich davon zu meinen neuen Schatz, der einen Ehrenplatz im Setzkasten bekommen hat. Ganz vorsichtig schraube ich das kleine Parfümfläschchen auf, um bloß nichts zu verschütten und rieche daran.
Ich habe keine Erinnerung daran, das Nonchalance und das Tosca damals jemals wirklich getragen zu haben. Die Fläschchen waren so winzig klein, mit nur wenigen kostbaren Tropfen gefüllt – und ich kann mir gut vorstellen, dass ich wirklich einfach nur ab und zu daran gerochen habe. Die Erinnerungen an diese Zeit, in der so viele Dinge noch so neu und unvermutet und überwältigend waren, machen mich ein wenig wehmütig.
All das lösen diese Düfte bei mir aus – und während ich merke, dass meine Augen feucht geworden sind, beschließe ich, sie nicht in Kopf, Herz und Basisnote zu zerlegen und vielleicht einer erbarmungslosen, allzu erwachsenen Beurteilung zu unterziehen.
Sie sollen so bleiben dürfen, wie sie in meiner Erinnerung sind: Düfte einer längst vergangenen Zeit, die zauberhaften Düfte meiner Kindheit.
10 Antworten
7.5
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
8
Duft
Michelangela

85 Rezensionen
Michelangela
Michelangela
Top Rezension 27  
Ad maiorem Tosca gloriam
Ich erinnere mich an ihn, als wäre es gestern gewesen...
Monsieur Tosca wohnte in unserer Strasse. Er war ein sehr freundlicher und adretter Herr in den spätherbstlichen Jahren, der stets akkurat gekleidet in feinem Zwirn und polierten Schuhen anzutreffen war. Statt einer Kravatte trug er ein Seidentuch im Hemdkragen, was im eine extravagante Note verlieh.
Wenn er mit seinem kleinen ebenfalls sehr adretten mit Halstuch bekleideten Hündchen die Strasse hinunter spazierte, zog er stets einen feinen Duftschleier hinter sich her. Damals in dieser Zeit war es noch nicht normal, dass ein Mann sich so beduftete und es wurde oft hinter Monsieur Toscas Rücken getuschelt.
In meinen Augen aber war er immer die Verkörperung französischer Eleganz und mochte es, wie er duftete. Und so verlor unsere Strasse auch ihren Glanz, als Monsieur Tosca eines Tages nicht mehr erwachte, um mit seinem kleinen Hund an mir vorbei zum Park zu schlendern...

So wie bei vielen anderen Erinnerungen an Großmütter und Tanten, blieb in mir immer das Bild des adretten parfumierten Herrn im Zusammenhang mit Tosca haften.
Ein altmodischer Duft, der nun schon 92 Jahre existiert und noch immer vertrieben wird. Der Flakon, den man einem tropfenförmigen Diamanten nachempfunden hat sollte einer einfachen Dame jener Zeit, in der es noch keine Selbstverständlichkeit war, Parfum zu tragen, ein Gefühl von erschwinglichem Luxus symbolisieren. Tosca machte das Parfum in jedem Haushalt salonfähig. Tosca war sozusagen das erste Volksparfum!
Heute nur noch bekannt als Drogerieduft für Rentner und Findel aus Haushaltsauflösungen wird dieses Duftwasser höchstens noch belächelt...

Irgendwann vor ein paar Jahren erstand ich einen schönen quadratischen Kristallflakon mit goldenem Deckel. Er hat ein kleines goldenes Etikett auf dem der Name Tosca steht. Es war die ausgefallene Form des Flakon und die zusätzliche Aufschrift "Parfum", die mich dazu animierte, dieses Exemplar zu kaufen.
Ich habe es nie bereut!

Heute öffne ich es wieder einmal, um es zu geniessen und darüber zu berichten:

Ich ignoriere den kurzen muffigen Anklang, wenn ich das Parfum auftrage, denn ich kann bei so einem hohen Alter keinen frischen Auftakt erwarten. Was aber nicht bedeuten soll, dass die Kopfnote hinüber ist! Nur wenige Augenblicke später eröffnet sich mir ein herb-zitrischer Einstand der mich an saftige Schalen von Orangen und Grapefruits erinnert. Ohne wenn und aber kann Tosca hier mit Düften wie Elixir des Merveilles oder Terre de Hermès mithalten!
Im Herzen zeigt sich Tosca dann weiblich und rund. Ich fühle mich ein wenig an das "alte" unreformulierte Chanel N°5 erinnert (was anhand eines Pyramidenvergleichs auch nicht mehr verwundert), jedoch erscheint mir Tosca noch fülliger, blümeranter und sinnlicher. Ein betörender Schleier feiner Blumencreme legt sich auf meine Haut und das was mich hier einlullt erinnert mich an alles, nur nicht an Großmütter, Tanten und auch nicht an den adretten Monsieur Tosca! Dieser runde und weiche Duft wird in der Basis etwas würziger und dunkler und hinterlässt noch lange ein schöne geheimnisvolle Aura.....

Fazit:
Ich bin mir sicher, wenn ich es trage und nicht verrate, dass es Tosca ist, würde auch niemand anderes drauf kommen. Dieser Duft ist einfach nur edel und wunderschön! Nun frage ich mich aber, ob Tosca sich 1. mit den Jahren verändert hat und 2. ob es wohl verschiedene Qualitäten gegeben haben könnte. Das Parfum, welches ich gerade vor mir stehen hab, unterscheidet sich ein ganzes Stück von dem, was man heute in den unteren Regalen von Drogerien findet. Natürlich ist eine gewisse Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen, doch mit einem altbackenen Rentnerduft bringe ich es ganz und gar nicht in Verbindung! Sollte dieser Duft vielleicht doch zu Beginn etwas ganz Besonderes gewesen sein? Ist er vielleicht erst in den 60ern und 70ern zum Duft für jederfrau geworden???
Der Flakon, den ich hier in Besitz habe, ist auf jeden Fall ein kleines Juwel, dass einen stolzen Platz zwischen Arpege und Chanel N°5 (das im gleichen Jahr kreiert wurde) beziehen kann. Schließlich ist der Alterunterschied der drei Damen ja unwesentlich und ....Erfolg hatten/haben sie alle noch bis heute!

Sollte Euch einmal so ein richtig alter Toscaflakon auf dem Flohmarkt oder irgendwo anderes begegnen, lasst ihn nicht stehen ..... Ihr könntet es bereuen!

Und so hinterlasse ich diese Zeilen "Ad maiorem Tosca gloriam" - "Zum größeren Ruhme Toscas" ... denn das hat es sich verdient!
14 Antworten
5
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
8
Duft
Ttfortwo

89 Rezensionen
Ttfortwo
Ttfortwo
Top Rezension 26  
Unvergesslich
Mit 14 jobbte ich im Café eines ziemlich teuren Altenruhesitzes. Das ist lange her und an viel kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber eines wird mir auf ewig im Gedächtnis bleiben: Die Damen, wie sie immer in fröhlich schnatternden Grüppchen ankamen und sich an einem der runden Tische installierten. Unschwirrt von so einer hormocentagecremten Alterssexiness, meistens ziemlich sympathisch und oft überraschend selbstironisch. Und so saßen sie in ihrem Cafe, die Damen, an den vielen runden Tischen, bestellten Kaffee HAG und Schwarzwälder bei mir und waren ganz bei sich.

Und immer, IMMER! passierte dann, wenn gegessen und getrunken war und ich abgeräumt hatte, folgendes. Eine der Damen stellte ihre Handtasche auf den Tisch, öffnete sie und entnahm ihr: Ein Fläschchen Tosca. Dann tupfte sie sich etwas davon hinter das Öhrchen und gab das Fläschchen generös weiter an ihre Nachbarin, die das gleiche tat und so weiter, bis das Fläschchen seine Runde vollendet hatte und wieder in der Dunkelheit der Tasche verschwand.

Soll ich Euch etwas sagen? Ich mag den Duft bis heute. Ja, er hat etwas von älterer Dame, aber - Donnerwetter! - was für einer!
8 Antworten
5
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
9
Duft
Sonjoschka

267 Rezensionen
Sonjoschka
Sonjoschka
Top Rezension 24  
Deutsches Fräuleinwunder
Gestern habe ich mich einmal Tosca zugewandt. Denn ich war auf der Suche nach Infos über L'Heure Bleue und Tosca wird dort als sehr ähnlich beschrieben.

Tosca ist etwas verstaubt in meiner Sammlung. Vielleicht weil der "Name" Tosca so negativ besetzt ist. Meine Oma trug ihn neben 4711 auch ab und zu. Genau wie meine Mutter.
Wir wollen ja eigentlich nicht so sein, wie unsere Oma oder unsere Mutter. Aber was bedeutet das überhaupt? Ist das Bild, das wir von ihnen haben überhaupt korrekt?

So viele Frauen können sich bei der Wahl ihres Duftes nicht täuschen und irren. Sie werden Tosca nicht nur wegen des günstigen Preises gewählt haben, sondern auch und besonders, weil es Klasse hat.

Also habe ich das reine Parfum auf meinen Handrücken gegeben, um mich einmal genauer mit dem bekannt-berüchtigtem Tosca zu befassen. Mein Mann war überraschenderweise sofort sehr begeistert. Was er genau zu Tosca sagte, erzähle ich ich besser nicht. Aber es war ziemlich unanständig.

Klar kenne ich die ganzen Geschichten über Großmütter und Tanten, die diesen Duft getragen haben und unsere Generation damit beeinflusst haben. Aber auch die älteren Damen waren mal jünger und haben auch da schon Tosca getragen.
Man muss nicht glauben, dass unsere Mütter und Großmütter verklemmt oder spießig waren. Nein, das waren sie nicht. Früher ist man nur nicht so direkt und plump mit dem Thema Verführung umgegangen.
Man denke nur einmal an das international bekannte Wort "Deutsches Fräuleinwunder", was die hübschen, begehrenswerten Damen der deutschen Nachkriegsgeneration beschreibt. Auch und gerade die trugen gerne Tosca.
Die Ladies hatten dabei Stil und Klasse.

Zu Dita von Teese zum Beispiel, würde Tosca auch viel besser passen, als ihre eigenen Kreationen.

Ich habe Tosca dann gestern abend nach dem Duschen getragen und heute Morgen hing noch ein schwacher, pudrig-vanilliger Hauch auf meiner Haut und im Haar.
Heute habe ich es gleich wieder aufgetragen, um mich weiterhin mit etwas charmanter Nostalgie zu umgeben.
Im Moment schaue ich ziemlich viele 40er und 50er Jahre Filme. Irgendwie passt Tosca gerade hervorragend dazu.

Die Aldehyde sind bei der Parfum Version etwas zarter und gar nicht stechend. Der Gesamteindruck ist nur ein wenig seifig und vorrangig blumig-pudrig.
Ich rieche hier eine ähnlich pudrige Note, wie sie mir bei Chanel No 5 im EDT begegnet und gefällt.
Diese klassische Pudernote ist warm-blumig, oldschool, klassisch und sehr weiblich.
Die Pudernote wird im Duftverlauf noch etwas wärmer. Die Basis ist pudrig, etwas blumig-vanillig und ganz leicht süß.
Tosca ist ein sehr angenehmer, weicher Duft, der nie penetrant wirkt. Er passt damals wie heute zu allen Gelegenheiten.
Auf meiner Haut entwickelt er sich sehr schmeichelnd und sanft. Mich erinnert er auf meiner Haut an keine Person aus meiner Kindheit. Da habe ich Glück gehabt.

Gestern abend habe ich mir überlegt, ob ich L'Heure Bleue überhaupt kaufen soll. Oder ob es nicht besser wäre, noch einen Flakon Tosca zu erwerben.
Tja, was soll ich großartig schreiben. Es mussten natürlich beide sein. Ich kaufe einen Guerlain Duft, weil mir Tosca gefällt. Wenn er ähnlich ist, muss er gut sein.
Diese Fläschchen Tosca Parfum scheinen sich in den Schlafzimmern, auf alten Frisierkommoden zu vermehren und sie werden einem bei Ebay schon fast hinterher geworfen. Ich habe jetzt schon Flaschen aus den 50er Jahren gehabt und die waren noch völlig in Ordnung. Ob jemals Reformulierungen stattgefunden haben, kann ich nicht genau sagen. Aber ich werde bei der kleinen, eckigen, flachen Flaschenform bleiben.
Solange die alten Schätzchen zu haben sind, werde ich Tosca genießen.
Manche Dinge haben einfach Bestand, in dieser sich ständig verändernden Welt.
Tosca ist ein Meilenstein in der deutschen Parfumgeschichte, auf den wir zu Recht stolz sein dürfen.
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Weitere Rezensionen

Statements

33 kurze Meinungen zum Parfum
SalvaSalva vor 2 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Hach da geht mein Herz auf
Herrlich klassisch-seifig, helle Blüten
Im Hintergrund Cologne-Vibes
Mit herbem Ausklang
Besser als hier bewertet
24 Antworten
ClarasTanteClarasTante vor 6 Jahren
8
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
9
Duft
"Hier riecht's gut. Das kenn ich. Ist das... Tosca? Das gibt's noch?"
Definition eines Klassikers. Ich trage ihn. Oft. Das hat er verdient!
4 Antworten
CharlAmbreCharlAmbre vor 3 Monaten
9
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
7.5
Duft
Aldehyde, ungewöhnlich sanft, Neroli, milde Narzisse und Jasmin lassen eine milde, klassische Diva erkennen.
14 Antworten
KäseKäse vor 2 Jahren
7
Flakon
7
Haltbarkeit
6.5
Duft
Nettes Püderchen, das entfernt an die Chanel No 5 erinnert und für ein EdC eine gute Haltbarkeit hat.
10 Antworten
SimpleLifeSimpleLife vor 3 Jahren
7
Flakon
7
Sillage
7.5
Duft
Pudrig-nostalgisch & schön. Erinnert mich an Chantilly u. Lutèce.
Bin 31. Gar nicht nur f. Ältere!
Meiner Meinung nach unterbewertet.
3 Antworten
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So ordnet die Community den Duft ein.
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