
Pollita
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Pollita
Top Rezension
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Von harten Burschen und jungen Mädchen aus den Neunzigern. Und komischen Duftpyramiden
Bikerduft. Lederbombe. Lederjacke. Männlichkeit zum Aufsprühen. Hmmm, wenn ich mir manche Rezensionen hier so anschaue, frage ich mich ernsthaft, „hallo, reden wir hier über den gleichen Duft?“ Also bei mir ist Ombré Leather Parfum ja mal wieder per Zufall gelandet. Ich mag doch eigentlich gar keine Lederdüfte und wurde beim guten Tom bislang auch noch nicht so richtig fündig. Ja, er hat schöne Düfte, aber die sehe ich größtenteils eher an meinem Mann als an mir. Und bei Ombré Leather Parfum hatte ich ebenso gedacht. Tja, falsch gedacht.
Der erste Sprüher schon ließ mich stutzen. Oh ja, das mag ich, war der erste Gedanke. Aber wo zum Teufel soll hier Leder sein? Ich brauchte eine Weile, bis ich einordnen konnte, was ich da erschnupperte. Und plötzlich machte es klick und ich hatte ein Bild vor Augen. Und zwar von Oilily Flowers, ein Duft aus meiner Kindheit, den Neunzigern, für MÄDCHEN, nicht harte Jungs. Diese harsche Patchoulinote, flankiert mit etwas Frucht, Blüte, vielleicht einer Rose und eventuell etwas Eichenmoos oder Vetiver, so mein Eindruck. Eine Art Chypre mit Frucht duftet mir da entgegen. Das müsste Himbeere sein für mein Näschen, so schön säuerlich, wie das riecht. Himbeere könnte passen, denn er hat auch eine starke Ähnlichkeit mit Bryant Park von Bond No. 9, wie ich finde. Und auch der duftet nach Himbeere, Rose und Patchouli.
Und Ombré Leather Parfum soll laut Parfumo nach schwarzem Leder, Tabak, Iris und Veilchenblatt duften. Ich lese hier Vergleiche mit Fahrenheit. Und bin hochgradig verwirrt. Okay, der Ledereindruck, der kommt irgendwann, aber nur, wenn ich auch bewusst versuche, an Leder zu denken. Wenn Leder, dann ist das eine Nappa-Lederhose, getragen von einer jungen Dame, die zudem eine rosige Körperpflege benutzt hat. Auch etwas Grünes blitzt hier durch, wie ich finde. Iris ist für mich jetzt so gar nicht nachvollziehbar, denn Iris riecht für mich fast immer etwas pudrig. Pudrig ist hier nichts. Ombré Leather Parfum bleibt fruchtig, blumig, leicht grün, etwas harsch dabei und ja – rosig. Für mich ist das Rose, was ich hier wahrnehme. Und die Ähnlichkeit mit Oilily ist nach wie vor da und ich finde ihn toll!
Ob ich nun total spinne oder die hier gelisteten Duftnoten kompletter Marketing-Murks sind, das dürft ihr entscheiden. Ich fange derweil schon ein bisschen an zu überlegen, ob ich den Duft vielleicht sogar haben möchte. Tragen werde ich ihn auf jeden Fall. Und dabei an Oilily und an meine Jugend denken.
Ich erinnere mich, dass Tom Ford mit dem eingestellten White Patchouli sogar ein ähnliches Duftbild im Portfolio hatte. Auch dieser war, wie die Ombré-Leather-Serie, kein Private Blend. Bei diesem fehlten für mich allerdings die fruchtigen und blumigen Komponenten, die ich hier ganz klar ausmache. Wer weiß? Vielleicht sollten ja auch diejenigen, die White Patchouli vermissen, mit Ombré Leather Parfum einmal mehr angesprochen werden? Wir können lediglich mutmaßen, was die Marketing-Abteilung sich da so überlegt hat.
Insgesamt ist der Duft für mich ein klares Beispiel von „wir riechen das, was wir riechen sollen.“ Die tatsächlichen Inhaltsstoffe bleiben doch größtenteils ein Geheimnis des Parfumeurs. Ombré Leather Parfum – für verträumte Mädchen aus den Neunziger Jahren.
Dank geht an StenLaurel für die Testmöglichkeit.
Der erste Sprüher schon ließ mich stutzen. Oh ja, das mag ich, war der erste Gedanke. Aber wo zum Teufel soll hier Leder sein? Ich brauchte eine Weile, bis ich einordnen konnte, was ich da erschnupperte. Und plötzlich machte es klick und ich hatte ein Bild vor Augen. Und zwar von Oilily Flowers, ein Duft aus meiner Kindheit, den Neunzigern, für MÄDCHEN, nicht harte Jungs. Diese harsche Patchoulinote, flankiert mit etwas Frucht, Blüte, vielleicht einer Rose und eventuell etwas Eichenmoos oder Vetiver, so mein Eindruck. Eine Art Chypre mit Frucht duftet mir da entgegen. Das müsste Himbeere sein für mein Näschen, so schön säuerlich, wie das riecht. Himbeere könnte passen, denn er hat auch eine starke Ähnlichkeit mit Bryant Park von Bond No. 9, wie ich finde. Und auch der duftet nach Himbeere, Rose und Patchouli.
Und Ombré Leather Parfum soll laut Parfumo nach schwarzem Leder, Tabak, Iris und Veilchenblatt duften. Ich lese hier Vergleiche mit Fahrenheit. Und bin hochgradig verwirrt. Okay, der Ledereindruck, der kommt irgendwann, aber nur, wenn ich auch bewusst versuche, an Leder zu denken. Wenn Leder, dann ist das eine Nappa-Lederhose, getragen von einer jungen Dame, die zudem eine rosige Körperpflege benutzt hat. Auch etwas Grünes blitzt hier durch, wie ich finde. Iris ist für mich jetzt so gar nicht nachvollziehbar, denn Iris riecht für mich fast immer etwas pudrig. Pudrig ist hier nichts. Ombré Leather Parfum bleibt fruchtig, blumig, leicht grün, etwas harsch dabei und ja – rosig. Für mich ist das Rose, was ich hier wahrnehme. Und die Ähnlichkeit mit Oilily ist nach wie vor da und ich finde ihn toll!
Ob ich nun total spinne oder die hier gelisteten Duftnoten kompletter Marketing-Murks sind, das dürft ihr entscheiden. Ich fange derweil schon ein bisschen an zu überlegen, ob ich den Duft vielleicht sogar haben möchte. Tragen werde ich ihn auf jeden Fall. Und dabei an Oilily und an meine Jugend denken.
Ich erinnere mich, dass Tom Ford mit dem eingestellten White Patchouli sogar ein ähnliches Duftbild im Portfolio hatte. Auch dieser war, wie die Ombré-Leather-Serie, kein Private Blend. Bei diesem fehlten für mich allerdings die fruchtigen und blumigen Komponenten, die ich hier ganz klar ausmache. Wer weiß? Vielleicht sollten ja auch diejenigen, die White Patchouli vermissen, mit Ombré Leather Parfum einmal mehr angesprochen werden? Wir können lediglich mutmaßen, was die Marketing-Abteilung sich da so überlegt hat.
Insgesamt ist der Duft für mich ein klares Beispiel von „wir riechen das, was wir riechen sollen.“ Die tatsächlichen Inhaltsstoffe bleiben doch größtenteils ein Geheimnis des Parfumeurs. Ombré Leather Parfum – für verträumte Mädchen aus den Neunziger Jahren.
Dank geht an StenLaurel für die Testmöglichkeit.
Aktualisiert am 07.10.2025 - 08:44 Uhr
29 Antworten



schwarzes Leder
Amber
grüner Tabak
holzige Noten
indischer Jasmin-Sambac Absolue
Kardamom
Patchouli
Veilchenblatt Absolue Orpur®
weißes Moos
Zedernholz








Pinseltown
Medianus76
Ergoproxy
Parma
R3mt9
































