| Erschienen im Jahr 1936, wird offenbar noch produziert. | |
| Parfümeur: Jacques Guerlain |
Duftnoten
| Kopfnote: | Aldehyde, Bergamotte, Orangenblüte |
| Herznote: | Gartennelke, Iris, Jasmin, Johannisbeerblüte, Rose, Ylang-Ylang |
| Basisnote: | Amber, Sandelholz, Vanille |
Duft
84% (70 Bewertungen)
Haltbarkeit
80% (50 Bewertungen)
Sillage
74% (46 Bewertungen)
Flakon
93% (49 Bewertungen)
Dieses Parfum wurde recherchiert und vorgeschlagen von
Kankuro
Wissenswertes
Vega ist Teil der Kollektion ,,Il était une fois Guerlain".
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18.04.2013 05:36 Uhr
100%
8 Kommentar-Auszeichnungen
Nimm dir mal ein Beispiel an deiner Schwester
Beim ersten Testen dachte ich zunächst ich würde meine alte Freundin Shalimar riechen. Doch der erste Eindruck täuscht. Vega ist doch deutlich anders als Shalimar. Da wo Shalimar kracht ist Vega eher Understatement, Vega ist klarer, leichter und feiner, aber trotzdem intensiv. Die Kopfnote ist zitronig frisch aber gleichermaßen pudrig und während bei Shalimar das pudrige, durch den Weihrauch immer stärker wird, lässt es bei Vega in der Mitte des Duftverlaufs deutlich nach. Dadurch kommt die würzige Blumigkeit der Herznote besser zur Geltung. Dieses Herz ist ausgesprochen schön und harmonisch. Das gleiche gilt für die Basis. Im Drydown wird der Duft deutlich wärmer. Amber und Vanille dominieren zwar, wirken aber durch einen Puderhauch des herben Sandelholzes nicht zu süß. Ein unglaublich ausgewogener und Alltagstauglicher aber nicht alltäglicher Guerlain. Tja, da guckst du Shalimar.4 Antworten
Vega ist einfach traumhaft! ;-)
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22.10.2012 22:12 Uhr
100%
14 Kommentar-Auszeichnungen
Die Türe zum Licht
Ich betrachte einen klaren, nächtlichen Himmel. Je länger ich zu ihm hinaufsehe, umso mehr Sterne nehme ich wahr. Umso mehr Konstellationen, umso mehr Facetten überraschen mich. Sehe ich kurz weg, um mich ihm dann wieder zuzuwenden, werden es wieder andere Figuren am Himmel sein, die mich faszinieren.Das Gesamte ist so schön, dass es keine Worte dafür gibt.
Vega entführt mich in eine ähnliche Gefühlswelt, und es ist schwierig, dafür die Worte zu finden....
Seine Ausstrahlung hat Jacques Guerlain vermutlich zu diesem Namen inspiriert.
Schon beim Aufsprühen öffnet sich eine Türe, hinter der ein warmes, sehr helles Licht wahrnehmbar ist. Die Aldehyde schmeicheln sich von der Haut in die Nase wie Tröpfchen aus reinem Licht. Sie kündigen das Erscheinen einer warmherzigen, sehr starken Frau an, die ihre Weiblichkeit absolut selbstverständlich lebt, und niemals, niemals etwas anderes sein möchte als Frau.
Die Nelken werden von diesem lichtvollen Auftakt förmlich aufgeweckt, sind deutlich wahrzunehmen und bringen noch mehr Eleganz ins Spiel. Sie lösen sich dann in einer weichen Wolke von Ylang Ylang auf. Rose kann ich nicht im Detail erschnuppern.
Hölzer bringen diese himmlische, fluffige Wolke dann wieder auf die Erde zurück. Ambriert, mit einem Hauch Vanille. Die Guerlinade entwickelt sich großartig.
Und so bleibt Vega dann bei mir....
Vega ist eine geniale Komposition, wie ich sie noch selten kennenlernen durfte (Dank an Lilie). Seine Kostbarkeit beeindruckt mich, das Zusammenspiel der Komponenten ist umwerfend. Wie eben bei einem Sternenhimmel....
7 Antworten
Sehr schöne Beschreibung von einem sehr schönen, edlen Duft! Danke
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29.09.2012 22:03 Uhr
60%
6 Kommentar-Auszeichnungen
Dieser Stern strahlt nicht für mich,
obwohl ich ihm durchaus etwas abgewinnen kann. Ich erkenne die Eleganz und den zarten Zusammenklang der einzelnen Komponenten, die Virtuosität.Vega ist ein aldehydiger Duft, der einen nicht komplett erschlägt. Ich finde ihn freundlicher als Chanel No 5, den ich überhaupt nicht mag, und außerdem ausgesprochen kunstvoll gemacht. Er ist trotz seiner Präsenz und der aldehydischen Note fein. Die Sillage verteilt sich sehr gleichmäßig. Ich will damit sagen, der Duft klebt nicht nur an der Haut, sondern strahlt sehr leicht und auch warm. Er hat ein bisschen was von einem Kaschmirpulli, der auch wärmt, aber ohne einen zu beschweren. Außerdem hat er nichts stechendes, sondern die Blumen, die zitrischen Noten und die warme Basis verbinden sich zu einem vollen Dreiklang. Sehr schmeichelnd und sehr elegant.
Also wirklich sehr sehr gut gemacht und komponiert. Überhaupt drängt sich mir immer mehr das Bild von etwas Klingendem auf. Aber trotzdem ist dies absolut kein Duft für mich. Mit den damenhaften Klassikern kann ich nichts anfangen. Es ist als würde ich ein Chanelkostüm tragen. Das ist auch schön und würde trotzdem nicht zu mir passen. Allerdings wird die Probe einen Platz in meiner Duftbibliothek bekommen.
Herzlichen Dank an Turandot für die Bekanntschaft mit diesem Duft.
6 Antworten
Chanelkostüms würden zu mir passen, aber der Duft im Knopfloch dazu würde mich stören,g
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02.09.2012 18:32 Uhr
20%
6 Kommentar-Auszeichnungen
Vega, wo bleibt Dein Leuchten?
Die Vega aus dem Sternenbild der Leier ist der hellste Stern am Nordhimmel, sie gilt nach der Sonne als der wichtigste Stern. So heißt es im Lexikon.Ein stolzer Name für ein Parfüm, der hohe Erwartungen weckt.
Neugierig von euren durchweg begeisterten Kommentaren hatte ich mir die "duftende" Vega auf meine Merkliste gesetzt.
Die Freude war groß, als ich von aoe ein Pröbchen (vielen Dank!)bekam.
Leider jedoch leuchtet Vega bei mir überhaupt nicht. Nach der ersten recht starken Aldehyd - Wolke entwickelt sich bei mir ein Duftakkord, der mich sehr an die Hauptnote bei Blue Grass erinnert. Bitte nicht Hauen, aber meine Nase meldet das so. Sehr "grün" mit etwas Hellem, Prickelndem im Hintergrund, so wie es Sabi wunderbar beschrieben hat.
Dieser Duftakkord bleibt ungefähr 1 Stunde präsent, wird etwas weicher, und dann: ist alles weg, restlos weg, ich rieche nichts mehr, keine Nelke, keine Vanille (die normalerweise wirklich gut zu schnüffeln ist), rein garnichts.
Schade, mein Sternenflug ist also noch nicht zu Ende, vielleicht finde ich noch einen anderen Stern (ganz für mich alleine?) der für mich leuchtet.
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dito
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05.07.2012 18:44 Uhr
100%
12 Kommentar-Auszeichnungen
Endlich ! Die Erleuchtung und das Ende einer Odyssee
Ich hatte ja zu diesem Duft schon viel unglaublich Gutes gehört und war dementsprechend gespannt. Gestern erhielt ich endlich meine ersehnte Probe aberzu große Hoffnungen hatte ich nicht. Ich habe noch keine wirkliche Kennernase und verstehe deshalb viele der Klassiker wie Mitsouko oder auch Parure absolut nicht , leider. Ich fand beim L Heure Bleue z.B. die "Guerlinade" sogar sehr schwermütig, ein Hauch von Traurigkeit, Vergänglichkeit umspielt ihn nach meinem Empfinden.Ganz anders Vega.
Ich schnupperte erstmal an der Phiole und konnte überhaupt gar nichts ausmachen, hatte also keine Ahnung was mich erwartet. Nach dem ersten Sprühen : gleissende Helle, eine Explosion von Aldehyden und, Moment mal, den Duft kenne ich doch... eine Woge von Chanel No. 5 erfasst mich und ich LIEBE gerade die Anfangsnote von Chanel No.5.
Wenn ihr wüsstet, wie oft ich in der Vergangenheit, in allen Parfümerien dieser Welt, gefragt habe nach einem Duft, der eben diese Anfangsnote hat und auch etwas mehr hält (der Chanel kippt bei mir leider fast sofort in eine sehr scheußliche Angelegenheit). Niemand hatte je eine Idee.
Und nun Vega... die himmlische Anfangsnote hält auf meiner Haut sicher eine halbe Stunde, danach fängt der Duft an sich ganz langsam zu wandeln. Das Helle, Prickelnde fängt an zu verschmelzen und etwas unbeschreiblich Schönes, cremig, zartes, elegantes, warmes, holzig sanftes bildet sich heraus und das ist noch viel traumhafter als der von mir so geliebte Beginn. Immer wieder schnuppere ich an meiner Armbeuge und bin hin und weg.
Der Duft verschmilzt förmlich mit meiner Haut, bildet eine Einheit mit ihr. Und dann erschnuppere ich doch tatsächlich die exklusivsten und fluffig leichtesten Vanillekipferl des gesamten Erdballs, wirklich ich bin baff und sowas von Guerlain...
Dieser Duft ist einfach ein Erlebnis... NUR... ja leider, es gibt auch hier einen Wermutstropfen, er hält nicht lange bei mir, nach 3 Stunden ist nichts mehr da von dieser magischen Mixtur und ich sprühe nach, schon den ganzen Tag, im 3 Stunden Takt...
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Schöner Kommentar, schlecht für mich. Bin keine Chanel No.5. Fan. ... Und bald bekomme ich auch eine Abfüllung. Hoffe, dass es sich bei mir anders entwickelt. Grusel.
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27.06.2012 18:54 Uhr
80%
6 Kommentar-Auszeichnungen
Göttliches Elixier im göttlichen Flakon
Hier wurde wirklich schon alles gesagt und ich könnte mich nur noch in Wiederholungen austoben. Dieser Duft ist so schön, so wunderschön, einfach (Louce, bitte nicht lachen!) göttlich!Er verursacht bei mir eine ähnliche Reaktion wie Parure und ich fang schon mal an zu sparen. Davon will ich, muss ich den Originalflakon haben! Trotzdem ist erst das Jicky Extrait dran! Vielleicht hilft auch mal Lotto spielen. Oder ich geh zu Günter Jauch ins WWM...
Vielen vielen Dank, liebe Jella, hier hast Du voll die Zwölf getroffen!
7 Antworten
Du sagst es!!! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, einfach nur schön, reichhaltig, einzigartig GUERLINADE ins Schwarze.
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04.06.2012 19:03 Uhr
100%
15 Kommentar-Auszeichnungen
Einmalig
Was der Name verspricht, hält Vega, der Duft:so leuchtend, ja, wirklich strahlend hell, so golden und doch von überraschender Kühle, so lockend und doch so unfassbar - Vega ist ein Phänomen.
Es scheint zunächst in der Tradition der berühmten großen Düfte der Zeit wie Chanel No. 5 , Arpège u.ä. zu stehen.
Strahlende Aldehyde werden unterstützt von der herben Frische der Bergamotte und zeigen sehr schnell die Richtung auf, in die sich Vega fortbewegt von den bekannten Duftschwestern - es bleibt hell, eine beinah grüne Komponente hebt den vertrauten Akkord von Ylang Ylang, Rose und Jasmin empor.
Mit Nelke kommt eine leichte Würze in die Komposition, die sich ganz wunderschön einreiht in die holzige, ambrierte Basis.
Irgendetwas fehlt in der Pyramide, ich nehme auch Kräuter wahr - einen Hauch Rosmarin und Estragon?
Und ich finde hier auch eine Vanille vor, die sich nicht aufdrängt und die Hauptrolle fordert - hier spielt sie nur eine leise, aber sehr wichtige unterstützende Rolle.
Der gesamte Duftverlauf bleibt im hellen, würzig - herben blumig - holzigen Bereich, mit deutlicher Sillage und phantastischer Haltbarkeit.
Trotz der Blütenfülle empfinde ich ihn nicht als besonders feminin-fraulich, Vega nimmt die Guerlainsche Tradition der androgynen Düfte aufs Schönste auf.
Und da Vega so ein besonderer Duft ist, braucht er auch einen besonderen Rahmen, ein Alltagsduft ist es auf keinen Fall.
Ist dies ein Chypre? Oder ein frisch-herber Florientale?
Vega beansprucht wohl eine eigene Kategorie, es steht leuchtend und einmalig am Dufthimmel.
Ich bin begeistert und sehr gefährdet, denn mich trennt nur eine gute halbe Stunde S- Bahnfahrt bis zum Guerlain Center.....
9 Antworten
Nix wie rein in die S- Bahn! :))
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10.03.2012 15:29 Uhr
80%
16 Kommentar-Auszeichnungen
Meinen 500. Kommentar widme ich einem Stern
Ich weiß nicht, ob der Stern Vega oder auch Wega das Haus Guerlain dazu inspiriert hat, diesen Duft so zu nennen. Immerhin ist es eine schöne und passende Assoziation.Wega ist der Haupstern des Sternbildes Leier.Wega bildet zusammen mit den Hauptsternen der Sternbilder Schwan und Adler das sogenannte Sommerdreieck. Sie ist der fünfthellste Stern am Nachthimmel und nach Arktur der zweithellste Stern in der nördlichen Hemisphäre. Sie ist etwa 25 Lichtjahre von der Sonne entfernt und damit ein relativ nahe gelegener Stern. Zusammen mit Arktur und Sirius ist Wega einer der hellsten Sterne in der Nachbarschaft der Sonne.
Wega wurde von den Astronomen ausgiebig untersucht. Dies führte dazu, dass sie „wohl als der wichtigste Stern nach der Sonne“ gilt. Aufgrund der Präzessionsbewegung der Erde war Wega etwa vor 14.000 Jahren der Polarstern, und die Erdachse wird in etwa 12.000 Jahren wieder in Richtung Wega zeigen. Jedoch wird Wega dem Himmelspol nicht so nahe kommen wie zur Zeit der Polarstern.
Diese klaren und sachlichen Gedanken über die Bedeutung dieses Sternes, welcher vor 14.000 Jahren unser Polarstern war, passen zu diesem klaren und fast schon sachlichem Duft. Allerdings ist dieser keine 14.000 Jahre alt und ich bezweifle auch, daß der Vega, welchen ich testete die Version von 1936 ist.
Jedoch die Strahlkraft eines Sternes hat er schon, jedoch hätte ich ein wenig mehr erwartet, aber was solls Vega ist ja auch viel kleiner als unsere Sonne und vielleicht hat ein eifriger Parfümeur ein bißchen daran rumgeschnippelt.
So geht es halt mit Polarsternen, wenn die liebe Erde ihnen den Rücken zu dreht und schnippisch die Achse zeigt, dann leuchten sie auch nicht mehr so hell.
Trotzdem wieder ein Traumstern aus dem Hause Guerlain, welcher aus Aldehyden strahlt und mit Rosen aus, frisch geschnitten im Sommerdreieck, Milchstraßen auf die Haut zeichnet. Iris schickt Sternenstaub.
Vanille fliegt im goldenen Sonnenwagen, welchen Pegasus mit flammender Mähne zieht. An meinem Haus zieht er vorüber, schön dieses Strahlen erlebt zu haben. In meinen Träumen darfst Du bleiben, aber Du würdest nur der fünfthellste Stern werden.
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Einen goldenen Sternenpokal abstell.
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10.03.2012 10:47 Uhr
80%
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Affaire mit Vanille
Dank der lieben Jella konnte auch ich ein wenig Zeit mit dieser Diva verbringen, aber sie hat mir oft die kalte Schulter gezeigt. Vielleicht war der Anlass nicht entsprechend, oder ich habe mich danebenbenommen, vielleicht hat ihr auch der Wind zu kalt um die Ohren geblasen, als dass sie sich hinter meinen voll entfalten haette koennen.Ihr Auftritt kam mir vor wie Chanel Nummer 5, wobei bald zu den Aldehyd- und Blumennoten ein Vanilleton hinzukam, der immer staerker wurde - quasi eine Heimkehr von Chanel zu Guerlain. Nach drei Stunden roch ich koestlichen Kuchenteig, die buttrigen Noten verschwanden aber bald wieder.
Bis Zypern hat uns der Wind beim ersten vorsichtigen Zusammentreffen nicht getragen - die angeblich holzige Chypré wurde fuer mich weitgehend von Resten des Blumenkorbes ueberdeckt. Die Vanille wurde aber zunehmend staerker und ich schlief in einem warmen, weichen Puddingtopf mit Gewuerzen und Weihrauch ein.
Am zweiten Tag hatten wir uns schon fast aneinander gewoehnt - sie bescherte mir nach zwei Stunden Aldehyden eine wunderschoen duftende Rose, danach kamen wieder Kuchen (auf gut Wienerisch Vanillekipferl), Gewuerze, mehr Vanille und eine zart holzige Guerlinadebasis.
Das dritte Mal waren wir auf einer Party, aber Vega war in dem grossen Raum mit den offenen Fensterspalten so zurueckhaltend, dass meine Freundin kaum etwas von ihr merkte. Nach den Aldehyden wurde sie immer stiller, um schliesslich vor dem Rauch zu fluechten, der sich breit machte, als die letzten Kinder gegangen waren. Sie verschwand, ohne sich zu verabschieden.
Ich werde sie aber in angenehmer Erinnerung behalten und hin und wieder am letzten Tropfen riechen.
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So ist das eben mit den Diven: man bewundert sie, hofiert sie, man tut alles, damit sie sich wohlfühlen und entfalten können. Und dennoch sind sie eben manchmal zickig. Ich beneide Dich um die Erfahrung. Pokal für den Kommi (zum Trost!)
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25.02.2012 22:23 Uhr
100%
10 Kommentar-Auszeichnungen
Der Gipfel des Genusses
Heute wurde ich überrascht. 1000 Küsse an Turandot.Wie fein, zärtlich, leicht aldehydisch begrüsst mich Vega.
Ein Blumenteppich breitet sich vor mir aus, Nelke, Iris und Jasmin; in der Brise schaukeln sie sanft vor und zurück. Ja, so empfinde ich es gerade. Es ist berauschend.
Ich kann die Begeisterung verstehen und teile sie mit den anderen.
Ein wunderschöner, strahlender, leicht würziger Chypreduft zeigt sich mir.
Die Basis ist bezaubernd.
Wieder murmel ich vor mich hin - zärtlich, zärtlich.....
Warm und weich, bedächtig aber nicht zurückhaltend wird es holzig-vanillig, zärtlich (mein Wort) pudrig.
Ich trage es nun seit mehreren Stunden. Immer noch ist es bei mir und in meinem Herzen.
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der ist traumschön
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07.02.2012 18:20 Uhr
100%
9 Kommentar-Auszeichnungen
Olfaktorische Supernova im Briefkasten
Die liebe Turandot hatte mir das Ankommen von Vega schon angekündigt. Doch so hatte ich mir unser zweites Kennenlernen nicht vorgestellt und Schuld daran ist die gute alte Post.Ich kam so gegen 17:00 Uhr nach Hause und als ich in unseren Hausflur trat, dachte ich mir, dass unsere gerade im Einziehen befindliche Nachbarin einen tollen Duftgeschmack hat. Eine deutliche Chyprefahne wehte durch das Treppenhaus.
Als ich dann unseren Briefkasten öffnete, war mir sofort klar, dass die Quelle der Chyprefahne nicht die neue Nachbarin sein konnte. Ein kleiner Umschlag mit einer deutlichen, fleckförmigen Verfärbung ließ mich fast erstarren vor Entsetzen, denn nun ahnte ich, dass die angekündigte Duftpost ihren Zweck nicht so erfüllen sollte, wie beabsichtigt. Gleichzeitig entfaltete sich eine Monsterduftwolke im gesamten Treppenhaus.
Vorsichtig habe ich dann den Umschlag geborgen, um wenigstens noch einen Testtropfen für die Haut Retten zu können.
Da die Phiole in einer kleinen Plastiktüte steckte, konnte ich noch eine ausreichende Menge des Parfums auf meinen Handrücken auftragen und so dann doch noch in den Genuss dieses herrlichen Parfums kommen.
Vega ist ein strahlender Chypreduft! Eine dezent seifige Kopfnote wird gefolgt von einem edlen Blumenbouquet um in einer holzig-pudrigen Basis ihr Finale zu finden. Die Haltbarkeit ist super und die Silage gleicht einer Supernova.
Leider fand diese Sternenexplosion nun in unserem Briefkasten statt. Nun haben unsere Nachbarn auch was Vega. Ich bin ja Mal gespannt, wie lange sich Vega in unserem Briefkasten hält.
Turandot, vielen Dank, auch im Namen all unserer Nachbarn, für diesen tollen Chypre!
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schade und lustig zugleich, g
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24.10.2011 18:56 Uhr
100%
27 Kommentar-Auszeichnungen
Sprachlos
Nun weiss ich, was ich mir das nächste Mal bei einem Besuch im Maison de Guerlain leisten werde, wenn Angelique Noir aufgebraucht ist. Vega hat bei mir offene Türen eingerannt und wenn ich meine ganze Wunschliste streichen muss, dieses Parfum bleibt drauf.Ich habe hier "nur" das EdT, aber das ist so intensiv und ausdrucksstark, wie mag da nur das Extrait sein? Ich schwebe hier über meinem Schreibtisch vor Begeisterung und muss nun versuchen, den Duft in banale Worte zu fassen. Ein fast unmögliches Unterfangen.
Also die Kopfnote erinnert wirklich an aldehyd-betonte Bekannte. Aber wo No.5, das ja auch nicht gerade ein müdes Wässerchen ist aufhört, da fängt Vega erst an. So satt-golden wie das Bild oben, so duftet das Parfum auch. Pudrig, würzig-blumig mit einer deutlichen Nelkennote, schwer aber nicht belastend, hell, überaus elegant und die typische Guerlain-Note zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Die Basis spielt hier keine gesonderte Rolle, sondern gibt dem Duft Halt und Volumen, rundet ab und schmeichelt viele Stunden auf der Haut. Vega ist einfach ein Traum und alleine dafür hat sich die kostspielige Bestellung in USA gelohnt. Ich bin einfach begeistert.
Und wieder denke ich: Verd....t nochmal, warum können Parfumeure heute nicht mehr solche Wunderwerke zaubern.
Coriolon möchte ich zurufen: Köpf die Flasche, genieße den Duft. Ihn nur rumstehen zu haben, kommt mir vor, als wenn Geld nur auf der Bank liegt oder möchtest Du nur eines Tages Deine Erben glücklich machen??
13 Antworten
Der Duft wäre wohl nichts für mich. Aber deine Begeisterung dafür und dein Kommentar gefallen mir sehr gut.
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12.07.2011 21:29 Uhr
90%
16 Kommentar-Auszeichnungen
Vega - ein Stern am Himmel - über 26 Lichtjahre entfernt und doch so nah
Je suis étonné: ein(wieder)erhältlicher Guerlain-Duft steht hier bei Parfumo noch gänzlich jungfräulich- oder besser gesagt - ohne Kommentar da. Dies soll sich aber mal schnell ändern.Meinen ersten Kontakt zu Vega hatte ich 1997, als von Guerlain eine Sonderedition in Baccarat-Kristall in limitierter Auflage (853 Stück) heraus kam. Für die 60 ml des Extraits verwandte man damals die Originalform von 1936. Beim Kauf war man generös: ca. 5 ml Extrait gab es als kleine „Beigabe“ dazu. Sie erlaubt es mir nun einen Kommentar zu schreiben, denn der Parfumflakon ist (und bleibt) weiterhin verschlossen.
Die Astrologie hatte bei der Namensfindung geholfen.
Vega – einer der hellsten Sterne im Sonnensystem.
Die Merkmale der Verpackung und die seinerzeitige Werbung (Art Dèco und stilisierte Form der Freiheitsstatue) deuten darauf hin, dass Vega eventuell für den amerikanischen Markt kreiert wurde.
Vega erinnert sofort an andere große Parfums dieser Zeit. Blumig, aldehydig sind wohl die treffensten Aussagen, Jasmin und der schöne geschmeidig, pudrige Ausklang machen dieses Meisterwerk richtig rund. Ein recht präsentes, raumfüllendes Parfum.
Vega tauchte 2005 wieder im Sortiment von Guerlain auf. Vega bildete den Auftakt in der Reihe:
Il était une fois ( es war einmal…). Über 5 Jahre hinweg wollte das Haus jährlich alte Klassiker aufleben lassen. Leider kam nach Vega nur noch Sous le Vent.
Ode, Cachet Jaune und Kadine wurden entgegen der Planung nicht auf den Markt gebracht.
Wer diese Düfte mal schnuppern möchte, sollte nach Paris reisen. Im Stammhaus auf den Champs- Élysées werden in der 1.Etage die Düfte in kleine Duftkammern aufbewahrt.
Vega, aber auch Sous le Vent werden leider nicht mehr als Extrait angeboten. Der an eine Apothekerflasche erinnernde, runde Glaszylinder beinhaltet nun 125 ml Eau de Toilette.
Testet ihn beim nächsten Besuch in einem der Guerlain-Häuser!
Wer die Aldehyd-Noten, wie Chanel No.5, Arpège und Liu mag wird von Vega ebenfalls begeistert sein, für Parfum-Debütantinnen ist er eher ungeeignet.
5 Antworten
Schöner, ausführlicher Kommi. Danke.
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