Devin 1977 Eau de Cologne

Devin (Eau de Cologne) von Aramis
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7.9 / 10 266 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Aramis für Herren, erschienen im Jahr 1977. Der Duft ist würzig-holzig. Es wird von Estēe Lauder Companies vermarktet.
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Duftrichtung

Würzig
Holzig
Grün
Ledrig
Chypre

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
GalbanumGalbanum BeifußBeifuß AldehydeAldehyde BergamotteBergamotte LavendelLavendel OrangeOrange ZitroneZitrone
Herznote Herznote
PiniennadelPiniennadel JasminJasmin KümmelKümmel ZimtZimt GartennelkeGartennelke
Basisnote Basisnote
EichenmoosEichenmoos LabdanumLabdanum LederLeder MoschusMoschus PatchouliPatchouli ZederZeder AmberAmber

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.9266 Bewertungen
Haltbarkeit
7.8222 Bewertungen
Sillage
7.3208 Bewertungen
Flakon
7.0216 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
8.555 Bewertungen
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 01.03.2024.

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Rezensionen

18 ausführliche Duftbeschreibungen
10
Preis
9
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Ponticus

63 Rezensionen
Ponticus
Ponticus
Top Rezension 67  
Waltzing Matilda
Wer kennt nicht dieses besondere, euphorische Gefühl, das sich einstellt in Situationen, die wohl ein jeder schon erlebt hat? Mir persönlich kneift es dann den Magen, aber meine Herz läßt es hüpfen und macht meine sehnsüchtig schauenden Augen feucht. Ich stehe auf einer Düne und mein Blick schweift über das weite, blaue Meer bis zum gewölbten Horizont. Vielleicht bin ich auch auf einem Berg oder Hügel mit beeindruckender Fernsicht über ausgedehnte, unberührte Wälder und Felder oder sehe die bekannten Bilder endlos langer, gerader Straßen deren Enden in der Unendlichkeit einzigartiger Landschaften verschwinden. Fernweh, Freiheit, Abenteuer sind Teile dieser Sehnsucht, die heutzutage jedoch hauptsächlich in meinen Erinnerungen und Träumen leben. Das war aber nicht immer so. Unverzichtbares Element meiner real gelebten kindlichen, jugendlichen und erwachsenen Wanderungen war dabei immer die gerollte Schlafdecke und/oder Isomatte als Begleiter eines Landstreicherlebens auf der Walz nach neuen Erlebnissen. Liebevoll benannt kennt man dieses Utensil auch als Waltzing Matilda und ist im romantischen Lagerfeuersong von Slim Dusty, der inoffiziellen Nationalhymne Australiens, bekannt geworden. Aus der noch populäreren Ballade Waltzing Matilda von Rod Steward ist der gleichlautende Begriff aber sicher noch weit geläufiger.

Dieses freiheitliche Glücksgefühl von Aufbruchstimmung und Lagerfeuerromantik in rauer, wilder Natur einzufangen, gelang Bernard Chant, wie ich finde, im Parfüm Devin von Aramis auf wunderbare Weise. Devin ist Teil der „Gentleman´s Collection“ von Aramis. Diese enthält neben Devin auch Havana, Tuscany per Uomo, New West, J•H•L und Aramis 900! Für mich gehört die Gentleman´s Collection zu einer der besten Herrenduftreihen überhaupt.

Im Duft von Devin erkenne ich viel von dem Fernweh nach Unbekanntem à la „on the road again” sowie von der Natur- und Heimatverbundenheit wie in “country roads” und auch etwas von der hemdsärmeligen Fröhlichkeit aus “im Frühtau zu Berge wir ziehn, fallera“ und natürlich reichlich von der romantisch verklärten, bodenständigen Urigkeit aus dem Song „Waltzing Matilda" von Slim Dusty.

Devin enthält alle Facetten einer ausdrucksstarken Kreation. Frisch und orangig-zitrisch beginnend, aber eine gewisse Leichtigkeit behaltend, überwiegen schnell grün-herbe Noten mit viel feinem, kräftigen Gewürz aus denen zimtige und krautige Eindrücke hervorstechen. Dazu gesellen sich strenge, blumige Akkorde und ein Anflug von Badesalz (Pinie). Dieser harzige Koniferengeruch, dunkel, grün und herb, ist von bestechender, nadelwaldiger Natürlichkeit. Alles ist fein komponiert und aufs angenehmste abgestimmt. Der Duft kommt jetzt kernig und männlich daher, ist aber auch für Frauen, die sich in Jeans, mit Westernhut oder auf dem Pferd wohl fühlen, sehr zu empfehlen. Da die Duftbestandteile auch im weiteren Verlauf auf Harmonie setzen, beißt sich tatsächlich nichts. Nicht mal die grün-waldige, leichte Fauligkeit, gern auch als animalische Nuance erkannt, kommt nicht stärker zum tragen, da balsamische, holzige Töne sich einreihen in einen erdig-moosigen Grundton, in dem die Gewürze an Kraft verlieren, aber peu à peu von ledriger und leicht rauchiger, verführerischer Wärme ergänzt werden.

Vor ein paar Tagen stieß ich beim Kramen auf unserem Dachboden unversehens auf vier exakt gerollte und verschnürte Isomatten nebst dazugehöriger Schlafdecken/säcke. Den Blick auf die vergessenen, etwas staubigen Bündel gerichtet, trieb es mir doch ein paar Tränen ins Gesicht. Lange ist es her, daß auch unsere kleine, junge Familie, wie einst ich allein, im Urlauberlandstreicherleben wie auf der Walz, auf Exkursion und Abenteuersuche ging. Das war eine sehr glückliche Zeit für uns. Zügig zog dann mehr Komfort bei uns ein, Ferienwohnung, Ferienhaus, Hotel und heute läuft gar nichts mehr ohne exquisiten Spa-Bereich. Das geht in Ordnung und zollt dem Alter und den müden Knochen Tribut. Meine Gedanken, Erinnerungen und Träume jedoch sind weiter auf der Walz und bringen mein altes Herz erneut zum Hüpfen. Ich sitze dann gerne vor der lodernden Feuerschale auf meiner Terrasse, zwinkere dem Gitarre spielenden Slim Dusty zu und wähne mich mit meiner Waltzing Matilda auf neuer Entdeckungsreise weit, weit hinter den Grenzen meines Gartenzauns.

Nicht nur an solchen Tagen unterstützt mich Devin mit seinem üppigen Duft meine Gefühle zu ordnen. Geruchlich vermag es meinen sehnsüchtigen Fernwehgedanken Raum zu geben und andererseits mit der, einem Cologne innewohnenden Leichtigkeit und Unbekümmertheit, trübsinnigen Schwermut zu vermeiden. Ein Parfüm zum Träumen.

Allen Lesern einen herzlichen Dank!

60 Antworten
7.5
Haltbarkeit
9
Duft
Profumo

284 Rezensionen
Profumo
Profumo
Top Rezension 46  
Ein Wald von Pinien...
Um die Reputation der Düfte von Aramis, einem Zweig des Estée Lauder Konzerns, ist es bekanntlich nicht zum Besten bestellt, was Vor- und Nachteile hat, denn obwohl ganze Heerscharen von vermeindlichen Duft-Connaiseuren bei der alleinigen Erwähnung der Marke Aramis schon missbilligend die Nase rümpfen und auf die scheinbare Altbackenheit der Düfte und deren Billigimage (kurz vor Drogeriemarkt-Ware) verweisen, gibt es dennoch eine ganze Reihe von Duftliebhabern, die um diese Missachtung gar nicht so traurig sind. Im Gegenteil, manche sind sogar ziemlich froh, dass die Düfte unbeschadet der mächtig anbrandenden Moden ein jahrzehntelanges Schattendasein auf den untersten Regalen führten durften, denn zum Glück kam keiner auf die Idee sie in bestimmtem Turnus aufzuhübschen und mit immer neueren Varianten dem gerade herrschenden Zeitgeist anzudienen. Nein, sie blieben was sie waren, Jahr um Jahr, ein- und derselbe Inhalt im immergleichen Flakon, und selbst als in den späteren achziger Jahren die Düfte nicht stark genug sein konnten, alle Welt nach ‚concentrée’ und ‚intense’ verlangte und eine neue Duftkonzentration eingeführt wurde: das Eau de Parfum; selbst in dieser Zeit waren einige Düfte der Aramis-Serie, nämlich die, die von Anfang an als Eau de Cologne konzipiert waren, auch weiterhin ‚nur’ in dieser Stärke erhältlich. War es pure Missachtung der veränderten Kundenwünsche oder war es ganz einfach Respekt vor der Genialität dieser Werke, die den Estée Lauder Konzern daran hinderte an diesen Düften herumzudoktern?
Ich vermute letzteres - man malt ja auch nicht ständig an einem Chagall herum, nur weil die Öffentlichkeit auf einmal pastellenere oder kräftigere Farben liebt! Und ich denke bei Estée Lauder, einem der wenigen Konzerne die noch in Familientradition geführt werden, war und ist man sich bewusst, dass es sich bei diesen Düften durchaus um Kunstwerke handelt, die einen verantwortungsvollen Umgang erfordern.

Ein großer Glücksfall, der kaum historische Parallelen kennt und allenfalls vergleichbar ist mit der künstlerisch höchst produktiven Zusammenarbeit von Coco Chanel und Ernest Beaux, war das Zusammentreffen von Estée Lauder mit dem Meisterparfumeur Bernard Chant. Gemeinsam kreierten sie eine ganze Reihe wirklich großer Parfums, häufig als Duos - eine Eau de Toilette Version für die Dame und eine Eau de Cologne Version für den Herren: Aramis/Azurée, Alliage/Devin, Aromatics Elixier/Aramis 900, Cinnabar/JHL, Estée/Lauder for men – so als wollten sie zeigen wie schmal der Grat zwischen femininem und maskulinem Parfum ist. Dabei besitzen beide Teile dieser Duos ihre jeweils eigene Wertigkeit und sind bei aller Ähnlichkeit doch verschieden, wie zweieiige Zwillinge verschieden sind und dennoch unverkennbar zusammen gehörend. (Einfach genial und ihrer Zeit um Jahre voraus!)

Devin war nun sozusagen das ‚Alliage pour homme’. Beider Grundstruktur ist quasi deckungsgleich: ein grünes Chypre mit viel Galbanum und pudrigen Facetten. Während Alliage eher florale Akzente setzt, geht Devin in die herbere, krautigere Richtung und nennt sich folgerichtig nicht mehr Sport Spray (damit hat Alliage eine gänzlich neues Genre begründet!) sondern Country Eau de Cologne. Im Zusammenspiel mit Galbanum ist es nun vor allem die Pinie, die - im Gegensatz zu Alliage - deutlicher hervortritt. Der leicht harzige Duft der Piniennadeln war ja seit jeher beliebter Bestandteil in der Herrenparfümerie: man denke nur an Klassiker wie Blenheim Bouquet von Penhaligon´s oder das unverwüstliche Pino Silvestre. War, bzw. ist ersteres aber von britischer Blässe und mit ‚stiff-upper-lip’, letzteres hingegen von mediterranem Überschwang, kennzeichnet Devin eher der französische Hang zur Verfeinerung und Raffinement, untermalt von einer leichten, als très-chic empfundenen animalischen Facette, die aller Noblesse zum Trotz dem Duft eine frivol-erotische Nuance verleiht. Auch Devin besitzt diese Nuance, sehr dezent allerdings, doch durchaus wahrnehmbar je mehr man von diesem Duft aufsprüht.

Es ist als ritte man auf dem schweißfeuchten Rücken eines Pferdes durch einen aromatisch nach Nadelhölzern und Moosen duftenden Wald - der Geruch des Tieres, verwoben mit den Aromen der Natur. Passend zu dieser Assoziation ist auf der Box sowie dem Flakon oberhalb des Namens ‚Devin’ ein kleines Postillon-Horn abgebildet – auch der Postillon ritt früher durch Wald und Flur, von Ort zu Ort, sein Kommen mit Hornstößen ankündigend, und neueste Nachricht bringend (le devin – der Seher, Weissager).

Gestehen muss ich allerdings, dass ich diesen Duft jahrelang überhaupt nicht mochte. Immer wieder habe ich ihn trotzdem getestet, um ihn anschließend abzuwaschen, bzw. den Teststreifen zu zerknüllen und wegzuwerfen. Irgendwann aber hat es ‚Klick’ gemacht und ich habe Devin sozusagen ‚verstanden’. Ganz ähnlich erging es mir mit Guerlains ‚Derby’ - wie ‚Devin’ ein Chypre mit grünen und ledrig-animalischen Akzenten, allerdings wesentlich aufwändiger orchestriert!
Es kann sein, dass es genau diese Kombination war die mich abschreckte, denn ‚grün’ war doch zumeist mit Frische einhergehend, und eine Kombination mit dunklen, tierischen Anklängen eher ungewöhnlich. Aber Devin (wie Derby) ist auch ein ungewöhnlicher Duft, nicht nur was den Reichtum an Kontrasten und deren kunstvolle Verblendung angeht, er ist auch ungewöhnlich gut komponiert, hat einen fein abgestimmten Duftverlauf und exzellente Langlebigkeit, zumal für ein Eau de Cologne!

Vor kurzem, anlässlich der von der IFRA erzwungenen Umarbeitung sämtlicher alter Düfte, fasste Estée Lauder, bzw. Aramis ihr duftendes Erbe zu einer ‚Gentleman´s Collection’ genannten Reihe zusammen – gleiche Verpackung, gleicher Flakon, allein die Etiketten künden vom ehemaligen Design. Schade eigentlich, denn die alten Aufmachungen besaßen einen gewissen Retro-Chic, aber sei´s drum, Hauptsache der Inhalt stimmt. Und tatsächlich, allen Befürchtungen zum Trotz sind die Düfte so gut wie eh und je, und Unterschiede kaum zu entdecken. Bravo Aramis!!

Zugegeben: das neue Design ist so schlecht gar nicht, und aufgereiht - einer am anderen - macht die Gentleman´s Collection doch ganz schön was her – und ein bisschen mehr Aufmerksamkeit haben sie auch wirklich verdient, diese kleinen Wunderwerke der Parfumkunst!
8 Antworten
9
Preis
9
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
FvSpee

323 Rezensionen
FvSpee
FvSpee
Top Rezension 42  
Colonialwaren XX - Who the F*** is Devin?
Devin ist ein Aramis, und Aramis ist ein Estee Lauder, und der ist Amerikaner. Tatsächlich glaubt man gar nicht, was alles zu Estee Lauder gehört, etwa dreißig Marken. Darunter sind: Tom Ford (jahaaaa!), Michael Kors (echt?), Le Labo (nee, jetzt, die sind doch so independent und so...), Jo Malone (aber die sind doch britisch?), Ermengildo Zegna, Frédéric Malle, Clinique und eben Aramis. Aramis ist übrigens keine zugekaufte Marke, mitneffen und -nichten! 1960 hat sich Lauder einfach gesagt: Wir machen jetzt mal ne schicke Herrenreihe, und die nennen wir alle "Aramis irgendwas", klingt männlicher als Estee Lauder irgendwas.

Also ist Devin Amerikaner, ergo 'Devin' wie Kevin und nicht Devin nasal 'Diwääh'? Bernard Chant hingegen war, obwohl man das auch ganz prima englisch aussprechen könnte, Franzose. What the heck bedeutet also Devin?

Was die Lauder Company sich bei der Namensvergabe gedacht hat, weiß wahrscheinlich nur der Geier, vielleicht klang es einfach gut. Aber da mich die Wissenslücke geärgert hat, bin ich der Sache nachgegangen: Devin ist tatsächlich ein männlicher Vorname im englischsprachigen Raum und leitet sich ab von einem irischen Wort mit der Bedeutung Barde oder Dichter. In Französischen bedeutet devin Wahrsager oder Hellseher. Dass die Bedeutungen alle in die gleiche Richtung spielen, ist kein Wunder, denn sie stammen alle beide von der indoeuropäischen Wurzel DV ab: göttlich. So wie in Sanskrit Deva, im Lateinischen Deus und Divus oder im französischen divin (würde mich interessieren, ob ein Franzose intuitiv weiß, dass divin und devin eigentlich dasselbe Wort ist).

Göttlich finde ich den Duft nun nicht garade, aber wirklich sehr gut. Im Untertitel steht Cologne, genaugenommen Country Eau de Cologne, ich habe aber trotzdem gezögert, ihn in meine Cologne-Reihe aufzunehmen. Er ist in puncto Haltbarkeit eigentlich eher ein Eau de Toilette, sechs, sieben Stunden sind da schon drin. Gerade im amerikanischen Raum wird "Cologne" ja gerne mal für Herrendüfte generell verwendet. Und seiner Charakteristik nach ist es auch nicht gerade ein leichtes spritziges Zitrusdüftchen. Aber wenn ich den leicht durchgeknallten Aldehyd-Rosengeranien-Panzerknacker G-Man als Cologne hab durchgehen lassen, muss ich das hier wohl oder übel auch machen.

Und in der Tat geht es gar nicht so uncolognig los: Ich empfinde im Auftakt einen schönen, kräftigen, runden, vorwiegend organgigen Zitrusakkord und auch etwas Lavendel ist irgendwo zu erahnen. Wenn das kein Cologne ist!

Schon zu diesem Zeitpunkt, und später dann verstärkt, treten aber auch ganz andere Eindrücke hinzu. Da ist ein gut spürbarer leicht animalisch-dreckiger Aspekt, ein Antaeus-Zitat vielleicht, aber nicht so feinnervig und aufreizend. Schlichter und geerdeter, Country Cologne eben. Antaeus im Holzfällerkaro beim Angeln. Und etwas Kernholzig-Warmwürziges. Auch da fällt mir ein Referenzduft ein (den ich wie Antaeus ebenfalls liebe): Bel Ami von Hermès, aber ohne das knarzig-zigarrige. Ein gut durchgelüfteter Bel Ami, ich sag's ja: Country Cologne. Das herbsüße (hier eher herbe) Moos-Patch der Basisnote hat man zwar ähnlich schon in 100 Herrendüften gerochen, aber auch beim 101. mal schnurrt man noch vor Behaglichkeit.

Devin ist genauso wie sein Flakon und Etikett. Schnörkellos, sehr klassisch, sehr männlich, ein bisschen konservativ. Ein Gewürzfougère im Country-Cologne-Stil, trotz des großgeschriebenen Galbanums nicht schreiend grün, sondern schön holzig-orangig-herb-gewürzig-moosig-erdig austariert. Ein Cologne mit leicht ergrauten Schläfen und kleinen Fältchen um die Augen, aber darum nicht weniger sexy und vielleicht gerade deshalb besonders charaktervoll und ausgeglichen.

Der Preis ist mit ca 30 Euro ein Scherz.
30 Antworten
8
Preis
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
10
Duft
Axiomatic

106 Rezensionen
Axiomatic
Axiomatic
Top Rezension 46  
Die ländliche Korrektur
Devin, welch ein ungewöhnlicher Name.
In Irland beheimatet, soll er für den kunstvollen Gebrauch der Sprache stehen, nämlich Barde oder Dichter.
Auf Türkisch assoziiert man mit ihm Bewegung oder Regung, er bedeutet soviel wie der Eifrige oder Bemühte.
Für mich bedeutet er ein aufrichtiger junger Mann, welcher diesen Duft vor langer Zeit trug.

Ich möchte mich an dieser Stelle für die Großzügigkeit bedanken, mir den Duft geschickt zu haben. Heute wird er hier in Europa sehr selten vertrieben, was ich sehr traurig finde.
Dafür, lieber Kokusai, stehe ich in Deiner Schuld.

Auf Dich!

Zisch!

Bernard Chant läßt keine Zweifel aufkommen, er beherrscht sein Metier.
Eine gelungene Einführung an Galbanum und Aldehyden Jahrgang 1977.
Beifuß und Lavendel färben die Hesperiden dunkel und vermeiden so den sonst zu sommerlich legeren Handschlag.

Anschließend gleitet der Duft sehr subtil in eine waldige Richtung mit den Pinien als herausragende Herznote.
Gekonnt wird das Blumige als Kontrapunkt so moduliert, dass sich hier ein Gleichgewicht einstellt. Jasmin nicht zu indolisch, Gartennelke verhalten elegant, aber nicht pudrig.
Das modische Gewürz der damaligen Zeit durfte hier auch nicht fehlen. Zimt schafft eine schöne Wärme und bleibt dennoch im zweiten Rang.
Dank des Kümmels wird wiederum sehr gekonnt eine animalische Note eingeflößt.

Zwischen der Herz- und Basisnote gibt es keine klare Abgrenzung, recht schnell fügt sich der moosbewachsene Untergrund in die Komposition ein.
Angenehm seifig und durch die Zeder strukturgebend.

Das Leder ist hier auch ein Kind seiner Zeit, sehr anschmiegsam und leicht zu tragen. Das Harzige von der Zistrose macht es recht weich.
Es bleibt aber Leder und kein Velours zum Glück.

Das Erdige vom Patchouli ist auch auszumachen, aber nie tonangebend.

Alles in allem eine präzis austarierte Schöpfung, kein Jota zu laut oder grell.

Der Gesamteindruck ist grünlich, etwas frisch und holzig, ehrlich und männlich. Etwas körperlich ist er, ohne brachial zu werden.
Auch bleibt die Duftaura nie vorherrschend und penetrant, sondern über Stunden auf Körpernähe gezähmt.

So weit der Dufteindruck.

Da die Entstehungszeit eines solchen Meisterwerks früher Jahre gebraucht hat, vermute ich, dass Herr Chant die Grundstimmung eines New York der vorangeschrittenen 1970er Jahre sehr präzise analysiert und thematisch in diesem Chypre umgesetzt hat.

Es war eine sonderbare Zeit, welche ab 1975 eine gewisse Korrektur erfuhr und die Weichen für die Überwindung sozialer Wagnisse setzte und die zarten Keimlingen der neoliberalen 1980er in fruchtbare Erde pflanzte.
Beispielhaft waren die ersten Blockbuster im Kino, das aufkommende und zur Schau stellende Marken-Bewusstsein beim Einkleiden, die prototypischen Video-Kassetten und -Spielkonsolen.

New York war düster.
Zwar sprudelten Disco-Stücke wie texanisches Erdöl aus dem Boden, hatte die Mode die endgültige sexuelle Befreiung tragbar gemacht, aber der Niedergang als Wohnstätte hatte schon längst begonnen.
Unsicherheit, Kriminalität und horrend steigende Steuern führten zum massenhaften Exodus privater Haushalte sowie Unternehmen.

Ein schlimmes Beispiel verklärter Disco-Zeit samt Verbrechen waren die grausamen Morde eines David Berkowitz, der zwischen 1976 und 1977 sechs Menschen erschoss und 11 weitere verletzte. Und meist lauerte er seinen Opfern in der Nähe von Discotheken auf.

Herr Chant dürfte das alles sehr genau beobachtet haben, denn sein Duft sollte einen wichtigen Namenszusatz bekommen.

Country Cologne.

Er konzipierte also einen recht städtischen Duft für eine zahlende Mittelschicht inmitten einer wirtschaftlichen Stagflation - wirtschaftliches Stagnieren und Geldentwertung gaben sich die Hand.
Und diese Zielgruppe verließ scharenweise die Innenstädte nordamerikanischer Großstädte, um sich im ländlichen Umland oder weiter weg niederzulassen.

Also musste hier behutsam das ländlich Tragbare ausgetüftelt werden.
Und er schaffte es dank der Pinien mit links!

Seine Komposition ist äußerst gut tragbar, sie kann zu einem Dreiteiler wie auch zu einer bequemen Jeans getragen werden.
Und sie beweist handwerkliches Können, ist charaktervoll und einprägsam.

Der heutige Flakon wirkt sehr edel im Verglich zum ursprünglichen. Der kam äußerst karg und fast schon bemitleidenswert daher.
In Szene gesetzt wurde er stets mit ländlichem Charme beworben.
Meist sind es Bilder von grünen Landschaften mit weißen Holzzäunen entlang eines Feldwegs, welche seinen Bestimmungsort suggerierten.

In einem Interview erklärte die Ehefrau des Schauspielers Paul Newman, Joanne Woodward, Devin Eau de Cologne wäre über Jahrzehnte seine Signatur ohne Unterbrechung gewesen.
Auch er zog raus ins Grüne und lebte dort sehr glücklich bis zu seinem Tod.
Und wahrscheinlich bevorzugte er damals Jeans und Cord, Butch Cassidy war wohl prägend.

Doch nun zu meiner Begegnung mit Devin Eau de Cologne .
Ich war noch ein Kind, als ich ihn zum ersten Mal riechen durfte.
Der Sohn unserer Nachbarn, Jahre älter als ich, war stolz, den sich damals leisten zu können. Dafür jobbte er ab und an in seiner Freizeit, was nicht gut ankam bei seinen Eltern. Denn vom Gehalt konnte er sich auch einen Musikgeschmack gönnen, welcher „unterminierend“ war. Die Diskussionen verstand ich damals nur zur Hälfte, ahnte aber kommende Umbrüche.
Denn seine Ansichten sollten zu denen seiner Eltern diametral stehen.
Über tradierte Verhaltensmuster konnte er nur lachen.
An seine Musiksammlung kann ich mich nur vage erinnern, meist waren es diese Konzeptalben aus der Zeit. Lediglich Fleetwood Mac - Rumors blieb haften.
Er hatte kräftiges Haar, typisch lang geschnitten, kleidete sich leger mit Schlaghosen und trug eine taillierte Lederjacke, welche mir Eindruck machte.

Mal durfte ich ihn vor seinem abendlichen Ausgang beobachten.
Dieser karge Schüttflakon wollte sich einfach nicht messen lassen mit den teuren Pullen seines Vaters.
Und das machte das ganze noch sympathischer, als würde der Duft dagegen rebellieren. David gegen Goliath.
Diese aufgesprühten Pinien blieben mir lange in Erinnerung.
Und ich durfte mir ganz behutsam etwas am Hals tupfen vom waldigen Elixier, was daheim für ein Schmunzeln sorgte. Klein-Axio auf Groß-Abenteurer!

Ihm verdanke ich wichtige Einsichten.
„Es hat sich ausgelebt, es ist nun vorbei.“
Das war einer seiner prägenden Sätze damals. Damit meinte er die Grundstimmung hin zu einem gemächlicheren, kaufwütigen Konservatismus.
So etwas verstand ich schon als Kind, schrill was?

Eimal erwischte er mich beim Konsumieren der Muppet Show. Kenny Rogers gab seinen „Gambler“ zum besten.

„Damit füttern sie Euch?“
Er schenkte mir daraufhin, kurz bevor er weit weg zog zum Studieren, besagtes Album von Fleetwood Mac. Den Flakon von Devin nahm er leider mit.

„Nicht jetzt, nicht morgen, aber irgendwann wirst Du hier den beginnenden Wandel hören, Du helles Köpfchen.
Und dann wirst Du Dich an andere Möglichkeiten erinnern, die sie uns gerade wegnehmen.“

Jahrzehnte später erinnere ich mich daran.
Ich habe ihn tatsächlich im Netz ausfindig machen können.
Er hat immer noch kräftiges Haar, ist aber nun mit Anzug korrekt gekleidet.
Neben seinen wirtschaftlichen Kommentaren hat er sich eine gewisse kritische Grundhaltung behalten.

Ob er noch den Duft trägt?
Vielleicht antwortet er auf meine Frage eines Tages.

Ich darf mich glücklich schätzen, heute wieder Devin tragen zu dürfen.
Und „Rumors“ habe ich auch verstanden.

40 Antworten
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9.5
Duft
Siebenkäs

63 Rezensionen
Siebenkäs
Siebenkäs
Top Rezension 39  
Date.
Zum vielleicht 17.Mal drehte er den Kopf, um die
Eingangstür zu kontrollieren.
Nichts.
Jedenfalls keine hübsche Brunette mit Hut.
Nun ja, es war ja noch zehn Minuten zu früh.
Er entspannte sich. Hatte er nicht alles mit
Bedacht in die Wege geleitet? Das Lokal – erstklassig.
Eines, das preislich deutlich über seinem Level lag.
Aber für die erste Verabredung mit einer Frau,
die ihn bisher nur auf der Dating-App gesehen hatte, -
genau richtig.
Und den passenden Duft trug er auch.
Sorgfältig ausgewählt.
Er hatte sich extra auf einem Parfum-Forum angemeldet,
um möglichst viel über Düfte zu erfahren.
Wochenlang hatte er gelesen, voller Ernst.
Wie vor einer lebenswichtigen Prüfung.
Und jetzt hatte er sein Parfum.

Er erinnerte ihn an seinen Vater – diese gewisse, zuverlässige
Autorität, gepaart mit einer besonderem Humor, ja mit
einer gewissen rebellischen Attitude.
Und es roch einfach wundervoll – grün-herb und wiesenfrisch,
dabei ernst und heiter-gelöst zugleich, durch eine feine
verwegen-zitrisch-orangige Spritzigkeit. Wie eine blitzschnelle
Idee. Übergehend in eine eigenartige Wärme, die ihn an Holz
genau wie an trockene Gewürze erinnerte, an Zimt und Lager-
feuer, an Hemdsärmeligkeit oder Kinder-Wochenend-auf-dem-
Land-Träume, an gute frische Waldluft, an Pilze, auch
an Ameisenboden und Blockhütten-Fluchtpläne.
Er hätte das nie so gesagt – aber vor sich selbst konnte er
all das ausmachen und sich daran erfreuen wie ein Kind.
Knarzig und zugleich elegant, tief und dabei frisch, sauber
und ohne Angst, sich schmutzig zu machen, sonnig und
gleichzeitig an erlösenden Regen erinnernd.
So viel steckte für ich in Devin. Mindestens.
Und dann hatte er noch diese Idee.
Vielleicht eine Dummheit.
Aber egal. Er wollte sich einfach einen Hauch von Exklusivität
verpassen. Grau und unscheinbar, wie er sich oft fühlte.
Er würde sie irgendwie dazu bringen, den Duft in die Hand
zu nehmen. Und dann…
Er hatte den Flakon in der Tasche. Und perfekt umgestaltet.
Ein kleines Stückchen Arbeit war es schon gewesen – aber jetzt
stand auf dem Etikett statt „Devin“ sein eigener Name –
„Kevin“.
Das Seriphen-„K“ war gar nicht so einfach auszuschneiden
und aufzukleben gewesen... Und er fand es perfekt.
„Habe ich mir machen lassen – hab‘ da so eine Adresse
in Paris…“, würde er beiläufig dazu sagen.
Jetzt fehlte nur noch sie.

Fünf Minuten zu spät – das fand sie genau richtig.
Sie öffnete die Tür und checkte kurz und routiniert das Innere
des Restaurants.
Es war nicht besonders voll. Schnell, sehr schnell sogar,
hatte sie ihn ausfindig gemacht. Das musste er sein.
Strubbeliges braunes Haar, das nach Selberschneiden aussah.
Groß und dünn und irgendwie wie ein großes Kind.
Aber vor allem stand das verabredete Buch auf dem Tisch,
auf der Unterseite wie im Schaufenster eines Buchladens –
„Der Fänger im Roggen“.

„Hallo! Wie schön dich zu treffen…“
„Ich freu mich auch…“
Sie setzte sich und legte ihren Seidenschal neben sich auf die
Fensterbank.
„Seltsam, sich auf einmal so in real…“
„Hier, bitte, die Karte…“
Er sagte das genau im gleichen Moment, sie lachte verlegen,
und nahm die Karte.
„Ja, find‘ ich auch…“, versuchte er ihren Faden aufzugreifen,
„ich äh…, such‘ dir ruhig was Teures aus, ich lad dich natürlich
ein…“
Hätte er das vielleicht anders formulieren sollen?
Sie sah ihn irgendwie so komisch an, oder?
Ach was, das bildete er sich nur ein.
„Also, ich selbst, ich werd‘ nur war trinken, hab‘ grad keinen
Hunger…“, ergänzte er noch. „Ich guck‘ dir aber gern zu…“
Sie schaute in die Karte, irgendwie kam sie ihm verkrampft vor.
Klar, erstes Treffen, ganz natürlich, beruhigte er sich.

Kann das wahr sein? dachte sie. Was für ein Idiot. Und der sagt
das so einfach dahin, als ob er… er merkt das vielleicht gar nicht?
Fast schon wieder lustig… aber, nun ja, eins steht fest – er riecht
zumindest ganz gut… irgendwie so schön frisch…
Von Parfum hatte sie nicht so sehr viel Ahnung. Manchmal
roch sie welches an ihren Freundinnen. Oder auch mal an
Männern. Meist gefiel ihr das. Roch halt ganz gut, schön frisch
halt. Jedenfalls meistens.
„Ähm, ja, ich weiß noch nicht… vielleicht ein Salat…?
„Ach was, nimm doch einfach die Senatorenplatte, heut‘ kommt’s
echt nicht drauf an…“
Ich ess‘ aber kein Fleisch…“
„Ach so, na dann…“
Er war baff, damit hatte er nicht gerechnet.
Aber egal.
„Gibt’s auch mit Scampis…“, sagte er schließlich.
„Ähm… mag‘ ich auch nicht so… sind so fischig irgendwie…“
„Ja, also, da geb‘ ich dir recht, das sind sie, leider…“
Er überlegte, was er noch sagen könnte.
Sie schnupperte unauffällig in seine Richtung.
Dieser Duft… er hatte was Grünes, was von Natur. Und
auch etwas Erwachsenes, Selbstbewusstes.
So eine gewisse saubere Würze, vielleicht auch Krautigkeit.
Etwas erinnerte sie auch an einen mediterranen Wald.
Interessant. Seltsam anziehend.
Und für sie irgendwie neu. Mehr als „schön frisch“.

Er müsste jetzt was sagen, was Intelligentes oder auch
Witziges. Aber was? Irgendwie elegant das Parfum ins
Spiel bringen, damit er danach vielleicht den Flakon
zücken könnte.
Natürlich ganz nonchalant und unauffällig…
„Findste mein Parfum auch so toll?“
„Ähm… ich, ja, was soll ich sagen…“
Was war denn das jetzt schon wieder? Hatte er sie das jetzt
wirklich gefragt? Sie war tatsächlich sprachlos.
„Also es riecht schon gut, äh, schön frisch…“
Was Besseres fiel ihr einfach nicht ein, obwohl sie wusste,
dass es schwach war.
„Hier, schau, das isses!“
Er zog den Flakon hervor und stelle ihn vor ihr auf den Tisch.
„Hab‘ ich mir anfertigen lassen, es gibt da so einen Parfumeur
in Paris…“
Das durfte doch nicht wahr sein. Sie erkannte sofort den
aufgeklebten Buchstaben, es sah gerade zu lächerlich aus.
Was sollte sie dazu sagen? War das womöglich seine Art von
Humor? Sollte sie jetzt lachen?
„Toll, Kevin, ein Duft mit deinem Namen!“, sagte sie stattdessen.
Er sprühte ihr, ohne zu fragen ein paar Mal auf den Arm.
„Hier, schnupper ma‘ selbst…“
Wie in Trance führte sie ihren Unterarm an die Nase.
Der frische Duft vermischte sich mit dem, den er nicht gerade
schwach ausstrahlte. Das gab ein ziemliches Duft-Konzert,
ein Wort, das ihr wie von selbst dazu einfiel.
Frisch gemähtes Gras, weicher Zimt, vielleicht auch ein paar
Nelken, eine Art Moos, das angenehm rau und natürlich roch,
eine feine, angenehme Süße, die von einer ebenso feinen
Bitterkeit irgendwie noch mehr betont wurde.
Oder war es umgekehrt?
Die Begriffe kamen ihr in den Sinn, ohne dass sie dafür
einen sinnvollen Satz bauen konnte. Oder wollte.
Ein Satz, der ihr auch nicht im Entferntesten in den Sinn
kam, war: Riecht doch wie ein Zwitter aus Aromatic Chypre
und Green Fougère im Drydown, eine raffinierte Variation
von „Alliage“, und typisch für Chant…“
Woher auch?
Stattdessen dachte sie über Kevin nach.
War das nicht ein absoluter Vollidiot?
So bescheuert, dass es letzten Endes schon wieder gut war.
Irgendwie… sie wusste es selbst nicht genau.
Jedenfalls kein Langweiler.
Und eigentlich nicht unsympathisch.
Eher im Gegenteil.

Er strahlte sie an.
Sie musste lächeln.

Da war so ein gewisses warmes Gefühl in ihr,
wie von einem noch winzig kleinen Flämmchen.
Ihr fiel ein Satz ein, den ihre Tante öfter gesagt hatte,
sie hatte nie genauer darüber nachgedacht – aber jetzt
schien er ihr mit einem Mal irgendwie passend. Er lautete:
Wenn du gut riechst, riecht die ganze Welt gut.
29 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

51 kurze Meinungen zum Parfum
PinseltownPinseltown vor 1 Jahr
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Feel like Kojak
Sitting in his green Cadillac
Brusthaarschwitzen
Auf Ledersitzen
Black Jack
Holzkarte wins
Lemon pins
Call me Devin Kerouac
48 Antworten
SchoeibksrSchoeibksr vor 4 Monaten
6
Sillage
7
Haltbarkeit
7
Duft
Mein geliebtes, galbanumgrünes Zitrus-Kraut wurde dermaßen von bösen Sauberblumen & Moschuscreme zugerichtet, dass aus ihm ein Chypre wurde
41 Antworten
PollitaPollita vor 11 Monaten
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Rurale Naturschönheit, ähnlich Aliage. Blühende Jasminsträucher am Waldrand. Im Fond herber, maskuliner als seine Lauder-Schwester.
25 Antworten
FriesinFriesin vor 3 Jahren
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Sorry Devin kein zweites Date !
Dein nelkiges Geschwafel nervte, dein Beifuß stand auf meinem Zeh und ich dachte nur an deinen Bruder Aramis
22 Antworten
GoldGold vor 2 Jahren
5
Flakon
7
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Fast wie Alliage, zumindest zu Beginn. Echtes Eichenmoos auch deutlich. Die Moschusbasis der neueren Version ist nicht so gelungen, schade.
19 Antworten
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