M/Mink 2010

M/Mink von Byredo
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5.8 / 10 96 Bewertungen
M/Mink ist ein Parfum von Byredo für Damen und Herren und erschien im Jahr 2010. Der Duft ist synthetisch-holzig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird von Manzanita Capital vermarktet.
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Duftrichtung

Synthetisch
Holzig
Würzig
Harzig
Grün

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
AdoxalAdoxal
Herznote Herznote
WeihrauchWeihrauch
Basisnote Basisnote
PatchouliPatchouli KleehonigKleehonig AmberAmber

Parfümeur

Bewertungen
Duft
5.896 Bewertungen
Haltbarkeit
8.274 Bewertungen
Sillage
7.166 Bewertungen
Flakon
7.673 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
5.412 Bewertungen
Eingetragen von Beryll, letzte Aktualisierung am 20.02.2024.

Rezensionen

13 ausführliche Duftbeschreibungen
7.5
Flakon
5
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
FLUidENTITY

246 Rezensionen
FLUidENTITY
FLUidENTITY
Top Rezension 20  
Evolutionäres Paradoxon meets Kreativwirtschaft
Wir alle kennen Onkel Darwin und sein Slogan „Survival of the fittest“. Also die Lebewesen, die sich am besten an ihre Umwelt anpassen, leben weiter und diejenigen, die schlecht angepasst sind, haben wenig Überlebenschance.
Die Schul-Psychologie haut auf total kreative Leute gerne ab und zu das Label „schizophren“ drauf. Das, was in unserem Kulturkreis als Krankheit eingestuft wird, wird in anderen Kulturkreisen gefeiert. Die lieben westlichen Forscher konnten sich nur leider lange nicht erklären, warum gerade die Leute, denen sie irgendsoein ICD-10 Label auf die Stirn gepappt haben so verdammt kreativ und genial sind, da sie doch genetisch eigentlich benachteiligt sind und ja eigentlich dadurch zu den weniger fittest Menschen zählen. Robert Schumann z.B., da kloppen sich jetzt noch Forscher darum, was der angeblich hatte und was der für einer war. Einer war er mit Sicherheit, und zwar einer der größten Komponisten des 19. Jhdts. Weil man also nicht wusste, warum verrückte Menschen so wahnsinnig genial, kreativ und außergewöhnlich faszinierend waren/sind, erfand man das Label „Evolutionäres Paradoxon“. Schizophrenie ist da so etwas. Und da der Flui ja den Interfakultären Studiengang Religionswissenschaft im Nebenfach hat, und auch so paar Psychologie Sachen lernen darf, hat er gehört, dass Schizophrenie genetisch ist. Bei irgendwelchen bestimmten Naturvölkern sind dies die Kings und bilden so den wichtigsten Rat oder das Entscheidungs-Gremium des Stammes, weil sie einfach so genial sind. Und der einzige Grund, warum diese Leute nicht aussterben, ist ihre Attraktivität.

M/Mink ist nun so ein Duft, der so verrückt ist und eigentlich vom Markt gehören würde, wenn er nicht so verdammt attraktiv und faszinierend wäre. Also mit irgendwelchen herkömmlichen Maßstäben da anzurücken, ich glaub da geht man krachen. Das lässt sich nicht so einfach kategorisieren. Ich glaub es ist schwer den zu charakterisieren, so nach dem hier: Ja, ähm, also ich finde den Duft gut, aber er ist vielleicht für mich ein bisschen zu xyz, aber er ist schon ganz gut. Nene, man wird entweder angezogen von dem Duft und er gefällt einem, weil er einfach so außergewöhnlich daneben ist, oder man haut den Duft am liebsten auf den Index. Ok, der Flui gehört zu ersterer Fraktion.

Die beiden „M“´s von M/Mink kommen von M/M Paris 1992. Dies ist ein Kreativ-Duo, die Disziplinen übergreifend einfach alles auf die Beine stellen, was kreativ ist. Photographien, Musik, Duft, Malerei, was auch immer, wird kombiniert. Diese Art von Kreativität geht total in Richtung von Fluis Traum, einmal eine Opernvorstellung zu beduften, und zwar für jede Szene einen bestimmten Duft in den Zuschauerraum zu zaubern. Für eine Szene im Wald, klar, einen Holzduft, für eine Candlelight-Dinner-Szene irgendeinen lieblichen Rosenduft oder irgendwas in dieser Kategorie. Auf jeden Fall sind die beiden von MM zu Ben Gorham (Byredo-Chef) und haben gesagt, dass sie einen Duft machen wollen. Ben Gorham holte Jerome Epinette ins Boot und ab ging`s.

Als Inspiration nahmen MM japanische Kalligraphin. Koreanisches Papier ist mit dabei gewesen und asiatische Tinte. Die Tinte riecht man auch in der Kopfnote heraus. Das ist so etwas abgefahrenes synthetisches, dass man gar nicht weiß, was anfangen mit. Etwas frisches ist mit dabei., nur irgendwie keine herkömmliche Frische. Ich glaube das ist dieses ominöse Adoxal. Eigentlich knallt Synthetik-Frische auf Synthetik-Frische, die jeweils nicht zueinander passen will. Der Weihrauch hier hat jetzt mit einer Mitternachtsmesse so viel zu tun wie Flui mit Baumarkt. Der Weihrauch ist eigentlich kein Weihrauch, er ist auch einer von diesen vielen Synthetik-Frischen des Duftes, ja ich muss irgendwie einen Plural bilden, weil das ist es, was den Duft ausmacht, verschiedene Frische Akzente, die man so noch nie gerochen hat. Tinte mit eisigem Weihrauch, endlich. Irgendwas holziges lächelt noch im Hintergrund. Dem Holz ist klar wie normal es ist, und in der ganzen Komposition einen Gegenpol darstellt, der den Duft gerade noch tragbar macht. Anders wäre es nicht möglich meines Riechers Erachtens. In freier Wildbahn tragen? Warum nicht. Nur experimentieren, und beim Chef mal eben vorbeischauen, mit M/Mink, das würde ich nun nicht so dringend empfehlen. Konservativ ist anders, angepasst auch.

Ein eisiger Tinten-Grün-Honig kommt noch hinzu. Was soll ich jetzt nun damit anstellen, man kann es nur mit Geniestreich oder Durchgedreht charakterisieren. Weil das, was mit Klee-Honig bezeichnet ist, das ist ein Grün-Süßes irgendwas. Origineller geht fast nicht, nur tragbar? Es ist einfach eine eigene Welt, die in dem Flakon gefangen ist.

Es gibt ja diesen Mythos von dem Ethik oder Deutsch-Abi, in dem die Aufgabenstellung die drei Worte „Was ist Mut“ umfasste. Ein Schüler soll auf sein Blatt geschrieben haben: „Das ist Mut“ und abgegeben haben. Ja, 15 Punkte oder 0, das ist hier die Frage. Angeblich soll dieser Schüler 15 gekriegt haben. So in etwa schaut es bei M/Mink auch aus, ich gebe 15 Punkte. Für die originelle Kreativität und den Wagemut.
4 Antworten
9
Flakon
6
Sillage
9
Haltbarkeit
7.5
Duft
Serlo

14 Rezensionen
Serlo
Serlo
Top Rezension 14  
M/Mink - eine vorsichtige Annäherung
Meine erste Begegnung mit M/Mink war im Jänner und meine damalige Reaktion beim Test in der Parfümerie war eher - wie kann man das beschreiben? - ablehnend. Irgendwie fand ich den Duft auf dem Streifen zwar faszinierend, und dennoch abstoßend zugleich. Was der Duft auf jeden Fall erreicht, ist es, vollkommen anders zu sein als es Düfte in Parfümerien sein sollten. So wollen wir doch Wohlgeruch verspüren und versprühen, wenn wir uns mit dem Wässerchen der Wahl eingesprüht haben. Doch M/Mink verwehrt dies vollständig, denn hier hat Epinette eigentlich keinen Duft komponiert, sondern eher einen Geruch kreiert. Am Anfang dieses Jahres war ich vollkommen verstört von diesem Geruch, aber irgendetwas hat sich in mein Duftgedächtnis eingegraben (oder vielleicht umgekehrt: etwas aus meinem Duftgedächtnis hat längst vergessene Synapsenverbindungen erneut verknüpft), sodass ich zwar damals den Geruch nicht gekauft habe, ihn mir allerdings dennoch gemerkt habe.

Die Inspiration zu M/Mink ist den meisten hier bekannt, sie sei dennoch kurz zusammengefasst: Das Designbüro M/M aus Paris beauftragte Byredo, ein Parfüm zu kreieren, wobei drei Gegenstände/Objekte als Inspiration dienen sollten: ein Block fester Tinte aus Asien, ein Bild eines japanischen Kalligraphiemeisters bei der Arbeit und eine lange "utopische" - sprich: vollkommen improvisierte und fantastische - Formel, die natürlich in schwarzer Tinte geschrieben war. Und aus diesen drei Inspirationsquellen sollte Epinette nun etwas machen, oder eben den Geruch zu den Gegenständen entwickeln. Wer eins und eins und eins zusammenzählen kann und auch im Bruchrechnen aufgepasst hat, wird sofort den gemeinsamen Nenner herausgefunden haben, nämlich Tinte! Und somit ist der Name natürlich auch Programm, steckt hier ja das Designbüro M/M und das verbindende Element der Objekte, also die "ink", im Namen des Parfums. Man kann es auch so aussprechen, wie M-M-Ink, wenn man die Nähe zu einem Pelztierchen im Englischen negieren möchte. Ein bisschen Tier steckt im Geruch jedoch unverkennbar drin.

Soviel zur Dichtung, doch was ist die Wahrheit? Hier wird sehr oft geschrieben oder geäußert, dass das Parfum schlichtweg untragbar sei und eine Zumutung für die Geruchsnerven ist. Vergleiche werden angestellt mit den wunderbaren Ausscheidungen eines Freistaates der Orangen (oder Oranier). Ich habe zugegebenermaßen die Sécrétions Magnifique - zumindest in der Eau de Parfum Variante - noch nicht unter der Nase gehabt, wenn die angegeben Duftnoten von ELd'O jedoch auch nur ansatzweise realistisch umgesetzt worden sind, dann kann ich mir schon vorstellen, warum der Duft keine große Fangemeinde gefunden hat und als Drohgespenst des Abartigen und als Mutprobe in der Parfumgemeinde gilt. Betrachtet man sich die Duftpyramide von M/Mink und vergleicht diese mit SM, dann wirkt M/Mink ja schon von vornherein wie ein Kindergeburtstag.

M/Mink ist hier vollkommen harmlos, seid beruhigt! Ja, er ist geradezu zahm! Ich habe heute mutig zum frisch erworbenen Flakon gegriffen und todesmutig (zumindest im sozialen Sinn) nach dem Lesen der Kommentare und Statements hier zwei Sprühstöße genommen. Einen direkt auf die Brust und einen direkt aufs Handgelenk. Ich war auf alles gefasst! In der Tat, der Auftakt kann schon verstörend sein. Hier greift die Tintenassoziation auch am besten. Ein chemischer Geruch steigt in die Nase. Beruflich habe ich viel mit Tinte zu tun, aber irgendwie habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie Tinte überhaupt riecht. Diejenige, die ich oft in meinen Tintenhalter aufziehe, hat bei einem kurzen Test nur einen sehr schwachen, keinesfalls (ver)störenden Eigengeruch. Vielleicht ist hier eher die aus dem Kunstunterricht bekannte schwarze Tusche gemeint. Und schon sind wir mitten in unserer Schulzeit mit einem Federhalter bewaffnet und verteilen tiefschwarze Tusche auf Papier. Lösungsmittel steht auch irgendwo herum! Diese Assoziation ist jedoch lediglich ein Wimpernschlag lang aufrechtzuerhalten.

Denn die Kopfnote ist es nicht, die die Faszination von M/Mink ausmacht oder die ganze Geschichte erzählt. Überhaupt sollte man nicht den Fehler begehen, den Geruch direkt abzuschreiben oder, noch schlimmer, mit der Nase am Handgelenk den Duft zu inhalieren. Ich habe es tatsächlich gewagt, bei 32 Grad Celsius mitten in der Festspielzeit einmal die Getreidegasse in Salzburg auf- und abzugehen. Ich war auf alles gefasst, denn eigentlich sollten sich die Touristen ja links und rechts auf dem Boden krümmen und sich die Nase zuhalten (eine zugegebenermaßen nicht ganz abzulehnende Vorstellung - Deoversagen und La-Vie-Est-Belle-Tyrannei Hilfsausdruck!), hätte das Parfum die Wirkung, die ihm hier zugesprochen wird. Tja, das ist nicht eingetreten und auch zuhause angekommen wurde ich nicht dazu aufgefordert, sofort eine Dusche zu nehmen. Der eigentliche Geruch entwickelt sich nämlich nicht in 2cm Entfernung vom Handgelenk, sondern um den Träger herum. Und das, was hier bei sparsamer Dosierung entsteht, ist eine edle, reine und saubere, etwas süßliche Aura (bei anderen das Katzenpipi) des Honigs, die den Träger umgibt. Ich kann es wirklich nicht beschreiben, aber das Wort, das mir im Zusammenhang mit M/Mink einfällt, ist der Menschengeruchsvertärker im positivsten Sinne. Die Sillage ist dabei ebenso dezent und keineswegs raumfüllend.

Auf meiner Haut ist es tatsächlich die Honignote, die am deutlichsten zu tragen kommt. Und wenn die Nase ganz dicht rangeht, dann kann man auch den leicht animalischen Grundton spüren, der stets mitschwingt. Das Gegenüber wird diesen jedoch nicht direkt wahrnehmen. M/Mink entzieht sich hier eindeutig der Kategorie Parfum im herkömmlichen Verständnis und riecht nicht nach Blumen oder Harzen (Weihrauch bekomme ich beim besten Willen nicht zusammen, wie die meisten Duftnoten, die oben angegeben sind). Und das macht M/Mink für mich zu einem absoluten Außenseiter in meiner Sammlung. Mit M/Mink fühlt man sich nicht parfümiert, sondern auf animalische Art rein. Vielleicht wurde ihm mittlerweile auch der Zahn gezogen und die derzeitige Formulierung ist nur noch ein Schatten des einstigen animalischen Charakters. Ich kenne nur die Formulierung, die ich besitze, und diese kann ich nur als angenehm bezeichnen.

Mein Tipp ist also: unbedingt auf der Haut und nicht auf dem Streifen testen, sparsam dosieren (zwei Sprühstöße sind sehr lange wahrnehmbar und reichen vollkommen aus) und nicht direkt mit der Nase zur aufgesprühten Stelle gehen, sondern den Duft eher so erfahren, wie ihn die Umgebung wahrnehmen wird. Dann habt ihr einen sehr eigenständigen Geruch, der meines Erachtens nicht negativ auffallen kann. Ein Test ist er auf jeden Fall wert und eine willkommene Abwechslung zu anderen Designerdüften ist er allemal.

Kurz: Außergewöhnlich? Ja! Abartig und untragbar? Nein!
2 Antworten
1
Duft
Chanelle

744 Rezensionen
Chanelle
Chanelle
Top Rezension 14  
I'd rather go naked than wear M/Mink
M/Mink ist der 3. Byredo Duft, den ich kennenlernte und - danke, aber nein danke.
Ich kenne mittlerweile polarisierende Düfte zuhauf, die meisten davon mit Abstrichen auch tragbar, aber einige wenige (z.B. Secretions Magnifiques von Etat libre d'Orange) absolut und überhaupt nicht, "no-go", total abstossend und brechreizerregend. M/Mink kommt da nahe dran.
Die Kopfnote hat den gleichen eiweiss-/blut-ähnlichen Auftakt wie Secretions Magnifique, metallisch und widerwärtig, wenn man zu nah dran ist. Er verbindet sich zwar mit den frischen grünen Kräutern zu einem grün-metallischen Gesamteindruck, aber dieser bleibt für mich indiskutabel als "Duft".
Genau wie bei ebengenanntem EldO-Duft stellt sich mir die Frage: "Ist das Kunst, oder kann das weg?" - oder besser: "Wer will so riechen?"
Leider hatte ich auch wie bei Secretions Magnifiques keine Lust, die Weiterentwicklung abzuwarten und habe den Duft nach ca 20 min abgewaschen, um ihn nicht mehr ertragen zu müssen.
11 Antworten
5
Preis
7
Flakon
10
Sillage
9
Haltbarkeit
4.5
Duft
Jennymartini

4 Rezensionen
Jennymartini
Jennymartini
Top Rezension 13  
Ein Duft wie ein Autounfall oder 48 Stunden Sex am Stück
Ein Besuch im Kaufhaus Breuninger, in Nürnberg. Nichtsahnend begrüße ich meine Bekannte am BB Counter und quatsche mal wieder über dies und das. Wir kommen auf das Thema Nischendüfte und ich erzähle begeistert von meiner Leidenschaft für Parfum. So weit, so gut.
"Ich habe da einen Duft für Sie, den müssen Sie unbedingt probieren!", sagt sie, völlig aus dem Häuschen und fügt schnell hinzu: "Der riecht so, als würden Sie 48 Stunden am Stück Sex haben."
Ich folge ihr unauffällig und sie führt mich zum Byredo Regal und sprüht den M/Mink auf einen Streifen. Erwartungsvoll rieche ich an den Streifen und... ein heftiger Würgereiz überkam mich.
"Der entwickelt sich noch. Sie werden sehen. Am besten, Sie sprühen ihn auf die Haut", ermutigt sie mich.
Ich tue es. Es folgten 48 Stunden des Staunens, der Entrüstung, des Ekels. Der Duft entwickelte sich zwar, allerdings in Richtungen, die alles andere in mir auslösten, als ölfaktorische Höhepunkte.
Mal roch er nach Benzin, dann nach süßem Schweiß, Blut und anderen Körperflüssigkeiten. Obwohl er mich dermaßen abtörnte, konnte ich nicht aufhören, an meinem Unterarm zu schnuppern. Auch am nächsten Tag war er selbst nach dem Duschen noch präsent. Noch nie in meinem Leben habe ich so etwas gerochen und ich konnte es nicht lassen, mir die nächste Dosis Ekel gepaart mit Verwunderung darüber, wer so etwas auf den Markt bringt, abzuholen.
Das Ganze ist jetzt 5 Jahre her und leider hat der Breuninger den Duft aus dem Sortiment genommen. Warum wohl?
Übrig bleibt die Erinnerung an ein unvergessliches Erlebnis. Ich gebe zu, dass ich öfter im Soukh schaue, ob jemand ein Pröbchen oder sogar eine Abfüllung davon anbietet,denn dieser Duft ist wie ein Autounfall: Man kann ihn nicht tragen, aber man kann ihn auch nicht vergessen.
1 Antwort
7.5
Haltbarkeit
6
Duft
Ergoproxy

1123 Rezensionen
Ergoproxy
Ergoproxy
Top Rezension 10  
Im Dampfbad ist der Nerz los
Als ich mir M/Mink vorhin aufgesprüht habe, schloss ich die Augen und musste sofort an das römische Dampfbad in der Bartholomäustherme denken. Jetzt weiß ich, mit was die Bademeister den Dampf beduften. M/Mink!

Frisches Kiefernholz mit allerlei Tannennadeln und Wacholderbeeren nehme ich als Duftauftakt wahr. Wenn es gerade nicht so schattig wäre, hätte ich mir beinahe die Kleider vom Leib gerissen, mir locker ein Handtuch um die Hüfte gebunden um mich einem Dampfbadgang hinzugeben.

Allmählich mischt sich zum Herbarium-Feeling eine stechende Note. Ich frage mich, gehen Nerze ins Dampfbad, und wenn ja, duschen sie vorher auch? So wie der Duft sich gerade auf meinem Handrücken entwickelt, hat der Nerz wohl nur eine Katzenwäsche absolviert, bevor er sich leicht animalisch duftend dem Dampf übergeben hat.

Nach einer Weile, habe ich das Gefühl, dass der Bademeister die Duftrichtung des Herbariums ändern wollte, und es sich nach der Hälfte der Abfüllung dann doch nochmal anders überlegt hat. Es mischt sich eine Weihrauchnote zum animalischen Tannenwaldakkord. Verwirrt überlege wo ich mich nun olfaktorisch befinde. Im Dampfbad, im Wildpark, oder gar am Ende dann doch noch in einer Waldkapelle?

Egal, Hauptsache ich habe meine Klamotten noch an, wenn ich die Augen wieder öffne. Sonst wird es peinlich.

Obwohl ich M/Mink niemals tragen würde, geht eine große Faszination von diesem Duft auf mich aus, welche ich nicht wirklich in Worte fassen kann. Auf jeden Fall fällt man mit diesem Parfum auf und vorallem aus dem Rahmen.
3 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

14 kurze Meinungen zum Parfum
VerbenaVerbena vor 1 Jahr
7
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Holzrauch. Erdreich. Es hat mich längst gewittert. Ein Tropfen Öl beglänzt den Pelz. Dreck und Honig sowieso. Es fordert Einlass. Vehement.
16 Antworten
Duftboy1966Duftboy1966 vor 8 Jahren
7
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
1
Duft
Trotz mittlerweile geschultem Näschen und gutem Willen: NEIN, um Gottes Willen, so möchte ich niemals riechen!
Eine Duft-Katastrophe!
5 Antworten
YataganYatagan vor 4 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
9
Haltbarkeit
6.5
Duft
Der Duft wird durch Adoxal bestimmt, das floral, fruchtig, grün-krautig, aldehydartig riecht, im Herzen Patch, dann Nagellackentferner.
8 Antworten
GentilhommeGentilhomme vor 2 Jahren
7
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
2
Duft
Schmuddelgegend hinterm Kölner Hauptbahnhof mit allem was dazu gehört… Müll, Fäkalien usw. No-Go-Area mit Ekeltendez
9 Antworten
DannyboyDannyboy vor 8 Jahren
8
Sillage
10
Haltbarkeit
6.5
Duft
Das olfaktorische Äquivalent zum weißen Slip mit gelbem Fleck - abgefahrenes Zeug.
1 Antwort
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So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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