N°19

Parfum (1971)
N°19 (Parfum) von Chanel
N°19 (Parfum) (Chanel)
N°19 (Parfum) (Chanel)
N°19 (Parfum) (Chanel)
8.1 / 10     362 BewertungenBewertungenBewertungen
N°19 (Parfum) ist ein beliebtes Parfum von Chanel für Damen und erschien im Jahr 1971. Der Duft ist grün-blumig. Es wird noch produziert.

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Parfümeur

Henri Robert

Duftnoten

Kopfnote KopfnoteBergamotte, Galbanum, Hyazinthe, Neroli
Herznote HerznoteIris, Jasmin, Maiglöckchen, Narzisse, Rose, Ylang-Ylang
Basisnote BasisnoteEichenmoos, Leder, Moschus, Sandelholz, Zedernholz

Bewertungen

Duft

8.1 (362 Bewertungen)

Haltbarkeit

7.8 (223 Bewertungen)

Sillage

6.7 (210 Bewertungen)

Flakon

8.3 (210 Bewertungen)
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 20.03.2017
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Kommentare

Flakon 8.0/10
Sillage 6.0/10
Haltbarkeit 7.0/10
Duft 8.0/10
Hilfreicher Kommentar   
Mit Fußbett
'Grün' mit Iriswurzel. Na ja, und eine ganze Menge Anderes, das sich der Kunst des Parfümeurs sei Dank nicht im Einzelnen identifizieren lässt. Wer sagt "Jasmin"? Gut, wer sagt "Sandelholz"? Auch gut, ein Beweis fehlt aber bestimmt, denn die Formel ist selbstverständlich geheim - und selbstverständlich genauso heimlich veränderlich. Ich finde das Parfüm sehr angenehm. Es hat seine Kühle, die mit der Iris wie üblich auf die ganz eigene Art dieses Materials "verduftet" wird. Die Ausgaben, die ich hin und wieder mal vor der Nase hatte, waren alle überzeugend. Heimelige Körperlichkeit strahlt es nicht aus - wenn Strickkleid oder Wollkostüm auf keinen Fall muffig wie Karotte wirken dürfen ...

Alternativen im engen Rahmen der Idee gibt es aber auch. Zum Beispiel die 'grünen Chypre' wie Scherrer No 1, Givenchy No 3, Carvens Ma Griffe, oder besonders naheliegend den "Nachmittag eines Fauns" von Etat Libre d'Orange, weil genauso kein 'Chypre'. Etwas fruchtiger, bei gleicher Frische das unterschätzte Balmain de Balmain. Fast gleich, wenn auch ganz anders wäre das griffig massive Metal von Rabanne - siehe meinen Kommentar dazu. Die ganz andere Richtung geht Vent Vert von Balmain, das so 'grün' auch immer einfach netter wirken dürfte.
Flakon 7.5/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.5/10
Erstklassiger Kommentar    33 Auszeichnungen
Wiesenschaumkraut
Nicht weit von meinem Elternhaus gibt es ein stilles Tal. Dort unten liegt ein wunderbarer, kühler Grund, wo sich zwischen hohen Bäumen und Huflattich ein eiliges Bächlein schlängelt. Da bin als Junge häufig mit unserem Hund entlang gelaufen - und weil es keine Straße und keine Autos gab, konnte er ohne Leine gehen. An beiden Seiten des Bächleins liegen feuchte, grüne Wiesen, auf denen Hahnenfuß und Sumpfdotterblumen blühen - und im Frühjahr sind diese Wiesen übersät mit Wiesenschaumkraut.

Und weil Wiesenschaumkraut so hübsch ist mit seinen kleinen rosa Blüten, habe ich - während der Hund zwischen den Gräsern herumstrolchte - oft einen großen Strauß abgepflückt. Zuhause stand er dann in einer zartblauen Kristallvase - immer derselben - während das Wiesenschaumkraut (vergänglich wie seine Blüten sind) binnen nur eines oder zweier Tage welkte. Dann habe ich einen neuen Strauß gepflückt - bis der Mai das blasse Rosa von den Wiesen nahm und durch das Purpur der Lichtnelken ersetzte.

'Wo bleibt nun der Bezug zu Chanel N°19?' mag mancher Leser zu Recht schon ungeduldig fragen - jenem grünblumigen Altvorderen unter den Chypres - dem Duft einer Dame von gelassener Kultiviertheit, Klugheit und Klasse, der nach vielem anderen eher duften mag als gerade dem mädchenhaft anmutenden Wiesenschaumkraut (von dem ich gar nicht sicher bin, ob es überhaupt einen eigenen charakteristischen Duft besitzt).

Manchmal (und das die wohl schönsten Assoziationen, die ein Parfum auszulösen in der Lage ist) erinnert sich unser olfaktorisches Gedächtnis an etwas jenseits von Bergamotte, Maiglöckchen und Eichenmoos, etwas Intimes und Persönliches. In jenen Kindertagen, als ich atemlos mit einem müden Hund nach Hause kam - die Arme voller Wiesenschaumkraut - trug meine Mutter Chanel N°19. N°19 lag in der Luft, als sie die Stengel in der Vase arrangierte - sorgsam, als sei es dauerhaft und nicht nur für ein paar Stunden. Chanel N°19 ist der Duft meiner herrlichen, sorglosen Kindheit - und macht mich dankbar dafür, wann immer er mir in die Nase steigt - oder ich im Frühling Wiesenschaumkraut sehe.

Fazit: ich war seit Jahren nicht mehr in meinem stillen Tal. An den Seiten des Weges, der dorthin führt, sind Häuser gebaut worden - und ich habe ein bisschen Angst, dass es die Wiesen meiner Kindheit nicht mehr gibt. Der Hund liegt unter dem Winterjasmin neben dem Schuppen, die blaue Kristallvase steht hinten im Schrank - und N°19 trägt meine Mutter schon längst nicht mehr. Aber gestern kamen sie und ich an einer Lichtung vorbei, auf der das Wiesenschaumkraut rosa blühte. Und ich habe mich erinnert und gefragt, ob sie nicht irgendwo noch einen Rest Chanel N°19 aufbewahrt.
13 Antworten
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    15 Auszeichnungen
Ein Amt, dem nicht jeder gewachsen ist...
Zu Beginn möchte ich anmerken, dass sich mein Kommentar auf das Parfum bezieht, also auf eines dieser kleinen Fläschchen, die in den Parfümerien eifersüchtig unter Verschluss gehalten werden und in merkwürdigen Portionsgrößen von 7,5 ml (ich weiß, das ist eine 1/4 Unze...) zu exorbitanten Preisen verkauft werden. Seit ein paar Tagen sind hier bei Parfumo ja die drei Versionen von N°19 (EdT, EdP und P) einzeln aufgelistet.
Als ich das N°19 Parfum im Jahre 2009 erstmals erwarb, kannte ich bereits das EdT und hatte davon bereits 75 ml in einem Jahr verbraucht. Normalerweise bekomme ich noch nicht mal 30 ml in 5 Jahren leer, egal von was. Außerdem kannte ich die "echten" Parfums (7,5 ml) von "Chance" und "Coco Mademoiselle" und wußte, dass Extraits nicht unbedingt die größere Schlagkraft gegenüber den EdTs und EdPs haben. Oft sind sie intensiver, dabei aber nicht selten intimer und näher am Körper. Das Chance-Parfum fand ich sogar etwas zu unauffällig, da es nicht die spritzigen Kopfnoten des EdTs hat.
Nach einigem Hin und Her hatte ich mich für den kleinen silbernen Taschenzerstäuber mit N°19 Parfum entschieden. Mein Exemplar ist allerdings aus silberfarbenem Plastik und auf dem Karton sind die Inhaltsstoffe nicht sehr explizit aufgelistet. 2009 konnte man wahrscheinlich schon neuere Versionen kaufen (but lucky me - wie sich später herausstellen würde!). Der erste Sprüher und AUA, was ist das denn? Die ganz, ganz große dunkelgrüne Keule, das Derbste, was man in einem nordischen Urwald ausgraben kann. Die "Herrin vom See", die Michelangela erwähnte, sie ist da und zwingt mich, ihr Amt zu übernehmen, denn sie will endlich mal Urlaub machen (wahrscheinlich in der Karibik). Das Leben als "Herrin" ist schwer zu führen als moderne Frau des 21. Jahrhunderts. Die Würde des Amtes drückt, mit Blueberry-Muffin und Latte Maccchiato auf dem Sofa wälzen, das geht jetzt nicht mehr, das herbe Blattgrün und die ganze Pflanzenmatsche verderben mir den Appetit! Avalon beherrschen - der Job ist eine Nummer zu groß für mich!
In der Apotheke Weingeist kaufen und eine Verdünnung der grünen Gruft versuchen? Glücklicherweise habe ich vorher noch eine andere Idee: Ich sprühe mir das Parfum in den Nacken, an den Haaransatz. Und dann, ja dann passiert etwas Wundervolles, die bisher unbemerkte Mairose findet ihren Patz in meinen Haaren, die melancholische Iris umhüllt mich wie eine Aura. Mit jeder Kopfbewegung beginnt der Zauberregen von Neuem. Dann übernimmt das Eichenmoos die Regie. Aber es darf nur ein ganz winziger Sprühstoß an genau dieser Stelle sein und das auch nur höchstens einmal die Woche, sonst nutzt sich die Magie ab!
Ende 2012 habe ich mir noch einmal das N°19 Parfum gegönnt, dieses Mal im Glasfläschen mit Siegel. Ein helleres Grün, noch herber und adstringierender, die Iris nicht mehr so melancholisch und das Eichenmoos nach EU-Verordnung deutlich sparsamer dosiert. Eine große Veränderung - aber immer noch ein faszinierender, einzigartiger Duft.
1 Antworten
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    15 Auszeichnungen
Über das Suchen und Finden
"Du wirst es erst finden, wenn du aufgehört hast zu suchen." - Ich weiß nicht mehr, wem dieser Satz zuzuschreiben ist, einem Familienmitglied, einem Filmcharakter, vielleicht dem Held eines Romans. Die Aussage jedoch spukt häufig in meinem Kopf herum und lässt sich universell anwenden. Bist du Columbus und willst die richtige Route bestimmen? Oder ganz banal: Hast du etwas verlegt? Suchst du die Liebe? Möchtest du wieder einen 100%-er in deine Parfüm-Sammlung aufnehmen? Suche nicht, es findet dich.

Ich habe bei Escada1970 zwei Abfüllungen bestellt, von Guerlain, versteht sich in meinem Fall von selbst. Sie hat mir aber eine wahrhaft großzügige Sendung mit vielen Pröbchen gepackt - danke dafür auch an dieser Stelle! Die ersten Tage haben mich die kleinen Beigaben noch nicht so recht beschäftigt, war erst einmal von den Guerlains abgelenkt. Weil die Chanel No. "Egalwieviels" dieser Welt mir noch nicht recht positiv aufgefallen sind, sprühte ich von No.19 auch nur vorsichtig einen Sprüher auf mein Handgelenk.

Nun, ich habe hier schon ein paar Parfüms begeistert rezensiert, weil ich mit euch viel lieber meine Empfehlungen teile, statt eines Verrisses. Chanel No.19 ist eine weitere Entdeckung, aber eine, die meinen bisher recht eindimensionalen olfaktorischen Horizont geöffnet hat. Opulente, dramatische, pudrige Wohlfühler waren mein Territorium. Ich hatte sie in X Variationen und wollte auch nichts anderes. Dann kam dieses kleine Immergrün, nahm mich an die Hand und entführte mich in eine ganz andere Welt.

Zugegeben, der Anfang ist nicht ganz sanft, aber für mich ein gelungener Auftakt. Hyazinthen können einem den Verstand rauben, wenn sie üppig blühen. Ihr Duft ist hervorragend, die Blüten verströmen ihn aber so stark, dass man leicht Kopfschmerzen davon bekommt. In Chanel No. 19 nehme ich sie von beginn an wahr, mag aber ihre vom Parfümeur zurückgestufte Erscheinung sehr. Galbanum gibt der Komposition einen würzig-laubartigen Geruch mit "waldigen" und balsamischen Noten. Neroli sorgt mit ganz minimaler Süße für das Gleichgewicht. Bergamotte trägt mit Frische und leichter Herbe seinen Beitrag zu einer - für mein Empfinden - perfekten grünen Kopfnote bei.

Und wenn ich den leicht herben Auftakt schon schön fand, dann schlägt mein Herz bei der gleichnamigen mittleren Note noch höher. Alles was hier in Erscheinung tritt ist sensationell. Manchmal erhasche ich ein bisschen Coco Mademoiselle, aber No.19 ist noch viel nuancierter. Eine kremige Basis beginnt sich zu bilden, die mich fast dazu nötigt, den Duft ständig zu "kontaktieren, ihn einzuatmen. Der weitere Verlauf führt mich auf eine grüne Wiese, auf der sich vereinzelt Frühlingsblumen entfalten. Ich fühle mich mit diesem Parfüm ätherisch leicht und wie hinter einem grünen Schutzschild. Der Duft vermittelt ein wenig Distanziertheit, gepaart mit Eleganz und Stärke.

Der Ausklang erdet No.19 und mich. Wenn nur noch die Basisnote übrig bleibt und langsam ausklingt entwickelt sich bei mir eine gewisse Naturverbundenheit. Kremig, leicht pudrig, erdig, moosig, fein-holzig sind die Adjektive, die mir einfallen. Die Wirkung auf mich ist, als wäre ich ein bisschen unnahbar. Übrigens, die Haltbarkeit ist außerordentlich, bei mir auf jeden Fall ein halber Tag, d.h. ca. 12 Stunden.

Auf meinem "Odeur-Weg" bin ich persönlich einen großen Schritt weitergekommen und erwachsener geworden. Die Duftfamilie Chypre gehört nun zu meinen absoluten Lieblingen. Und ich ahne schon, die Welt, auch die der Parfums, hält mir bestimmt noch viele großartige Überraschungen bereit.

PS: Ich habe mittlerweile auch eine Vintage-Version EdT, EdP und auch einen kleinen Extrakt ersteigert. Das Original ist unangepasster, aber entfaltet sich wirklich unglaublich schön!!
3 Antworten
Flakon 5.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 7.0/10
Erstklassiger Kommentar    11 Auszeichnungen
Charakter(los)
Die Düfte aus dem Haus Chanel haben mich bisher mit Ausnahme von Cristalle kalt gelassen und nach meinen Annäherungsversuchen an weitere Kreationen und eben auch Chanel 19 wird es wohl bei distanziertem Respekt bleiben. Erstmals Bekanntschaft mit Chanel 19 machte ich, als ich einen Mini aus den späten 80er Jahren geschenkt bekam. Der heftig zischende Auftakt und die sich daraufhin entwickelnde vollkommen unsüße helle Blütenfülle waren ganz meine Kragenweite; was mich aber vor allem an Chanel 19 begeisterte, war der wundervolle holziggrüne, moosige Basis mit der satten Ledernote. Diese Ledernote hatte weder die subtile Eleganz der trockenen Ledernote in Gucci 3 noch die unterschwellige Sexyness des hellen Leders in La Nuit, sondern hat diesem grünen, distanzierten Chypre Wärme und Leben verliehen.
Umso enttäuschender dann der Test der aktuellen Version: Ja es ist fast ein Ding der Unmöglichkeit den Charakter eines grünen Chypres zu erhalten, nachdem Eichenmoos als Teufelszeug verdammt wurde und gnadenlos entfernt werden musste. Was Chanel aber geritten hat, bei dieser Gelegenheit auch die Ledernote soweit zu dimmen, dass sie in der Vetiver-Riesenwolke, die aktuell den Drydown bestreitet, fast untergeht, ist mir ein Rätsel. Diesem großartigem Chypre Duft wurden damit quasi die Flügel beschnitten und sein ganz spezieller Charakter genommen. So hat Chanel einen ganz großen Wurf aus seinem Sortiment entfernt und zu den eher unspektakulären Kreationen Bel Respiro und Gardenia einen weiteren grünen Duft hinzugefügt, der viel sanfter startet, in der Herznote sich an die ursprüngliche Variante weitestgehend annähert und in der Basis jede Menge Vetiver aufweist.
Positiv betrachtet hat sich Chanel unter dem Vorwand der notwendig gewordenen Reformulierung einen den heutigen Markterfordernissen entsprechenden, ansprechenden, grün-blumig-holzigen Duft verschafft, der zwar kein Umsatztreiber, aber weitaus leichter an die Frau und an den Mann zu bringen sein wird, als die ursprüngliche Henri Robert-Kreation. Die ersten Schritte in Richtung Anbiederung an den Zeitgeist hatte Chanel ja schon mit der Chance-Reihe unternommen und mit den Coco-Mutanten und zahllosen Allure-Ablegern fortgesetzt.
6 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    11 Auszeichnungen
Mein Freund – Das grüne Wesen
Wie schon der sehr grüne Vent Vert bringt mich auch dieser Duft in den Wald. Ein Gewitter ist gerade niedergegangen, die Sonne erobert sich gerade ihr Revier zurück. Ein strahlend bunter Regenbogen spannt seine Schönheit über die Baumwipfel. Wie Kristalle glitzern die Tropfen auf den Blättern und spiegeln seine Farben wieder. Leise nehmen die Stimmen des Waldes ihre Vielfalt wieder auf. Erst als leiser, vorsichtiger Singsang, dann immer kräftiger und lauter. Ich stehe mit großen Augen da und nehme den Atem des Waldes in mich auf.

Dieser Duft – bereits im Auftakt voll grüner Leidenschaft. Eine kleine zitrische Wolke vermischt sich mit der grünen Atmosphäre, als ein Zitronenfalter vorbeifliegt. Für einen Moment spüre ich einen kühlen Hauch auf meiner Haut. Die Blumen, die er im Gepäck hat, soufflieren nur und sind im Einzelnen nicht zu erkennen. Ganz leise sind ihre Stimmen zu vernehmen, sie streicheln sanft das Grüne Wesen, das diesen Duft ausmacht. Die leichten holzigen Noten und der Moschus geben ihm später mehr Weichheit, umschmeicheln ihn, liebkosen ihn, machen ihn zu einem anschmiegsamen Duftgemälde.

Das Grüne Wesen scheint mir wie aus einer anderen Welt.
Es schaut mich aus grünen Augen fragend an.
Es streckt mir seine schlanken, grünen Hände auffordernd entgegen.
Es schüttelt energisch seine langen, grünen Haare.
Es öffnet seine wohlgeformten, grünen Lippen und sagt:
„Komm, ich zeige dir den Regenbogen …“
Und es führt mich hinauf, sehr weit hinauf.
Um uns herum ist nichts, nur noch Duft, grün in allen Facetten.
Ich fühle mich frei und unbeschwert, froh und beschwingt.

Das Grüne Wesen legt seinen Arm um mich und ich versinke in seinem Duft.
Ich habe einen ganz besonderen Freund gefunden.
7 Antworten
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
9 Auszeichnungen
Meine grüne Herausforderung....
....es ist Samstag und das ist ein Tag, an dem ich gerne schwimmen gehe.
Ich tue es gerne, weil ich mich gerne bewege.
Egal ob joggen, tanzen, oder spazieren, ich mag es.

Das Schwimmen in meinem Mineralbad bietet mir noch etwas ganz besonderes an.
Es ist das Wasser in einem Becken.
Sehr hellgrün, verführerisch.
Ich habe oft das Gefühl, ich bin mitten im Wald in der Nähe von einem Teich, wo die Feen beim Vollmond tanzen...
Wenn die Sonenstrahlen durch die Fenster durchdringen, schimmert das Wasser nach Gold.
Ich beobachte oft viele Kinder, die genau so wie ich von dem Wasser fasziniert sind und sofort hinein springen wollen....

Aber die Idylle ist trügerisch.
Das Wasser ist nämlich für viele Besucher fast tödlich.
Die Temperatur beträgt nur 18 Grad....

Nun, kann mann überhaupt das Schwimmen genießen?
Ja!
Man steigt in das Becken und nimmt die Herausforderung an.
Man schwimmt kompromislos zwei oder drei Bahnen.
Man denkt nicht an die Kälte und Verlassen des Beckens.

Dann kommt es:
Ich fühle mich frisch, mit jeder Bahn bin ich stärker, ich bin taff.
Ich könnte über die Felsen springen.
Ich spüre keine Kälte mehr, sondern nur meinen Körper und meine Kraft.
Das Wasser streichelt sanft meine Haut und tausende Mineralen prickeln und kitzeln meine Arme und Beine.
Wie eine kostbare Tapete fließt das Wasser um mich herum...
Das Lebenselixier wirkt..
Von nun an wird der Tag noch schöner..
Ausgeglichen, selbstbewußt, klar, erwachsen.

Ich muß niemandem etwas beweisen und niemanden gefallen.
Ich habe es geschafft.
Ich bin stark so wie ich bin..

Ich schaue jetzt meinen kleinen Flakon von Chanel No.19 an.
Die Farbe des Parfums ist fast identisch wie die Farbe des Wasser....
Der Duft ist wie das Wasser frisch und kühl, ohne wenn und aber.
.. er will nicht jedem gefallen...
...er will erobert und verstanden werden.

Es bietet mir ein herrliches Dufterlebniss, eine Geschichte von Mut und Erwachsenheit!
2 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    22 Auszeichnungen
"Galionsfigur"
Für 2014 habe ich No 19 gewählt!

Als Binnenländerin kenne ich mich in der Schifffahrt gar nicht aus. Mein Wissen habe ich aus dem Lexikon.
Eine Galionsfigur ist eine meist holzgeschnitzte Figur auf Schiffen, vornehmlich Segelschiffen, unter dem Bugspriet angebracht. Sie soll den Kurs des Schiffes beobachten und vor Unglück bewahren. Galionsfiguren seien die Seelen der Schiffe, denen die Seeleute ihr Leben anvertrauen.

Vielleicht habe ich No 19 heute gewählt, weil dieser Duft die Seele meiner Sammlung ist?!

No 19 ist ein wunderschöner, frischer, grüner Duft, elegant und zeitlos.
Der Duft erinnert mich an einen Garten im Frühling, am Morgen noch nass vom Tau. Hyazinthen, Iris, Narzissen, Maiglöckchen haben den kalten Winter überdauert und räkeln sich im leichten Frühlingswind.
Der leicht zitrische Beginn wechselt rasch ins Blumige, um dann nach Stunden eine leicht holzige Note zu bekommen. Die grüne Frische bleibt jedoch die ganze Zeit über bestehen.

Wenn ich No 19 trage, fühle ich mich stark und mutig. Ich habe den Eindruck sogar meine Haltung wird besser - Schultern hinunter, Brust heraus, der Blick in die Zukunft gerichtet. Kommt, was kommen mag - ich bin bereit!

Ich freue mich schon auf den Frühling, obwohl der kalte Winter doch erst kommt!
Ende Jänner feiere ich Geburtstag, wieder einmal!
Die Tage werden jetzt schon länger, erst einen "Gelsenhuster", dann einen Hirschensprung" und bis zu meinem Geburtstag ist es schon eine Stund'.

Kommt, was kommen mag 2014 - doch am Ende möchte ich wieder sagen können:
"Ob gut oder schlecht das Jahr auch sei -
ein klein wenig Frühling war dennoch dabei!"
13 Antworten
Duft 9.0/10
Hilfreicher Kommentar    14 Auszeichnungen
Für alle Elfen und Elfenkönige
Irgendwo habe ich mal gelesen, Nummer 19 sei ein intellektueller Duft. Nun, man mag sich dadurch angesprochen fühlen oder auch nicht, aber es muss ja auch nicht immer ein Duft sein, der Sexappeal verströmt. Für mich ist Nummer 19 ein Duft, der durch Minimalismus und ein hohes Maß an Stil besticht.
Bei einigen Parfums, und so auch bei Nummer 19, habe ich das Gefühl der (Selbst-)Sicherheit und Stärke. Da kann die Welt um einen herum buchstäblich zusammenkrachen, man fühlt sich geerdet, mit beiden Füßen auf dem Boden der Tatsachen. Man fühlt sich im Einklang mit Mutter Natur, dem Quell allen Lebens.
Bereits beim Anblick des massiven, kantigen Glasflakons, in dem das Elexir hellgrün schimmert wie grüner Bernstein, in dem ein Sonnenstrahl sich fängt und Tropfen aus Licht erzeugt, ist die Richtung, der der Duft nehmen wird, klar. Aufgesprüht nun entfaltet sich zügig eine beinahe eisige Frische, zugleich herb und stilvoll abgerundet, wie man es von hervorragenden grünen Chypres her kennt. Und schon steht Alberich, der kleine Elfenkönig, eines Morgens am Ufer eines von prallem und sattem Moos umstandenen Waldsees, dessen Spiegel keine Welle bricht. Er ist zufrieden mit sich und der Welt. Der Tag kann kommen. Ich bin bereit, denkt er sich nun.
Der perfekte Duft für alle Anlässe, die einem im Grunde stilvoll erscheinen. Ein Besuch im Museum, in der Bibliothek, ein förmlicher Brunch am Sonntagvormittag. Es findet sich ja immer ein intellektueller Anlass *Zwinker*.
5 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    15 Auszeichnungen
Gloria Swanson als "Königin der Wälder"
Nachdem ich die moderne und ebenso grüne und pudrige Neuerscheinung No. 19 Poudre schon für gut befand, musste ich einen Test zum großen Klassiker No. 19 natürlich flott nachholen. Nach No.5 immerhin das berühmteste Chanel-Parfum.

So viel haben No. 19 Poudre und das Original gar nicht gemein... zumindest nicht auf den 1. Blick. Beide sind grün und pudrig. Aber No. 19 wirkt irgendwie wie eine gereifte Königin mit Erfahrung, Kühle und Weisheit. Etwas unterkühlt aber defintiv größeres Kino als die Wiesenprinzessin Poudre. No. 19 Poudre könnte in 30 Jahren vielleicht zu No. 19 heranwachsen und reifen wie ein guter Wein. No. 19 Poudre muss halt einfach noch viel Erfahrung und Wissen sammeln bei ihrer Mutter und gleichzeitig Vorbild.

Trotzdem sind beide sehr gut, sogar teilweise auch von modernen Männern gut tragbar! Gilt natürlich auch für No. 5. Aber mit dem geht es mir noch genauso wie einige Tage bei No. 19 - während ich bei anderen Düften nach 5 Stunden Test den Kommi beginnen kann und genug Eindrücke gesammelt habe, sind diese 2 Düfte (und so manch anderer Klassiker, z.B. auch Eternity von CK, also auch Mainstream-Parfums!) einfach nicht so schnell greifbar, erfassbar. Zu vielschichtig, fast schon Ehrfurcht einflößend. Noch dazu kommt meine geringere Erfahrung bei Frauen-Parfums. Wie wenn man 1-2 Tage am Set eines meisterhaften Blockbusters wäre - vom finalen Meisterwerk kriegt man so wohl recht wenig mit, geschweige denn einen Überblick.

No. 19 beginnt kalt, fast schon metallisch. Und schon recht viel Puder, welches bei der Neuinterpretation ja noch verstärkt wurde. Es werden Erinnerungen an die Infusions von Prada wach. Neroli, etwas Zitrus, in ganz zartes grün-gelb getaucht. Dann wird es stoppeliger mit den Rosen, welche aber rasiert und extrem geschmeidig gemacht werden durch Ylang Ylang und vor allem die spacke Iris. Gegen Ende wird es dann leicht holzig, bitter, moosig - ohne je von dem Sunset Boulevard des großen Auftrittes abzuweichen. Ein Parfum, wie Gloria Swanson in ihren besten Auftritten und Jahren!

Der Flakon ist ein Klassiker und Inbegriff des Parfums. Zwar einfach, aber zeitlos. Gehalten hat der Klassiker über 8 Stunden an meiner Haut und projeziert hat er recht gut, war aber auch sehr heiß.

Meine Erwartungen wurden erfüllt und wer wirklich gute Parfums noch schätzt und einen zeitlosen Allrounder sucht (egal ob Mann oder Frau), der kann an No. 19 nicht vorbeigehen. Wer es etwas moderner aber weniger kompliziert und perfekt wünscht, greift zu No. 19 Poudre!
4 Antworten
Duft 10.0/10
Sux
1 Auszeichnung
Klassisch schön
Seit Jahren mein Lieblingsduft. Auch wenn ich ihm zwischendurch untreu werde und meine zahlreichen anderen Düfte verwende..... Chanel No 19 ist einfach unschlagbar gut. Elegant sportlich mit einer würzig herben Unternote vielleicht? In meiner Umgebung wird der Duft sehr positiv wahrgenommen.
Duft 8.0/10
8 Auszeichnungen
unverhofft
Ein langer Abend bei Freunden. Zu vorgerueckter Stunde taumelte ich müde ins Bad und wurde dort mehrerer Flakons angesichtig. Schlaefrig griff ich nach dem vollsten , spruehte und war mit einem Knall wieder in der Gegenwart. Ich fuehlte mich erfrischt wie nach einem Sommerregen. Ein erstaunter Blick auf die schlichte Flasche: Chanel No.19. Zurück in froher Runde gestand ich der Gastgeberin, dass ich davon genippt habe. Sie fragte mich zweifelnd ob es mir gefiele, was ich innig bejahte. Sofort sprang sie auf und drueckte mir den Flakon in die Hand, mit der Bitte ihn mitzunehmen, da sie mit dem Duft so gar nichts anfangen koenne. Dankbar verabschiedeten wir uns voneinander - und No.19 hat bei mir ein gutes Zu hause gefunden. Noch immer ist er mein Mittel der Wahl gegen Lustlosigkeit und duestere Tage.
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    17 Auszeichnungen
endlich für immer
Als Teenie schenkte mir meine sehr chice und moderne Großtante hin und wieder Lippenstift- und Parfumproben. Das war für mich immer wie ein Fest! Irgendwann war darunter auch ein Miniaturfläschchen von Chanel No 19. Ein kleiner quadratischer Flakon mit einer grünen Flüssigkeit, die so gar nichts für mein jugendliches Näschen war.
Zu dieser Zeit, wir befinden uns in den 80er Jahren, fing ich ja überhaupt erst an, mich mit irgendetwas einzusprühen. Mein erster Duft damals war auch grün. Er hieß "dancing" und war aus der Serie dreier Teenie-Pop-Düfte von Ellen Betrix, die sich mit trendigen Namen in grellen Farben präsentierten und recht schnell wieder von der Bildfläche verschwanden.
Aber zurück zu Chanel. Irgendwie hat mir der kleine No 19-Flakon gefallen und vielleicht ahnte ich doch, dass es ein besonderer Duft ist - ich habe ihn jedenfalls aufgehoben.
Mit Anfang zwanzig ist er mir wieder in die Hände gefallen. Er hatte ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Trotzdem roch er noch so gut, dass ich ihn tatsächlich auf der ein oder anderen wilden Party getragen habe.
Wieder vergingen etliche Jahre, bis ich ihn vor kurzem noch einmal neu entdeckt habe.
Ein wunderbarer, ja, grüner Duft. Klar, edel, sehr harmonisch arrangiert und zeitlos. Er ist vielseitig und passt zu Jeans und Stiefeln genauso gut wie zu einem Kostüm mit Pumps.
Chanel No 19 hat es geschafft, sich über Jahrzehnte hinweg in meinem Geruchsgedächtnis zu manifestieren und ist jetzt endlich für immer bei mir angekommen. Ich liebe ihn!
Meine Großtante lebt noch. Sie ist mittlerweile Mitte 80 und immer noch chic und modern - Stil hält jung
2 Antworten
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    38 Auszeichnungen
Sie fehlt
Wenn ich sagen müsste, von wem ich groß gezogen wurde, dann waren es mein parfumloser Vater und No 19.
No 19 hat mir fast alles beigebracht, mich geprägt, mich getröstet, unterstützt. Wir haben gelacht, gestritten, Hörer aufgeknallt, geweint, Weihnachtsplätzchen gebacken, stundenlang telefoniert. No 19 war einfach immer da. No 19 war eine tolle Frau. Etwas zitrisch-herb, im Herzen voll und warm mit rosigem Ylang Ylang und stolz und aufrecht wie moosbewachsenes Zedernholz.
Vor 15 Jahren verstarb meine Mutter und damit war No 19 aus dem Haus verschwunden.

Erst vor kurzem stand ich in einer Parfumerie wieder plötzlich vor No 19. Warum steht meine Mutter da in einem Parfumregal rum? Und wer hat schon Lust nach 15 Jahren an seiner toten Mutter rumzuriechen?

Aber nach dem ersten Aufsprühen war sie da! Bzw. es waren die kläglichen körperlichen Überreste. Denn in den letzten Jahren ist mit ihr wohl auch einiges an No 19 gestorben und verloren gegangen. Was früher bei all dem Chypre wärmer, weicher, pudriger und eleganter war, ist heute frischer, grüner, süßer und ja, dabei auch etwas gefühl- und irgendwie seelenloser. Ob ich damit auch noch streiten und stundenlang telefonieren mag? Ich denke nein.

Keine Frage, No 19 ist immer noch ein grandioser Duft für großartige Frauen. Elegant, stilvoll, energisch, so zierlich wie selbstbewußt und voller Esprit. Und für alle Frauen, ob Mutter oder nicht, ein must have!

Dennoch. Sie fehlt.
8 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    28 Auszeichnungen
Viviane, die Herrin vom See
Wer die bekannte Arthussage kennt und den Film "Die Nebel von Avalon" gesehen hat, wird meinen Kommentar vielleicht auch bildhaft verfolgen können. Viviane spielt dort eine eindeutige Rolle und ihre Macht und Unnahbarkeit ist zweifellos zu erkennen. Sie bewahrt das Geheimnis Avalons und versucht, gemeinsam mit Merlin, das Unvermeidbare zu verhindern: den Untergang Avalons. Dabei ist ihr kein Preis zu hoch und keine Bürde zu schwer. Sie ist die Herrin des Sees und hätte es damals schon Chanel N°19 gegeben, hätte sie als einzige das Privileg gehabt, es zu tragen!
Aber vielleicht war es ja gerade sie, die diesen Duft schon lange trug, bevor er erschaffen wurde.
~
In meiner Hand halte ich einen Flakon mit dem Extrait N°19, dessen Inhalt mich in einem hellen Gelbgrün anblitzt. Ich nehme den Kristallglasstopfen ab und schnuppere am Flaschenhals. Ein grüner, leicht herber aber dennoch blumiger Duft strömt mir entgegen. Einen Tropfen des Extraits tupfe ich auf meinen Handrücken und führe ihn zu meiner Nase. Ich schließe meine Augen und gleite auf einem Ruderboot in eine Welt, die eigentlich gar nicht greifbar ist. Mein Weg führt nach Avalon ( keltisch: die Apfelinsel), ein grünes Paradies voller Mythen dass in einen Mantel des Nebels gehüllt wird.
Vor mir taucht eine wunderschöne blasse Gestalt aus der Tiefe, die der unnachahmlich grüne und herbe Duftschleier des Sees umgibt. Ihre weiße Haut ist kühl und frisch; ihre Aura unwiderstehlich anziehend und doch unnahbar. Viviane, die Herrin des Sees schreitet nun über die Wasseroberfläche und betritt das blühende Ufer. Sie verweilt einen Augenblick zwischen den blühenden Orangenbäumen, wo sie schon bald darauf von den stummen Priesterinnen der Insel umgeben wird, die sie salben und ölen. Sie bringen ihr Körbe gefüllt mit Blumen und schmücken ihr Haar damit. Doch trotz der berauschend duftenden Blüten und Öle, verliert sie nie diese gewisse Kühle, die sie aus dem See mitbrachte. Auch nicht am Abend, als die Sonne hinter der Insel untergeht und sie sich im moosigen Schatten des Gehölzes niederlässt...
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Fazit:
N°19 ist ein eleganter, grüner Duft voller Faszination. Die Weiblichkeit wird mit diesem Duft in einer kühlen und diszantierten Form betont, die eine gewisse Unnahbarkeit signalisiert. Man darf sich diese Unnahbarkeit aber weder in einer androgynen, schüchternen oder etwa harten Variante vorstellen. Eher ergibt sich in meiner Sicht das Bild einer selbstbewußten, unabhängigen Frau mit einem gewissen Sexappeal, die aber keineswegs den Eindruck vermittelt, erobert werden zu wollen. Eher könnte sie ihr Gegenüber mit dieser Duftaura einschüchtern und lähmen, um es dann in ihre Fänge zu nehmen, damit ein wenig zu spielen oder es direkt lebendig zu verschlingen! -> (Typ Gottesanbeterin!)
Also weder Lieschen Müller noch Fräulein Rottenmeier sind geeignete Trägerinnen für diesen Duft.
Dieser hier gehört in meinen Augen zu einer Dame, die weiß, was sie will und eigentlich auch bekommt, was sie will (... wenn sie es nicht schon längst hat).
Selbstbewußtsein, Stil und eine ganz natürliche Eleganz werden von diesem fantastischen Duft unterstrichen, ganz egal, ob "frau" nun Abendrobe, Zweiteiler oder schlichte Jeans trägt!

(Dieser Kommentar soll auf keinen Fall andeuten, dass es jenen Damen, die ihn nicht mögen, an Stil und Eleganz fehlt! Der persönliche Geschmack spielt ja bei der Auswahl des Duftes die größte Rolle!)
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Joe
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(K) ein Vergleich!
Auf Chanel No. 19 hat mich eigentlich erst der neue Duft No. 19 Poudré gebracht.
Den Kommentar dazu habe ich geschrieben und sowenig mich "der Neue" beeindrucken konnte,
umso mehr schwärme ich nun für den Klassiker!

Chanel mochte ich schon immer, meine Mutter trug Chanel No. 5,
ich selbst hatte von Antaeus über Égoïste und Platinum Égoïste bis zu Allure Homme
auch schon die meisten Klassiker mit mindestens einem Flakon über die Jahre in Verwendung.

Bis auf No. 5 beachtete ich bisher allerdings keinen der Damendüfte,
was mich eigentlich selbst etwas wundert!

Gerade die Nummer 19 hätte mir doch auffallen müssen...

Mit dezenter frischer Note beginnt dieser herrlich grüne Chypre.
Es folgen liebliche florale Akkorde von Hyazinthe in Kontrast zu erdigen herberen Duftnoten,
beinahe bitter aber durchaus angenehm feinharzig erkenne ich Galbanum.
Ein wunderschönes Blütenmeer wiegt seine Kelche im Frühlingswind:
Iris und Jasmin, Maiglöckchen und Narzisse sowie eine stolze Rose.
Dezentes Ylang-Ylang bringt etwas wärmere Süsse ins Spiel.
Der Duft steigert sich, wo dem Poudré längst der Atem ausgegangen ist!
Eine herrlich herbe Leder-Note, erdig-moosige und grüne Anklänge harmonieren mit balsamischen Holznoten, Moschus rundet die Komposition schliesslich meisterlich ab.

Auch bei der 19 sind durchaus pudrige Noten zu erkennen, sie sind jedoch weit raffinierter
in den Duft eingebracht und halten sich den Duftverlauf über angenehm dezent im Hintergrund.
Überhaupt ist No. 19 dem Neuen weit überlegen.

Wenn man den Poudré mit Nachsicht als nettes kleines Duftwässerchen bezeichnen mag,
so ist der Klassiker zweifelsfrei ein olfaktorisches Meisterwerk, ganz im Stile des Hauses Chanel...
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
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Gesucht-gefunden-gewartet
Die Geschichte beginnt eigentlich mit No. 5, einem sensationellen Duft, der aber meiner Omi "gehört".
Nach langem Grübeln und Probieren - Medusa, ich glaub, dich hab ich damit vor ein paar Wochen gequält. Danke fürs Ohr! - und Suchen, hab ich dann die No. 19 für mich gefunden. Irgendetwas erinnert mich hier an die No. 5, aber nicht an meine Omi. Und das ist wichtig für mich!

No 19 entwickelt sich auf meiner Haut nicht - es ist einfach da. Grün, blumig, herb, frisch mit einer feinen Ledernote. Es erinnert mich an einen Frühlingsregen, zu dieser Jahreszeit trage ich auch gern meine Lieblingslederjacke zum spazieren.

Und weil dieser Duft für mich etwas besonderes ist, hab ich ihn mir zum Geburtstag gewünscht. Ungeduldig wie ich bin, hab ich ihn mir dann doch schon vorher selber gekauft. Ich hätte aber auch kein Problem, wenn ich jetzt weitere Liter zum Geburtstag bekäme. No. 19 und ich gehören einfach zusammen!
Immerhin hab ich bis heute mit dem Auspacken gewartet (ist ja ein Geschenk, hab ich daher einpacken lassen im Laden), einen Tag vor meinem Geburtstag.
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Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
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Zurück zum klassischen Duft !
Chanel No. 19 - den Duft kenne ich fast so lange, wie ich denken kann. Deswegen war ich auch all' die Jahre nicht besonders interessiert an dem Duft - kenne ich schon, gibt's nicht was Neues ? Man meint etwas zu kennen und befasst sich nicht wirklich damit sondern stürzt sich auf jede vermeintliche Neuigkeit. Ein Fehler ! Denn ein Duft, der seit vierzig (!) Jahren auf dem Markt ist und immer noch neue LiebhaberInnen findet, spricht für sich.
Handwerkliche Qualität zahlt sich aus. Das Parfum stammt noch aus einer Zeit, in der noch nicht Düfte wie am Fließband produziert wurden und wirklich auf Qualität geachtet wurde (und nicht so sehr auf die Gestaltung des aufwändigen Flacons). So wie man vielleicht bestimmte, jahrzehntealte Filme sich immer wieder zu Gemüte führen kann, da so viel Sorgfalt angewandt wurde, so kann man sich an verschiedenen "alten" Düften auch nicht sattriechen. Für Chanel No. 5 bin ich leider nicht der Typ (obwohl der Duft natürlich großartig ist), aber Chanel No. 19 hat mich dann doch noch für sich gewinnen können.
Zum Duft: Er beginnt für heutige Verhältnisse recht ungewöhnlich, grün und so gar nicht verlockend anschmiegsam, eher etwas kratzbürstig. Davon bitte, liebe Parfumo's (vor allem die jüngeren) nicht abschrecken lassen ! Der Duft geht in die frisch-grün-blumige Richtung (rieche vor allem Iris und Orangenblüte heraus) und entwickelt sich mit der Zeit moosig-holzig. Der Duft wirkt elegant, fein und ein wenig "kühl", da alle Noten perfekt aufeinander abgestimmt sind. Ein Parfum, das nicht überall an jeder Ecke zu riechen ist und mit seinem Charme und dem so genannten "gewissen Etwas" besticht. Keine Angst, es riecht nicht nach "Oma". Es riecht nur dann nach "Oma", falls Eure Großmutter tatsächlich Chanel No. 19 benutzt haben sollte und ihr es deswegen mit ihr in Verbindung bringt. Meine besaß Tosca ...

Noch ein Detail zum Schluss: Madame Chanel hatte am 19. August Geburtstag, daher der Name No. 19.
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Duft 10.0/10
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Der Duft für den Atomkraftgegner
Ok, das ist jetzt etwas reißerisch. Aber dieser Duft ist einfach so herrlich grün und dreckig.
Aber von vorne.
Diesen Duft habe ich nun ein paar Mal auf der Haut probiert. Und irgendwie kommt es mir vor, als röche er jedes Mal anders. Vielleicht habe ich zwischen EdT und EdP gewechselt oder zwischen verschiedenen Versionen, keine Ahnung.
Heute habe ich mal drauf geachtet. Es war das EdP. Einmal in Knallgrün und einmal in Blassgrün. Bei der neuen, knallgrünen Version soll sich angeblich nur die Farbe geändert haben. Mir ist jetzt auch auf Anhieb kein signifikanter Unterschied aufgefallen. Aber ich habe beide auf denselben Arm gesprüht, mit ca. 8 cm Abstand, kann sich schon vermischt haben.

Irgendwie sehr schwer beschreibbar. In der Kopfnote (hier im Herz gelistet) rieche ich meistens deutliche Iris neben zitrischen Noten. Im Herz kommt dann etwas Blume, warme holzige Würze. Das Leder in der Pyramide kann ich nachvollziehen.
Der Duft besitzt auch etwas Animalisches, Dreckiges. Ich kann nicht sagen ob es Indolnoten von Jasmin, Maiglöckchen (?) und ggf. noch Narzisse sind. Wer weiß, vielleicht ist auch eine Miniportion Zibet mit im Spiel. Diese alle mag ich normalerweise überhaupt nicht, aber die Dosis macht das Gift. Hier ist es zusammen mit den grün-moosigen Noten einfach geil. Ich rieche noch eine warme Würze und etwas leicht Säuerliches, ein bisschen Mitsouko lugt hinter dem moosbewachsenem Baum hervor - vielleicht ist es das Eichenmoos - nur für mein Empfinden viel besser und tiefgründiger zumindest als das aktuelle (das alte kenn ich nicht). Ich würde ihn ebenfalls in die Kategorie von Estée Lauders "Private Collection" einsortieren.

Dies ist schon ein klassischer Duft, nix für 17-jährige Barbiepüppchen, aber auch beileibe kein Oma-Duft. Intensiv ist er und durch die warme Würze kein reiner Sommerduft. Ideal für den Waldspaziergang im Herbst durch modriges Unterholz. Vielleicht auch zum Pilzesammeln. Oder für den Job. Für eine starke, selbständige, emanzipierte, dominante Frau ab Mitte 30, die weiß, was sie will und die neben klarem Verstand ebenso ihre Intuition benutzt.
Ist dies nun ein unerotischer Duft? Eigentlich nicht. Das leicht Animalische und würzig-Pudrige gibt dem Duft einen gewissen Sex-Appeal. Aber zugegebenermaßen habe ich die Wirkung noch an keinem Mann erprobt, und es wäre auch nicht mein bevorzugter Verführungsduft.
Da würde ich lieber Kelly Calèche nehmen.

Noch ein Duft, den ich mal prophylaktisch auf die Wunschliste setze.

Nachtrag: Er ist jetzt mein und doch, er taugt als Verführungsduft (siehe Thread "Komplimente und Beleidigungen") ;)

Nachtrag 21.07.2011: Ich erhöhe und mache meinen ersten 100-er voll!
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Duft 10.0/10
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ich liebe chanel :)
ich bin ein absoluter chanel-fan...ich liiiiebe chanel-düfte :)
No.19 ist eins meiner Lieblingsparfums. alle düfte von chanel sind große klasse, aber dieses hier ist sehr besonders...auf eine ähnliche art und weise besonders wie No.5, aber trotzdem anders...die Maiglöckchen machen es einfach wundervoll...Maiglöckchen zusammen mit Moschus (moschus liebe ich auch) und Bergamotte :)
ach ich liebe es...es riecht frisch und nach Garten irgendwie, aber trotzdem sinnlich und reichhaltig und richtig edel...manchmal fühl ich mich mit 17 zu jung für chanel-düfte, aber bei dem hier hab ich mich sofort irgendwie zu Hause gefühlt :)
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Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Die Dame im grauen Flanellkostüm
Eigentlich muß sie sich nicht mehr beweisen. Sie ist jenseits der 40ig, hat alles erreicht, fast alles. Hat ihr Leben lang gearbeitet, trotzdem Kinder bekommen, sie groß gezogen und nebenbei Karriere gemacht. Das alles war nicht leicht.

Ihr Mann vertraute ihr, wenn sie No 19 auftrug und davon rauschte. Kuß und "Ich muß den Flieger kriegen!" Mit Chanel 19 wird keine Mutter sündig. Denkt er, denn das Zeug stinkt dermaßen nach Bergamotte und Galbanum, daß es Männer nur abturnt und bei Frauen dieses Alters sowieso. Er zieht die Latschen an, haut sich in seinen Sessel. Guten Flug Frauchen.

Das Frauchen landet in... packt noch heimlich die Lesebrille weg, denn sie hat schon eine gewisse Altersweitsichtigkeit, die Menschen jenseits der 40 manchmal haben. Sie wird abgeholt am Flughafen, stafft ihren Minirock (sie hat noch sehr schöne Beine) von ihrem 20 Jahre jüngerem Lover in spe. Sie umarmt ihn und umschmeichelt ihn mit den Blütennoten, die ihr ewiger und ignoranter Ehemann (Du riechst immer gut) nie zu schätzen wußte. Ein Iris und Maiglöckchenumschlag für den evtl. One night stand.

Der süße junge Mann umgarnt sie. Sie sieht auf die Uhr. Ist es Zeit die Hüllen fallen zu lassen? Denn unter dem grauen Kostüm trägt sie heiße Dessous, in pastellfarben und Strümpfe die nach Moschus und Leder riechen.

Sie geht raus auf die Terasse. Ein Zweig des Zederbaums schlägt ihr in´s Gesicht! Dieser Milchreisbubi ist es nicht wert, daß du alles auf´s Spiel setzt!

Sie packt alles zurück in ihre lederne Tasche, verpaßt dem vordringlichen Lover eine Keule mit dem Sandelholz und fliegt zurück nach Hause.

Da ist das Glück und die Sicherheit und sie erinnert sich an die Rosen und die Narzissen und denkt an eine vielleicht nächste Geschäftsreise..

Liebe und Widerspruch... einer der tollsten Chanels
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Duft 8.0/10
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fast perfekt
Diesen grünen und edlen Duft von Chanel wollte ich schon lange kennenlernen. Alles, was ich hier auf Parfumo darüber las, klang sehr verlockend.
Mich begeistert an diesem Duft die Verbindung aus Frische, Grün und ganz viel Cremigkeit. Das sind Eigenschaften, die ich an Düften sehr mag und freue mich daher, wenn sie gleich geballt auftreten. Dieser Duft passt nicht zu Frauen, die sich gerne im Mittelpunkt sehen. Nein dieser Duft hat dazu viel zu viel Stil und Understatement. Er eignet sich für Liebhaber von edlen Pflegedüften. Er ist auch ein idealer Duft für den Beruf d.h. überall dort, wo man seriös wirken möchte und eher die eigene Arbeitsleistung betonen möchte anstatt der eigenen Person d.h. keine Eitelkeiten zum Tragen bringen möchte.
No 19 ist fast perfekt, aber nur fast. Wenn da nicht irgendwo diese junge Ominote stecken würde. ich kann das nur auf das mir altbekannte und ungeliebte Eichenmoos zurückführen, der Duft von Mutti und Muttis Mutti und Muttis Muttis Mutti usw. Ganz nah auf meiner Haut stört mich diese Ominote. Zu Beginn riecht der Duft auf der Haut auch irgendwie säuerlich so en bischen wie ranzige Creme d.h. wie die getrockneten Cremereste an einer Tube oder einem Tiegel.
Eines steht fest, diesen Duft muss ich mindestens noch ein zweites Mal testen, um ihm gerecht zu werden. ich vermute fast, dass man sich hier auf die Duftaura konzentrieren muss und das mit einem Testtropfen nicht funktionert. Dieses Phänomen habe ich schon oft bei Düften festgestellt, denn sie duften oft viel angenehmer wenn man sich die Kleidung oder das Haar damit einsprüht als nur eine begrenzte Hautpartie.
Jedenfalls ist No 19 ein besonderer Duft, der mir auf Anhieb gefällt. Es bleibt nur die Frage offen, ob die Omi mit ihren alten Lederhandschuhen irgendwann mal in den Hintergrund rückt oder ob sie präsent bleiben möchte und damit dem Duft seine Jugend nimmt. Das muss ich unbedingt noch herausfinden und auch einmal das EdP testen, denn ich mag Düfte, de zu menem Alter passen und mch nicht älter machen. Diese Erfahrung hatte ich leider schon bei No 5, Miss Dior, Mitsouko und Joy gemacht. Und irgendwo darf sich der Duft in dieser Reihe mit etwas Abstand einordnen, denn er riecht schon nach Klassiker, und genau das ist der springende Punkt, wieso er erst mal ncht auf meiner Wunschliste landen wird.
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Duft 7.0/10
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Grün, eigenwillig
Chanel No 19 hatte ich mit Anfang 16. Meine Eltern wollten mir meinen Weihnachtswunsch erfüllen (Chanel No 5) und bekommen habe ich Chanel No 19.
Ich war natürlich enttäuscht, weil diese beiden Düfte völlig verschieden sind.

Zweimal habe ich es versucht, aber ich glaube die Maiglöckchen waren es dann, die mich dazu brachten das Parfüm weiterzuverschenken. Irgendwie war es so als ob man ein lebendiges, 10 Jahre älteres Kleid anzieht, das einem Show stiehlt....

Dieses Parfum passt zu einer sehr energischen, extrovertierten Persönlichkeit. Sehr grün und frisch, nicht feminin weich, aber auch nicht maskulin. Ein No-Nonsens Parfüm für eine Frau, die genau weiß, was sie will. Männer verführen gehört nicht dazu. Komischerweise fällt mir jetzt dazu Coco Chanel ein.
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Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
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No. 5?
Für mich roch dieser Duft am Anfang beinahe haargenau so wie No. 5. Nachher weicht er dann ab, aber diese merkwürdige Ähnlichkeit bleibt.

Wie auch No. 5 finde ich auch diesen Duft, gerade zu Anfang, extrem muffig. Also da ist meine Schmerzgrenze fast erreicht. Aber es dauert keine paar Minuten und der Duft wird richtig angenehm. Und ich bin durchaus bereit diese paar Minuten zu warten, denn der Duft ist es wert. (Bei No. 5 bin ich dagegen bekanntlich bis heute nicht ganz sicher ob sich das Warten lohnt.)

Er riecht wahnsinnig angenehm blumig und grün. Die perfekte Assoziation:
Tatsächlich der hier schon einmal genannte englische Park. Grüne Wiesen. Bäume. Parkbänke. Der Himmel ist grau. Der Wind frischt auf, kalt und rein. In dunkle Mäntel gekleidete Menschen halten ihre Regenschirme bereit. Dieser Duft erinnert mich an England. An London. Und an typisch englisches Wetter, welches ich so sehr liebe. Oh, das böse Fernweh ...

So schööön. Ja, so schön ist No. 19. Dabei riecht er außerdem sehr gepflegt und sauber.

Ich weiß nicht ob ich vielleicht etwas zu jung für diesen Duft bin ...?! Nein, das muss ich mir schnell wieder ausreden. Nein, nein, nein.
No. 19 ist No. 5 zu Anfang sehr ähnlich. Aber lasst euch nicht täuschen!

Nachtrag: Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass ich das EdT habe.
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Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
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klassisch und doch aussergewöhnlich
Es gibt Tage, da liebe ich meinen grauen Hosenanzug, dazu eine weiße Bluse zu meinem grauen Haar und Weissgoldschmuck. Das sind die Tage, an denen ich nichts Buntes, Lautes, Hektisches und Vordergründiges mag. Trotzdem sind das keine Graue-Maus-Tage, denn dann trage ich mit Vorliebe No.19 von Chanel sozusagen als Kontrapunkt.

Gepflegtes Understatement könnte vielleicht die passende Umschreibung sein für das Gefühl, das mir dieser Duft vermittelt.

Duftcrissi hat schon recht, er duftet grün, aber nicht einfach nach Wiese am Morgen, sondern erinnert mich eher an einem englischen Landschaftspark in dem sich eine elegante Abendgesellschaft zu einem five-o-clock-tea trifft, wobei es ja nicht unbedingt nur Tee sein muss, der genommen wird.
Duft 8.0/10
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Charlotte York aus Sex and the City...
Meine Mama hat No.19 von meinem Papa zum Geburtstag gekriegt. Sie hat nur ein einziges Parfum und schon seit immer: Chanel No.5
Da ist mein Vater natürlich ein Risiko eingegangen und meiner Mutter hat das Neue nicht gefallen.

Als ich wiedermal zu Besuch in Deutschland war, habe ich eine Veränderung in der (an)Zahl ihres Parfums festgestellt und sofort meine Neugier mit einem Spritzer gestillt...

Es roch in erster Linie nach Holz und noch mal Holz, nach Park, nach sommerfrischem Wald... vielleicht an einem Morgen, wenn sich die Autoabgase über Nacht gelegt haben, und Morgentau das Grüne noch befeuchtet, da richt man es besonders.

Ich habe es meiner Mutter abgequatscht. Ich habe ihr vorgeschwermt, dass wenn sie es nicht mag, würde No.19 zu meinem gelb-dunkelkhaki Joggingklamotten passen, wenn ich im Park laufen gehe...

So läuft da in unserem Park sportliche No.19. Aber perfekt würde es trotzdem zu keinem anderen Bild passen, als zum Bild der Charlotte aus Sex and The City. Sie ist edel, zart, die Frau schlechthin und trotz ihrer nach Manieren-Perfektion strebenden Art, ist sie beim Joggen und allem was dazu gehört in ihrem Element (ich erinnere mich zu gut an die Schuljahre, wo sich ausgeputzte Mädchen für Sport zu schade waren).

No.19 spricht dafür, dass das wahre Edle nicht an der perfekten Oberfläche enden muss, wie es vielleicht No.5 behaupten würde. No.19 geht weiter und schliesst die Vitalität des Körpers und des Geistes noch mit ein.

Ich bin nicht so edel und perfekt wie Charlotte, deshalb nicht 100% meins, aber es genügt, um sich mal so zu fühlen wie sie.
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Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
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Immer wieder gerne
Mit einer der besten Düfte von Chanel. Wobei ich die exklusiven, nur in Frankreich erhältlichen leider nicht kenne. No. 19 habe ich während meiner Disco-Hoch-Zeit (in den 70/80er Jahren) benutzt und war neben all den Charlie-Trägerinnen eine Exotin. Ich liebe diesen Duft eben weil er so ungewöhnlich ist und gerade der Auftakt ist das Besondere daran. Tatsächlich sehr grün, aber nicht grasig. Für No. 5 Liebhaberinnen wirklich nicht das Richtige.
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
3 Auszeichnungen
Meisterwerk von Henri Robert
Ich finde No.19 fast genau so gut wie No.5.
Am Anfang ist No.19 extrem grün und frisch (macht also der Farbe alle Ehre).
Die Komplexität des Duftes ist beeindruckend und er erinnert mich an einen frühen Sommer in einem nordeuropäischen Land.
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Duft 5.0/10
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nicht mein fall
nein .. kein gutes parfüm. gefällt mir überhaupt nicht. no. 5 ist viiiiel besser! das hier riecht sehr bizarr. ich finde, bei einem parfüm muss auch die kopfnote stimmen und sofort überzeugen. was bringt es mir, wenn die basisnote perfekt ist ..man aber beim aufsprühen anfänglich abgeneigt ist.

Statements

Mandelmaus vor 39 Tagen
Frisch gemähter Rasen auf adeligem, herrschaftlichem Anwesen; frische, kühle Morgenluft vom Regen der Nacht zuvor; feinste, edle Seife+7
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Melli9710 vor 12 Monaten
Eine Grande Dame der sattgrünen Cremedüfte, erhaben, eigenwillig, elegant...
Die Basis hält sich besonders in Kleidung sehr ausdauernd+6
Flakon 10.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Scimitar vor 21 Monaten
grün-cremig und zeitlos elegant, ein Duft wie ein Business-Kostüm, unnahbar und doch unglaublich weiblich, ein Duft für erwachsene Frauen+4
Flakon 10.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 7.5
Duft 9.0
Chardonnay vor 12 Monaten
Vintage Spray-Parfum: Die "70er-Hammond-Orgel" unter meinen Düften. Absolutes Nostalgie- und Wohlgefühl... N°19-Spray 15 ml abzugeben ... :-)+3
Flakon 10.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 10.0
Catwoman vor 13 Monaten
Aussergewöhnlich eleganter Allrounder, fühlt sichan wie eine zweite Haut, gibt mir Sicherheit und Highfeelings ohne Ende. Mein MUST !+2
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0

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