
Aliana
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Aliana
Top Rezension
23
Sein Charme kann über seine Impotenz nicht hinwegtäuschen
Ich habe ihn zum Weihnachten 2014 geschenkt bekommen und habe ihn fast 4 Monate lang nicht ausgepackt - weil ich mir die eventuelle Enttäuschung ersparen wollte. Dann, als es wärmer wurde, habe ich beschlossen, ihm eine Chance zu geben.
Ein vollständiger Sprühstoß auf meine Armbeuge.
Am Anfang ist der Duft wie verwirrt. Als wüssten die Duftteilchen jetzt gar nicht, was sie sollen.... Erstmals frei gelassen, stellen sie sich echt dumm, müssen sehr wahrscheinlich blinzeln, debil rum gucken und sich an das Tageslicht gewöhnen. So ca. 10 Minuten dauert das verdatterte Gackern, dann bringen sie endlich einen Duft zustande. Einen, der mich hoffnungsvoll aufhorchen lässt.
Er könnte was werden.
Er hat einen Zug, wie eine dunkle, herbe Praline, mit einer Orangencreme-Füllung. Auch wenn die Praline an sich dunkel ist, ist sie nur ein immer wieder kehrender, subtiler Duftfaden. Dunkel ist sonst nichts. Im Gegenteil. Der Duft hat die Selbe Farbe wie seine Flüssigkeit im Flakon.
So vergeht die Zeit, ich genieße diese leise Verheißung, rieche immer wieder an meiner Haut... Wir - ich und der Duft - scheinen irgendwie in einer Erwartungshaltung zu verharren. Ich erwarte, das er mal was wird. Keine Ahnung was. Vielleicht, dass die Teilchen mal was tun - wenn schon nicht einen Striptease hinlegen, dann zumindest mal die Hüften lockern. Aber vielleicht wartet der Duft, dass ich ihn mag dafür, was er jetzt schon ist, damit er seine Schüchternheit ablegen kann? Na, gut, ok. Ich nähere mich ihm, meine Nase stupst ihn freundlich, wohlwollend. Das scheint ihm Mut zu machen und er zeigt mit eine trockene, blumige Note. Eine überaus schöne. Nur das doofe ist, er zeigt sie mir nur, wenn ich bereit bin zu schmusen. Ansonsten ist er schon nach 3 Stunden praktisch verschwunden! Was soll das?!
Die Vorstellung endet, bevor ich mitbekommen habe, das sie begonnen hat? Sieht ganz so aus!
Ich stehe da und frage mich was ich mit diesem Parfüm machen soll. Mögen? Ihn beleidigt angucken? Weiter verschenken? Ist "nett" gut genug? Berechtigt mich das alles jetzt zu einer Enttäuschung?
Mein Problem mit diesem Duft ist, dass seine Duftkomponenten schön sind, aber homöopathisch dosiert. Wenn ich meine Nase nicht in meiner Armbeuge vergrabe, rieche ich ihn schwach, und das nur am Anfang.
Das nervt, ja, das ist enttäuschend. Ich finde, es ist nicht genug nur nett zu sein. Warum soll ich ihn anbaggern und mich mit seiner Impotenz abfinden? Habe ich nicht nötig.
Es ist immer dasselbe mit Yves Rocher-Düfte, ich habe es auch schon woanders geschrieben: Viele nette, gute Ansätze, und miese Präsenz und Haltbarkeit! Leute, tut mal was in der Flasche, verdammt noch mal! Geht es um Geld? Es gibt Firmen, da zahlt man das Gleiche und kriegt Parfüme, die halten. Mich interessiert es nicht was es kostet. Macht es 10 Mal so teuer, aber gut! Dann würde ich ihn mir selber kaufen. Ach, und lügt nicht beim Namen, wenn es nicht zu viel verlangt ist. Die Düfte sind zu gut um sie weg zu schmeißen, aber zu schwach um sie zu tragen. Ja, ich könnte nachsprühen. Das tue ich manchmal zuhause. Aber draußen vergesse ich es einfach. Ich gehe nicht raus, um zu kokettieren, ich gehe um was auch immer zu tun, aber nicht um nachzudenken, ob mein Parfüm noch hält.
Alle Yves Rocher Parfüme, die ich besitze, sind mir geschenkt worden. Aber irgendwie kann ich mir nicht verbieten doch ins Maul zu schauen. Vielleicht bin ich einfach nur zu undankbar....
So, das wäre es.
Ein vollständiger Sprühstoß auf meine Armbeuge.
Am Anfang ist der Duft wie verwirrt. Als wüssten die Duftteilchen jetzt gar nicht, was sie sollen.... Erstmals frei gelassen, stellen sie sich echt dumm, müssen sehr wahrscheinlich blinzeln, debil rum gucken und sich an das Tageslicht gewöhnen. So ca. 10 Minuten dauert das verdatterte Gackern, dann bringen sie endlich einen Duft zustande. Einen, der mich hoffnungsvoll aufhorchen lässt.
Er könnte was werden.
Er hat einen Zug, wie eine dunkle, herbe Praline, mit einer Orangencreme-Füllung. Auch wenn die Praline an sich dunkel ist, ist sie nur ein immer wieder kehrender, subtiler Duftfaden. Dunkel ist sonst nichts. Im Gegenteil. Der Duft hat die Selbe Farbe wie seine Flüssigkeit im Flakon.
So vergeht die Zeit, ich genieße diese leise Verheißung, rieche immer wieder an meiner Haut... Wir - ich und der Duft - scheinen irgendwie in einer Erwartungshaltung zu verharren. Ich erwarte, das er mal was wird. Keine Ahnung was. Vielleicht, dass die Teilchen mal was tun - wenn schon nicht einen Striptease hinlegen, dann zumindest mal die Hüften lockern. Aber vielleicht wartet der Duft, dass ich ihn mag dafür, was er jetzt schon ist, damit er seine Schüchternheit ablegen kann? Na, gut, ok. Ich nähere mich ihm, meine Nase stupst ihn freundlich, wohlwollend. Das scheint ihm Mut zu machen und er zeigt mit eine trockene, blumige Note. Eine überaus schöne. Nur das doofe ist, er zeigt sie mir nur, wenn ich bereit bin zu schmusen. Ansonsten ist er schon nach 3 Stunden praktisch verschwunden! Was soll das?!
Die Vorstellung endet, bevor ich mitbekommen habe, das sie begonnen hat? Sieht ganz so aus!
Ich stehe da und frage mich was ich mit diesem Parfüm machen soll. Mögen? Ihn beleidigt angucken? Weiter verschenken? Ist "nett" gut genug? Berechtigt mich das alles jetzt zu einer Enttäuschung?
Mein Problem mit diesem Duft ist, dass seine Duftkomponenten schön sind, aber homöopathisch dosiert. Wenn ich meine Nase nicht in meiner Armbeuge vergrabe, rieche ich ihn schwach, und das nur am Anfang.
Das nervt, ja, das ist enttäuschend. Ich finde, es ist nicht genug nur nett zu sein. Warum soll ich ihn anbaggern und mich mit seiner Impotenz abfinden? Habe ich nicht nötig.
Es ist immer dasselbe mit Yves Rocher-Düfte, ich habe es auch schon woanders geschrieben: Viele nette, gute Ansätze, und miese Präsenz und Haltbarkeit! Leute, tut mal was in der Flasche, verdammt noch mal! Geht es um Geld? Es gibt Firmen, da zahlt man das Gleiche und kriegt Parfüme, die halten. Mich interessiert es nicht was es kostet. Macht es 10 Mal so teuer, aber gut! Dann würde ich ihn mir selber kaufen. Ach, und lügt nicht beim Namen, wenn es nicht zu viel verlangt ist. Die Düfte sind zu gut um sie weg zu schmeißen, aber zu schwach um sie zu tragen. Ja, ich könnte nachsprühen. Das tue ich manchmal zuhause. Aber draußen vergesse ich es einfach. Ich gehe nicht raus, um zu kokettieren, ich gehe um was auch immer zu tun, aber nicht um nachzudenken, ob mein Parfüm noch hält.
Alle Yves Rocher Parfüme, die ich besitze, sind mir geschenkt worden. Aber irgendwie kann ich mir nicht verbieten doch ins Maul zu schauen. Vielleicht bin ich einfach nur zu undankbar....
So, das wäre es.
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