DarkWinterCS
DarkWinterCSs Blog
vor 11 Monaten - 26.09.2024
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Irrfahrt in die depressive Parfümwelt

Die letzten sechs Jahre bei Parfumo haben mir viel beschert. Neue Erfahrungen, Düfte, eine Entwicklung meiner Riechgewohnheiten und auch ein Gefühl von Genuss mit einem entsprechenden Sinn für ein Qualitätsbewusstsein, auch wenn es hier mal die ein oder andere Ausnahme gibt. Es wurde im Souk viel getauscht, verkauft und gekauft. Sicherlich ein Vorgang, der nicht nur mir zugeschrieben werden kann. Mittlerweile kann ich fast auf eine vierstellige Zahl an getesteten Düften schauen und mich fragen, was kommt danach?


Ist es nur noch ein Testen um zu testen? Oder findet man auch in neueren Kreationen einen tieferen Sinn, eine Leidenschaft für eine neue Note und wiederum eine Weiterentwicklung der Nase?


Seit langen frage ich mich, wo diese Frequentierung von Releases und Hypes noch hinführt, wenn sich so viele Düfte gerade in der Basis ähneln und langweilig werden. Der ein oder andere Duft steht zwar noch auf der gedanklichen Merkliste, doch werden die mich wirklich noch überzeugen? Werde ich vielleicht eher Freude an den Düften haben die ich schon kenne und wird von denen vielleicht einer einziehen?


Momentan überwiegt eher die Enttäuschung und spült eine parfümtechnische Depression in die Gedankenwelt, welche einem irgendwie die Lust auf das Hobby vermiest. Ob Cheapie, Designer, Designer-Nische, Nische, Indie oder Öle, momentan scheint nix richtig eine Begeisterung auszulösen. Manchmal findet man wenigsten den einen oder anderen Duft, der fast nostalgisch einen wunderbaren Duft zurückholt, wie Old Fashioned. Diese Düfte sind aber die Ausnahme und nicht die Regel. Ich kann fast behaupten, dass unter 100 getesteten vielleicht mal einer bis zwei dabei sind, die wirklich noch richtig gefallen und auch mal als Sammlungskandidat in Frage kommen. Man mag sich nicht vorstellen, wie schwer die Auswahl fällt, wenn man nochmals deutlich mehr unter der Nase hatte und die Ansprüche noch extremer werden.


Die Feststellung war zumindest, dass ich mich oftmals mit Designer-Nische am ehesten arrangieren kann. Hier wird mir eine DNA geboten, die mal abweicht von der puren Masse, die aber immer noch so tragbar im Alltag ist, dass sie mir auf Dauer zu kantig oder nervig ist. So gerne ich tatsächliche Nische oder Indies mag und diese erforsche, so selten könnte ich diese sinnvoll in meinen Alltag einbauen. Ebenso verhält es sich bei der praktikablen Umsetzung und Nutzung von Ölen, bei denen ich mir zu viele Gedanken darum machen würde, dass meine Kleidung sich verfärbt.


Irgendwo fehlt mir da in diesem Segment einfach wieder etwas, was mich umhaut, vollkommen sprachlos macht und dann auch meinen Alltag begleitet. Durch Zufall bekommt man mal irgendwo eine Wolke die einem gefällt um dann beim eigenen Test festzustellen, wie wenig der Duft auf der eigenen Haut funktioniert. Des durfte ich zum Beispiel mit Oud Eau de Parfum lernen. Dafür kann man vielleicht einfach mal bei Freunden etwas probieren, die einem erstmal sprachlos zurücklassen und doch eine Faszination auslösen wie Velvet Orchid Eau de Parfum.


Entscheidend für mich ist aber die Frage und/oder Feststellung, warum sich so viele Düfte gerade in ihrer Basis so oft gleichen müssen, sogar wie Zwillinge verkommen und damit so uninteressant für mich werden. Ob die aktuell von mir getesteten Dolce Melodia, "Erba Gold | XerJoff" Contralto, jeder Aaron Terence Hughes Duft (außer Boss Bastard) oder auch Initio und teilweise Xerjoff. Alles ähnelt sich irgendwie und versucht nicht über andere Noten mal eine neue Basis zu erschaffen.
Geht es tatsächlich nur noch darum mit Ambroxan und Synthi-Moschushölzer die Haltbarkeit ins unermessliche zu steigern und den Grundgedanken von Parfüm ad absurdum zu führen?

Anscheinen muss ich mich mehr den klassischeren Düften widmen, die etwas mehr Eingewöhnung bedürfen, die aber noch etwas Mut hatten. No. 007 war so einer, der mich doch irgendwie begeistern konnte. Selbst Balenciaga pour Homme Eau de Toilette zeigte mir, dass ich doch irgendwie mit Lavendel kann. Auch meine früheren Entdeckungen der Designer Nische wie "Black Tie | Celine", Sycomore (2016) Eau de Parfum und selbst Herod möchte ich nicht mehr missen. Das sind Düfte die so schön und doch tragbar zu gleich sind, mir auch noch nebenbei einen tollen Twist einer recht einfachen DNA geben.


Zurückbesinnen ist vielleicht mein Thema. Die Duftwelt wird sich nicht für mich ändern, aber vielleicht kann ich meine Duftwelt so ändern, dass sie wieder interessanter für mich wird. Vielleicht muss ein Nightclubbing , ein No. 007 oder selbst ein kantigerer "Mamluk | XerJoff" bei mir landen. Eine riesige Sammlung brauche ich nicht, nur eine gut sortierte Auswahl, die mich in allen Lagen und ambivalenten Phasen unterstützt und zufriedenstellt.
Denn irgendwo ist doch noch ein Licht am Ende des Hype- und Synthi-Moschus-Tunnels zu sehen.

Habt ihr vielleicht noch Düfte die ich mal anschauen könnte?

47 Antworten
BoriaschBoriasch vor 11 Monaten
Ist Aaron mittlerweile wirklich vollständig monoton geworden? Hatte eigentlich vor mir den anzuschauen, weil es seine Düfte bald in der EU gibt...
SpatzlSpatzl vor 11 Monaten
1
Ich kann dich gut verstehen. Das kann wirklich deprimieren, diese Entwicklung.
Ich habe mir die Mühe gemacht und deine Getestetliste durchgesehen.
Und ich wundere mich immer wieder, dass manche fast 1000 Düfte getestet haben, aber kein Guerlain Klassiker wie Jicky, L Heure Bleu, Mitsouko dabei ist. Die sind nach wie vor Weltklasse. Dass man keinen Santa Maria Novella darauf stehen hat, kann ich noch verstehen. Die hat man vielleicht einfach nicht auf dem Schirm.
Cala Rossa und Muschio z.B. u. a. in meiner Sammlung beeindruckten mich sehr. Wiederum die Perfumer H Düfte wären etwas moderner und sind eher "Flüsterdüfte".
Andererseits ist es natürlich absolut OK, sich einfach mal zurück zu lehnen und das genießen, was man hat und seiner Nase eine Pause zu gönnen.
KäseKäse vor 11 Monaten
1
Ich glaube, zumindest ein Stück weit resultiert dein Empfinden durch eine gewisse Testroutine. Das kann mit ein bisschen Pausieren oder Glück/Zufall, auf einmal doch paar tolle Düfte hintereinander zu testen, wieder behoben werden - zumindest bei mir habe ich das schon beobachtet.
Dass ändert nichts daran, dass bisweilen die Originalität bei Düften zu wünschen lässt.
MinigolfMinigolf vor 11 Monaten
4
Danke für Dein- wenn auch enttäuschtes- Resümee! Das mit den "Hyypes" finde ich auch sehr übertrieben. Und seit es "Influencer" gibt, was ja auf gut Deutsch einfach nur "Beeinflusser" sind- regt das den Massenrausch für bestimmte Duftkonzepte noch zusätzlich an. Auch das gegenseitige überbieten Wollen mit Sillagen und "DNA" und dergleichen, halte ich schlicht für "Heiße Luft", die den Genuss an Düften vergällen kann. Hat sich sattgerochen- oder die Nase ist überfüttert- und... und... und... Ich kann Dir gern zu "leiseren Düften" raten. Schau Dir mal die Jardin-Reihe von Hermès an. Oder die "Merveilles".. da findest Du "Leiseres mit Aussagekraft"
Oder einige "Lalique"-Düfte... :-))
Stella73Stella73 vor 11 Monaten
3
Es gäbe soviel zu Deinen Gedanken zu sagen...
Die Überflutung immer neuer Marken,
Trittbrettfahrern, die mit mittelmäßigen Produkten zu ambitionierten Preisen den Markt vollpumpen. Auch der xte Remix reicht wie oft auch in der Musik, nicht an das Original heran. Mittlerweile gewinnt man den Eindruck, wer früher beim Schmuckdesign nicht Erfolg hatte, probiert sich jetzt hier. Sicherlich gibt es Kreation, die aus dieser belanglosen Lieblosigkeit herausragen, um diese jedoch zu finden, vergeht einem durchaus die Lust.
ExUserExUser vor 11 Monaten
2
Der Vergleich mit der Musik ist sehr passend.
LuwaLuwa vor 11 Monaten
1
Bekanntes Problem, leider lässt die immense Begeisterung nach viel Erfahrung und Kenntnissen nach.
Einzelne Düfte habe ich keine, aber schaue dir ggf. mal dieser Duft-Häuser an, die zumindest ein etwas nischegeres Sortiment haben:
Slumberhouse
Adi ale Van
Autour du Parfum
Atelier des Ors
Filippo Sorcinelli
Hima Jomo
Les Indémodables
Map of the Heart
Olympic Orchids Artisan Perfumes
Zaharoff
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
Mit den meisten Marken davon bin ich schon in Berührung gekommen. Leider oftmals nicht im Alltag tragbar (für mich)
PoesiefannyPoesiefanny vor 11 Monaten
3
Mir ging das auch so, aber ohne das als deprimierend zu empfinden. Ich habe 2024 zwei teure Düfte gekauft, und drei gut gemachte Dupes. Das ist NICHTS im Vergleich zu den beiden Jahren vorher. Irgendwann muss sich eben auch mal wieder mit etwas anderem beschäftigen - außer, man macht sein Hobby zum Beruf ;-) Jede Sammlung kommt mal ins Stocken und wiederholt sich nur noch in Varianten ... genieß Deine Duftliebe, wenn DU es willst. Sie dient Dir und nicht DU ihr.- Was mich momentan triggert, ist es, literarische Reiseführer oder mir bekannte Landstriche und Stadtviertel mit Parfumkompositionen zu assoziieren. Das macht Spass.
DanehDaneh vor 11 Monaten
1
Du: "Die Duftwelt wird sich nicht für mich ändern, aber vielleicht kann ich meine Duftwelt so ändern, dass sie wieder interessanter für mich wird."
Zum Glück ändern sich mit der Zeit und den Erfahrungen viele der Vorlieben und Abneigungen (nur den wenigsten bleibt man auf Dauer teu). Und dann wird es in diesem riesigen Duftuniversum wieder spannend.
Extrem innovativ und ohne Chemiekeule, nur um ein Hersteller zu nennen, sind die Extraits von Auphorie.
GenovevaGenoveva vor 11 Monaten
Vielleicht wären die Duftwelten von Serge Lutens, Hima Jomo und Santa Maria Novella eine Reise wert?
ExUserExUser vor 11 Monaten
4
Mich packt bei dem Allermeisten, das derzeit aus der sogenannten Niche in zunehmender Frequenz auf den Markt geworfen und von Influencern belobhudelt wird das große Gähnen und das Testen macht mir immer weniger Spaß. Gefühlt werden nur noch altbekannte und erfolgreiche DNAs ein bisschen verschlimmbessert.
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
1
Ja so sieht’s aus…. Leider
ChrisPFChrisPF vor 11 Monaten
3
"Geht es tatsächlich nur noch darum mit Ambroxan und Synthi-Moschushölzer die Haltbarkeit ins unermessliche zu steigern und den Grundgedanken von Parfüm ad absurdum zu führen?"
Die Antwort lautet in sehr vielen Fällen leider "Ja". Das Thema wurde hier schon öfters diskutiert. Kurz zusammengefasst: Es geht um Maximierung der Gewinnmarge durch Einsparungen bei den Rohstoffen, aber auch um das Bedienen eines Marktes, in dem immer mehr Konsumenten und Influencer nach mehr Performance und noch mehr Performance schreien. Manchmal ist auch schlicht das IFRA Regularium schuld.
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
1
Eigentlich schade wie sich das entwickelt hat.
MantusMantus vor 11 Monaten
1
...Armani Privé - Iris Céladon - Giorgio Armani
Al-Kimiya - Oud et Bois - d' Orsay
Dans Paris - Celine
Cappadocia - Memo Paris
Ambre Royal - Ormonde Jayne
Arabesque - The Merchant Of Venice
Taklamakan - Stéphane Humbert Lucas
könnten vielleicht einen Test wert sein.
Mantus
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
Da hast aber viel gennant 👍
Da sind direkt mal 2-3 Stück auf der Merkliste gelandet.
MantusMantus vor 11 Monaten
1
Du sprichst mir aus der Seele, vor ungefähr 2 Jahren habe ich aktiv aufgehört Düfte zu testen, eben weil sie entweder ständig inflationär Lavendel reinpanschen müssen (sobald ich Lavendel lese, ist der Duft für einen Test konsequent für mich raus, oder solche aggressiven synthetischen Stoffe (Moschus, Ambrocenide etc.) verwenden, dass ich davon leider sogar aggressiv werde UND ich hatte tatsächlich noch nie in meinem Leben Kopfschmerzen - Nun kenne ich diese Schmerzform auch.
Aber es gibt sie, die guten Düfte, man muss sich nur überraschen lassen :-)
Andrea Maack - Coven
Pepel - Holynose
Sacreste - Laboratorio Olfattivo
L'Insomnuit - Robert Piguet
Woody Mood - Olfactive Studio
Insensé - Givenchy
L'Eau d'Issey pour Homme Noir Ambré - Issey Miyake
Paradise Found for Men - Roberto Cavalli
Scandinavian Crime - LM Parfums
Shalimar Souffle Intense - Guerlain
N°19 Poudré - Chanel
Dior Addict - Dior
Shalimar Millésime Tonka - Guerlain
Oriental Pearl - Shanghai Tang...
RoninRonin vor 11 Monaten
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Solche Phasen, wie Du sie beschreibst, kenne ich zu genüge. Ist aber schon länger her. Jetzt gehe ich recht entspannt durch die Parfumwelt: es mag sein, dass immer mehr sich ähnelnde generische Wässerchen auf den Markt kommen, die ihre mangelnde Originalität mit Performance übertünchen wollen. Ja und? Gleichzeitig kommt immer noch unglaublich viel Neues, Spannendes auf dem Markt. Und wenn das nicht reicht, gibt es noch genügend Parfums, die vor 10 Jahren oder früher raus gekommen sind, die ich noch nicht kenne oder damals irgendwie arg oberflächlich getestet habe.
GauletteGaulette vor 11 Monaten
Genau das. Mich ziehts grade wieder zu den Klassikern - aber nicht mehr, um heute festzustellen, das #1000 von patou heute zum Weglaufen ist und die rochas-familie sich arg geändert hat ... aber die Duftpausen auch über mehrere Jahre bringt in punkto Gedächtnis, Dufteindruck etc. überraschende neue Erkenntnisse.
BloodxclatBloodxclat vor 11 Monaten
5
Kann ich absolut nachvollziehen. Ich laufe schon gar nicht mehr in Nischen-Parfumerien rein, da mir die ganzen Nischen-Marken sowas von auf den Senkel gehen. Alter Wein in neuen Schläuchen. Ich habe meine paar Marken aus dem Artisan-Bereich die mich immer wieder flashen - bei denen bleibe ich. Bei denen fühle ich mich wohl und ich pflege zu den meisten auch persönlichen Kontakt. Das gibt mir ein ganz anderes Gefühl, letztendlich ist es auch "nur" ein Produkt welches ich kaufe, aber der Weg dorthin war erfüllender.
ChrisPFChrisPF vor 11 Monaten
Einfach aus Neugier: Welche Marken sind das?
AbscheBoAbscheBo vor 11 Monaten
Depression ist hier wie im wirklichen Leben auch eine Antwort auf eine anfängliche Manie. Bezüglich der Vielfalt muss man bedenken, dass die Duftorgel einfach nur eine bestimmte Anzahl Tasten und Harmonien hat. Hier wird im Parfümgeschäft seit Jahren das Alte mit kleinen Nuancen als Neues verkauft. Und dann kommt es schon mal zu diesem „Kennst Du einen, kennst Du alle Gefühl“. Nicht so tragisch, man hat ja schließlich noch mehrere 100 ml alte Schätzchen im Schrank, die auch wieder mal Aufmerksamkeit verdienen, anstatt immer dem vermeintlich Neuen hinterher zu laufen.
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
@AbscheBo
Das wäre natürlich auch mal ein Ansatz. Wobei ich es auf niemanden schieben könnte wenn’s scheiße duftet 😂😂😂
MourantMourant vor 11 Monaten
3
"Depression ist hier wie im wirklichen Leben auch eine Antwort auf eine anfängliche Manie."
Nein. Man muss nicht erst manisch sein, um eine Depression zu bekommen.
AbscheBoAbscheBo vor 11 Monaten
Übrigens, wenn Du mal wirklich was Neues machen willst, mach doch einen Parfumkurs, wo Du am Ende Deine eigenes Parfum mit nach Hause nimmst. Aktives Hobby, statt nur passiv auf was Neues zu warten. Ich melde mich auch gerade für so was an.
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
Das Problem kenn ich nicht mit meinen 5 Düften 😂
Aber das war zumindest vor 2020 alles etwas entspannter und auch abwechslungsreicher, da man weniger zugebombt wurde mit neuen Sachen die im Endeffekt aber nicht neu sind.
AlliageAlliage vor 11 Monaten
3
Für mich ist es ganz normal, dass ich nach gefühlt 100 getesteten Düften mich mal wieder in einen Duft verliebe. Ich habe da auch keine zu großen Erwartungen. Irgendwann matcht es dann halt wieder und die Freude ist groß. Einfach immer weitertesten und mit Freude abhaken - irgendwann kommt die neue Liebe ... dann, wenn man es am wenigsten erwartet ...
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
Ja so ist es sehr gut geschrieben. Daher war ich überrascht, dass mir der Floris recht gut gefiel
GerryGerry vor 11 Monaten
4
Das ist doch wie in der Mode. Plötzlich sehen alle gleich gekleidet aus, tragen aber unterschiedliche Marken und was sie tragen unterscheidet sich - aber eben nur in Details und im Preis. Im Gesamtbild ist aber alles gleich. Die ganze Fußgängerzone z. B. voller weißer Sneaker - ein Bild aber diverse Marken.
Ich teste zwar noch viele Düfte, finde aber auch kaum noch etwas, was wirklich neu ist. Selbst das, was hier gerne als Nische bezeichnet wird, gleicht sich mehr dem Mainstream an, ist halt nur teurer. Lichtblicke wie Lost Tribe sind da selten.
XyzXyzXyzXyz vor 11 Monaten
Was ich noch raten kann, ist ein Discovery Set von PK Perfumes USA .
A b s o l u t außergewöhnlich.
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
Ja das beschreibt es trefflich
TootsieTootsie vor 11 Monaten
1
Ich danke Dir für diesen nachdenklichen Text und wünsche Dir Neugier und Energie für die Fortsetzung Deiner Reise.
Manchmal findet sich ja auch beim Irrlichtern abseits des Weges etwas Wertvolles. In einem botanischen Garten eine bestimmte Blüte oder Pflanze entdecken, leidenschaftlich geriffelte Glasflakons sammeln, den kreativsten Papierteststreifen küren oder mit unbekannten Menschen ins Gespräch kommen und sie für die facettenreiche Welt der Düfte zu begeistern.
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
Der erste Schritt ist getan mit etwas grüneren Einflüssen wie in Nightclubbing oder 007. ich denke da gibts noch mehr zu entdecken
DoubsDoubs vor 11 Monaten
1
Ich hätte jetzt auch eine Duftpause vorgeschlagen.
Ansonsten hatte mich im letzten Jahr das Escentric Molecules Discovery Set begeistert, weil es mal eine interessante Abwechslung war. Vielleicht wäre das etwas für dich? 🤔
Insgesamt finde ich, dass nicht immer das Ziel sein muss, dass sm Ende ein Flakon einzieht. Manchmal ist es auch einfach spannend, neue Düfte kennen lernen und vielleicht eine Abfüllung aufzubrauchen. Deine Sammlung gefällt mir übrigens richtig gut! 😊
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
1
Das klingt interessant. Ich wage mich gerade nach und nach an Düfte ran die eigentlich weniger meins sind und bekomme dafür deutlich mehr zurück
PollitaPollita vor 11 Monaten
4
Puh, ja. Vor allem dieses Ambrocenide macht mir so vieles kaputt. Ich trage wieder verstärkt Klassiker. Da weiß ich, was ich bekomme.
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
Da bekomme ich zumindest mehr Abwechslung
GauletteGaulette vor 11 Monaten
2
Genau an diesem Punkt war ich vor 3 Jahren und habe eine konsequente Duftpause von meinen doch eher komplizierteren Lieblingsdüften eingelegt.
Und dabei einiges eher belangloses aufgebraucht.
Jetzt lerne ich meine Duftlieblinge neu kennen und entdecke nach und nach auch wieder die Klassiker, die mir in meiner Jugend verschlossen blieben.
Die Pause hat meiner Nase sehr gut getan.
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
Das ist cool. Ja diese Pausen hatte ich bisher auch mal in unregelmäßigen Abständen. Besonders nach dem ersten Jahr Parfumo habe ich ein halbes Jahr pausiert. Und durch aktuell auch andere Interessen schleicht das Parfümthema eher nur mit. Ich würde sogar wieder etwas tiefer einsteigen, sehe momentan aber auf Grund der wenigen Aha-Erlebnisse keinen Anlass.
DavdeDavde vor 11 Monaten
1
Kann da ziemlich mit dir mitfühlen, wenn auch nicht in so einem großen Ausmaß. Anfangs hab ich mir auch von jedem Duft, der mir halbwegs gefällt, einen Flakon geholt, jetzt will ich lieber eine kleinere Sammlung mit ausgewählten Düften haben. Bin immer auf der Suche nach Neuem, will im Gegenzug dann aber auch altes loswerden. Eine Marke, die mir das gegeben hat, was du beschreibst, ist Bortnikoff. Für mich sehr interessante DNAs, die nicht mainstreamig, aber dennoch gefällig und gut im Alltag tragbar sind.
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
Ja mir geht’s ähnlich. Die Sammlung möglichst klein halten. Maximal 8 Düfte und wenn mehr, dann muss was raus. Bei dem aktuellen Angebot finde ich aber nicht mehr so viel was es mir wert wäre.
XyzXyzXyzXyz vor 11 Monaten
7
Hi.- Ich glaube, du „m u s s t“ gar nichts. Klingt für mich eher so, als wärst du am natürlichen Punkt der Sättigung angekommen, wo du aufhörst zu sammeln und zu jagen und anfängst, in vollen Zügen zu genießen, was du hast. Ist natürlich schwierig, wenn man beruflich „Alltagsparfüms“ braucht und nicht einfach nur der Nase nach geht.
Aber da du auf Kleidung zu sprühen scheinst, kannst du doch dann auch wechseln und nach getaner Arbeit die weniger alltagstauglichen Düfte tragen.
Was ich schwieriger finde, ist der Druck, den ich da raushöre. (Solche Untertöne von Druck, Belastung und Schlimmerem liest man hier so oft, was ist das nur ??)
Wende dich doch mal mit ganzem Herzen deinen anderen Hobbies zu. Nimm diesen deinen Druck raus. Primärziel ist doch Spaß. Bitte verzeih mir, dass du meinen Berater-Reflex ausgelöst hast ^^
LG
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
@XyzXyz @Violaodorata
Könnte eine Idee sein. Momentan schleicht das Thema eigentlich auch nur nebenher auf Grund der Situation. Da lebe ich mich schon eher bei anderen Sachen aus. Die 1-2 Tests pro Tag sind schon paar Monate vorbei. Momentan ist es schon viel, wenn ich alle 2 Wochen mal eine neue Abfüllung bekomme.
ViolaodorataViolaodorata vor 11 Monaten
1
@XyzXyz: Perfekt formuliert. Mach mal Parfum Testpause. Wende Dich Anderem zu.
XyzXyzXyzXyz vor 11 Monaten
3
Ja, das mein ich doch. Hol dir grad mal ein paar Monate lang die Kicks woanders: Ich glaube, man braucht im Leben ein Abenteuer-Hobby, ein Aktivitäts-Hobby, ein Sammel-Hobby, ein Sport-Hobby und eins für stille Stunden (wenn du 1fach nur Ruhe brauchst, verletzt bist, Mistwetter ist, oder du krank bist). N u r Sammel-Hobbies etwa ist weniger empfehlenswert, liegt in der Natur der Sache.
DarkWinterCSDarkWinterCS vor 11 Monaten
1
Ne Druck nicht. Ich will das Thema auch wirklich als „Hobby“ am Leben halten. Das fällt mir bei der aktuellen Auswahl und dem Angebot aber zusehends schwerer. Müssen muss ich auch nichts, ich möchte nur gerne wieder was begeisterndes finden. 😉

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