Musc Ravageur von Editions de Parfums Frédéric Malle
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Musc Ravageur ist ein beliebtes Parfum von Editions de Parfums Frédéric Malle für Damen und Herren und erschien im Jahr 2000. Der Duft ist würzig-süß. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird von Estēe Lauder Companies vermarktet. Der Name bedeutet „Verheerender Moschus”.

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Parfümeur

Maurice Roucel

Duftnoten

Kopfnote KopfnoteBergamotte, Lavendel
Herznote HerznoteGewürznelke, Zimt
Basisnote BasisnoteGuajakholz, Moschus, Sandelholz, Tonkabohne, Vanille, Zeder

Bewertungen

Duft

7.9 (342 Bewertungen)

Haltbarkeit

8.8 (223 Bewertungen)

Sillage

7.7 (211 Bewertungen)

Flakon

7.5 (190 Bewertungen)
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 08.04.2017
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Kommentare

Flakon 8.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 6.0/10
Erstklassiger Kommentar    33 Auszeichnungen
Vielleicht nicht gerade U-Boot-Fahrer, aber…
Ein seltsamer Auftakt. Floral-ölig, ungefähr wie Heliotrop mit Ich-bin-Lavendel-Ambitionen, nur so recht weder das eine noch das andere. Nach einigen Sekunden melden sich zunächst schabendes Gewürz und dann eine animalische Vanille zu Wort. Dreckig ist sie und nunmehr paart sich auf eine leider weniger versaut-erotische als schlichtweg unangenehme Weise eine heliotropig-lavendelige Vor-Zimt-Attitüde mit einem Haufen Dreckwäsche. Vielleicht nicht gerade U-Boot-Fahrer-Unterbuxen, aber schon ein ziemlicher Muff. Mein vormaliger Heliotrop-und-Co-Eindruck driftet alsbald hilflos in Richtung Monster-Zimt, nämlich eine der süßlich-spitz-eugenoligen Varianten (die Angabe „Gewürznelke“ dürfte kein Zufall sein).

Das mischt sich meines Erachtens sehr, sehr unglücklich: Stinkiger Muff auf der einen und eine stechende, backaromenhafte Zimt-Vanille-Süße auf der anderen Seite. Mir fehlt es da am verbindenden Element. Dass am späten Vormittag eine wackere Zeder versuchen darf, die Angelegenheit zu belüften, ist per se erstmal eine gute Idee. Das klappt bloß nicht.

Gegen Mittag handelt es sich bei Musc Ravageur primär um eine Zimtgepieks-Bombe auf mehr oder minder latent stinkig-animalischer Unterlage. Die beiden in meiner Wahrnehmung ohnehin verunglückten Gegenpole verschieben sich also allenfalls ein bisschen - ein „Hm“ wird gleichsam durch ein alternatives „Hm“ ersetzt.

Am Nachmittag rieche ich vorrangig eine wächserne Vanille-Note. Sie wirkt kaum weniger backaroma-mäßig als der Zimt. Das Viehzeugs hat sich beruhigt, der Duft bleibt jedoch dunkel unterlegt. Noch ein bis zwei Stunden vergehen, bis – endlich – auch die Backaroma-Anwandlung zum Ende gelangt und einen wächsern-vanillig-holzigen Haut-Duft hinterlässt, dem ein leicht viehischer Rest das gewisse Etwas gibt. Das gefällt mir jetzt besser, denn es ist sozusagen eine Entscheidung getroffen. Leider kommt das allerdings arg spät. Immerhin begleitet mich was Wächsern-staubig-vanilliges zuverlässig bis in den Abend hinein. Uns wird für den stolzen Preis mithin jedenfalls eine ordentliche Haltbarkeit geboten.

Fazit: Ein einzelner beißender Geruch hätte mir genügt. Völlig verständlich, dass sich an Musc Ravageur die Geister scheiden.

Ich bedanke mich bei Gerdi für die Probe.
27 Antworten
Flakon 6.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    6 Auszeichnungen
Ohne Bachelor wird es schwer...............
Dieser Duft spielt ein Spiel mit mir, ich meine beim ersten Test vor ca. 6 Monaten hatte ich ihn schon abgeschrieben, da er zu dreckig roch, einfach zu animalisch.

Ca. 2 Monate später, d.h. ich hatte die gleiche Probe immer noch in meinem Schrank und dachte mir komm teste es noch einmal, vlt. hast du ja etwas falsch gemacht beim ersten Mal, und was soll ich da sagen? Der Auftakt war derselbe nur war er nach boah schieß mich tot nach ca. 15-30 Minuten ( denke ich ) so verführerisch ( Moschus+ Sandelholz+? )das ich meine vorherige Bewertung korrigiert habe.

Im Leben sieht man sich immer 2 Mal sagt man ja........bei MR kam es genauso und wieder ein Mal habe ich beim Einkauf die Probe mitgekriegt.
Und Heute war es wieder so weit, nur mit dem Unterschied das ich mir einen ganzen Tag für MR genommen habe um eine endgültige Note zu vergeben.

Bevor ich über den Duftverlauf schreibe möchte ich noch sagen, dass ich FM nicht etwas unterstellen möchte, aber ich bin mir nicht sicher ob die offiziele Duftpyramide so stimmt.

Der Auftakt: ( es handelt sich nur um meine Gedankengänge )
1-10 Sekunden: Mon Cherie Kirsche
10-15 Sekunde: Tauben A-A? Nein, aber etwas in diese Richtung.
15-20 Sekunde: Kamerunschaf oder ne Standartziege? Nein, das ist es auch nicht.
ab der 20- 25 Sekunde: Es stinkt nach den lustigsten Tieren der Welt.......Frettchen ( mind. zu 50 Prozent ), aber definitiv bei weitem nicht so unangenehm, aber denoch sehr stechend. Welche Art von Moschus ist das? Oder ist es doch die Kombination Bergamotte und Lavendel ( in Chemie war ich nie gut ).

Die goldene dritte Minute: Jetzt habe ich es.......getrocknete Entenscheiße ( hatte Mal Warzenenten ) ( mind.70%, Restl. 30% sind aber angenehm ).

Fazit bis hierhin: Eckelig, aber etwas anziehendes hat es.
Ich persönlich versuche mich oft in die Person gegenüber mich hinein zu versetzten, vor allem wenn ich einen Duft trage..........ein Beispiel, wenn jmd. diese Kopfnote an mir wahrnimmt, wird er das Weite suchen, da er/sie eher davon ausgehen wird das ich nach ziemlich alten eckeligen Schweiß rieche und nicht nach Frederic Mall MR.
Ich hingegen als MR Träger und mehr oder weniger als kleiner Parfümfan weiß die Qualität des Duftes besser zu schätzen..lange Rede kurzer Sinn...........möchte nicht unter die Leute mit dem Auftakt hier.

Nach ca. 30 Minuten:

Es wird milder und süsser ( ob Zimt als Hauptaktuer dafür zuständig ist oder was anderes, kann ich nicht beantworten ), brauche meine Nase kaum noch zu verziehen. Die Mon Cherie Kirsche nehme ich wieder wahr, nur mit weniger Alkohol.

Nach ca. 60 Minten:
Während ich draußen am Spazieren war, roch ich nun immer wieder ohne meine Hände zu heben das erotische von diesen Duft wovon wir doch alle schon Mal gelesen und gehört haben ( eher für die Männer, aber zwischenzeitlich könnte ich mir MR auch bei einer Dame vorstellen )......das muss doch nun der Moschus sein, der Moschus der die zwischenzeitlichen schlechten Phasen der ersten Stunde wieder jut macht, der Moschus der wie soll ich sagen????ab 18!..............einfach Genial oder doch sogar Perfekt? Aber leider hält sich diese Freude nicht alzu lange, nach ca 40 Minuten erinnert mich alles wieder an die Story mit den Enten ( nun 50/50 und nicht mehr 70/30).

Nach 3-4 Stunden ist es nur noch süss und leicht animalisch=ziemlich ok, mehr nicht.

Tipp:
-Hält man die Nase an das Handgelenk riecht es mindestens 2 Schulnoten schlechter als wenn man es aus der Distanz genießt.
-Im geschloßenem Raum ist MR nicht zu empfehlen, da die Sillage überdurschnittlich ist und wie wir alle wissen MR nicht Jedermanns Duft ist.
-Ganz klar, kein Duft für die sehr warmen Tage.

Haltbarkeit: Mind. 8 Stunden, aber mindestens.

Flakon: Ist mir eh egal, könnt ihr selber bewerten.

Bewertung: Es gibt so einige Strecken wo MR gank klar sehr gut ist, aber vor allem der Start ist ein no go, zumidest für mich als Mann, daher gibt es Punktabzüge.

Es tut mir Leid, ich weiß selber das dieser Kommentar schrecklich langweilig und lang ist, aber über diesen Parfüm kann man sich streiten und das wollte ich euch mitteilen.
Dass ich die einzelnen Duftnoten nicht alle kenne und keinen Parfümbachelorabschluss habe dürfte euch ja schon allen klar sein, aber selbst wenn ich den Master hätte bezweifle ich dass Musc Ravageur beschreiblich ist.
2 Antworten
Flakon 5.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    16 Auszeichnungen
Stillstand Mitternacht
MR ruft Begeisterung wach, aber eine weniger energische, vordergründig dramatische, energische, weniger geräuschvolle, und dies eben deshalb, weil der Duft die innersten Fasern des Herzens vibrieren lässt. Die Kopfnote ist still, aber stille Wasser sind tief. Bergamotte und Lavendel verhalten sich wie eine Raubkatze, leise, dabei gleichzeitig schlummernd kraftvoll und mächtig. Die Kopfnote schleicht und stellt eine schwere Vorahnung dar, trotz aller Schnörkellosigkeit ist der Auftakt allemal weich. Der Duft besticht durch seine Widerstandskraft, er ist ein eher passiver Duft, als ein Duft, der selber den Ton angeben würde. MR lässt die Nachtseiten seines Inneren sehen. Er ist alles andere als fiebrig oder rastlos, er ist mächtig aber still, wie eine lautlose Raubkatze.

Fast möchte ich die Passivität von MR als eine sonderbare Art von „Muff“ bezeichnen. Er stellt für mich einen großen Background dar, ohne dass es einen Vordergrund gebe. Nichts treibt MR voran, er scheint wie stehen geblieben. Wie eine mächtige Wanduhr, deren Pendel nicht mehr schwingt und auf Mitternacht steht.

Geduldig erstrahlt der Zimt, er bleibt haften und haften und haften. Traurig ist das Herz des Musc Ravageur, aber das macht nichts, wäre es anders, würde der Duft vielleicht niemandem nutzen. Auch der Zimt ist ermattet und platt. Dafür ein neuer mächtiger Hintergrund ohne Vordergrund. Als rufe der Duft einem zu: „Lass mich in mein Unglück rennen und belästige mich nicht mit dem Deinen.“ Es duftet ein beständiger dumpfer Schmerz, ein gewisser Unwille, sich der Außenwelt mitzuteilen. Eine Melancholie, die sich hinter Zimt verbirgt. Die unterdrückte animalische Note ist sich ihrer Verachtung der gemeinen Sinnenlust bewusst. Die MR angeborene Vornehmheit ist mit der animalischen Note gepaart und gebrochen. MR ist von zerknirschender Fertigkeit, handwerklich perfekt, allerdings grimmig introvertiert. MR ist ein Duft des unterdrückten Ausbruchs par excellence. Die Harmonie aus warmer Süße und warmer Würzigkeit wirkt wie zerstritten, ganz weich, ganz dreckig.

Die Originalität des Duftes ist von denkbar starkem Missmut. Er wirkt wie in Grau getränkt. Das Animalische ist grau in grau. Der Duft ist ein Knoten aus Süße und Würzigkeit, mit einem animalischen Seil verflochten.

Die in sich Gekehrtheit des Duftes wirkt auf mich wie eine Form des Selbstschutzes, seine Zurückgezogenheit als ein Schild gegen Rivalität, Eifersucht und Ungerechtigkeit. Der graue weiche Zimt verzehrt sich selber und gräbt sich in seine eigene würzige dreckige Süße. Aus diesem melodie- und freudlosem Duft weht uns ein eigener grausiger Geist an, der, was sich gegen ihn auflehnen möchte, mit eiserner Faust niederhält, dass dass wir gebannt sind und ohne zu murren MR bis zum Ende folgen.

Die Zeit läuft, der Duft vergeht immer mehr. Doch die dreckige Basis aus Vanille hat es in sich. Keine helle Puddingvanille, sondern eine Vanille wie ich sie aus Micallefs Vanille Cuir kenne. Dort ist es auch noch Tonkabohne, Zedernholz und Sandelholz in der Basis, wie in MR. Auch Zimt zeichnet die Herznote in VC. MR spielt nicht mehr, der Duft hat aufgehört, eine Kunst zu sein, MR ist ein Gefühl geworden. MR vergräbt sich in seiner grimmigen Verzweiflung, sie verzehrt den Duft, sie drückt ihn nieder. Wenn sie dann genug hat, wird sie müde und lässt von MR ab.
3 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.5/10
Erstklassiger Kommentar    18 Auszeichnungen
Wie warmer Atem in meinen Händen
Moschus, ursprünglich das Drüsensekret eines kleinen, hirschähnlichen Tieres, später ähnlich bei anderen Tierarten gefunden (darunter Ratten und Enten) und heute - aus gleichermaßen ethischen wie ökonomischen Gründen - fast ausschließlich synthetisch produziert, ist einer jener Duftstoffe, die stark polarisieren - wie dies auf viele originär animalische Substanzen zutrifft. So sehr das triebhaft Viehische den einen lockt, so stößt das ammoniaktrunken Animalische den anderen ab - der Grat zwischen beiden ist dabei so schmal, dass Moschusdüfte zu Recht als etwas schwierig gelten. Unter den verbreiteten Duftkomponenten erlebe ich nur Lilie als ähnlich polarisierend.

Ich mag Moschus. Lange habe ich verschiedene Moschusdüfte ausprobiert, wohlwollend erwogen, dann wieder verworfen. Mir gefällt dabei im Idealfall dieses Spannungsfeld zwischen der sich aufbäumenden, schwitzenden Kreatur und der dann köstlichen intimen Süße nach deren Zähmung. So bin ich eine Weile recht ziellos umhergeirrt zwischen brünftigen Alphatieren und allzu leicht gezähmten Lämmern - begraben unter zu viel Tonka und Vanille - habe mich mal hier, mal dort verloren, aber den für mich ideal arrangierten Moschus nicht gefunden. Und dann - recht überraschend - war er da, Musc Ravageur - weit weniger 'verheerend', als sein Name etwas großmäulig ankündigt, sondern betörend, und auf hinreißende, bis dato unerfahrene Art und Weise sehr persönlich und intim. Ein umwerfendes Lächeln nennt man im Französischen 'Sourire ravageur'.

Was ihn besonders macht, Malles bzw. Roucels Musc Ravageur, sind die Geschwindigkeit, die Lautstärke und sein - Timbre. Moschusdüfte neigen - Saint Laurents Kouros sei hier stellvertretend angeführt - zu einer meist nicht unerheblichen Präsenz, sind kraft- und körpervoll und oftmals mehr oder weniger stark sexualisiert. Der Moschus hier erscheint beinahe subtil, sofern Moschus subtil sein kann - er bringt etwas sehr Körpernahes, sehr Privates in einen eher leisen Duft von bemerkenswert nicht-raumgreifender Sillage. Er ist gleichsam wie meine eigene Wärme, wenn ich an einem kalten Wintertag in meine zusammengelegten Hände atme - gleichermaßen flüchtig wie voll Leben und dabei die Essenz meiner selbst. Ein Duft ist dies wie eine Decke riecht, in der ich lange geschlafen habe - und wie mein liebster Pullover für mich duftet. Gewürze, Hölzer und eine sachte mitschwingende Süße balancieren auf Augenhöhe mit dem namengebenden Moschus - und dass diese Balance aufrecht erhalten bleibt - vom Kopf bis zu seiner weichen und balsamisch-süßen Basis - macht diesen Duft gleichsam bemerkenswert wie sehr schön.

Fazit: ein Duft wie mein eigener, warmer Atem. Einer nur für mich.
5 Antworten
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    9 Auszeichnungen
vergesst die Reviews auf Youtube!
Musc Ravageur ist bislang meine größte Überraschung und bringt Zweifel in mir auf, ob die bekannten, internationalen Youtube-Reviewer nicht nur bezahlt werden um Parfums zu hypen, sondern auch um sie zu zerreissen. Jüngstes Beispiel, dieser Duft aus dem Hause Frederic Malle...
Er wurde vor allem im Auftakt als harsch beschrieben, animalisch schockierend, Namen wie Kouros waren im Raum, eine nicht erträgliche Nelkennote im Vordergrund, ein Beast dass einem den Hals zuschnürt, jemand hat als Vergleich eine getragene Unterhose mit Zimtkuchen genannt, jemand anders eine Schweissnote. Nun, gestern neben vielen anderen der Editions de Parfums Serie erstmalig aufgesprüht, erster Eindruck: Hääää???? Ich war auf alles vorbereitet und dachte mir, es wird mir gleich ein salmiak-lastiger Lebkuchen wie eine Dampflok in die Stirnhölen fahren. Nichts dergleichen, ein von der ersten Sekunde warmer, stimmiger und auf mich harmonisch wirkender Gewürzballen startet beihnahe frisch und zerlegt sich minütlich immer weiter in die dunkle Richtung. Ich war in der Tat schockiert und sprachlos, roch ca. 3Min. lang in kurzen Abständen daran und wollte krampfhaft versuchen herauszufinden, was hier animalisch sein soll, oder schmutzig oder gar harsch. Ich war davon schockiert, dass es hier absolut nichts schockierendes gab. Kouros hingegen hat mir fast die Galle in den Hals gehoben, als die Pisssoirnote eröffnete, nichts dergleichen ist hier am Start. Auch wiederspreche ich ganz massiv, dass es sich um einen Hass oder Liebe Duft handelt. Ich finde ihn gut, würde ihn aber persönlich nicht tragen wollen, ich kann das ganze Theater um ihn nur nicht nachvollziehen. Ein Meisterwerk ist er für mich ebenso wenig wie etwas womit man Leute belästigen kann. Nach ca. 1-2h riecht er wie Erbolarios Meheres den man aus Italien für ca. 20€ kaufen kann und der aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht. Alleine deshalb finde ich den Preis schwer rechtzufertigen, wenn man die beiden vergleicht. Mir erschliesst sich ebenso wenig wie Leute behaupten es wäre das beste was sie je gerochen hätten, als dass jemand behauptet das wäre ein Pantydropper, aber ebenso ist es auf keinen Fall ein Duft wie Kouros oder Amen etc., mit dem man Leuten olfaktorisch ins Gesicht schlagen kann. Er ist zwar komplex und er hat mindestens 3 Gesichter, wird sicher nicht der Liebling von Mainstreamfans, aber ich finde ihn nicht herausfordernd. Er hat ordentlich Tinte auf dem Füller, was heissen soll, sehr gute Ausdauer, ein gelungener Duft für den Christkindlmarkt und für mich in keiner Weise unangenehm, relativ unspektakuläre 70% von mir.
2 Antworten
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Italian Stallion in der Konditorei
"Italian Stallion in der Konditorei"

Also, ich habe ja eine furchtbare Schwäche für diese Kreationen von Frédéric Malle beziehungsweise für die seiner "Autoren". Bereits das Grundkonzept, im Bereich der Parfumkunst eine Art "Verlag" zu eröffnen, um dann nach und nach die größten Meister ihres Fachs einzuladen, verdient schon höchste Anerkennung. Zumal dieses Vorhaben deutlich erkennbar von dem fast schon als fanatisch zu bezeichnenden Bestreben getragen ist, einzigartige Werke auf höchstem Niveau zu kreieren.

Und so soll zunächst zitiert werden, was hier in diesem Forum zu diesen Werken geschrieben steht: "Die einzige Vorgabe seitens Frédéric Malle: Alle Schnörkel, alles Beiwerk, alles Überflüssige muss weg gelassen werden. Ziel ist ein absolut konsequentes, kompromissloses Komponieren auf der Spur eines gewünschten Eindrucks oder einer zentralen Note. Dafür werden möglichst optimale Vorraussetzungen geschaffen: Die Parfumeur/innen haben viel Zeit, keinen Druck, so gut wie unbeschränkte Auswahl an Zutaten. Frédéric Malles Ziel ist, ihnen größtmögliche Freiheit zu geben."

Man muss diese Werke nicht mögen, aber höchste Anerkennung verdienen sie allemal. Nur, wer nach dem zuvor Gesagten einfache Mainstream-Düfte erwartet, der wird fraglos enttäuscht sein. Es sind vielmehr Düfte, die ihren Träger herausfordern, mit denen man gleichsam arbeiten muss. Düfte, die von ihren spannenden Gegensätzen leben.

So auch "Musc Ravageur" des "Autors" Maurice Roucel. Doch wer ist dieser Maurice Rocel ?

Maurice Roucel begann 1973 nicht als Parfumeur, sondern vielmehr als Chemiker bei Chanel . Dort entdeckte er seine Liebe zum Parfum und begann seine Ausbildung unter Henri Robert. Seine profunden Vorkenntnisse auf dem Gebiet der Chemie prägten ihn von Anfang an: Denn bereits während seiner Ausbildung hatte er nämlich begonnen, jede Formel und jeden Rohstoff zu zerlegen und zu studieren. So erzählt man sich, dass sein halb chemischer, halb ästhetischer Blick auch heute noch seine Stärke ausmache. So hat er seinen einzigartigen Stil entwickeln können: Obgleich er stets bemüht ist, ein möglichst breites Spektrum an Duftkompositionen zu kreieren haben alle seine Werke den selben Ursprung: Die konsequente Suche nach der absoluten Sinnlichkeit unter dem Herausarbeiten des -nach seiner Auffassung- Wesentlichen, wobei er gerne mit Überdosierungen von Rohstoffen arbeitet. Demgemäß gibt es bei ihm keinen Platz für Substanzen, die er auf der Grundlage dieser konsequenten Philosophie als "unnötig" ansieht.

Deshalb bezeichnet sich Maurice Roucel selbst gerne als «Forscher, der in den Formeln spazieren geht». Auch hieran sieht man wieder seinen Hintergrund aus dem Bereich der Chemie, der sich wie ein "roter Faden" durch seine Werke zu ziehen scheint. So geht er bei der Komposition eines Duftes wie folgt vor: Er geht gerne von einer einzigen Note aus, deren Charakter er verändert, indem er konsequent Rohstoffe entfernt oder hinzufügt.

Nun aber zu "Musc Ravageur": Wie uns der Name schon sagt wird hier mit einem von Maurice Roucel's Lieblings-Rohstoffen gearbeitet: Dem Moschus.

Das Ganze beginnt zwar noch relativ "erfrischend" und damit (vorerst noch mal kurz) unkompliziert mit Bergamotte und Lavendel.

Doch dann ist auch recht schnell "Schluss mit lustig":
Ein ebenso dunkler wie orientalischer Moschus betritt als Hauptdarsteller die Bühne. Mir kommen Bilder in den Sinn von "Rocky" mit seinem Kampfnamen "The Italian Stallion", der italienische Hengst. Es ist aber kein umgangssprachlicher "Hengst" (Ihr wisst schon ...), sondern ein ebenso edles wie stolzes Tier. Daraus folgt, dass es sich auch nicht um den -vorsichtig gesagt- "ungeschliffenen Rohdiamant" von Rocky aus den Folgen 1 und 2 handelt, in denen er erst um die "Krone im Boxsport" kämpft. Nein, es ist schon eher der stolze Rocky aus Teil 4, wenn es gegen Drago zur Sache geht. Wie auch im Boxsport fließt bei Roucel's "Musc Ravageur" ordentlich Schweiß. Dieser Schweiß hat jedoch stets was Edles, zu keinem Zeitpunkt etwas Anrüchiges oder gar Schmuddeliges. Dafür ist er zu rein und zu stolz.
Nur begleitet von etwas Gewürznelke und irgendwo im Boxring glaube ich auch noch ein ebenso kleines wie putziges Räucherstäbchen erkennen zu können. Und das Ganze geht dann schon mal 'ne ganze Weile.

Und was geschieht dann ? Ja, dann setzt sich Rocky zur Ruhe und eröffnet eine Konditorei. Unversehens wechselt der Film: Man sieht nicht mehr zwei schwitzende, sich gegenseitig verprügelnde (muskelbepackte) Männerkörper auf der Leinwand. Vielmehr startet der 2001 erschienene Kinofilm "Chocolat": In diesem Film geht es um Vianne Rocher und ihre Tochter Anouk. Diese eröffnen in einem kleinen französischen Städtchen namens Lansquenet-sous-Tannes ein. Dort eröffnen sie eine Chocolatrie womit sie die geheimen Gelüste der Einheimischen wecken. Dem Bürgermeister dieses verschlafenen Städtchens sind die verführerischen Genüsse während der Fastenzeit jedoch äußerst suspekt und so dauert es auch nicht lange, bis dieser Vianne den Krieg erklärt. Natürlich endet das Ganze gut.

Aber genau in diese Chocolatrie fühlt man sich unvermittelt versetzt. Und Rocky ist auch gleich mit von der Partie: Es tummeln sich Unmengen von Zimt, Vanille und Schokolade. Letztere in Form von ganzen Legionen von Tonka-Bohnen, die den Eindruck edelster Zartbitter-Schokolade vermitteln.

Und wie lange geht das ? Na ja, zumindest länger als der Film dauert. Womöglich sogar länger als es gebraucht hat, den Film zu drehen. Ach, was sag' ich: In dieser Zeit hätte man alle Folgen von Rocky abdrehen können. Wie man sieht: Mangelnde Haltbarkeit ist also kein Kritikpunkt.

Ebensowenig wie der Flakon: Puristisch aber edel. Einfach schön !

Aber, was gibt es als Fazit zu sagen ?
Nun ja, eine spannende Idee, anhand von hochwertigsten Zutaten spannend und konsequent durchgezogen. Alle Achtung. Hierfür muss man dem großen Meister angesichts unzähliger moderner Mainstream-Düfte nicht nur höchste Anerkennung zollen sondern auch danken.

Zweifellos ein großes Meisterwerk. Würde ich es (womöglich täglich) tragen ? Eher nicht. Da halte ich es mit der Werbung von diesen "Fisherman's Friends": "Sind sie zu stark bist Du zu schwach." Bin ich wohl, denn ich finde sowohl das "Rocky-Epos" als auch den Film "Chocolat" sehr schön. Aber an einem einzigen Abend würde ich sie mir nicht zusammen ansehen.
6 Antworten
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 5.0/10
Ich fasse mich kurz...
denn die Vorkommentatoren haben sich ja schon hinlänglich ausgelassen. :-))

Anfangs etwas frisch, dann Zimt und Nelke bis zum Abwinken.
Darunter eindeutig pudriger Moschus und Süße. Später eher vanillig,
aber weiterhin zimtig-nelkig.

Meine Jungs sagen: Du riechst nach Popcorn.

Ich mag es nicht.

Da nehme ich lieber den Muschio Bianco von Acca Kappa.
3 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
6 Auszeichnungen
Allein die Dosis macht das Gift
Wie ich mal gelernt habe, geht dieses Sprichwort auf Paracelsus zurück. Und auch hier, in unserem Kontext, ist es hilfreich, richtig zu dosieren.

Bei einem, maximal zwei Sprühstößen entwickelt Musc Ravageur eine feine Frische, aus Bergamotte, Lavendel und Gewürznelke, die dann unerwartet lange anhält. Im Laufe der ersten zwei Stunden dunkelt sich MR deutlich ab, erreicht dabei aber keine drückende Schwere. Die Gewürznelken sind recht dominant, ich mag das, der Zimt bleibt vergleichsweise im Hintergrund, ich glaube auch Sternanis wahrzunehmen.

Vielleicht bin ich als Stadtkind auch nur nicht ausreichend vertraut mit tierischen Gerüchen – auf mich wirkt MR jedenfalls weder besonders animalisch noch ausgesprochen „dreckig“, vulgär oder lasziv. Sinnlich lasse ich gelten, auch strahlt MR eine einladende Intimität aus und eine wohlige Wärme. Es schwingt aber nichts zwingend Sexuelles mit (wie überhaupt des Meisters Bart im Foto am Verpackungskarton einschlägigere Assoziationen triggert als der Duft selbst).

Der Moschus trägt zu einer gewissen Pudrigkeit bei und bildet, gemeinsam mit den Hölzern und dem Vanilleaspekt, eine runde, cremige Basis, warm, balsamisch, fast wächsern, angenehm süß, dabei auch dezent herb. Die Haltbarkeit ist ausgezeichnet.

Meine anfänglichen Hinweise auf die Dosierung wieder aufnehmend: richtig dosiert ist MR problemlos tragbar und alltagstauglich. Und ein wirklich guter Duft.
3 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    12 Auszeichnungen
Von großen Erwartungen und grollenden Raubkatzen
Wenn man den Daten von fragrantica Glauben schenkt, ist "Musc Ravageur" der mit Abstand beliebteste Duft der Linie von Frédéric Malle. Es ist zweifelsohne jener, um den am meisten Hype betrieben wird, und wenn man so manchem Reviewer glauben will, sollten die Höschen nur so von den Frauenbeinen schnellen, sobald man sich mit "Musc Ravageur" einsprüht, und die Männer sollten der Duftwolke in Scharen folgen, ähnlich der äußerst unglücklichen Rattenpopulation von Hameln. Bei diesem Ruf und einem solchen Namen erwartete ich etwas zutiefst Animalisches, das olfaktorische Äquivalent zu einem grollenden Raubtier, ein gefährliches Biest, das sich ohne Umschweife auf die unteren Regionen stürzen will.

"Musc Ravageur" beginnt jedoch mit süßer, zitrischer Frische und Lavendel, nicht etwa der Duft eines blühenden Lavendelfeldes, sondern der aromatische Geruch der getrockneten Blüten. Sehr schnell vertrocknet die Zitrusnote und gesellt dem Lavendel den Geruch eines Räucherstäbchens hinzu, welches gerade entzündet wurdet und dessen Rauch man nahe an der Glut tief einatmet. Kein anderes Parfum vermag mir so deutlich den Eindruck von trockener Hitze zu vermitteln, wie es "Musc Ravageur" gelingt, und die Gewürze, die sich nun entfalten, unterstreichen diesen Eindruck nur. Medizinisch angehauchte Gewürznelke und wärmender Zimt, während man darunter bereits die versprochene animalische Note erahnen kann. Doch es ist kein Raubtierkäfig, den wir hier betreten, stattdessen vergraben wir die Nase in weiches Katzenfell am atmenden Tier. Es ist keine olfaktorische Kopie, vielmehr die Idee davon, welche in einen Duft umgesetzt wurde, gekleidet in Moschus und Wärme. Zu diesem Zeitpunkt zeigt sich "Musc Ravageur" kratzig, herb und widerspenstig, und erst als Lavendel und Räucherstäbchen zu einem Flüstern werden und schließlich ganz verstummen, legt dieses Parfum die Nackenhaare an und zeigt sich gefälliger.

Vanille nimmt nun die dominante Position ein, süß, dunkel, ölig und zugleich auch ein wenig salzig. Eine balsamische Note wie von Benzoin und die milchige Süße von Sandelholz nehmen dem Parfum etwas von seinem staubtrockenen Eindruck und wandeln ihn von aromatisch-kratzig zu weich und ambriert. Es ist diese beinahe schnurrende Basis aus Gewürzen, balsamischen Noten und warmen Fell, die mich "Musc Ravageur" lieben lässt und mit dem harschen Auftakt versöhnt. Dabei handelt es sich hier nicht um einen Hautduft, "Musc Ravageur" ist raumgreifend und umhüllt den Träger mit einer warmen Aura.

Es sind nicht Bilder von verschwitzten postkoitalen Körpern, die vor meinen inneren Auge entstehen, noch sehe ich eine gefährliche Raubkatze auf der Pirsch. Wenn "Musc Ravageur" eine Szene wäre, dann wäre es für mich eine Bengalkatze, die sich träge vor dem Kamin ausgestreckt hat und sich schnurrend die trockene Hitze auf den Pelz brennen lässt. Verdient "Musc Ravageur" seinen Ruf als Ladykiller? Nein, das denke ich nicht. Ist "Musc Ravageur" overhyped? Zweifelsohne. Und dennoch ist "Musc Ravageur" in meinen Augen ein großartiger Duft, ein großzügiger, beinahe primitiv anmutender Amber mit animalischen Anklängen, der ein wohliges Gefühl von Wärme verbreitet. Ich erwartete eine fauchende Raubkatze und bekam ein schnurrendes Kätzchen, und Maurice Roucel sei dafür gedankt.
3 Antworten
Duft 9.5/10
Hilfreicher Kommentar   
Kuscheliges Schmusetier
Nachdem ich durch einen lieben Parfumo in den "Genuss" ;) des Testens von original orientalischen Moschusdüften mit ziemlich stark animalischen Aspekten gekommen bin, war ich sehr gespannt auf Musc Ravageur. Zeigt er auch einen solch animalischen Aspekt, vielleicht aber in verträglicherer Form? Nein, ich merke davon nichts. In den orientalischen Moschusdüften riecht es wie ein überreifer Käse, der in der Sonne vor sich hinfließt oder den sich ein Sportler nach dem Marathon als Deodorant unter die Achsel schmiert. Ja, so abartig das klingt, so roch dieser Duft im Verlauf. Musc Ravageur zeigt keinerlei derartige Nuancen für mich, ist eher schon ein Gourmand. Ich vernehme eine köstliche Zimtnote, dazu etwas Gewürznelke und Vanille. Animalischer Moschus? Ich weiß nicht... der Duft hat eine ganz diffuse Note, etwas herbes, was das gourmandige abfedert. Aber meine Nase scheint einfach härtere Kaliber gewohnt zu sein.

Doch ich bin nicht enttäuscht, eher war es eine positive Überraschung. Für mich ein sehr leckerer Duft. Er wirkt rund und gelungen. Leider wird er zur Basis immer braver und wirkt dann irgendwann recht Mainstream. Das gibt Punktabzug.
7 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.5/10
Sehr hilfreicher Kommentar    13 Auszeichnungen
Ich gehe nur mit Unterhose in den Zoo
"Musc Ravageur" wird im Allgemeinen eine ziemlich animalische Note zugesprochen. Aber nein, ganz so schlimm ist es zum Glück nicht. Die Kopfnote ist zwar wirklich sehr gewöhnungsbedürftig und "streng", aber sie verfliegt auch sehr schnell. Danach gibt es vor allem eins zu riechen: Zimt, Zimt und nochmals Zimt. Vermischt mit etwas Vanille. Also die perfekte Zimtbombe für die kommende Weihnachtszeit und das fröhliche Glühwein-Trinken. Selten ist mir ein Duft untergekommen, mit dem ich so sehr das Attribut "warm" verbinde. Vielleicht nur noch bei "Ambre Narguile" und "Rochas Man". Somit kann man mit "Musc Ravageur" durchaus in den Zoo gehen, aber als Besucher und nicht als auszustellendes Exponat.

Dann noch, wie schon im Titel angedeutet, ein paar Worte zum nächsten Mythos, der ewigen Pantydropperei: Ich glaube, die meisten Höschen fallen nur dann, wenn man den schweren Flakon hineinstellt. Zwar kann ich mir durchaus vorstellen, dass die sinnlich-abstoßende Kombination aus leckerem Zimt und dreckigem Moschus so manche Hormoninnen (kleines Späßle am Rande) in Wallung bringt, allerdings halte ich den Hype, der im Internet um diesen Duft gemacht wird, für völlig übertrieben. Für mich ist das eine urbane Legende, mehr nicht. Keine Ahnung, wie sowas entstehen konnte. Viele andere Düfte kommen mindestens genauso gut an, das ist hoffentlich jedem klar.

Also, wird "Musc Ravageur" dann in meinen Hamsterkäfig, ääähm ich meine in meine Sammlung, einziehen? Ich weiß es noch nicht, die Chancen stehen aber verhältnismäßig gut, denn die Kreationen aus dem Hause Malle sind ja durchaus alle sehr edel...
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Flakon 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 6.0/10
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Smells like animalic spirit
Ein Liebling der Youtube-Fragrance-Reviewer ist ganz klar "Musc Ravageur", das mittlerweile allgemein einen Hype erlebt. Mich verwundert das auch nicht. Mit Maurice Roucel gab sich ein Altmeister die Ehre und der hat uns schon "Rochas Man" und "New Haarlem" geschenkt - also zwei Gourmands, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

"Musc Ravageur" schlägt auf dem Papier zumindest in eine ähnliche Kerbe. Tonkabohne, Vanille und Zimt. Dass hier ein "ich will da reinbeißen" Faktor mit im Spiel ist, sieht ein Blinder. Diese Kombo steigert den Appetit zusätzlich und ist neben dem Parfümeur und seine bekannten Werke ein weiterer Grund, weshalb mich der Hype nicht verwundert.

Nun wird aber eben Musk bzw. Moschus auch etwas verheerend vom Namen her. So kommt es auch, wir laufen in der Tat an einer Tier-Herde vorbei. Ob das animalisch sexy ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Animalisch ist es jedenfalls und weil Moschus im Spiel ist, wird es gerne schnell mit sexuellem Lustempfinden in Verbindung gebracht. Lockstoffe und so weiter, das kennt man ja. Auch dieser Faktor schadet dem Hype rund um "Musc Ravageur" sicherlich nicht.

Die große Frage ist nun, ob sexy wirkend hier auch sexy sein ist. Im Grunde ist das Parfüm recht geradlinig bzw. einfach gegliedert. Drei Bausteine spielen eine entscheidende Rolle. Vanille, Zimt und die Tonkabohne gehören zur schmackhaften Fraktion, die durch etwas Zeder in der Basis herber als gewöhnlich lieblicher daherkommt. Die größte Aura bei den Gewürzen hat klar die Nelke. Sie sticht immer etwas davon heraus und verbreitet ihren wärmenden Charakter, irgendwie kommt bei mir auch das gleiche Gefühl auf, als wenn man sie kauen würde. Das ist leicht betäubend. Der dritte große Baustein ist das verheerende Moschus, was hier wirklich einen tierischen Charakter versprüht.

Für meinen Geschmack etwas zu sehr. Ich bin kein Fan von "fantastic animal". Hinzu kommt, dass die schön dunkle Gourmand-Note meiner Meinung nach recht deutlich von der wärmenden Gewürznelke betäubt wird. Das erinnert mich als Gesamtkomposition vielmehr an ein edles Öl für Keramik-Duftspender. Mein Fall ist "Musc Ravageur" insofern nicht ganz, gleichwohl ich mir das Parfum im Winter sehr gut vorstellen kann - der wärmende Charakter in Verbindung mit den dunklen Gourmand-Noten hat hier sicherlich eine tolle Aura in kälteren Tagen. Insofern überwiegt aus meiner Sicht zwar der Schein, aber Sein kann man nicht absprechen, wenn man mit der animalischen Art und Weise und der stärkeren Gewichtung auf die Gewürznelke klarkommt. Ich hätte mehr die Gourmand-Noten für sich wirken lassen, denn diese Kombination funktioniert ausgezeichnet. So hält sich meine Begeisterung in Grenzen.
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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niom niom niom... Aufgegessen :) - Zimt regiert die Welt!
Zu meinem 300. Kommentar musste natürlich was besonderes her, daher habe ich in letzter Zeit ausführlich dieses kleinem Machwerk getestet. "Pantydropper" , "Taschenmonster" und "Meisterwerk" - vieles aus vorherigen Kommentaren schoss mir durch den Kopf und alles stimmt auf seine Weise.

Erst mal ein großes Lob an Frederic Malle, der den Parfumeuren mit seiner Parfum Serie wirklich ein Sprungbrett für Außergewöhnliches liefert. Glaube Musc Ravageur ist nicht der einzige Schatz in seinem Oevre und habe einige tolle Proben zu Hause die es zu ertesten gibt. Aber wahrscheinlich wird mit dieser Parfumlinie noch lange Zeit der Name Musc Ravageur in Verbrindung gebracht, dadieser nicht nur einer der ersten der Linie war, sondern auch gehörig von einer dicken Fanbase geliebt und gehypt wird. Aber ist der Hype gerechtfertigt?

Ich neige ganz klar zu ja und könnte die Fanbase und den Hype noch erweitern. Man muss sich auf jeden Fall Zeit nehmen zum Testen und alle Facetten des Duftes überhaupt zu begreifen. Er ist dunkel, zimtig, würzig, lecker und bestialisch/animalisch zugleich. Eine kleine Taschenbombe die man mit Bedacht zünden muss und nicht zu stark dosieren. Zimt mit einem Schuß Nelke und Bergamotte, weihnachtliche Stimmung macht sich breit. Recht penetrant und ganz klar sexy. Auf eigene Art und Weise und nicht klassisch sexy, sondern verrucht, stark, etwas mehr zu maskulin tendierend. Am Ende gibt es dann eine abrundende Holz, Moschus, Vanille-Mischung die auch nicht unscharf daherkommt. Sehr dick, raumgreifend und selbstbewusst. Wer Zimt mag und Weihnachten schon früh zu sich holen will, muss sich an dieses Wässerchen halten. Eine Mischung aus süßen Vanillebombern ala Rochas Man und dem grandiosen Gucci PHI. Geil und komplex.
Bin gespannt wie andere hochklassige und hochpreisige moderne Klassiker wie Andy Tauer L'air Marocain da gegen anstinken. Chergui, Gucci PH und Musc Ravageur, alle von mir in letzter Zeit getestet, sind grandiose Werke und zu Recht so beliebt!

Der Flakon, wie alle der Reihe, ist einfach und erinnert an Apotheke. Weiß nicht ob die schön oder zeitlos sind, aber sie verkörpern schon direkt dem geneigten Käufer wie viel an den Düften getüftelt wurde. Die Haltbarkeit ist ideal und man kann von einem Parfum nicht mehr als 12 Stunden erwarten. Noch mehr wäre schon fast nicht mehr gut, wenn man länger als 1 Tag danach riecht. Denn wir wollen ja Abwechslung und Rotation. Die Sillage ist anfangs sehr stark und fällt auch im Verlauf nie unter die Mittelklasse.

Ein weiterer Oriantal-Gourmand der seinem Ruf alle Ehre macht und mich, als Liebhaber dieser Richtung, mehr als glücklich macht. Der bleibt defintiv in der Wunschliste, auch wenn die Preise der Malle-Serie fast so hoch gegriffen sind wie die gebotene Qualität. Ich bins bereit zu zahlen!
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Baby-Dzing entlaufen!
Also, Bergamotte und Lavendel habe ich irgendwie völlig anders in meiner Dufterinnerung. Davon war und ist auf meiner Haut nichts zu Riechen. Aber dafür nehme ich sehr deutlich eine, fast schon an Dzing erinnernde, animalische Grundstimmung wahr.

Eine Kopfnote entwickelt MR auf meiner Haut nicht und süßlich, oder gar gourmandig will er auch nicht werden. MR bleibt konsequent beim Tier, aber in einer angenehmen Variante.

Der Duftverlauf zeigt ebenfalls kaum Veränderung auf. Kaum hat man das Baby-Dzing von der Kette gelassen, markiert es auch schon fröhlich vor sich hin, bis ihm der Moschus ausgeht. Ich vermute, dass die Gewürznelke in Verbindung mit dem Moschus bei mir besagten Tiereffekt hervorruft. Erst nach Stunden legt sich die nicht unangenehme Kleintiernote und über bleibt ein schöner Vanille-Holzakkord.

Da wo mir Dzing eine Spur zu heftig war, hat Herr Roucel die animalische Note sehr gut ausbalanciert. Sie macht MR kantig, aber dennoch gut tragbar, vorausgesetzt natürlich, man mag das.
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 6.0/10
Joe
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Kille Kille mit viel Zimt und viel Vanille...
Musk Ravageur:
zerstörendes Moschus?
verstörendes, schädliches, verheerendes?
Na was auch immer!

Ich liebe jedenfalls Zimtsterne und in meinen Kaffee kommt auch gerne mal ne Priese
vom lecker Lebkuchengewürz!
Moschussig das Ganze vom Malle (nicht verwandt oder verschwägert mit gleichnahmiger Insel...)
Gelobt oder zu-Boden-kritisiert polarisiert dieses Düftchen offenbar die Parfumo-Nasen-Hasen!

Seine Nähe zu anderen gourmandigen Düften kann man nicht abstreiten,
auch ich assoziere u.a. Gucci pour Homme und Lui von Rochas.
Wer diese Düfte mag und verwendet, wird mit dem Musk Ravageur glücklich,
braucht ihn aber auch nicht unbedingt...

"MR" ist vorallem sehr cremig-süss und ausgesprochen zimtig-vanillig.
Die anderen Duftnoten haben einen schweren Stand, Lavendel und Bergamotte lassen sich daher, wenn überhaupt, nur in Spuren ausmachen.
Die holzige Basis hält sich ebenfalls sehr im Hintergrund.

Der Duft ist dennoch gut komponiert, aber nicht unbedingt ein Highlight in der Gourmetabteilung.
Zum recht selbstbewussten Preis sage ich besser nichts...
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Duft 9.0/10
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Ich kaufe ein L und möchte lösen
Hatte ich erwähnt, dass in meiner Nase alle Malle Kreationen Kopien sind? Ok, teure Kopien. Ok, teure Kopien die eher aufm Markt waren als die, mit denen ich sie vergleiche. Keine Ahnung, wie die das gemacht haben.

Musc Ravageur ist Lempicka's L; aber von vorne bis hinten hin. Nicht intensiver, nicht luschiger, nicht vanilliger, nicht unsalziger, nicht zimtiger und schon gar nicht nicht sexynesser.

Hier trennt sich die Userschaft in Spreu und Weizen; (nein, nicht in Lavendel und Gewürznelke, denn die sind hier nicht drin.. und Zeder schon'mal gar nicht)
..denn wer hier das zehn mal teurere Exemplar meint besitzen zu müssen, hat entweder aus Unkenntnis vom Klon, zuviel Geld auf der Sparkasse oder beim Malle-Sale zugeschlagen.
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 5.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Mon Dieu, hier werden keine Gefangenen gemacht
This storm is beautiful
It breaks the breakable
It blows unstoppable
They had claimed victory
They look so stupid now
It's ashes in their mouths

There are new soft people
For the new soft winters
But they cannot touch us
I was taught not to cry
I do not need to cry
I can hold myself inside

So today is a good day
Today is a good day

(New Model Army: Today Is A good Day)
-------------------------------------------------------------------

Endzeitstimmung, wieder mal. Die Eschatologie des Moments ist fast greifbar. Niemand redet. Anspannung, keine Nervösität. Angst kommt nicht auf, die eingeschliffenen Routinen greifen: Die Körper werden mit Zimt- und Nelkenöl eingerieben. Die warme Aromatik des Zimts ist für Orks ein bestialischer Gestank. Das Eugenol des Nelkenöls wirkt antiseptisch und da diesen Tag niemand ohne Wunden überleben wird – wer ihn überhaut überleben sollte –, ist dies ein probates Mittel gegen Infektionen. Welcher Kampfesheld will schon im Bett sterben? Ehrensache, dass die Rüstungen nicht gereinigt wurden. Beim Anlegen schlägt den Kriegern der Geruch des Schweißes unzähliger Schlachten, verbunden mit etwas Blut und Urin, entgegen. Aragorn und Gimli schauen zu Legolas hinüber. Natürlich, die Elben haben ihre eigene Routine. Nach einem Bad mit weißen Blüten aus dem Bruchtal trägt er frisch gereinigtes und poliertes Rüstzeug. Die Schlacht beginnt …

Ich nehme mein Urteil über „Musc Ravageur“ vorweg: Obwohl mir Viggo Mortensen als immer etwas misanthropisch dreinblickender Aragorn näher ist als Orlando Blooms Legolas-Interpretation mag ich lieber wie letzterer riechen.

Die natürlichen Quellen für die Moschusgewinnung stehen unter Artenschutz und deren Geruchskomponenten sind nur sehr schwer (= teuer) synthetisch zugänglich. Daher ist praktisch alles, was wir als Moschus vor die Nase bekommen, Teil einer großen Auswahl synthetischer Komponenten, die moschusähnlich riechen, aber chemisch etwas anderes sind. Natürlicher Moschus reicht gar nicht so animalisch wie gemeinhin angenommen (das sind wohl eher Zibet, Bibergeil u.ä.), sondern eher „hautähnlich“. Die synthetischen Komponenten decken eher einen Bereich ab, der noch etwas sauberer riecht als Moschus natürlichen Ursprungs. Sehr beliebt in Parfüms ist zurzeit genau diese Sauberrichtung, die gerne unter dem Oberbegriff „Weißer Moschus“ zusammen gefasst wird. Die Beliebtheit erklärt sich auch daraus, dass bereits seit ca. 50 Jahren die günstig erhältlichen Vertreter des „weißen Moschus“ in den USA als Waschmittelzusatzstoff Verwendung finden. Folglich assoziieren Amerikaner mit Moschus saubere Wäsche, während Europäer eher an den Duft von weicher Haut denken. Nun sind in Amerika frische, saubere Düfte noch populärer als in der alten Welt, wo bei einem Parfüm auch durchaus etwas Kopfkino dabei sein sollte. Vor diesem Hintergrund ist „Weißer Moschus“ sehr populär für Düfte, die dies- und jenseits des Atlantiks ihre Käufer finden sollen.
Maurice Roucel wusste dies sehr genau, als er sich das Konzept von „Musc Ravageur“ überlegte, und mit Frédéric Malle hat er das Haus gefunden, was ihm den nötigen Gestaltungsspielraum gab. Denn Roucel wollte zurück zu den Ursprüngen des Moschus und ihm seine Ambivalenz wieder geben, weg von reiner Sauberkeit. So wählte er auf der Klaviatur der Moschusdüfte vor allem die schwarzen Tasten. Das finde ich an dem Duft auch äußerst attraktiv. Ich entdecke eine nicht mehr ganz frische Urinnote direkt in Hautnähe und ganz leicht in der Projektion. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn mit den anderen Komponenten darauf Rücksicht genommen worden wäre. Der Moschusakkord ist tief, warm, animalisch und sehr weich. Wäre der Parfümeur Jean-Claude Ellena oder erst recht Francis Kurkdjian gewesen, hätte er sich gefreut über den Akkord und sich überlegt, welchen Kontrast er setzen kann, um einen Gegenpart zur Wärme zu setzen, Frische und Leichtigkeit zu schaffen. Maurice Roucel hat das Gegenteil gemacht. Er hat den Moschus in Zimt ertränkt.
Für mich - übrigens für J.-C. Ellena auch, wie ich freudig erfahren durfte - gibt es zwei Arten von Gewürzen: warme und kühle. Alle Kräuter: kühl. Kardamom: kühl. Anis: kühl. Pfeffer: ambivalent, je nach Sorte. Nelke: warm. Muskat: warm. Zimt: hammerwarm. Wer einen Sonntagsbraten schmort und am Abschmecken der Sauce ist, kennt das: Sie hat genügend Salz, Pfeffer, Süße, Säure, aber es fehlt etwas Tiefe, etwas Ausdruck. Unweigerlich wandert eine Prise Zimt oder auch Kakao in die Flüssigkeit, aber nur so viel, dass sie nicht heraus schmeckbar ist. Et voilà, die Sauce hat erstaunlich an Tiefe und Wärme gewonnen, sie ist fertig.
Dem Moschusakkord fehlte es im Unterschied zur Bratensauce nun wahrlich nicht an Tiefe und Wärme. Trotzdem ist Zimt eine der bestimmenden Komponenten von „Musc Ravageur“. Etwas Nelke macht es nicht besser, und eine warm-süße Vanilla-Tonka-Basis gibt dem Duft den Rest.

Roucel wollte ein Statement setzen. Das ist ihm gelungen. Ob er allerdings der Renaissance des Nicht-nur-sauber-Moschus nicht eher einen Bärendienst erwiesen hat, wird sich zeigen.
Wer sehr gerne orientalische Düfte mag, sollte sich bitte nicht von meinem subjektiven Kommentar abhalten lassen. Ich bin momentan halt sehr auf Kurkdjian, Ellena(beide) oder Lyn Harris eingenordet. Und so bleibt meine 20 Jahre alte, vom Schweiß unzähliger Konzerte von New Model Army, Levellers und anderen, weniger bekannten sozialkritischen Postpunkbands getränkte Lederjacke im Schrank.
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Weder Moschus noch Verwüstung
So passend zur Jahreszeit verfasse ich mal meinen ersten Kommentar zu einem meiner absoluten Lieblinge!
Musc Ravageur, hört sich ja ziemlich attraktiv an! Das dachte ich, als ich vor zwei Jahren zum ersten Mal die Parfüms von Malle testete. Und dies war eins, das mich voll überzeugen konnte. Der Duft ist eigentlich ziemlich einfach zu beschreiben, nach einem kurzen Lavendelauftakt dominieren Nelke und Zimt. Später kommt dann noch die Vanille dazu und ab diesem Zeitpunkt wird er einfach unheimlich lecker! Ich kann verstehen, dass viele im ersten Moment von der heftigen Gewürzladung abgeschreckt sind, aber ich liebe den Duft von der Kopfnote bis zum Ausklang nach vielen Stunden. Der Name ist allerdings irreführend, ich kann weder viel Moschus oder animalische Noten erkennen noch ist der Duft extrem aufdringlich. Ganz im Gegenteil, er ist zwar sehr gut wahrnehmbar in der direkten Umgebung des Trägers, aber überflutet keine Räume.
Die Reaktionen waren bis jetzt ausschließlich positiv, viele meinten der Duft wirkt sehr anziehend oder riecht zum Anbeißen ;)
Ich kann allen ans Herz legen, ihn zu testen und ihm nach dem Aufsprühen etwas Zeit zu geben, es lohnt sich!
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Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
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Vom Sandmännchen
Es war ein Mal ein Mann. Er hatte ein gepflegtes Äußeres, und sah sehr vertrauenswürdig aus. Aber der Mann hatte ein Problem! Er hatte gerade seinen Job verloren. Er arbeitete in einem kleinen Familienunternehmen, das Kinderspielplätze mit Sand versorgte. Er liebte seinen Job, die Kinder lagen ihm sehr am Herzen. Leider hatten seine Frau und er nie Kinder bekommen. Und so hüpfte sein Herz, wenn er das fröhliche Kinderlachen hörte, wenn er auf den Spielplatz fuhr.
Die Arbeitslosigkeit machte ihm daher sehr zu schaffen, und in kürzester Zeit wurde er wütend und missmutig… Bald sah er aus wie ein alter Tattergreis: ein langer weißer Bart zierte sein Gesicht, das ebenfalls um Jahre gealtert schien.
Ihm war klar: eine Lösung musste her! In seiner Verzweiflung ließ er sich auf ein Geschäft mit dem Teufel ein. Dieser versprach ihm ein langes, arbeitsreiches Leben, in dem er jeden Abend fröhliches Kinderlachen hören würde. Außerdem würde er wieder mit Sand zu tun haben. Der Mann schlussfolgerte, er würde wieder seiner Arbeit nachgehen dürfen und mit seiner Frau doch noch Kinder bekommen und unterschrieb den 678946 Seiten langen Vertrag, ohne das Kleingedruckte zu lesen…
Er musste fortan jeden Abend aufgedrehte Kinder zum Schlafen bringen, in dem er ihnen Spezialsand in die Augen streute. Die Kleinen wurden oft aggressiv, manche bissen ihn sogar. Damit seine Tätigkeit einen besseren Ruf bekam, drehte er sogar einen Propagandafilm, in dem gezeigt wird, dass alle sich freuen wenn er kommt. Bis heute werden damit ahnungslose Kinder verschaukelt.
Nun dachte sich der Mann, wenn er schon einen solchen Scheißjob hatte, wollte er wenigstens etwas Kohle damit machen um sich so sein langes Leben zu versüßen. Er hatte einen Kräutergarten und züchtete und forschte darin für sein Leben gern. Und so züchtete er eine Pflanze, die wir heute als Lavendel kennen. Genau wie den Spezialsand versah er den Lavendel mit der Fähigkeit, Menschen müde und ausgeglichen zu machen.

Die Menschen waren begeistert davon und konnten nicht genug bekommen! Auch die Parfumindustrie setzte die Duftstoffe gerne ein, und bald wurde der Duft auch künstlich hergestellt, um Kosten zu sparen…
Das ärgerte den Mann, denn so sanken seine Einnahmen, und er konnte nicht mehr an der Börse spekulieren.

Aber Gott sei Dank werden auch heute noch Duftstoffe verwendet, die echt sind, und somit verdient er hin und wieder noch 'ne Mark.
Also: wenn ihr einen Duft sucht, der absolut unsynthetisch riecht, dann ist es dieser hier. Auf meiner Haut dominiert der Lavendel, wobei der Auftakt frisch ist und es dann krautig wird. Aber schön krautig! Der Duft ist unglaublich weich und balsamisch und hach...

Denkt an den alten Mann und daran, dass dieses harte Schicksal jeden von uns hätte treffen können! Und an alle Eltern da draußen: WAS WÜRDEN WIR OHNE IHN TUN???
Ich mach jetzt Schluss hier, ich bin jetzt müde und ausgeglichen…

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PS: Danke an den frechen Spatz aus der Bundeshauptstadt für das Pröbchen! ;-D
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 6.0/10
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Die Hose bleibt zu
Gemessen an den Kommentaren hier eine kleine Enttäuschung. Hatte mir mehr erhofft. Da erste, was mir spontan dazu einfiel war eine Kommentarüberschrift von Apicius zu Givenchy´s Pi, die hier meiner Meinung nach noch besser gepaßt hätte: "Eine dreckige Vanille". Denn das ist er in meiner Wahrnehmung. Vanille gepaart mit einem leicht animalischen Unterton. Kein Pantydropper sondern eher ein hechelnder, stieläugiger pubertierender Jüngling der beim anderen Geschlecht nur mitleidiges Augenrollen verursacht. Dabei sei darauf hingewiesen, das diese Eindrücke wie immer natürlich subjektiv sind. An anderen mag er sich ganz anders entfalten, da er einen durchaus hochwertigen Eindruck macht. Bei mir entfaltet er seine hier kommentierte Wirkung jedenfalls nicht.
Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Duft 10.0/10
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Das Parfümschwergewicht!
Das ist mein erstes Parfüm was ich von Frederic Malle teste.

Nochmal danke an der Stelle an TAAKE, für die bereitstellung dieser Probe.

So, die Flakons sehen ja alle gleich aus, ich finde sie gut, gerade das auf jeden der Parfümeur draufsteht ist spitze, endlich zollt man den Menschen Tribut die immer im Hintergrund stehen, aber die ganze Arbeit haben.

Ich muss gestehen das ich zu meiner Parfümsucht durch Youtube gekommen bin, und dort habe ich mir verschiedene Channels angesehen und viele hatten eins gemeinsam, sie betitelten "Musc Ravageur" als sog. "Panty-Dropper", dem werde ich heute nachgehen.

Also, die Kopfnote kann ich garnicht erschnuppern, die ist anscheinend irgendwo versteckt und wurde wahrscheinlich von der großen Zimtbombe erschlagen die uns in Nase springt und auch soo schnell nicht verschwindet! Die Nelke und der Zimt bleiben über den ganzen Duft hinweg, im Drydown allerdings mischt sich der Moschus gepaart mit der Tonkabohne, Vanille und dem Sandelholz ein. Die Herznoten lassen diesen Duft wirklich lieblicher wirken.

So, soviel zur Duftentwicklung auf meiner Haut. Warum dieser Duft erst getestet werden muss, bevor man ihn sich kauft? Das ist einfach, er ist sehr sehr stark und ist nicht jedermanns Sache wie ich festgestellt habe. Eine sog. "Panty-Dropper" habe ich mir anders vorgestellt, aber ich glaube mit dem richtigen Mann ist jeder Duft eine "Panty-Dropper"

Die Haltbarkeit ist wirklich grandios, ich krieg ihn einfach nicht von der Haut, 9 Stunden vergangen und er ist immernoch sehr stark. Hier zeigt sich die hervorragende Qualität.

Die Saison ist leicht, im starken und frostigen Winter findet Musc Ravageur die richtige Durchschlagskraft, gerade in der Weihnachtszeit ein super Duft!

Fazit. Die Reise in die Frederic Malle Düfte war wirklich aufschlußreich, aber hat auf jedenfall noch kein Ende gefunden. Dieser Duft, der wie ich sehe Unisex ist, sollte man auf jedenfall ausgiebig testen, denn er ist für mich persönlich nichts, er ist zu Laut und die Nelke gefällt mir hier überhaupt nicht. Aber trotzdem ist dieser Duft wirklich sehr sehr gut.

Interessanter Duft doch nicht für jeden geeignet und lasst euch nicht beirren Leute, "Panty-Dropper" sind Utopien.

Ein kleiner Nachtrag:

Nach langen testen, ist dieser Duft wirklich ein genialer, ich fange an ihn zu lieben!
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Die Ambivalenz und ihre Sklaven
“Musc Ravageur” ist unbestritten einer der am kontovers diskutiertesten Düfte im Reich der olfaktorischen Supernasen. Fakt ist: die gelbe Mixtur polarisiert, und dies auf eine ziemlich zwiespältige Art und Weise. Hass und Liebe sind hier sehr eng aneinander gewachsen.

Ich persönlich nehme Musc Ravageur als äußerst sinnlichen, imposanten und gourmandigen Duft wahr. Jedoch spalten sich betreffend diese Wahrnehmung nachweislich die Gemüter. Während ich beim nächtlichen Streifzug bei einigen Personen Assoziationen mit Toilettenduftstein weckte, sprachen wiederum andere, sie könnten mich aufessen und sich nicht sattriechen. Antipathie oder Sympathie – Musk Ravageur dominierte sie beide. So etwas hatte ich bis dato noch nie erlebt.

Doch holen wir etwas weiter aus: Maurice Roucel – ein Meister extrovertierter Düfte: „Rochas - Man“, „Bond No9 - New Haarlem“, „Gucci - Envy“. Mit „Musc Ravageur“ schließt sich der Kreis. Vier Duftkompositionen, die absolut zu überzeugen wissen.

Musc Ravageur hat einen enorm wuchtigen Auftakt, enthält keinerlei florale Noten und füllt jeden Raum mit seiner intensiven Ausstrahlung. Besonders auffällig ist seine gewaltige Zimtnote. Eine ganze Armada von Zimtstangen überrollt die Geruchsknospen und frisst sich unweigerlich fest. Die Nelke dient nur zur Begleitung und übernimmt keine führende Position. Nach kurzer Zeit wird auch der Moschus omnipräsent, lässt nur selten Nuancen von Vanille und Tonkabohne durch und breitet sich immer stärker aus. Ein unglaublich machtvoller Duftakkord.

Da ich persönlich den Duft als sehr angenehm und ausgewogen empfinde, kann ich folglich auch nur über meine subjektive Empfindung berichten. Musc Ravageur ist ein Gourmand-Nischenduft. Er fällt auf und weckt Interesse. Seltsamerweise mussten auch diejenigen, die den Duft als unangenehm empfanden immer wieder „nachriechen“. Was wurde diesem Gebräu schon alles nachgesagt, ob „Taschenbestiarium“ oder „Panty Dropper“, Fakt ist, der Duft hat das gewisse Etwas in sich, um zu polarisieren, provozieren und zu fesseln. Ein Duft, der sich all die Kontroversen redlich verdient hat.

FAZIT: Wer intensive, lang anhaltende Düfte mag, sollte Musk Ravageur antesten. Wer sich nicht daran stört, animalische Noten im Gourmandduft zu finden, sollte es ebenfalls versuchen. Wer auffallen will und und ein Faible für heftige, widerspenstige Düfte hat, der sprühe den umstrittenen Franzosen auf und lasse sich überraschen. Ab ins Ungewisse!
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Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
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Die Höhle im Schlafzimmer
Max Faviers Duftanalyse habe ich nichts hinzuzufügen… außer meinem Applaus. Allerdings zur Einordnung, Tragbarkeitsabwägung und subjektiven Ideen-Verortung mag ich ein paar Worte einstreuen.
Das Animalische als Accessoire des Menschlichen ist ein ur-ur-uraltes Thema, wobei die hochassoziative Potenz dieses Kontrastes früher eine andere gewesen sein muss, als heute: Wenn sich eine Höhlenfrau neben der Feuerstelle im orangefarbenen Licht nackt auf einem Pelz räkelte, dürfte das der Höhlenmann auch ziemlich sexy gefunden haben… aber irgendwie anders, als der Gegenwartsmann eine heutzutage Räkelnde im Schimmer des Kaminfeuers wahrnehmen würde.
Natur versus Kultur.
Kultur, die sich mit Natur schmückt.
Was für ein dekadenter, verruchter Superluxus, wenn wir uns heute, so weit weg von der Höhle, so weit enthoben den natürlichen Notwendigkeiten, in Tierfell hüllen, Kaminfeuer entzünden und unsere Haut mit Extrem-Moschus beduften! Was für ein hochbrisantes und damit hocherotisches Spannungsfeld!
Die Assoziation vom gemetzelten Streichelzoo mit den ausgequetschen Drüsen kann ich zwar nachvollziehen… aber meine ist vielmehr die von Haut auf Leder und Pelz. Süße und Nähe und Wärme und Schwitzigkeit.
Der erwähnte „schwitzige Eindruck“ ist nicht gleich alter Schweiß. Frischer Schweiß auf warmer Haut im Zustand der Erregung ist mit das Großartigste, was meine Nase kennt.

Und als Besitzerin zweier Haustiere kann ich sehr sicher sagen: Natur-Animalisch (=Realtier) riecht ganz anders als Kultur-Animalisch (=Duft).
Die zeitgenössische Verankerung des Duftes, bringt Max Favier sehr auf den Punkt:

Dieser Duft versetzt nicht zurück in die Höhle, sondern bleibt im Hier und Jetzt. Er holt nur diese Begegnung mit Natur aus der Höhle in die Gegenwart.
Und zwar wunderschön sinnlich.

Ich bin voll Dank meinem persönlichen Dealer (Baux) gegenüber, der mich mit dem Zeug angefixt hat und freue mich auf meine 50 ml (und meine Pelzdecke.).

_______________________________________
Edit: Seit knapp 2 Monaten besitze ich Musc Rav und seit gestern tatsächlich eine Pelzdecke. In den wunderbaren Duft habe ich mich weiter verliebt und jetzt beginnt das richtige Urzeitfeeling. Uga!
3 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 4.0/10
Erstklassiger Kommentar    30 Auszeichnungen
Taschenbestiarium
Musc Ravageur ist penetrant, intensiv, animalisch. Wer Musc Ravageur ersteht, tut dies mit dem wohligen Gefühl: hier hat sich der Parfumeur noch so richtig die Finger dreckig gemacht, mithin einen ganzen Streichelzoo dahingemetzelt, zersägt, mit klammen Fingern ungezählte Drüsen ausgepresst und in einem langwierigen und übel riechenden Prozess klebrig-tierische Riechstoffe aus Mäusehintern extrahiert.

Mit Musc Ravageur ist Maurice Roucel ein kleines Kabinettstückchen gelungen: Er hat ein modernes Parfum mit dem Vokabular der verlorenen Welt der klassischen Parfümerie entworfen. Dabei hat er die animalischen Komponenten, die sonst als Basisnoten ihren Dienst versehen, in Kopf und Herz versetzt. Während die vorherrschende Ambra-Moschus Kombination zusammen mit den Gewürzen (Nelke, Lavender, Zimt) zunächst für einen kräftigen oldschool-Vibe a la 50er Jahre sorgt, gewinnt die Komposition mit dem gourmandigen Vanille-Tonka Akkord und der eingestreuten Zitrone einen eindeutig modernen Charakter. Eine ähnliche Moschus-Amber Kombination findet sich beispielsweise sehr dezent eingesetzt in YSLs M7. Das Wechselspiel zwischen lieblich und herb kennt man aus Chanels Coromandel, doch gefällt mir dessen Ringen zwischen Puder und Kraut deutlich besser als MRs innerer Kampf zwischen Tier und Vanille. Die Vergleiche machen deutlich, dass wir uns mit MR im Territorium hochwertiger, aber etwas aus der Reihe tanzender Düfte befinden, die nicht jedermanns Geschmack entsprechen. MR wirkt dabei sehr arty, sehr dicht, sehr nischig.

In einem bekannten englischsprachigen Gesprächskreis für Parfümnarren wird Musc Ravageur als letzter Schrei in Sachen „sexy perfume“ gehandelt, ein sicheres Mittel zur Verführung des jeweils anderen Geschlechts. Nachvollziehen kann ich das nicht. Musc Ravageur sollte sich nur derjenige anschaffen, der nicht davor zurückscheut, dass seine teuer eingekaufte animalische Sexyness für pre-senile Inkontinenz gehalten werden könnte. Denn die unter der würzigen Vanille zu riechende Nähe zum Haustier wird nicht jedem gefallen. Musc Ravageur riecht nicht nach konkretem Tier im Sinne von Löwe, Hund oder Pinguin. Die Pointe von Roucels Kreation und verantwortlich für den „animalischen“, schwitzigen Eindruck ist der ungewöhnlich hohe Anteil an tierischen Riechstoffen. Ich könnte mir vorstellen, dass MR für seinen Träger ein heikles Unterfangen ist. Es wird im Spektrum der „Mitriecher“ seine Liebhaber finden, aber bei anderen Ekel erregen. In jedem Fall ist MR in freier Wildbahn eine Provokation.

Musc Ravageur ist ein qualitativ wertiges Parfüm, das einen Probelauf durchaus lohnt. Für mich persönlich ist es jedoch mehr interessante Machbarkeitsstudie als tragbares Parfüm. Ich betrachte es als reizvolles Exponat, das ich in der Ausstellungshalle der Düfte kurz bewundere, bevor ich weiter zur nächsten Kuriosität schlendere. Tragen möchte ich dieses Parfum nicht - und auch an meinen Mitmenschen lieber nicht riechen. In dieser gewürzten Variation über das Vanille-Gourmand Thema steckt mir einfach zu viel Fauna.

Für wen? Vanilletierzüchter und urbane Hipster, die ihre animalische Seite betonen möchten
11 Antworten

Statements

Terra vor 8 Monaten
Im Auftakt wie Guerlinade auf Steroiden. Schmutzig-blumig. Wird dann würzig-weicher, zimtig-ambrierter. Sehr (uni-)sex(y)+14
Duft 9.5
Sweetsmell75 vor 134 Tagen
Uih uih uih ... mir egal ob der früher schlimmer war :)
... sexy-animalischer Mix ...
würzige Zimt-Vanille landet im dreckigen Moschusbett!+13
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.5
13 Antworten
Achilles vor 46 Tagen
Sparsam dosieren, sonst überladen-viehisch.Wie ein impressionistisches Gemälde: von weitem toll, doch von nahem ein ziemliches Durcheinander+10
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 6.5
4 Antworten
DonPolebear vor 18 Monaten
Ruhig, dreckig elegant, animalisch. Ein Duft, der umso süchtiger macht, desto länger er auf der Haut ist.
Musc have!+10
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.5
Huseyin vor 15 Monaten
Nach der gewöhnungsbedürftigen animalischen Kopfnote wird es zimtig mit Vanille.Genüsslich,toll!!+9
Flakon 8.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.5
DaveGahan101 vor 15 Monaten
Toller frische Kopfnote, dann Minute um Minute animalischer, schwitzig- eklig..unsauber..pfuiiiiii:-(((((( abwaschen!!!!!!!+8
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 6.0
1 Antwort
Endymion vor 9 Monaten
Ein riesen Duftstatement voll Klasse. Süß-würzige Geborgenheit ohne nur kuschelig sein zu wollen. Der kann und will was! Und weniger ist mehr+7
Maggy4u vor 9 Monaten
Im Auftakt schöne frische Süße mit Bergamotte und Lavendel, danach folgt ein angenehmer Schwenk ins Würzige. Sehr schöner Männerduft!+6
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
Gerdi vor 13 Monaten
Vier Stunden Lavendelfrische! Haltbare warm-golden-seidig-cremig-würzige Schmeichelei! Komplimentefänger!+5
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 10.0
Hibernation vor 15 Monaten
Vanillepudding im Stall+5
Flakon 8.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
1 Antwort
Margotanna vor 19 Monaten
Aus dem wilden Tier wird für mich leider viel zu schnell ein Kuschelkisssen. Schade.+5
Duft 8.0
Landlord vor 19 Monaten
Sanfter, tiefer, körpernaher Gourmand von langer Haltbarkeit. Die oft beschriebene animalische Note ist auf meiner Haut nicht wahrnehmbar.+5
Flakon 10.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.0
Obsesionado vor 167 Tagen
Interessante Kopfnote mit Charakter, danach ein No-Name Zimt-Vanille Duft. Ich und mein "soziales Netzwerk" finden es Over-Hyped.+4
1 Antwort
Waterboy vor 8 Monaten
Was haben die da bei EdPFM nur getan... durch die Reformulierung haben sie ihm die Seele geraubt! So schade, keine Spur von Animalität mehr!+4
Flakon 6.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 6.5
Jenny05 vor 12 Monaten
"eigentlich" schön, Zimt, Lavendel, Vanille, alles da. Aber diese Pumakäfignote überlagert bei mir alles. Too much!+4
1 Antwort
Mahrou vor 22 Monaten
Bei den Bewertungen Hätte i was gefälligeres erwartet. Stattdessen sehr speziell mit animalischer+zitrischer note. Ab Herz anschmiegsamer.+4
Duft 7.0
Serafina vor 16 Monaten
Eigentlich mag ich alle Noten darin...besonders den Zimt! Aber an mir finde ich die animalische Note doch recht irritierend!+3
Duft 7.5
Redna vor 151 Tagen
Zu Beginn eine Weile ein Hauch animalisch, Zimt, warm-weich, dicht, schwer. Gleitet leider bald ins dezent-süßlich-austauschbare ab.+2
RobGordon vor 11 Monaten
Der Duft müsste seit mind. 2014 eine neue Seite haben, da reformuliert. (Eugenol) Gleichzeitig wurden dem Biest die Zähne gezogen.+2
2 Antworten
Whadelse89 vor 7 Monaten
Wäre ein wunderbarer Duft, allerdings sind H+S eher nicht so stark, leider, aber ein schöner Duft+1
MrNiceGuy vor 7 Monaten
Irgendwie echt Anziehend Dank Moschus, Animalisch + Vanille und Zimt echt genial. Leider nur mäßige Attribute an mir. Duft ist fein, Testen!+1
Flakon 8.0
Sillage 6.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0

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