Lauder for Men 1985 Cologne

Lauder for Men (Cologne) von Estēe Lauder
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8.0 / 10 162 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Estēe Lauder für Herren, erschienen im Jahr 1985. Der Duft ist würzig-holzig. Es wird von Estēe Lauder Companies vermarktet.
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Duftrichtung

Würzig
Holzig
Grün
Fougère
Zitrus

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
SalbeiSalbei ZitroneZitrone KardamomKardamom KorianderKoriander MandarineMandarine
Herznote Herznote
PatchouliPatchouli SandelholzSandelholz VetiverVetiver
Basisnote Basisnote
EichenmoosEichenmoos AmberAmber
Bewertungen
Duft
8.0162 Bewertungen
Haltbarkeit
7.8125 Bewertungen
Sillage
7.3123 Bewertungen
Flakon
7.2129 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
8.137 Bewertungen
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 16.05.2024.
Wissenswertes
Das Gesicht der Werbekampagne ist der US-amerikanische Schauspieler Bruce Boxleitner.

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Rezensionen

10 ausführliche Duftbeschreibungen
7.5
Haltbarkeit
9
Duft
Profumo

284 Rezensionen
Profumo
Profumo
Top Rezension 56  
Einer der am wenigsten beachteten und am meisten unterschätzten Düfte!
Dieser Duft ist ein Phänomen: jene, die ihn kennen und tragen, beschreiben ihn mit hymnischen Worten und wählen – zumeist in englischsprachigen Blogs - Begriffe wie: sophisticated, distinguished, complex, rich and sparkling.
Nur: so gut wie keiner kennt ihn. Das stellen auch die mit Verwunderung fest, die ihn kennen. Wie kommt es also, dass dieser Duft so unbekannt ist, dass er permanent und zuverlässig übersehen wird, dass er in den Internet-Foren so gut wie nie diskutiert wird, und wenn doch, dann zumeist mit der an alle Diskutanten gestellte Frage: Warum wird dieser Duft so wenig geschätzt? So z.B. einer meiner Lieblings-Reviewer (Off-Scenter) von Basenotes, der schreibt: “What ultimately puzzles me about Lauder for Men is how such a fine fragrance can be so little known or discussed. Frankly, it’s a hidden treasure, and probably one of the most underrated and underappreciated scents I know of.“

Schon vom Zeitpunkt seiner Einführung an, es wurde 1985 lanciert, war dieses Phänomen zu beobachten: Lauder for men war auf einmal da, ohne großes Aufhebens und ohne dass es besonders beworben wurde. Bis dato waren sämtliche Herrendüfte aus dem Hause Lauder unter dem Label Aramis erschienen, dieser nicht. Warum auch immer.
Und während Häuser wie Chanel, Dior und Yves-Saint Laurent ihre Produkte mit immer größer werdenden Etats bewarben, und sich die Werbespots an Kreativität und Aufwand gegenseitig zu übertrumpfen suchten, blieb man bei Lauder seltsam untätig. So landete Lauder for Men irgendwo in den unteren Regalen, in den meisten Fällen leider nicht neben seinen Halbbrüdern aus der Aramis-Reihe, und neben seinen Schwestern schon gar nicht. In der Regel wurde es zwischen diverse Ladenhüter eingereiht, denn einen erfolgreichen Vorgänger-Duft, von dessen Aura er hätte profitieren können, und sei es nur dadurch, dass er neben ihm an prominenterer Stelle im Regal Platz gefunden hätte, gab es nicht. Hätte es zwar mit den Aramis-Düften gegeben, aber wie gesagt: die Wenigsten sahen hier eine Zusammengehörigkeit, und so behandelte man Lauder for Men ein bisschen so, wie das berühmte ‚schwarze Schaf’ einer Familie: man versucht sich von ihm abzugrenzen.
Ich bin mir sicher, wäre der Duft in die Aramis-Familie eingegliedert worden, es wäre ihm weitaus mehr Aufmerksamkeit und vermutlich auch größere Wertschätzung zuteil geworden.

Aller Missachtung zum Trotz, allein dass er noch da ist (keine Selbstverständlichkeit nach nunmehr einem Viertel Jahrhundert), ist schon ein kleines Wunder, und zeigt, dass er im Hause Lauder bis heute offenbar Annerkennung findet. Zu Recht, wie ich finde.

Lauder for Men zählt zu der seit Mitte der siebziger Jahren so beliebten wie erfolgreichen Gruppe der aromatischen Fougères, der so berühmte Vertreter wie Azzaro pour Homme und Paco Rabanne pour Homme angehören. Zu einer Gruppe von Düften also, die den klassischen, pudrig-seifigen Barbershop-Akkord mit einer aromatischen Facette kombinieren, beispielsweise mit Anis, mit Rosmarin, Lorbeer oder Salbei. Dieser aromatischen Facette fügen einige noch eine animalische bei, wie z.B. Azzaro pour Homme, Kouros oder eben Lauder for Men, die manchmal so deutlich zu Tage tritt, dass man im Falle der beiden letztgenannten schon eher von animalischen Fougères sprechen kann, als von aromatischen.
Kouros zelebriert diese animalische Seite geradezu, und treibt sie ins fast nicht mehr erträgliche Extrem. Lauder for Men tut das nicht. Es ist bescheidener, bei weitem nicht so offensiv, darüber hinaus frischer, strahlender und transparenter. Dennoch, manche nehmen diese animalische Seite des Duftes als sehr unangenehm war. So beschrieb einmal jemand diesen Duft als einen ungehobelten Gesellen, der, wenn er nach Hause kommt zwar die Schuhe auszieht, aber nur um es sich anschließend auf der Couch bequem zu machen und seine Füße samt stinkigen Socken auf den Tisch zu legen.
Dieses Bild hat sich mir eingeprägt, komischerweise nicht weil ich es teile, sondern weil ich es überhaupt nicht teile. Diese so selbstverständliche Zurschaustellung der eigenen Ausdünstungen, mit der so mancher Duft aus jener Zeit zu flirten scheint, kann ich in Lauder for men partout nicht entdecken. Ganz im Gegenteil: für mich verkörpert der Duft gepflegte Eleganz, gepaart mit den Verheißungen maskulin-erotischer Vibes. Kein ungewaschener Exhibitionist, der ungeniert seine Genitalien zur Schau stellt, nein: ein kultivierter Mann im Bewusstsein seiner ungebrochenen Attraktivität und sexuellen Anziehungskraft, ausgestattet mit entwaffnender Selbstsicherheit und natürlicher Autorität – das ist Lauder for Men!
Dieses Bild verstärkt sich für mich durch ein feines Tabakaroma, das die mittlere und letzte Phase dieses Duftes durchzieht und auf mich eine fast magische Wirkung ausübt. Schon als Kind habe ich gerne am feuchten Pfeifentabak meines Vaters gerochen – ich liebte diesen süßlich-herben Duft. In Lauder for Men finde ich ihn wieder, sehr dezent und leise, aber deutlich erkennbar.
Ein Duft, der wunderbar einem Mann wie Richard Gere stehen würde, den ich mir aber auch gut an einer Frau vorstellen könnte: an einer herben, eher kühlen Schönheit im Stile einer Gena Rowlands vielleicht. Würde sicher enormen Eindruck machen!

Für ein Cologne hat dieser Duft übrigens eine erstaunlich gute Haltbarkeit und eine dezente, aber deutliche Abstrahlung. Alle Stadien der Duftentwicklung, der frisch-aromatische Start, das würzig-florale Herz und die dezent animalische, holzig-pudrige Basis gleiten sanft und geräuschlos ineinander und sind perfekt ausbalanciert.
Eigentlich immer wenn ich Lauder for Men trage werde ich gefragt, was denn das für ein Duft sei, der da so gut riechen würde. Und jedes Mal wenn ich dann den Namen nenne, bekomme ich ein ‚Aha’ zurück, und ich spüre, dass er sich wieder einmal nicht eingebrannt hat.
Das Phänomen finden seine Fortsetzung....

PS: Ich wüsste zu gerne wer diesen Duft kreiert hat, und kann mir zugleich keinen anderen als Bernard Chant vorstellen. Sein Stil, die ausgeklügelte Vielschichtigkeit, die sanfte, niemals aufdringliche, delikate animalische Durchdringung, die fein austarierte Komposition, die fast kühle Nüchternheit die seine anderen Werke auszeichnet, all das findet sich auch hier - Lauder for Men trägt seinen Stempel. Aber war er es wirklich? Er, der große Chyprier? Hat er auch dieses wunderbare Fougère komponiert, nach all den anderen Großtaten für das Haus Estée Lauder?
11 Antworten
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
FabianO

1005 Rezensionen
FabianO
FabianO
Top Rezension 20  
Dunkelgrün-blumiger Bursche mit Bartstoppeln
Recht kernig kommt der fast 30 Jahre alte "Lauder for men" daher. Ernsthaft, markant, maskulin allemal.

Ähnlich wie bei anderen 80er-Jahre-Größen wie etwa "Antaeus" gelingt es Lauder dabei, geschickt und in klugem Maß blumige, nach traditioneller Auffassung eher feminine Nuancen zu integrieren, die zu keinem Zeitpunkt einen Widerspruch zur grundlegenden Maskulinität provozieren.

Den Start dominiert eine von Kardamom, Salbei und Koriander fast in die Knie gezwungene Mandarine. Allenfalls dunkelfruchtig geht es hier zu, durchaus etwas dschungelartig grün durch früh präsentes Vetiver, das in Kombination mit minimal süßlich-rauchigem Patchouli ordentlich lospowert.

Wenngleich oben keine Maiglöckchen gelistet sind, kann ich einem meiner Vorredner nur zustimmen - diese Blume setzt einen herbfemininen Farbtupfer.

Das ist per se konsequent gemacht, durchaus trocken arrangiert, wenngleich eine leicht durchscheinende Seifigkeit etwas Barbershopempfinden aufkommen lässt. Dadurch wird der Duft einfach äußerst sauber.

Das Eichenmoos der Basis führt den Duft geradlinig zuende, wobei der Amber die ganzen Noten fein und weich umklammert.

Guter, alter Old-Schooler, der sich wohltuend seinen eigenen Kopf bewahrt hat und locker 80 % der wirklich dürftigen Neuerscheinungen des letzten Jahres in die Tasche steckt.
2 Antworten
7.5
Flakon
7.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
8
Duft
Ormeli

65 Rezensionen
Ormeli
Ormeli
Top Rezension 22  
Wann ist Mann ein Mann?
bei dieser Überschrift schmunzelt vielleicht so mancher. Als 1984 das Album 4630 Bochum herauskam hatte Herbert Grönemeyer eindeutig noch nicht am Lauder for Men geschnuppert – ging ja auch nicht - der kam erst ein Jahr später raus. Hätte er daran gerochen, wäre sein Song vielleicht ein anderer geworden. Bei genauerem hinhören ist die Hymne an die Männlichkeit geschickt verpackte Kritik an dem damals vorherrschenden männlichen Rollenbild. Der Song fügte sich nahtlos in den, an fahrt aufnehmenden Prozess, der Emanzipation ein, der mit Sicherheit noch nicht abgeschlossen ist. Bis es jedoch soweit ist möchte ich Euch auf den Lauder for Men aufmerksam machen.

Der Mann ist ein harter Mann, der allen Widrigkeiten trotzt. Dementsprechend startet der Lauder nach einem ganz kurzen Frischeschub ungefällig, leicht rau, ein wenig animalisch, fast derb. Wie er aus den Hesperiden und den Gewürzen diesen kantigen Auftakt generiert ist mir nicht klar – vielleicht auch nicht ganz geheuer. Es würde mich nicht wundern, wenn da etwas Tierisches am Werk wäre. Auf alle Fälle schlägt sofort auch dumpf Patchouli mit durch. Gewürze machen nicht immer Spaß - und in diesem speziellen Fall möchte ich kurz zurückzucken. Aber nur kurz.

Der Mann erkennt die Zeichen der Zeit - er passt sich an. Nach einer Weile lässt die kräftige Reibeisennote nach. Dort, wo ich sonst eine Kopfnote suche, bemerke ich wie Stück um Stück Patchouli und die scharfkantigen Noten entschwinden, bis nach spätestens zwei Stunden eine Phalanx aus Kardamom, Koriander und Salbei zurückbleibt. Der entstandene Gesamteindruck erscheint mir nun eher wie Anis. Ich will dem feinen Lauder ja keine Ouzo- Note andichten aber der Anis- Gedanken manifestiert sich.

Die Stunden kommen und gehen – der Anis-Charakter bleibt – und ist sogar so ausdauernd, dass ich ihn nach über sechs Stunden immer noch deutlich auf der Haut wahrnehmen kann. Dies wird nicht jedermanns Sache sein. Ist es auch nicht wirklich bei mir – wobei ich mich der Faszination, die dieses Wässerchen ausübt, nicht ganz entziehen kann. Gut riechen muss nicht immer mit gefällig duften einher gehen. Bevor ich zu einem weichgespülten Halbling greife – dann doch lieber so einen ‚Men‘. Es steht immer die Frage im Raum, was ich ausdrücken möchte – welche Signale ich senden will. Hier weiß ich es nicht. Lautet die Botschaft sei ganz Du selbst, mache aber Notfalls gute Miene zum bösen Spiel?

Der Mann ist im Hier und Jetzt angekommen. Er ist nicht mehr wild – vielleicht sogar etwas weiser geworden. Er muss nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand (sondern nutzt die vorhandenen Türöffnungen). Die Basis, oder das was nach der Anis-Phase übrig ist, bleibt rudimentär und fällte wieder deutlich rauer aus. Erinnerungen an den rumpelnden Auftakt werden wach. Aber die Kräfte schwinden und er klingt leise aus.

Der Lauder ist eher für die kalten Monate – vielleicht sogar für kühle Sommertage geeignet. Den würde ich persönlich lieber nur in der Freizeit evtl. auch abends tragen. Sorry Mädel‘s – auch wenn ihr gern mal von Herrendüften nascht – der ist nur was für Männer!
10 Antworten
7.5
Haltbarkeit
7
Duft
TVC15

216 Rezensionen
TVC15
TVC15
Top Rezension 17  
Etwas lauder, bitte!
Ja, dieser hätte gut und gerne unter dem Label Aramis erscheinen können, zumal man den Männerableger des Hauses Lauder gern mal kultisch verklärt sieht, dabei aber nicht bedenkt, dass dort nicht nur zeitlose Klassiker wie "Devin" oder "Tuscany" erschienen, sondern auch Murks wie "Always" oder "Life". Worauf ich hinaus will? Die nicht homogene Marke Aramis hätte einen blassen floralen Leisetreter wie "Lauder For Men" durchaus verkraftet. Selber Schuld, wenn die Kasse nicht stimmt! :)

LFM ist allerdings mitnichten eine Larifari-Komposition und ich möchte Profumo keineswegs in die wortreiche Laudatio reinreden, aber ähnlich wie NEC hat mich der Duft nicht gänzlich uberzeugt. Wobei mir relativ wurscht ist, ob ihn die Dichter und Denker nun als Aromatic, Animalic oder Aquatic Fougere ins Regal stellen. Mir sind da wieder mal zuviel Blümchen und zu wenig Zitronen drin. Nachdem sich der stechende Alkohol verzog, nahm ich als erstes ein paar liebliche Maiglöckchen wahr, etwas später gefolgt von diesem aus Duschgels bekannten minzigen Kühleffekt, der auch schon "Cool Water" ruinierte, denn das Zeug kühlt nicht nur, es juckt auch auf der Haut. Synthetik?

Aber ich will nicht nur meckern, denn hinter der vordergründigen Richtungslosigkeit liegt über lange Zeit ein sehr schöner krautiger, aber durchaus eleganter Akkord versteckt, der allerdings so hautnah ist, dass er nicht allzu viele neue Fans erreicht.

Vielleicht doch eher ein Duft für die Rätselfreunde unter uns. So wie Givenchys "Insensé", zu dem olfaktorisch vielleicht keine direkte Verbindung besteht, der aber auch wie Blei in den Regalen lag, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war. Die 80er Epigonen von LFM waren größtenteils etwas lauter: "Quorum", "Drakkar Noir", "Krizia Uomo", "Trussardi Uomo", "Lacoste", "Green Irish Tweed" etc.

PS: LT hat bei seinem höchst merkwürdigen Review sicherlich nicht beachtet, dass der Duft nur äußerlich angewendet werden sollte.
8 Antworten
7.5
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
loewenherz

887 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 19  
'Up where we belong...'
sangen Jennifer Warnes und Joe Cocker einander an - in ihrem gleichnamigen Titelsong von 'Ein Offizier und Gentleman' mit dem noch jungen Richard Gere in einer seiner ersten Hauptrollen. Er spielt darin den am Leben gescheiterten und emotional verwahrlosten Zack Mayo, der an einer Militärakademie sein Offizierspatent anstrebt, sich in die Fabrikarbeiterin Paula verliebt und am Ende doch ein besserer Mensch geworden zu sein scheint. Nach 'American Gigolo' war dies Geres zweite vielbeachtete Rolle - und die Grundlage für seine nachfolgende 'Karriere' als Womanizer der 80er und 90er.

'Ein Offizier und Gentleman' (und Amerikaner obendrein) ist auch Lauder for Men, der eigentlich einzige ernstzunehmende unter den ohnedies nur wenigen Herrendüften des Hauses. Ein 'Offizier', weil eine gewisse Strenge und Akkuratesse seine ganze Architektur prägen - nicht ungewöhnlich für einen Herrenduft der frühen 80er - da ist das Krautige in seiner Kopfnote, sind die Ruppigkeit des Vetiver und sprödes Eichenmoos - ganz typische Akkorde, um diesen Eindruck von Strenge zu erreichen. Und 'Gentleman', weil er Weichheit und Sanftheit mit hineingibt - eine augenzwinkernde Zitrusnote und etwas Sandelholzsüße ganz am Schluss.

Fazit: Düfte wie dieser werden heute gar nicht mehr gemacht und erscheinen der jüngeren (Duft-)Generation daher bisweilen anachronistisch oder gar 'alt'. Und doch (oder auch gerade deswegen) ist es wunderbar und wichtig, das es solche wie ihn noch immer gibt. Auch Richard Gere ist ein bedächtiger Silberrücken geworden und geht auf die siebzig zu, doch wenn er lächelt - manchmal nur, nicht immer - dann lächelt immer noch Zack Mayo.
4 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

25 kurze Meinungen zum Parfum
PinseltownPinseltown vor 3 Monaten
Fougère-Himmel lässt
Krautig Freudestränen fallen
Chypre-Blumen lächeln
Erdig Moos leuchtet grün
Holz atmet würzig Zitrusfrische tief ein +
43 Antworten
AxiomaticAxiomatic vor 10 Monaten
8
Flakon
7
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Haltbarkeit
9
Duft
Startet er noch krautig zitirsch, wird er gesitteter an moosigem Vetiver.
Sexy, der vermaledeite Sandel-Moschus.
Uptown please! *
66 Antworten
SchatzSucherSchatzSucher vor 2 Jahren
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Eine Nasenwohltat mit holzigen, würzigen, blumigen und grünen Elementen und viel Moos. Zudem menschelt es noch subtil. Ganz wunderbar.
21 Antworten
SalvaSalva vor 3 Jahren
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Herrlich frisch-ätherisch mit köstlich herb-bitterem Verlauf untermalt mit feinsten Gewürzen. Toller Fougère-Chypre-Mix.
Klassisch&Edel.
16 Antworten
MörderbieneMörderbiene vor 3 Jahren
6
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Kaleidoskopischer Zwitter zwischen Fougère und Chypre; Zwischen amerikanischem Rauhbein, britischer Förmlichkeit und französischem Chic.
8 Antworten
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