L'Interdit 2020 Eau de Parfum Intense

L'Interdit (Eau de Parfum Intense) von Givenchy
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8.2 / 10 341 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Givenchy für Damen, erschienen im Jahr 2020. Der Duft ist süß-blumig. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird von LVMH vermarktet.
Aussprache
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Duftrichtung

Süß
Blumig
Würzig
Cremig
Orientalisch

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
schwarzer Pfefferschwarzer Pfeffer
Herznote Herznote
OrangenblüteOrangenblüte TuberoseTuberose
Basisnote Basisnote
Madagaskar-VanilleMadagaskar-Vanille gerösteter Sesam Absoluegerösteter Sesam Absolue PatchouliPatchouli LederLeder VetiverVetiver

Parfümeure

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Bewertungen
Duft
8.2341 Bewertungen
Haltbarkeit
8.3307 Bewertungen
Sillage
8.1309 Bewertungen
Flakon
8.4292 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.9215 Bewertungen
Eingetragen von OPomone, letzte Aktualisierung am 10.05.2024.

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Rezensionen

15 ausführliche Duftbeschreibungen
6
Sillage
7
Haltbarkeit
9.5
Duft
FvSpee

323 Rezensionen
FvSpee
FvSpee
Top Rezension 53  
Das Interdikt
Auf diesen wunderbar femininen Duft L'Interdit (Intense) bin ich, ganz wie es sich gehört, durch drei sehr geschätzte Damen aufmerksam geworden.

Zunächst hat hier vor einem Monat Runa (über deine großartigen Fotos und erfrischenden Texte freue ich mich immer - schön dass du dabei bist!) einen leidenschaftlichen 10 (bzw. 12-) Punkte-Punkte-Kommentar verfasst. Als nächstes hat vor zwei Wochen Edda (du weißt ja, dass ich ein Fan von dir und deinen Haiku-Statements bin!) hier eine fast ebenso begeisterte Kurzrezension abgesetzt. Und letzten Freitag hat meine verehrte Lieblingskollegin mir ein Pröbchen des Dufts, das sie in der Parfümerie kostenlos bekommen hatte, mit der Bemerkung übergeben: "Für deine Tauschkiste. Der macht nur Kopfschmerzen." Das macht neugierig.

Ich komme später zum eigentlichen Duft und schleiche mich zuerst über die Akzidentialia an. Der Duft heißt nicht "Interdit" (verboten), sondern "L'Interdit", was der spannendere und vieldeutige Name ist. "L'Interdit" kann auch das Interdikt sein, eine milde Form des Kirchenbanns (als Strafe für Verbrechen oder Ketzerei). Auch wenn das vermutlich nicht gemeint ist, schwingt für den französischen Hörer diese Bedeutung aber sicher unbewusst mit. Die Hauptbedeutung ist "Verbot", aber auch "Tabu". Ich finde den Namen für diesen spannungsvollen, traumwandlerisch-elegant auf Messers Schneide tänzelnden Duft ganz angemessen.

Aufhorchen lassen auch die Parfumeure. Dominique Ropion ist einer der ganz Großen, und er hat schon oft mit Anne Flipo zusammengearbeitet. Als Koproduktionen haben sie schon su berühmte (und heterogene) Düfte wie Acqua di Gioia, Invictus und Lady Million kreiert. Ohne Anne Flipo zeichnet er für Unmengen weiterer Mainstream- und Nischendüfte verantwortlich, von Krazy Krizia, La Vie Est Belle und Alien EdP bis zu Portrait of a Lady, Oud Malaki und Vetiver Extraordinaire. Flipo wiederum hat den hochinteressanten La Chasse aux Papillons geschaffen. Als dritte kommt hier Fanny Bal ins Spiel. Lustig ist dabei, dass Acqua di Gioia einer der Lieblingsdüfte meiner Lieblingskollegin ist...

Die Marketingfarbe dieses Duftes ist schwarz, und das legt eine falsche Fährte. Denn der Dufteindruck ist es nicht. Denn emotional ist es kein düsterer Duft, sondern zwar wach und vielleicht auch erotisch gespannt, aber zugleich auch schmeichelnder, besänftigend und sogar tröstend. Synästhetisch nehme ich den Duft als vieltönig grau und braun wahr, eine Sinfonie in Anthrazit, Asche, Ocker, Siena, Chamois und Sepia.

Haptisch ist L'Interdit für mich ganz fest und dicht gewebt, so wie ein Stoff, der wärmt und Sicherheit gibt, nie zu reißen, und dennoch zugleich lind und leicht ist. Im Ganzen ist L'Interdit Intense edel, aber unprätentiös; sinnlich, aber kühl; materiell bis zur Essbarkeit, aber zugleich distanziert und abbildhaft.

Auf Stoff entfaltet sich dieses "Verbot" in eine ein wenig herbe, fast grüne, fast fruchtige Richtung, ich muss hier entfernt an Creeds Vetiver Original denken, allerdings weicher, safranartiger.

Auf meiner Haut nehme ich eine vollkommen andere Duftentfaltung wahr (und es bleibt die für mich offene Frage, wie der Gesamteindruck wäre, wenn ich eine Dame begleitete, die den Duft auf Haut und Kleidung angelegt hätte). Hier nehme ich den Duft schichtartig war, wie einen Blätterteig oder eine geologische Formation, wobei die einzelnen Schichten, in den oben beschriebenen Ocker- und Grautönen, wie ein Vexierbild mit dem Betrachter spielen:

Da sind, nach einer unverwechselbaren, höchst markanten Eröffnung, die in mir eine Erinnerung wachruft, die ich aber nicht zu fassen bekomme, ganz leicht süßliche Linien, pudrig-mehlig, Kakao, oder eher Sojamehl, die dann ihre Süße verlieren und doch vielleicht zerriebener Ton sind. Da ist eine prickelnde, klare, feinstoffliche Schärfe, ein grau trockenes Knistern, das aber dann wieder samtig auf weicher Haut ausgleitet. Da sind weit, weit entfernte Ahnungen eines weichen Saffianleders, die sich, kaum das man es greifen will, zu Bitterschokolade verwandeln.

Ohne Zweifel hat der Duft eine stark blütige Seite. Bisweilen wirkt diese dicht und schwer, Flieder und Hyazinthen kommen in den Sinn. Den Parfumeuren gelingt es aber, diese Schwere so zu durchbrechen und aufzulockern, dass L'Interdit Intense nie drückend oder altmodisch wirkt, sondern bei aller Behaglichkeit innovativ und leicht. Den Duft von geröstetem Sesamöl, den ich gut kenne, vermag ich nicht wahrzunehmen, dafür ein wunderbares sanftes benzoeartiges Nasenkitzeln.

Die Haltbarkeit und Projektion ist durchaus markant, aber für einen "Intense"-Duft überraschend zurückhaltend. Das passt gut zum Wesen des Duftes, der zwar intensiv und lebendig ist, aber nicht besoffen in den Straßen rumgrölt, der emotional ist, aber dabei auch klar und präzise; geheimnisvoll, aber dabei nicht verworren. Ich liebe solche zweideutigen, nicht-festgelegten Düfte.

Derzeit habe ich eine großzügige Phase bei der Punktevergabe, was sich u.a. darin äußert, dass ich ab und zu entgegen meiner Gewohnheit alte Bewertungen mal etwas raufsetze. Also vielleicht sind 9,5 auch ein ganz klein bisschen der Begeisterung des Augenblicks geschuldet. Aber ein ungewöhnlich schöner Duft ist es, ganz ohne Frage.

Ob L'Interdit zu den Damendüften gehört, die ich mir auch an mir selbst vorstellen könnte, weiß ich noch nicht. Vollkommen abwegig erscheint mir der Gedanke nicht, aber vorerst würde ich ihn ganz den schönen Damen meiner virtuellen und realen Umwelt überlassen wollen. Mit Ausnahme meiner Lieblingskollegin, der ich natürlich alles andere als Kopfschmerzen wünsche.
26 Antworten
5
Preis
9
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
3
Duft
Florblanca

1143 Rezensionen
Florblanca
Florblanca
Top Rezension 26  
Audrey und ich SIND ENTSETZT!
L'Interdit - der Duft von Audrey Hepburn, von dem ich sowohl das Parfum, als auch das EdP und das EdT besitze - ist mein Signaturduft. Nachdem ich also diverse Kommentare hier gelesen habe, musste ich unbedingt die neuen Versionen - ich wählte das EdP und das EdP-Intense (zum GLück nur die 30ml Versionen von beiden) - testen. Nachdem sie also heute eingetroffen sind habe ich sie sofort getestet.
Links das Intense und rechts das EdP auf dem jeweiligen Handgelenk. Zum EdP habe ich getrennt Stellung bezogen, hier also jetzt das Intense.

Die mich kennen, wissen, das ich es mit den animalischen Orientalen nicht so habe. Ich stehe auf richtig gut gemachte Amberdüfte, die viele Facetten in sich vereinen.

Der Intense ist etwas, das ich sofort wieder von meinem Handgelenk abwaschen musste. Er verursacht bei mir Übelkeit und ich fürchte, Audrey Hepburn würde es genauso gehen, könnte sie dieses Gebräu riechen.

Denn auch hier erinnert maximal der Flakon an L'Interdit. Der Inhalt ist schwülstig süß animalisch und reizt meine Nase ausgesprochen unangenehm. Intense ist er allerdings. Die Silage ist so groß, dass in nullkommanix unser ganzes Wohnzimmer danach roch (Lüften half nur bedingt). Die Haltbarkeit ist gut, doch läßt sich dieses "Duftwasser" recht gut mit ordentlich Seife abwaschen (zum Glück).

NEIN NEIN NEIN bitte keine solchen "Neuauflagen" legendärer Düfte mehr. Das kann nur ins Auge gehen, wie dieses "Duftwasser" beweist!
18 Antworten
7
Preis
9
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Lilitu

26 Rezensionen
Lilitu
Lilitu
Top Rezension 29  
Da muss er einfach durch - mein Mann...
Lange habe ich überlegt, welche Variante ich von L'Interdit kaufen möchte. Die Geschichte des Duftes hat mich gereizt. Ein Parfum extra für die großartige Schauspielerin Audrey Hepburn erschaffen. Natürlich weiß ich, dass der Originalduft nicht mehr allzu viel mit den heutigen Varianten zu tun hat. Aber ich liebe nun mal Orangenblüte. Und da kann ich einfach nicht widerstehen.

Üblicherweise kaufte ich vor Corona am liebsten meine Düfte am Flughafen im Duty-Free-Shop. Als kleinen duftenden Start in den Urlaub oder manchmal auch als ein schöner Abschluss - eine duftende Erinnerung. Die Auswahl in den Duty-Free-Shops fand ich gut und meist hatte ich genug Zeit, die Düfte vorab zu testen.

Damit war es dann vorbei. Letztes Jahr während des Lockdowns verschlimmerte sich meine Parfum-Obsession und ich war auf der Suche nach neuen Inspirationen. Zeit genug hatte ich ja, dank Kurzarbeit. Also was tun? Erst einmal ausgiebig im Internet recherchieren. Also los.

Vorher hatte ich mich nie mit Duftpyramiden, einzelnen Duftnoten oder so etwas auseinander gesetzt. Wozu auch - entweder hat mir der erschnupperte Duft gefallen oder nicht. Ich hatte ein paar Marken, die mir besonders gefielen. Bei den Teuren blieb es meist beim Schnuppertest. Bei den anderen kaufte ich auch mal verschiedene Parfums. Während des Lockdowns entfiel die Möglichkeit zu testen.

Erst durch Parfumo erkannte ich, dass ich besonders Parfums mit Orangenblüte schätze. Bei meinen Recherchen stieß ich auf L'Interdit. Die Duftpyramide der neuen Varianten des klassischen Duftes klangen verführerisch für mich. Ich schaute mir die Duftnoten vom EdT, EdP und der Intense-Variante an und die YouTube-Vergleiche. Irgendwann musste ich mich dann entscheiden. Meine Wahl viel auf L'Interdit EdP Intense. Die Variante erschien mir mysteriöser. Obwohl mir der schwarze Pfeffer erst einmal etwas Angst machte. Pfeffer im Parfum? So etwas kannte ich bis dato nicht bzw. wahr mir dessen nicht wirklich bewusst.

L'Interdit Eau de Parfum Intense startet bei mir erstaunlicherweise frisch. Frische Orangenblüten erstrahlen. Danach umarmt die Tuberose die Orangenblüten. Der Duft wird langsam deutlich süßlicher. Im Hintergrund gesellt sich eine nussige Note dazu. Der Sesam verwebt die Melange zu einer cremigen Paste. Der zuerst strahlend helle Duft erhält eine tiefe geheimnisvolle Wende. Dunkel und schwarz.

Hat dies mit dem schwarzen Pfeffer zu tun? Doch wo ist der schwarze Pfeffer geblieben? Einzeln, kann ich ihn nicht herausriechen. Wie zum Teufel riecht schwarzer Pfeffer in einer Kopfnote?
Im Hintergrund nehme ich jedoch eine Nuance von etwas Würzigem wahr. Verwoben mit der cremigen Paste bleibt diese Note trotzdem weich. Nichts stechendes, so wie ich mir Pfeffer vorstelle. Denn letztendlich, überkommt mich immer eine heftige Niesattacke, wenn ich über ein Gericht Pfeffer streue.

Etwas anderes fällt mir noch auf. Bei Parfumo wird das Parfum als süß-blumig beschrieben. Doch wie schon bei einigen Parfums nehme ich auch in L'Interdit Intense eine pudrige Note wahr, die nicht näher beschrieben wird. Für mich verleiht diese Nuance dem Parfum einen edlen Touch. Ich liebe pudrige Düfte - habe ich dies schon erwähnt? Hm, vielleicht liegt dies einfach daran? Keine Ahnung.

Die Zusammenstellung wird nun ein klein wenig grüner. Der Vetiver lässt grüßen. Ein würziges Element, steigt aus der Tiefe auf. Der Patchouli lauert geheimnisvoll in der Basis. Leder rieche ich leider nicht. Dafür schmeichelt die Vanille meinen Sinnen. Sie fügt sich perfekt in die pastenartige Komposition ein und rundet sie ab. Ein mysteriöser, dunkler doch auch weicher Duft. Sexy. Edel. Lecker.

Während ich das cremig-pastenartige Geheimnisvolle und Pudrige an dem Parfum schätze, nimmt mein Ehemann interessanterweise den Duft einfach nur als zu intensiv wahr. Schade, für ihn kein sexy Duft.

Doch da hat er Pech gehabt, meinen Mann meine ich natürlich, denn ich liebe diesen Duft. Und jetzt gibt es auch endlich Gelegenheiten ihn zu tragen. Da muss er durch - mein Mann.

Fazit:
Ein Duft für selbstbewusste Frauen - ein wunderschöner Ausgehduft. Ich kann ihn nicht an jungen Mädchen sehen, eher an Frauen ab 30 aufwärts.

Irgendwie kann ich mir den Duft auch nicht an Audrey Hepburn vorstellen. Eine Schauspielerin, die für Ihren mädchenhaften Charme berühmt war. Die Attribute geheimnisvoll und mysteriös passen besser zu anderen berühmten Filmdiven des klassischen Hollywoods. Doch sei's drum. Schließlich kenne ich den Originalduft nicht.

Sillage und Haltbarkeit sind sehr gut. Sillage vielleicht ein klein bisschen zu gut, zu mindestens für meinen Ehemann.

Der Flakon ist ganz ansprechend. Das Schwarz unterstreicht seinen geheimnisvollen und edlen Charakter.

Ich muss ihn einfach lieben!
4 Antworten
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
10
Duft
Runa

8 Rezensionen
Runa
Runa
Top Rezension 26  
Vom „Widerspruch im Rausch der Sinne“
„Nein - nicht noch eines!“
——
„Aber ich gefalle dir doch so sehr, ...!“
——
„Ich weiß, aber wohin mit dir, wozu überhaupt?“
——
„Ich bin doch anders als all die anderen, die dir gefallen!“
——
„Ich weiß, und es tut mir auch sehr Leid, und ich weiß, dass ich dich so gerne um mich hätte, aber zu viel ist einfach zu viel!“
——
„Du magst mich doch nicht so sehr, wie du sagst ... :( ...“
——
„Das stimmt nicht, ich mag dich sogar sehr, mehr als mir lieb ist! Du würdest in mein Leben treten und wärst erstmals unter deinesgleichen nicht das, über das man eher bewusst auffällt, damit spielt, es vielleicht sogar drauf anlegt, sondern vielmehr eher das, was einen selbst in den Vordergrund stellt, während du lediglich flankierst, unterstreichst, statt voran zu gehen.“
——
„Ja, ist das wirklich so - dann kauf mich!“

———————————

Kann ein Parfum etwa so sehr „lügen“ ???

Nein, ich glaube nicht!
Manch’ andere können das vielleicht, sicher sogar, trügerisch oder gar verlogen sein, aber nicht dieses hier, nicht „L‘Interdit Intense“, das hält, was es verspricht:
Kein Firlefanz, kein SchnickSchnack, kein Schickimicki!

L‘Interdit Intense — L’Interdit Intense, das ist Souveränität, Selbstbewusstsein und Understatement zugleich. Das ist Ausstrahlung, Eleganz, Wärme, Orient (auch im Winter!), Sucht (aber keine Gier), Versuchung pur und mehr Zauber als Verbot - dies alles jenseits von 1.001er Nacht, eher die 1.011te oder Zwölfte, die „12“ auf (m)einer Skala von 1 bis 10.

Das Orchester der Zutaten lebt im Ein- und Gleichklang, die Melodie ist äußerst einprägsam, nicht zu schwer, nicht zu süß, (wieder) sehr modern und trotzdem irgendwie auch ein Evergreen - ein „all in one“, sozusagen.

Nach meinem Test war mein Statement

Voilà, da bin ich - so die Message!
„Heißer“ als das Original, noch umschmeichelnder, kuscheliger, intensiver und offensiver im Auftritt!

und dabei bleibe ich.

Intense legt gegenüber dem „Original“ (10!) nochmal zu, bleibt allerdings wiederum zurückhaltender, defensiver, ist dabei jedoch wiederum stabiler, langatmiger, feiner, cremiger, eine neuerliche Steigerung an Wohlgefühl und Behaglichkeit.

Tuberose, Patchouli, Vétiver, Leder, Orangenblüte, Vanille, gerösteter Sesam - alles Stoffe, aus denen Träume initiiert und auch gemacht werden. Das Konzert davon ist sehr stimmig, in Allem, irgendwie nicht neu, genauso wenig wie alt oder abgegriffen, nein, es ist anders ...

Der Reiz des Verbotenen wird hier subtil zum intensiven Programm, ist sehr nachhaltig, kann aber muss kein steter Begleiter sein, hätte aber alles an Potential dazu.

L‘Interdit Intense mag manchen vielleicht zu „monoton“ sein, dennoch bliebe es besonderer Ausdruck von Dauer- und Nachhaltigkeit, so und so, vom ersten bis zum letzten Moment.

Das Verbotene — Parfum.

14 Antworten
Meinesonne85

4 Rezensionen
Meinesonne85
Meinesonne85
Top Rezension 26  
Manche Liebe muss wachsen
Blindkauf. Laut Reviews "Sexy, verrucht und dabei besonders, nischig": Da konnte ich nicht widerstehen, auch wenn ein leise Stimme im Hinterkopf schon zu Bedenken gab, dass ich Orangenblüte eigentlich gar nicht mag, weil sich eine Wolke davon gerne als Migräne mit Kopfschmerz und Übelkeit manifestiert (Hallo Armani Code, du Trauma!). Und Pfeffer war doch auch noch nie mein Lieblingsgewürz...

Aufgeregt ausgepackt, erster Sprüher in die Luft und schon Nasenkräuseln: Das ist aber ordentlich orangenblütig und irgendetwas beißt da. - Ist das der Pfeffer? Aber gut, das Zeug ist bezahlt, also ab damit auf das Handgelenk. Die Enttäuschung setzt sich fest. Der Pfeffer ist spannend, hilft der Orangenblüte aber dabei, ihr Kopfschmerzpotenzial zu entfalten. Der vanillige Reis in der Basis ist toll - außergewöhnlich und überhaupt nicht mainstreamig-gourmandig. Ob das ausreicht, mich die weißen Blüten ertragen zu lassen?

Na gut, kommt erst einmal in die Sammlung, wir können uns ja später noch einmal miteinander beschäftigen. Diverse Schnüffler am Flakon und Luftsprüher steht fest: Nicht wirklich schlecht, aber Freunde werden wir nicht mehr. Ab damit ins Aufbrauch-/Verschenkkörbchen.

Und dann kam er, der kalte Frühlingstag, an dem ich zur Rechtfertigung diverser Neukäufe mal wieder etwas "aufbrauchen" wollte, verschenken konnte ich ihn in den Wochen davor dann doch irgendwie nicht. Und was geschah? Während eines stressigen Arbeitstages kamen mir immer wieder ein cremiger, leicht pudriger, sehr femininer und im positiven Sinne ausgefallener Duft mit Wiedererkennungswert entgegen. Kein Kopfschmerz, keine Übelkeit, kein Stechen! Der Pfeffer kratzt plötzlich nicht mehr in der Nase, sondern gibt dem Vanillereis Tiefe. Kein netter Kuschelgourmand, sondern selbstbewusste, stilvolle Sexyness mit etwas Feuer, guter Haltbarkeit und einer Sillage, die nicht den ganzen Raum einnimmt, aber für diejenigen, die trotz Corona näher an mich heran dürfen, deutlich wahrnehmbar ist. Auch der nächste und übernächste gemeinsame Tag haben die Enttäuschung vom ersten Mal mehr als wett gemacht, fiese Migräneorangenblüte hat sich nie wieder eingestellt.

Zurück vom Körbchen in die Sammlung... Du bleibst mein!
2 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

110 kurze Meinungen zum Parfum
Edda32Edda32 vor 4 Jahren
9
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Traumsanft weichgezeichnete Orangenblütenmilchstraßensterne auf urbanem Vanille-Vetiver herzwärmen Tuberosenwildledersamt. Sesam, öffne dich
10 Antworten
SchatzSucherSchatzSucher vor 2 Jahren
8
Sillage
9
Haltbarkeit
6
Duft
Eine schöne Grundidee, doch zu laut und zu süß umgesetzt. Kaugummihafte üppige Weißblüher auf cremiger Vanille dominieren den gesamten Duft.
23 Antworten
FlorecillaFlorecilla vor 3 Jahren
8
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8
Duft
Schwarz wie die Nacht, süß wie die Sünde, stark wie die Liebe:) Mag ich!
13 Antworten
ErgoproxyErgoproxy vor 2 Jahren
8
Sillage
7
Haltbarkeit
5
Duft
Puh! Der florale Overkill aus Tuberose und kaugummiartiger Orangenblüte. Das Ganze wurde noch vanillig süß unterfüttert. Mir zu viel.
18 Antworten
Nickhun1Nickhun1 vor 4 Jahren
9
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8.5
Duft
Rassig, vorlaut, unsagbar süß u. präsent, zumindest bei mir. Wirkt schon etwas überladen, aber ich mag ihn sehr! Rieche zum Glück kein Leder
6 Antworten
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