Insensé 1993 Eau de Toilette

Insensé (Eau de Toilette) von Givenchy
Flakondesign Pierre Dinand
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8.4 / 10 189 Bewertungen
Insensé (Eau de Toilette) ist ein beliebtes Parfum von Givenchy für Herren und erschien im Jahr 1993. Der Duft ist blumig-grün. Es wurde zuletzt von LVMH vermarktet. Der Name bedeutet „Unsinnig”.
Aussprache
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Duftrichtung

Blumig
Grün
Frisch
Würzig
Holzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
MandarineMandarine BasilikumBasilikum Schwarze JohannisbeereSchwarze Johannisbeere
Herznote Herznote
MagnolieMagnolie MaiglöckchenMaiglöckchen MastixharzMastixharz IrisIris
Basisnote Basisnote
TannenbalsamTannenbalsam

Parfümeur

Bewertungen
Duft
8.4189 Bewertungen
Haltbarkeit
7.7158 Bewertungen
Sillage
7.1145 Bewertungen
Flakon
7.1143 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.821 Bewertungen
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 04.01.2024.
Wissenswertes
Der Duft wurde 2007 als Teil der Kollektion "Les Parfums Mythiques" erneut auf den Markt gebracht.

Rezensionen

19 ausführliche Duftbeschreibungen
7
Flakon
7.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
8.5
Duft
Ernstheiter

41 Rezensionen
Ernstheiter
Ernstheiter
Top Rezension 24  
Bescheuerpulverte Strohblumen
Schon seit einger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, meine Eindruecke zu Insensé niederzuschreiben, habe es aber immer wieder aufgeschoben, weil ich keinen rechten Zugang zu diesem Duft finden konnte. Wenn ich es jetzt dennoch tue, heisst das nicht, dass ich diesen Duft nun endlich verstehe, sondern nur, dass sich mittlerweile so viele Eindruecke und Gedanken dazu in meinem Kopf angestaut haben, dass ich einfach zum "Druckventil" Kommentar greifen muss.

Dass es sich bei Insensé um einen Blumenduft handelt ist hinlaeglich bekannt und ich werde jetzt auf keinen Fall zu Floskeln wie "Blumen fuer den Mann, ein schwieriges Thema" und Aehnlichem greifen. Zum Duftverlauf gibt es nicht allzu viel zu sagen. Insensé eroeffnet mit einer sehr frischen Note, die bei mir sofort eine Assoziation zu Scheuerpulver hervorruft. Kein schaerfes, stechendes, sonder vielmehr mit einer gewissen Milde. Ueber dem ganzen liegt eine leicht gruen - fruchtige Aura, welche die "Scheuerpulver-Frische" jedoch nicht nenneswert mindert. Recht schnell schiebt sich das Maigloeckchen durch die Schicht aus Schaeuerpulver und zaubert die ersten blumigen Impressionen hervor. Das Zusammenspiel beider Duftnoten laesst jedoch nicht den Eindruck von frischen Blumen entstehen, sondern von einem Strauss aus getrockneten Blumen. Ich denke, das ist auf die Iris zurueckzufuehren, die ueber den gesamten blumigen Eindruck einen hauchduennen Schleier aus Trockenheit legt. Sie ist so genial dosiert, dass jeglicher Lippenstift-Akkord vermieden wird, die Blumigkeit aber auszutrocknen vermag. Auch verschwindet die "Scheuerpulverfrische" und weicht einer sanften balsamischen Tannigkeit, die ueber Stunden anhaelt.

Insensé hat aber auch gar nichts, was ein Duft haben sollte, um zum Verkaufsschlager zu werden. Und trotzdem zieht es mich in seinen Bann - gerade deshalb. Es bietet keinen zitrischen Eroeffnungsreigen, keine Guerlinade, kein Oud; es beeindruckt mit Blumen, die zwar als solche gut wahrnehmbar sind, aber nicht wie man erwarten wuerde, blumenstraussig oder gar lieblich rueberkommen. Alle Duftnoten sind fantastisch aufeinander abgestimmt und fuehren zum Eindruck von Distanz, Kaelte und Unnahbarkeit.

Kann man so einen Duft tragen? Ich moechte aufgrund meiner Begeisterung JA schreien, schaffe es jedoch nicht, denn wenn ich ehrlich bin, trage ich Insensé maximal 5 bis 6 Mal pro Jahr. Warum also diese Begeisterung? Weil ich ganz einfach das ANDERE liebe. Meine kleine Duftsammlung besteht hauptsaechlich aus Duft-Darlings die ich gerne und haeufig trage, weil sie mir ein gewisses Wohlgefuehl verschaffen, mich koerperlich anregen. Insensé hingegen reizt mich kopfmaessig, es zwingt mich geradezu nach jedem Auftragen, mich damit zu beschaeftigen. Es ist ein verkopfter Duft der mich dennoch uneingeschraenkt begeistert.
11 Antworten
8
Preis
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
10
Duft
Fengaraki

14 Rezensionen
Fengaraki
Fengaraki
Top Rezension 32  
Heller Klang und bunte Pracht
»Insensé« ist kein Männerduft: Zu lockend stehen seine wilden Blumen in voller Knospe. »Insensé« ist kein Frauenduft: Zu rauh werden die Blüten vom krautigen Tannicht überschattet. Welches dritte Geschlecht soll ihn also tragen? Vielleicht eines, das sich um solche überholten, aber weiterhin lebendigen, Kategorien nicht schert.

Hinterher ist man natürlich immer klüger – aber das Ansinnen, einen solchen Duft als Männerparfüm auf dem Massenmarkt zu etablieren, scheint doch sehr idealistisch. Givenchy ist eben nicht Amouage und wer einen Männerrock kaufen möchte, geht nicht zu Karstadt. Die typische Frage eines Parfümsuchenden »Welcher Duft passt zu mir?« ist manchmal eher unglücklich gewählt, weil mit ihr die Chance vertan wird, das eigene Auftreten durch einen Kontrast zu komplementieren: Ein sportlicher junger Mann mit »Cool Water« oder eine elegante Dame mit »Shalimar« ergeben ein stimmiges Gesamtbild – aber erst wenn die beiden ihre Düfte tauschen, wird es interessant. Und genau hier schlägt »Insensé« meteoritenhaft ein, weil dieser Duft gerade zu niemandem passt und damit jeden interessant macht. Seine grobe Lieblichkeit ist durch herbe Frische distinguiert, seine kratzige Stimme melodisch, raumfüllend, einnehmend. Unprätentiös und nahbar, macht seine Hemdsärmeligkeit es dem Gegenüber leicht, ihn bald als besonderen Freund ins Herz zu schließen. Und, um auch das Offensichtliche noch zu erwähnen: Seine Schönheit ist atemberaubend.
9 Antworten
7.5
Haltbarkeit
8.5
Duft
Profumo

284 Rezensionen
Profumo
Profumo
Top Rezension 21  
Männer und Blumen - ein schwieriger Fall...
Es gibt Parfums, die kommen einfach zur falschen Zeit. Mögen sie auch noch so gut sein, die Idee dahinter nachvollziehbar, die Ausführung vielleicht sogar mehr als kompetent, ja die Kritiker begeistert – sie ziehen nicht. Der Konsument verschmäht das Werk, und keiner weiß so recht warum.
‚Insensé’ erging es zu Beginn der 90er Jahre so, aber es war in guter Gesellschaft. Denn merkwürdigerweise entstanden zu jener Zeit eine ganze Reihe von Düften die mal mehr. mal weniger floppten, obwohl alles dafür sprach, dass sie eigentlich ein Erfolg hätten werden müssen – man denke nur an Chanels berühmtes ‚Egoïste’, an ‚Globe’ von Rochas, oder die wenige Jahre zuvor erschienenen ‚Bel Ami’ von Hermès, ‚Derby’ von Guerlain und ‚Le 3me Homme de Caron’.
Große, bedeutende Werke allesamt, die aber die in sie gelegten Erwartungen nicht auch nur annähernd erfüllten.

Der Markt für Herrendüfte ist aber auch ein schwieriger. Herren, Männer oder Jungs neigen in Sachen Duft nicht gerade zur Experimentierfreudigkeit. Man(n) trägt in der Regel, was ein Freund, Kumpel oder Kollege ebenfalls trägt und man(n) irgendwie akzeptabel findet. Sich olfaktorisch zu exponieren wird tunlichst vermieden, lieber schnell zurück ins Glied und die Nase nicht zu weit hervorgestreckt. Männer hatten noch nie Probleme sich zu uniformieren, ganz im Gegenteil.
Warum es dann aber doch hin und wieder plötzlich Änderungen gibt, warum auf einmal alle zu einem ganz anderen Duft greifen, was sie dazu veranlasst hat und wann diese unvorhergesehenen Kehrtwenden eintreten – das alles wüssten Parfumhersteller sicher gerne, aber sie wissen es nicht. So bleibt nur hin und wieder einen Ausfallschritt zu wagen, und abzuwarten was passiert.
Im Falle von Givenchys ‚Insensé’ passierte gar nichts. Der Duft wurde belanglos beworben, was aber nicht der eigentliche Grund für seinen Misserfolg sein dürfte, denn auch die großartigste Kampagne verhilft selbst dem besten Duft nicht zwangsläufig zum Durchbruch – siehe ‚Egoïste’. Nein, dass er zum Ladenhüter wurde, hatte vermutlich andere Ursachen. Eine könnte gewesen sein, dass es sich bei ‚Insensé’ um einen floralen Duft handelt, einen außergewöhnlich floralen sogar, außergewöhnlich jedenfalls im Bereich der Herrenparfümerie.

Vielleicht war man im Hause Givenchy ein wenig geblendet vom Erfolg des Tuberosen-Krachers ‚Amarige’ und dachte, es sei doch an der Zeit, dass auch die Herren der Schöpfung an dem schier überquellenden Blütenbouquet teilhaben sollten. So entstand ‚Insensé’ als maskuliner Counterpart zu ‚Amarige’, allerdings ohne die dominante Tuberose inmitten (an die sich die Damen und Herren Parfumeure, geht es um einen Herrenduft, bis heute leider nicht so recht heran trauen). Stattdessen ging man ein wenig auf Nummer sicher, wählte eine hinreichend bewährte aromatische Fougère-Konstruktion und kombinierte sie mit einem klassischen aldehydisch-grünen Chypre-Konzept in der Art des hauseigenen ‚Givenchy III’ oder Yves Saint-Laurents ‚Y’.
Herausgekommen ist ein ziemlich zwittriges Wesen: einerseits die beruhigende Vertrautheit des mit Basilikum aromatisierten Fougère-Akkordes (Lavendel und Coumarin), andererseits aber auch das aus der Damenparfümerie der 70er Jahre bekannte frisch-fruchtig-grüne Chypre-Thema: Bergamotte, Schwarze Johannisbeere (statt Pfirsich), weiße Blüten, Patchouli, Labdanum und – die Brücke zwischen beiden bildend – Eichenmoos.
Dieser Spannungsreichtum irritiert. Man stelle sich folgende Situation vor: Ein Mann, er benutzt ‚Paco Rabanne pour Homme’, und dessen Frau, die Estée Lauders ‚Alliage’ trägt, testen einen Duft, der irgendwie nach beider Cologne riecht. Die Frau würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen: Oh, das riecht aber interessant, könnte ich vielleicht tragen. Der Mann hingegen in 9 von 10 Fällen: Nein, das geht gar nicht – viel zu blumig, erinnert mich an den Duft meiner Frau.
Dieser Duft könnte ‚Insensé’ sein.
Das Urteil des Mannes ist allerdings keines gegen den Duft seiner Frau (den er vielleicht sogar gerne mag), sondern vielmehr eines gegen die Eventualität der Uneindeutigkeit. Kaum etwas fürchtet der Mann nämlich mehr als vermeintlich oflaktorische Travestie. Eine Frau würde (fast) immer eine Herrenduft tragen, vorausgesetzt natürlich er gefällt ihr, ein Mann hingegen (fast) nie einen Damenduft, mag er ihm auch noch so gut gefallen.
Sicher, einigen können sich beide auf sogenannte ‚Unisex’- Düfte, aber ‚unisex’ ist ‚Insensé’ nicht. Er ist vielmehr ‚bisex’ – das klassische Fougère-Thema der Herrendüfte mit dem ebenso klassischen grün-floralen Chypre-Thema der Damenparfümerie kombinierend. Dabei passiert etwas Interessantes: Die floralen Noten - die für einen Herrenduft recht untypischen Maiglöckchen und Magnolien – werden durch den krautig-pudrigen Lavendel-Coumarin Akkord um ihre Lieblichkeit gebracht. Sie erscheinen trockener, und bleiben dabei beständig von holzigen Akzenten gerahmt, einer hellen Waldlichtung gleich, auf der ein paar Blüten sich der Sonne entgegen strecken.
Im weiteren Verlauf entwickelt der Duft sich dann in eine zusehends pudriger werdende moosig-holzige Richtung, die gegen Ende leichte Moschus-Nuancen enthüllt. Eines – und das mag ebenso zum Misserfolg des Duftes beigetragen haben – entwickelt der Duft aber in keiner Phase: Wärme. Er bleibt immer kühl, fast kalt. Das macht ihn nicht sonderlich einnehmend, und belohnt den Träger obendrein auch nicht für eine Reise jenseits der geschlechtsspezifischen olfaktorischen Grenzlinien.
Diese Kühle beeindruckt aber wiederum jene, die sich häufiger und intensiver mit Parfums beschäftigen und gelernt haben der Gefälligkeit übermäßig ambrierter Düfte zu misstrauen.

So bleibt festzuhalten, dass ‚Insensé’ ein mutiger, vermutlich zur Unzeit begangener Schritt in eine neue Richtung war, der in seiner Ausführung allerdings ein wenig kühl, womöglich unnötig kompliziert und zu intellektuell erdacht ausfiel.
Wie dem auch sei, ich mag den Duft, sehr sogar.
Daher habe ich mich auch sehr gefreut, dass Givenchy sich vor ein paar Jahren entschloss, ihn in der Reihe ‚Les Fragrances Mythiques’ wieder aufleben zu lassen. Leider habe ich nun feststellen müssen, dass er aus dieser schon wieder verschwunden ist – warum auch immer.
Ich hoffe inständig, dass es nicht endgültig sein wird.
Der Duft ist einfach zu gut!
11 Antworten
6
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
10
Duft
SnoopDog

9 Rezensionen
SnoopDog
SnoopDog
Top Rezension 18  
Sommerwiese am Waldesrand
Ich bin ein ISENSÉ ULTRAMARINE-Fan.
Was den ISENSÉ angeht, wollte ich ihn immer mal testen, bekommt er hier schließlich durchweg super Noten. Ihn zu bekommen ist allerdings ein wenig wie ein 6er im Lotto. Selbst in einschlägigen online-Auktionsbörsen ist er eine Rarität und wechselt - wenn mal angeboten - für teures Geld seinen Besitzer. Ich schoss letztens 50 ml EdT für 70,00 Euro. Das nenn ich mal good deal!

Ob es zwischen Relaunch und Vintage Unterschiede gibt, kann ich nicht beurteilen. Den Vintage-Duft bekommt man nahezu gar nicht mehr.

Nun, der Duft ist einzigartig, nicht von dieser Welt und wurde offenbar für Besonderes erschaffen. Er hebt sich von all dem Douglas-Einheitssprit EXTREM ab. Man nimmt förmlich war, dass er vor einem Vierteljahrhundert kreiert wurde. Denn er hat absolut nichts von dem Flanker-Mainstream und den gehypeten Allerwelts- und Werbedüften a´la Sauvage, Acqua di Giò, BOSS Bottled. JOOP! Jump und wie sie alle heißen... Mögen die auch eine Daseinsberechtigung haben (also jedenfalls Sauvage) aber, Fragrances for the Masses sind nix für mich.

INSENSÉ:
...wirkt auf mich überirdisch, sinnlich, verträumt.
Er ist für mich so was von ein Unisex-Duft. Denn er ist derartig feminin, dass ihn auch gut Frauen tragen könnten, ja sogar sollten. Wenn ich ihn an einer Frau riechen würde (was so wahrscheinlich ist wie ein 6er im Lotto) würde ich dieser nachstellen - glaube ich. Ich werde ihn mal heute Abend bei meiner eigenen ausprobieren...

...result is comming soon!

Die Frau,
die ISENSÉ trägt, ist zwischen 30 und 40, hell (z.B. blond), jugendlicher Typ, verspielt, sinnlich, kindlich (Lolita) und hüpft wie ein kleines Mädchen im Sommer durch ein Feld mit Wiesenblumen. Sie fährt FIAT 500 oder Mini und hat einen Hund.
Der Mann,
der ISENSÉ trägt, ist um die 40, sportiv, Individualist, Gentleman, witzig, charmant, Feinschmecker, Lebemann und fährt definitiv keinen VW Passat.

Kopfnote:
Frisch-blumig und intensiv, ein Hauch von Zitrusfrucht. Peng: Mandarine! Stimmt. Aber für Mandarine ist es nicht süß genug. Peng Schwarze Johanna! Jaaah, Mandarine mit schwarzer Johannisbeere gemischt treffen es ziemlich gut. Basilikum? Lag vielleicht daneben im Reagenzglas. Ich nehme absolut kein Basilikum wahr.
Was für eine Kopfnote: 10 Punkte

Herznote:
An meiner Magnolie kann ich derzeit (Winter) nichts riechen, ich hole es im Sommer nach und schau mal. Magnolienduft habe ich auch gerade nicht in der Nase, weiß ich also nicht. Aber was bitte ist Mastixstrauch? Google: Wilde Pistazie, aha. Ja, kann sein - keine Ahnung. Ich bin überfordert! Iris und Maiglöckchen stimmen - sind schließlich Wiesenblumen. Die Herznote ist wohl Givenchys Geheimnis. Einigen wir uns einfach auf
Herrliche Sommerblumenwiese.
Was für eine Herznote: 10 Punkte:

Basisnote:
In der Tat ist da etwas Würziges in diesem Blumenmeer. Je mehr man sich der Basis nähert, umso würziger wird es - man läuft quasi aus dem Feld hinein in den Nadelwald. Tannenbalsam, da wäre ich nie drauf gekommen, aber ja - kann sein. Mit der Basis kommt Würze und bißchen (Tannen-)Holz. Er behält gleichwohl oder vielleicht gerade deswegen seinen sinnlichen Charakter.
Basis: 9 Punkte

Haltbarkeit: den ganzen Tag, überdurchschnittlich und bis zuletzt klar wahrnehmbar - ein Duft, der nicht kippt!

Sillage: dezent wahrnehmbar, zurückhaltend, diplomatisch, charmant und dennoch präsent. In der Basis nur noch hautnah - perfekt

Flakon: Sch... egal, der Relaunch-Flakon ist ansehnlich, liegt gut in der Hand (100 ml noch besser als der 50 ml-Flakon, ich kenne den 100er vom Ultramarine), das war´s. Ist halt aus den 90ern. Gutes Mittelmaß halt.

Fazit:
Isensé, Du bist meine Göttin! Vielen Dank Givenchy für dieses Meisterwerk und shame on you, dass Du ihn einstelltest.

Einer meiner TOP10
3 Antworten
6
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
10
Duft
CD1810

30 Rezensionen
CD1810
CD1810
Top Rezension 18  
Ein erneuter Beweis: Früher war alles besser!
Und wieder einmal ist amtlich und nachzulesen, was ich schon seit Jahren an mir wahrnehme: Ich bin alt, zumindest im Kopf, der Körper macht noch immer erfreulich gut mit. Eigentlich eine deprimierende Selbsterkenntnis, könnte man meinen?

In mancher Hinsicht vermutlich schon. Vielleicht aber auch ein Stück weit unvermeidlich und vielleicht auch ein Stück weit in Ordnung, ersetzt man "alt" durch "gelassen" oder "nicht alles mitmachen müssen".

Gelassen bin ich in Bezug auf diesen Givenchy- Klassiker allerdings nicht, sondern begeistert. Und gelassen bin ich auch nicht bezüglich der Tatsache, dass solche Meisterwerke im Designerbereich nicht mehr lanciert werden. Ich stehe voll und ganz zu meiner Aussage: Früher WAR der Mainstreambereich wirklich besser.

Dieses Meisterwerk aus den frühen Neunzigern fand vor Kurzem seinen Weg in meine Sammlung, nachdem ich ihn bei Erscheinen als Zwanzigjähriger auch gehabt habe. Auf ebay eine Auktion gewonnen und so zu einem unverschämt niedrigen Preis einen vollen 50ml- Vintageflakon ergattert. Auch noch Glück gehabt!

Vintage und dabei völlig in Ordnung: Ich sprühte ihn gespannt auf und war wieder 20! Genau dasselbe wie damals: Eine im Herrenbereich einmalige Kombination aus grüner Würzigkeit (Basillikum, Harz, Tanne) und deutlicher Blumigkeit. Besonders Letztere finde ich phänomenal: Wer würde heute einen Herrenduft kreieren, der Magnolie und vor Allem Maiglöckchen ganz prominent im Herzen hat und dennoch ganz nach Mann riecht? Denn das tut "Insensé" bei mir. Ich finde ihn überhaupt nicht unisex. Durch die Iris kommt bei mir sogar noch eine gewisse Cremigkeit ins Spiel, die dem Duft eine Ausdauer und Projektion gibt, die ich niemals (erst recht nicht bei einem Vintageflakon) erwartet hätte.

Und so sprühe ich ihn auf und freue mich und versuche meinen Frust über heutige Mainstreamdüfte einfach wegzuschließen, denn: Wozu sich ärgern, wozu greinen, womit hadern? Davon wird nichts besser und nur der Genuss an diesem Meisterwerk geschmälert.

Insofern, ja, früher war der Designerbereich besser, aber ich genieße jetzt einfach ohne weiteres Lamentieren. Und 20 will ich ohnehin nicht noch einmal sein!
9 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

32 kurze Meinungen zum Parfum
LicoriceLicorice vor 2 Jahren
7.5
Duft
Harz & Tannenbalsam
ummanteln Kraut, Frucht
und taubenetzte Blüten
warm & sanft dunkelknarzig

+ Elegantherbfrische Einheit +
17 Antworten
Eggi37Eggi37 vor 2 Jahren
7
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Fruchtig-frisch-blumiger Duft
Fruchtig-saure Beeren harmonisch
Zu grün-würzig & klassischenBasilikum
Wird zur Basis hin cremiger
WarmenTage*
17 Antworten
ErgoproxyErgoproxy vor 2 Jahren
6
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Der ist fein. Feinseifige Kopfnote, grüne Blüten, deutlich Mastix, harzig-holziger Drydown. Elegant und zeitlos.
14 Antworten
BastianBastian vor 2 Jahren
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Fougèreartiger Duft
Blumen mit bedacht zusammengestellt
Harzigbalsamische Eleganz
Minimal Zitrischbeerige Spritzer
Stark gemacht **
17 Antworten
SalvaSalva vor 3 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
9.5
Duft
Fesselndes Blumenbeet
Rasend ins Klassikherz
Opulente Naturgewalt
Trifft Fougère-Akkorde
Überwältigte Gewaltausbrüche
In Extase
11 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Diskussionen zu Insensé (Eau de Toilette)

Lilalolle19 in Herren-Parfum
Hallo liebes Forum,ich suche nach einem 'Dupe' des Insense-Duftes von Givenchy!Natürlich ist mir klar dass kein anderes 1:1 so riecht, aber...

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