Loukhoum 1998

Loukhoum von Keiko Mecheri
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7.8 / 10 306 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Keiko Mecheri für Damen, erschienen im Jahr 1998. Der Duft ist süß-gourmand. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.
Aussprache
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Duftrichtung

Süß
Gourmand
Pudrig
Orientalisch
Blumig

Duftnoten

komorische Vanillekomorische Vanille WeißdornWeißdorn bulgarische Rosebulgarische Rose edle Hölzeredle Hölzer
Bewertungen
Duft
7.8306 Bewertungen
Haltbarkeit
8.9238 Bewertungen
Sillage
8.1225 Bewertungen
Flakon
7.7214 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.132 Bewertungen
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 15.03.2024.

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Rezensionen

25 ausführliche Duftbeschreibungen
10
Flakon
7.5
Sillage
10
Haltbarkeit
8.5
Duft
0815abc

14 Rezensionen
0815abc
0815abc
Top Rezension 30  
Von einer,die auszog,das Fürchten zu lernen
Oder:88 Tage,um dem Kind einen Namen zu geben.
Liebe Dobbs:
Danke für deine Geduld.Da hast du mir so wunderbare Proben geschickt und ich habe wirklich viel zu lange gebraucht,um endlich einen Kommentar zu einer von ihnen zu schreiben.
Dafür habe ich mir nun gleich die größte Herausforderung herausgepickt.
Ich liebe Abgründe.Auch bei Düften.Ecken und Kanten müssen sie haben.Animalisch,dunkel und verrucht sein.
Qualmen darf es auch.
Und dann kam Loukhoum!
Der Auftakt stimmte mich fröhlich:Hagedorn kenn ich aus meiner Hexenwerkstatt,ich mach leckere Sachen daraus.es ist ein erdiger,dunkler,etwas bitterer Geruch.Ähnlich dem Duft welkender Blüten.
Und da sind sie dann auch schon:Blüten in rauschhafter Fülle,üppig besprengt mit Mandelkaramell.
Uff!
Erstmal lüften!!
Hilft nix,denn:
Direkt vorm Fenster: Rosen!
Die,die fast aussehen,wie schwarzer Samt.Unmengen davon!
Schwer,mystisch,betörend.
Bilder von üppigen Schönheiten mit langem Haar tauchen vor meinem inneren Auge auf.Ich schwanke zwischen Faszination und Entsetzen und kann doch meine Nase nicht von Loukhoum lassen.
Bisschen Holz vor der Hütte hat die Dame auch.
Moschus-aha,naja-aber Vanille!Heiderzacko,Vanille in Hülle und Fülle.
Was drauf steht,ist auch drin,keine Frage.Der Duftverlauf ist recht linear und ich finde das für diesen Duft genau richtig.Der muss nicht auch noch überraschen,hat er doch von allem soviel.
Loukhoum ist ein Duft für große Auftritte.Ein Tropfen hinters Ohr und einen in die Armbeuge,das reicht für 20 Stunden.Mehr sorgt meiner Einschätzung nach für Fluchtgedanken beim Gegenüber.
Und was wird nun aus Loukhoum und mir?
Ich werde die Probe in Ehren halten und an Gegenteiltagen tragen.
Oder an Tagen,an denen Pippi Langstrumpf Lust hat,gleichfarbige Strümpfe zu tragen.
So betrachtet,komm ich viele Jahre damit aus.
16 Antworten
7.5
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
8
Duft
Mandelmaus

132 Rezensionen
Mandelmaus
Mandelmaus
Top Rezension 24  
Lukullischer Genuß
Seit November trage ich den Duft immer mal wieder und muss mich jetzt dann auch beeilen mit meinem Kommentar. Solange es noch nicht zu warm ist und ich den Duft noch auflegen kann, da dieses hier ein sehr schweres Geschütz ist. Keiko Mecheri konnte mich bis jetzt immer begeistern. Sei es Cuir Cordoba oder Wild Berries. Beides sehr hochwertige Düfte, welche sich mit einer eleganten Selbstverständlichkeit einen besonderen Platz in meinem "Duftgedächtnis" schaffen konnten. Da erinnere ich mich gerne und schaue nach neuen Schätzen Ausschau. Der ungewöhnliche Name und die Duftpyramide üben einen starken Reiz auf mich aus. Gourmand habe ich immer gerne. Leider gibt es auch sehr viele, die sich stark ähneln. Da gestaltet es sich zumindest für mich schwierig etwas herausragendes zu finden. Mit Chocolate Greedy habe ich mein Denkmal olfaktorischer Perfektion gefunden was Schokolade anbelangt. Nun fehlt noch ein leckerer, üppiger Mandel-Marzipan-Kracher. Dabei hoffe ich hier auf den großen Wurf.

Loukhoum fällt gleich mit der Tür ins Haus. Oder besser in die Konditorei oder den Weihnachtsmarkt. Anfangs gleicht das einer Essensschlacht auf höchstem Niveau. Feinstes, cremiges Marzipan, verziert mit goldgelbem Honig, karamellisiertes Popcorn, gebrannte Mandeln, mürbes Bourbon-Vanillegebäck, natürlich mit der besten Butter gebacken. Ein Schlaraffenland, ein Kaleidoskop an Köstlichkeiten. Völlerei bis zum Exzess, mir wird schon fast schwindelig. Der Duft rasselt hauchdünn an einer Sinnesüberfoderung vorbei, erschlägt mich beinahe mit seiner verschwenderischen Fülle. Nach kurzem fängt sich das reichhaltige Volumen. Mit einer noch warmen Tüte voll gebrannter Mandeln schlendere ich nun über den weniger überfüllten Weihnachtsmarkt. Einige Stände schließen bereits, jedoch hängt noch das verheißungsvolle Aroma der Leckereien in der kalten Winterluft. Verbindet sich zu einer warmen, süßen und äußerst süffigen Symbiose mit dem Potenzial die Sinne auf eine interessante Reise zu schicken. Glücklicherweise ohne Garantie für Kopfschmerzen.
Ein feines Röstaroma bereichert die geschmeidige Süße und verleiht dem Duft einen dezent rauchigen, sinnlichen und orientalischen Touch. Nimmt ihm seine Verspieltheit. Dazu kandierte Rosenblätter, fluffig, träge, sehr dickflüssig aber nicht klebrig oder stechend zuckrig.
Nun gleicht der Duft einer warmen, sahnigen Masse. Ordentlich Zimt, handwarme Milch, weiche Marzipanflocken, harte Karamellfäden. Damit das alles nicht zu foody wirkt schwingt eine holzig-rauchige Note mit. Jene steuert die nötige Tiefe bei um den Duft trotzdem interessant, sinnlich, feminin und sogar etwas brenzlig wirken zu lassen.
Ähnlich wie aufwirbelnder Goldstaub der zuerst in gleißenden Facetten funkelt und langsam zu Boden schwebt. Für viele Stunden bleibt Loukhoum freundlich, herzerwärmend, stark, einladend, sündig süß, verwirrend rauchig, schmelzend, träge tropfend, heimelig, berauschend und sogar subtil erotisch. Alter Schwede, noch nie habe ich so etwas voluminöses und sättigendes wahrnehmen dürfen. Trotzdem verspüre ich kein Völlegefühl oder Lethargie. Eher ein nichtendenwollender Genuß, ein ständiges Begehren, welches mit sofortiger Erfüllung einhergeht. Wie ein Gefäß das stets voll bleibt, obwohl man immer mehr hineinfüllt. Schwer zu beschreiben, die Balance der einzelnen Noten geht einfach perfekt auf und ergeben ein homogenes Gourmanderlebnis. Zum Träumen und kuscheln, wohlig seufzend und wärmend.

So grandios ich dieses Parfüm auch finde, kann ich es nur sehr selten "ertragen". Auf schmerzlich-schöne Art ein atemberaubender Overkill. So schön, dass es weh tut. Ich weiß, du wirst nicht zart sein können, aber ich will dich unbedingt. Bitte lass Gnade walten.
Darauf muss ich vorbereitet und aufgelegt sein. Wenn ich schon sehr müde oder mit Kopfschmerzen den Tag beginne ist Loukhoum der allerletzte Duft an den ich denke. Zu fordernd und einnehmend, dafür bin ich dann zu schwach. Doch steht mir der Sinn nach einem Gourmand-Exzess, immer her damit. Da reichen schon wenige Tropfen um rund um die Uhr zum Anbeißen zu duften. Monstersillage inklusive. Gerne führe ich Loukhoum zum Ausgehen aus oder allgemein große Anlässe. Wie eine elegante und sündhaft teure Pelzstola, ich will mit Klasse klotzen. Dass mir da die Männer zu Füßen liegen weiß ich definitiv, da es den stärksten Kerl umhaut. Nein, Spaß, ich benutze nur wenige Tropfen. Trotzdem entfaltet sich da eine betörende und narkotisiernde Aura, zweifelsohne einer überirdisch schönen Sirene würdig.

Wahrscheinlich werde ich ihn irgendwann in meine Sammlung aufnehmen. Aber ein Flakon wird mit Sicherheit noch für meine Enkel reichen, so ergiebig scheint es mir. Kleine Mengen reichen bereits, die gewünschte Wirkung wird eh nur bei kalten Temperaturen erzielt, sonst grenzt der Gebrauch schon an Körperverletzung.

So wie der römische Senator und Feldherr Lucius Lucullus trotz seiner Liebe zu einem ausgedehntem Mahl kein geistloser Prasser, sondern auch philosophisch gebildet war und sogar die persische Gartenkunst nach Rom und Neapel brachte, ist Loukhoum die unangefochtene Gourmand-Königin, die ihre Welt trotz ordentlicher Leibesfülle stilvoll und mit Grazie regiert.
15 Antworten
7.5
Flakon
7.5
Sillage
10
Haltbarkeit
7
Duft
Ergreifend

486 Rezensionen
Ergreifend
Ergreifend
Top Rezension 17  
Mandel und Pfeffer
Hinter der Nacht kommt langsam der Sternenhimmel hervor.
Über den Dächen, in deinen Garten.
Und wenn die ersten Sterne sich zeigen,
finden Sie ihr zu Hause in deinen Augen.

Ich würde wieder dorthin gehen, wo ich nachts immer bin.
Mich in der Dunkelheit verstecken.
Und dann zufällig in deinen Augen versinken.

Ich würde dich so gerne an der Hand nehmen.
Den Sternen entlang, entführen.
An einem Ort, wo du niemals warst.
Tage würden wir dort verbringen.

Denn du trägst Mandel und Pfeffer mit dir mit. Bist süß und würzig zugleich.
Und in deinen Augen verbirgt sich nach den Sternen, die Sonne.
Du treibst alle kalten Wellen fort, dass sie mein warmes Herz, nicht erreichen.
Wenn der Tag lange ist, riecht man deinen friedlichen Sinn.
Denn dann geht alles gut.

Mandel und Pfeffer.
Im Herz und im Hirn.

Loukhom ist ein würziges Parfüm, was sich auf einer Mandellandschaft ausbreitet. Diese Halbierung in süß und in würzig ist hier gut gelungen. Der Duft springt schnell auf diesen Zug auf, wobei er anfangs deutlich würzig unterzogen ist. Doch die Süße, die mit den Mandeln kommt, ist schnell da. Ja fast schon rasend. Die Mandel bildet hier das Brett des Fundaments. Dazu kommen noch leichte Rosenblätter, die sich tief im Schlaf versunken, auf die Mandeln niederfallen lassen. Im Hintergrund eine helle Kraft, die das in ein schön, zartes Licht stellt und die Dunkelheit zur Seite rückt. Wenn sich das Herz entfaltet hat, wird noch etwas Vanille umhergewirbelt, mit einem Schuss Honig. Doch die Gewürze halten Stand und lassen sich nicht im Keim ersticken. Es bleibt eine Wiege zwischen den Beiden vorhanden. Puderquasten bilden sich auch und überziehen den Himmel. Es wird deutlich mädchenhaft und fröhlich. Für mein Empfinden ist dies aber etwas zu viel. Eine gute Freundin mag diesen Duft sehr gerne und zu ihr passt er auch. Denn sie sieht den Sternenhimmel, wenn sie ihn aufträgt. So viel Begeisterung Ihrerseits, verdient auch einen Kommentar :)

Mandel und Pfeffer.
Im Herz und im Hirn.

Ich mag den Duft gut leiden, wobei er jetzt nicht mein absoluter Top Favorit ist. Doch ist es schön, die Mandel deutlich zu spüren. Ihre Süße, ihre Feinheit, ihren Genuss. Dazu noch exakt angepasste Gewürze,wie rosa Pfeffer und Nelke. Der Duft ist sehr lange haltbar und erstreckt sich über den ganzen Tag. Er ist für all diejenigen, die es besonders süß mögen und dazu auch noch von einer Gewürzwand nicht abgeschreckt werden.

Für mich ist er nur ab und an , ein Genuss, wenn ich wieder Mandeln satt haben will. Mit Gewürz.
Mit Mandel und Pfeffer.
6 Antworten
10
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Shahar

16 Rezensionen
Shahar
Shahar
Top Rezension 16  
„GRAND DAME“ auf Diät
Meine Vor-Kommentatoren hinterließen einen solchen Eindruck, dass ich Loukhoum einfach mal blind bestellt habe. Etwas, wo ganz groß draufgeschrieben: bombastisch, Weihnachtsmarkt, Mandeln, süüüüüüüüüüß und dann noch dieser ansprechende Flakon....die Duftbeschreibung....die Einordnung......da war die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, ins Schwarze zu treffen.
Zunächst einmal DANKE für diese....Erfahrung.....Offenbarung trifft es besser, ja, es hat ins Schwarze getroffen, auch wenn der Pfeil an ganz anderer Stelle einschlug und jetzt erklären sich mir auch die vereinzelt auftretenden Irritationen in einigen Kommentaren gegenüber diesem Parfum.
Denn es ist alles, was es zu sein scheint – nur die Wirkung ist völlig anders, als das, was man damit assoziiert. Der Auftakt mit Hagedorn ist ungewöhnlich ....gewöhnungsbedürftig? ....konzentriert ...... eine einzige (schöne) Duftnote, die jedoch zu spröde, STRENG! und sperrig ist um sofort nur zu gefallen. In ihr zeichnet sich ein Auftakt bis in die Herznote ab: dieser Duft ist TROCKEN! Und bei einem süßen Duft rechnet man mit allem – nur nicht mit dieser trockenen, dunklen, schweren Süße....jedes andere Parfum auf dem Markt mit Prädikat süß ist zugleich auch klebrig, schwül, feuchtwarm, anheimelnd.....trägt sozusagen schon den Schlüpper in der Kniekehle....... Loukhoum jedoch bleibt auf Distanz, arrogant, „angezogen“, unangepasst, erwachsen.....auch wenn der Duft nach 5 Minuten wärmer wird, facettenreicher, süßer. Was meine Vorredner hier an einzelnen Komponenten zu trennen vermochten (Mandeln, „angebrannt“, Rose, Hölzer), trifft alles zu und trotzdem bildet dieses Parfum in jeder Phase seines Duftverlaufs eine Einheit, wobei ich finde, dass es sich von Herz- zu Basisnote nicht mehr wesentlich verändert. Letzte Phase habe ich auch nach 18 Stunden noch nicht erreicht, die Haltbarkeit ist eine Wucht!
Die Sillage leider auch.....und ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage: „leider“. Wie schon erwähnt: Parfum verwende ich immer reichlich....was bei den von mir bevorzugten Duftrichtungen fast an Körperverletzung grenzt. Erst wenn die Umstehenden Tränen in den Augen haben, weiß ich, es ist genug. Dummerweise war im Falle von Loukhoum ICH der Gelackmeierte: es ist kein typischer Kopfschmerzduft, es ist ein Übelkeitsduft. Das scheint ein neuer Trend zu sein....geht mir bei Luna und Hayat von AlKimiya auch so. Dagegen hilft eine angepasste Dosierung, es bleibt aber ein flaues Gefühl in der Magengegend und das finde ich sehr irritierend, dass ein so süßer Duft so gar keinen Appetit auslöst. Fasziniert-verliebt bin ich trotzdem, Liebe muss nicht immer eitel Sonnenschein sein: die „Schattenseiten“ von Loukhoum versprechen eine lange, abwechslungsreiche Beziehung :)
7 Antworten
5
Flakon
5
Haltbarkeit
9
Duft
Louce

132 Rezensionen
Louce
Louce
Top Rezension 4  
Rosa! Ich? Neee!
Harmlos, süß, rosa, mit Blüten, Puder und Zuckerguss… neee…. so riechen meine Düfte nicht! Ich bin doch kein Mädchen!
Mein Test des Loukhoum-Dufttrios war vorurteilsbehaftet, weil ich bereits vorher ganz sicher wusste, dass mir solche Mädchendüfte nix anhaben können und dass puderumwölkte Süße nix auf meiner Haut zu suchen hat.

Aber dann passierte etwas Unerwartetes: Nach einem ersten „Bwäh, wie süß!“ reizte mich dann doch irgendwas, um mich immer weiter und tiefer hinein zu riechen und mich auf die Spur der Loukhoumnote zu begeben.
Zuerst schaffte es das „Loukhoum Eau Poudrée“, mein gar nicht vorhanden geglaubtes Mädchenherzchen zum Pochen zu bringen.

Das hier kommentierte „Loukhoum“ startet mit der Note „Hagedorn“, was tatsächlich Weißdorn ist und der ist eher gewöhnungsbedürftig. Nicht im ersten Moment liebenswert, sondern ein wenig stichelig, überreif, leicht animalisch und sämig-süß ist mir diese Note bereits bei „Louanges Profanes“ begegnet und auch da brauchte ich mehrere Anläufe, um sie in ihrer befremdlich bestrickenden Schönheit riechen zu können.
Zuerst irritiert und weißdornig abgeschreckt, habe ich also das „Loukhoum“ erstmal naserümpfend abgehakt und mich dem „Eau Poudrée“ zugewandt. Das ist sehr ähnlich, fängt aber viel heller und blumig-freundlicher an, ist insgesamt leichter, tänzelnder, stärker pudrig und ganz gewaltig moschuslastig. Gegen meinen ursprünglichen Willen war ich betört von dieser Loukhoum-Note. Sehr süß, sehr gefällig, sehr sirupartig dickflüssig. Leicht rosig, irgendwie auch rosinig.
Bevor ich mich versah, war ich ein wenig verknallt.

Danach habe ich wieder „Loukhoum“ probiert. Da ich die Loukhoum-Note bereits beim „Eau Poudrée“ ganz gut kennen gelernt hatte, konnte ich sie gleich ausmachen und fand sie wieder erkennend diesmal noch schöner, weil sie hier etwas intensiver ist. Langsam freundete ich mich auch mit dem Hage-/Weißdorn an und nach ein paar Tests wurde dieser gewöhnungsbedürftige Start geradezu extrareizvoll und erstrecht verliebenswert. Diese Note ist ein Hinterrücks-Bezirzer, der nicht unmittelbar, aber dann umso mehr einnimmt.
Die spannende, verführerische Süßnote ist bei „Loukhoum“ deutlicher mit Mandelduft unterlegt. Das ganze wirkt ein wenig schwerer, betonter sirupartig und tiefer. Die gut erkennbaren Hölzer geben dem Duft im Verlauf etwas mehr Gewicht. Insgesamt wirkt „Loukhoum“ schwerer. Die Pudrigkeit ist auch hier ausgeprägt, nur ist es keine helle, flirrende Pudrigkeit, sondern eine massiger wirkende, dunklere.

Mit dem Umweg über das „Loukhoum Eau Poudrée“ fand ich zu „Loukhoum“ und habe mich nachhaltig verliebt in diese schöne, satte und dichte Süße, die erstaunlich komplex und tief bei gleichzeitig graziler Zartheit duftet. Vom „Loukhoum Parfum de Soir“ hatte ich zu wenig, um ordentlich testen zu können, aber auch hier habe ich die charakteristische Loukhoumnote wieder erkannt: elegischer inszeniert, noch etwas schwerer und mit einem aufreizenden kleinen Oud-Kick. Auf jeden Fall muss ich „Loukhoum“ haben und das „Parfum de Soir“ noch mal ausgiebig testen.

Ich möchte „Loukhoum“ eine unterschwellige Erotik, eine dünn ahnbare Hinter- und Abgründigkeit zusprechen, eine subversiv-verruchte dunkle Linie in der hellen Süße.
Kann aber auch sein, dass ich das nur riechen will, weil in meinem Selbst- und Duftbild so wenig Platz für Mädchenhaftes ist. ;-)
10 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

46 kurze Meinungen zum Parfum
Amadea70Amadea70 vor 1 Jahr
10
Duft
Ich fühle mich zum Anbeißen
Türkischer Honig, gebrannte Mandeln, Vanille und Rosenwasser

So muss es wohl im Himmel riechen!
29 Antworten
Sublim22Sublim22 vor 3 Jahren
So zuckerig süß, dass ich nach dem Testen jetzt extremen Mettwurstbrothunger davon bekommen habe.
1 Antwort
VoulaVoula vor 4 Jahren
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Riecht wie die Süßspeise Loukoumi schmeckt - erstaunlich gut getroffen! :-)
Süß, klebrig, weich,
mit Puderzucker.
Langanhaltender Genuss!
3 Antworten
Ineke89Ineke89 vor 7 Jahren
7
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
8
Duft
1 Tropfen verwandelt mich in eine Marzipankartoffel. Der Duft ist wie meine Oma, egal wie satt man ist, es gibt immer noch mehr Nachschlag.
2 Antworten
AchillesAchilles vor 8 Jahren
10
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Seife, Mandeln, türkischer Honig,
aber nicht zu süß - der Hammer!
0 Antworten
Weitere Statements

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So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Diskussionen

Themen zum Parfum im Forum
SweetdreamsSweetdreams vor 11 Jahren
Damen-Parfum
Keiko Mecheri Loukhoum
danke für den Tipp, ist mir irgendwie durchgegangen. :?

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