Dhajala

(2007)
Dhajala von XerJoff
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7.8 / 10     81 BewertungenBewertungenBewertungen
Dhajala ist ein beliebtes Parfum von XerJoff für Damen und erschien im Jahr 2007. Der Duft ist blumig-würzig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.

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Parfümeur

Jacques Flori

Duftnoten

Kopfnote KopfnoteBergamotte, Galbanum, Orange, Orangenblüte
Herznote HerznoteJasmin, rosa Pfeffer, Rose
Basisnote BasisnoteAmbra, Moschus, Myrosweliabalsam, Tonkiphorabalsam, Vanille

Bewertungen

Duft

7.8 (81 Bewertungen)

Haltbarkeit

8.1 (62 Bewertungen)

Sillage

6.7 (60 Bewertungen)

Flakon

8.4 (61 Bewertungen)
Eingetragen von DirkDS, letzte Aktualisierung am 18.02.2017

Wissenswertes

Dhajala ist Teil der Kollektion ,,Shooting Stars".

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Kommentare

TurandotTurandot vor 5 Jahren
Duft 9.0

„Maskerade”


Natürlich ist Dhajala von meinem Beuteschema so weit weg wie der Mond. Und ich kann mir vorstellen, dass Ergoproxy und Monsieur sich jetzt fragen, ob ich sie noch alle...
SabiSabi vor 4 Jahren
Duft 1.0

„Meine Nase scheitert an Dhajala”


So, meine Lieben, heute ist es endlich soweit und mein 2wöchiges durch Kopfschmerzen hervorgerufenes Parfumembargo ist offiziell wieder aufgehoben. Für...
Flakon 9.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    17 Auszeichnungen
Sternstunde bei Xerjoff ... und diesmal bist du nicht sperrig :)
XXY war der erste Xerjoff der als Miniflakon blind bei mir einziehen durfte. Der so harmlos beschriebene Duft hat es mir aber am Anfang nicht so leicht gemacht ihn auch zu mögen. Er war mir viel zu sperrig.

Eine liebe Parfuma hat mir ein paar Tröpfchen vom Dhajala in die Duftpost gelegt und ich hab mich natürlich sehr gefreut. Sind es doch sehr spannende Düfte die Xerjoff herausbringt, dieser hier aus der "Shooting Stars"-Kollektion. Danke nochmal dafür.

Im frostigen Sibirien des Jahres 1947 beleuchtete ein glühender Feuerball am Morgen des 12. Februars den Horizont und zog eine riesige Spur Meteoritenstaub hinter sich her, die noch nach Stunden zu sehen war. Diese Begegnung von Himmel und Erde inspirierte XerJoff zu seiner Shooting-Stars-Kollektion. Insgesamt gehören 12 Düfte zur Kollektion. (Info von ALzD)

Dhajala ist nicht sperrig... sofort leicht zugänglich... ein Genuß für die Nase und sehr sehr gefällig.
Nun musste ich mein Pröbchen fast auswringen damit noch was rauskommt um den Kommentar zu verfassen... hat zum Glück noch ausgereicht :)
Ich möchte noch erwähnen das dies leider auch wieder ein Duft ist der wohl die meisten Geldbeutel sprengen würde. Aber zum testen sind wir ja alle hier und kaufen muss man so einen teuren Duft ja nicht ;)
Also auf zur Sternstunde ... ehm... zum Duft:
Dhajala legt einen zitrisch-balsamischen Start hin, der schon gleich etwas süß daherkommt. Kurzzeitig nehme ich dann die Orange samt Blüte wahr. Jasmin kann ich nicht herausriechen. Ich persönlich empfinde den Duft überhaupt nicht blumig.
Würzige Noten lassen sich nach einiger Zeit im Duftverlauf erkennen. Mit Ambra und noch mehr balsamischen Noten (Sorry aber Myrosweli- und Tonkiphoralbalsam ist mir eine Nummer zu Hoch um das auseinanderzupflücken) die herrlich harmonisch daherkommen geht Dhajala in die Basis.
Vanille fügt sich noch hinzu und nun bekommt der eh schon schöne Duft einen feinen Gourmandtouch. Das zitrische blitzelt immer wieder durch was ich sehr schön empfinde. Zu süß wird Dhajala aber nie!
Ein gelungener Xerjoff der für mich ein Immergeher ist, sowohl Sommer wie Winter.
Die Haltbarkeit liegt bei 8 Stunden plus. Auffallen tut man mit dem Duft aber nicht, er ist an mir eher dezent wahrnehmbar. Somit würde ihn auch niemand als störend empfinden.
Der Flakon ist mal wieder typisch in der Xerjoff-Form und sieht richtig gut aus.
Ich würde Dhajala nicht als reinen Damenduft sehen... also Männer traut euch :)
Fazit:
Xerjoff... diesmal bist du nicht sperrig. Zitrisch-balsamischer Start über feinen Gourmand :) sehr harmonisch! hmm ... das duftet so schön!
Ich wäre nicht abgeneigt einen 2. Miniflakon von Xerjoff bei mir einziehen zu lassen;) ... einen Test ist er auf jeden Fall wert.
12 Antworten
Flakon 9.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 10.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    6 Auszeichnungen
Duft der Gefühle
Ein Duft löst ja meist in einem Menschen auch ein Gefühl aus, sei es Kindheitserinnerungen, Glück, manchmal auch Unwohlsein, Abneigung aber auch wieder Zufriedenheit und Liebe. Düfte erzählen meist eine Geschichte und lassen einen in wunderschöne Zeitreisen entführen.

Nun möchte ich ein wenig was du diesem Meisterwerk vom Hause Xerjoff schreiben, das hat er absolut verdient.
Alles fing mit einer kleinen Probe an. Erst wurde es mir gar nicht so bewusst, was dieser Duft alles kann und wie Zufrieden er mich später stellen wird.

Der Start ist eine wunderschöne, erwachsende helle, saftige Orangenblüte mit etwas Pfeffer und einer nur leichten süße. Hier ist nichts klebrig oder nervend, sondern sehr außergewöhnlich und sehr Edel, man merkt hier steckt Qualität drin! Keine gewöhnliche Orangenblüte die man sonst vielleicht so kennt. Nach und nach mischst sich jetzt ein feiner Jasmin dazu auch dieser ist nicht wie so oft ein nervender oder Kopfschmerz-Kandidat, nein auch hier beweist der Duft wieder seine Qualität. Ich finde, hier mischt sich nun auch etwas grünes, leicht bitteres und würziges dazu, diese Kombination mit dem Jasmin/Orangenblüte und angenehmer süße machen ihn für mich einzigartig, ja fast schon zum besten Duft, welcher mir bisher unter die Nase gekommen ist.

Hinten raus liegt der Duft auf der Haut wie eine Edel-Creme, welche man so in dieser Art sehr, sehr selten zu riechen bekommt. Mit feiner Vanille und Ambra unterlegen macht es ihn zum Schluss zu einem kleinen Gourmand aber auch hier gilt wieder, kein gewöhnlicher Gourmand sondern einer der ganz anderen Art mit dem gewissen etwas! Habe wirklich bei den vielen bisher getesteten Düften noch nicht einer dabei gehabt der annähernd so duftet wie dieser! Den muss man einfach getestet haben um zu riechen was ich meine :)

Wenn ich diesen Duft trage, fühle ich mich unheimlich Zufrieden, Stark, Selbstbewusst und Glücklich. Das alles in einem Duft, was will man mehr? Vielleicht spreche ich sogar schon von Liebe... Ich glaube hier habe ich eins meiner Schätze gefunden!
2 Antworten
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Industriediamant
Vorab: Man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege, ich versuche einen möglichst bildhaften Vergleich aufzuzeigen. Diamanten sind stark verdichtete Kohlenstoffe. Sie werden industriell gefertigt, zum Beispiel auch um in der Natur vorkommende Diamanten zu schleifen. Was unterscheidet das Ganze, wieso sind natürliche Diamanten wertvoller? Meines geringen Wissen`s nach, beinhalten natürliche Diamanten kleine Einschlüsse oder Farbänderungen, sind eben nicht ganz so "perfekt", wie die Kunstdiamanten.

Dhajala ist ein Duft, der nicht synthetisch, für mich aber auch nicht "echt" riecht. Und um dies näher zu bringen, bedarf es dieser langen Einleitung. Der zitrische Auftakt erinnert mich hier an eine interessante Orangenvariation, aber leider nicht an eine richtige Orange. Es ist nicht die ganze Frucht. Ein wenig Schalenabrieb, etwas Aroma und ordentlich Zucker - das könnte hinkommen. Edel, gut gemacht - aber ich mag eine gute, frische Orange einfach lieber.

Selbst in der Herznote geht es so weiter. Weder eine Rose, noch der Pfeffer, nichts zeigt sich mir in voller Pracht. Akzente sind vorhanden. Sie sind aber nicht deshalb nur als Akzente wahrnehmbar, weil sie so verwoben sind, sondern weil ich sie als etwas abstrakt wahrnehme. Die Blüten kann ich riechen, sie riechen auch edel, sie riechen auch gut. Aber sie haben so absolut nichts mit der echten Blüte gemeinsam.

In der Basis entwickelt sich Dhajala für mich dann zu einem schönen Schmeichler. Unaufgeregt, ruhig. Die Blüten und die zitrischen Noten spielen nun kaum noch eine Rolle. Nun ist es für mich ein leicht ambratischer und vor allem vanilliger Duft, der niemanden stört, nicht negativ auffällt, weiterhin edel riecht.

Als ich den Duft heute aufsprühte, wusste ich nicht, wie die Duftpyramide aussieht. Doch ich konnte sofort einige Noten zuordnen. Zugleich empfand ich die Noten jedoch als wie bereits beschrieben irgendwie "unecht". Ich liebe wohl nur die Gegenteiligen Düfte. Einen edlen und schönen Duft, in dem ich kaum eine Note einzeln wahrnehme; oder einen tollen Duft, in dem jede Note in voller und natürlicher Pracht erstrahlt. Dhajala passt für mich in keine dieser beiden Kategorien. Er ist auf seine Art und Weise wunderbar, sicher ein toller Duft - aber nicht das, was ich mag.
4 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 7.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    6 Auszeichnungen
Eine Wüste aus Wiesen & Blüten
2x WOW - einmal für die vielen Lobeshymnen hier und das Zweite für die Andersartigkeit dieses Xerjoff-Orientalen. So grün war der Orient wohl noch nie. Da soll nochmal jemand sagen, Xerjoff mache nur überpreisige Kopien erfolgreicher Bestseller - Dhajala steht für sich alleine und ist mit keinem mir bekannten Duft vergleichbar. Ein großer Pluspunkt, der zusammen mit der Präsentation und den hochwertigen Inhaltsstoffen den Preis fast rechtfertigt. Aber trotzdem kann ich mich für Dhajala leider nicht so erwärmen wie viele der von mir sehr geschätzten Kollegen & Kolleginnen hier.

Dhajala ging bei mir von "Oh mein Gott, ist der gewöhnungsbedürftig. Warum finden den viele so toll?" bis zu "Oh yeah, schon eine einzigartige Mischung! Respekt!". Vielleicht würde er in der Wertung ja sogar noch etwas steigen bei häufigerem Tragen, allerdings muss es bei 4€ pro 1ml Düften schon auf Anhieb bei mir Knallen, reichen selbst 80% kaum aus um einen Kaufreflex auszulösen. Trotzdem kann ich nach dem heutigen Ausführen und Kennenlernen definitiv sagen, ich begreife Dhajala, habe ihm Zeit gegeben und rate dies auch allen Interessenten. Der Duft ist vielschichtiger und schöner als seine eigenwillige Kopfnote voller animalischen Orangenblüten. Nach einer Stunde ungefähr beruhigt sich das Parfum und sein Herz kommt zum Vorschein. Pfeffrige Blumen, Rosen & Jasmin zum größten Teil, in arabischer Pracht auf einer typisch europäischen Wiese. Sehr wilde Mischung, aber etwas zu wagen muss man loben. Die Basis verliert dann ihren etwas erdigen Galbanum-Touch und ist ein ambrierter Balsam aus 1000 & 1ner Nacht. Allein an meiner Beschreibung kann man erkennen: selten war ein Duft wandlungsfähiger, vielseitiger, maskierter und klarer in 3 Phasen unterteilt. Kopf: 3-, Herz: 2, Basis: 1-

Flakon: was für eine königliche Präsentation - Luxus pur & jährlich limitiert!
Sillage: kurz vor Showstopper & Beastmode!
Haltbarkeit: sehr ölig, sehr lange haltbar - nie weniger als 12 Stunden!

Eine gelungene Mischung aus Grün, Floral & weichem Orientalen - trotzdem blieben bei mir die Begeisterungsstürme aus...
3 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Im Land, wo die Orangen blühen...
Dhajala – bereits der klangvolle Name dieses „Shooting Stars“ suggeriert einen geheimnisvollen, exotischen Duft; und in der Tat, Dhajala ist außergewöhnlich, prächtig und ausdrucksstark, und gleichzeitig doch so zart und elegant. Ein Elixir mit fast süchtig machender Potenz. Oft wird den Xerjoff-Kreationen vorgeworfen, Luxus-Kopien bekannter Mainstream-Düfte zu sein. Manchmal kann ich dies nachvollziehen, bei Dhajala muss ich allerdings passen. Etwas Vergleichbares ist mir definitiv noch nicht unter die Nase gekommen.

Von Anfang an steht das Orangenmotiv im Zentrum des Dufts. Im Zusammenspiel mit einer spritzigen Bergamotte breitet sich zum einen ein Meer von Orangenblüten aus, zum anderen verströmen saftige, pralle Orangen ihr Aroma. Doch Dhajala wird zu keinem Zeitpunkt fruchtig-süß und kratzt lediglich am Gourmand-Genre – hierfür sorgt vor allem Galbanum, ein grün-bitter riechendes Harz, das oft in Chypre-Düften zum Einsatz kommt und die orangige Süße mit einer leicht herben Kante wunderschön ausbalanciert. Auch ein paar Pfefferkörner sorgen im Hintergrund für etwas Reibung. Die übrigen floralen Noten der angegebenen Duftpyramide, Jasmin und Rose, spielen keine eigenständige Rolle, vielmehr schaffen sie eine abstrakte Blumigkeit, die Dhajala Komplexität und Tiefe verleiht. Zur Basis hin entwickelt sich schließlich eine sinnliche, balsamische Ambernote, umspielt von einem Hauch unsüßer Vanille, ganz ohne animalische Kanten.

Dhajala ist ein Duft, der sich jeglicher Einordnung verweigert: Von einem zitrisch-grünen Start über eine fruchtige Blumigkeit bis hin zu einer warmen, orientalischen Basis führt der Duft diese unterschiedlichen Elemente mühelos zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Da ist außerdem eine ordentliche Portion Erotik in dem Duft – sehr offen und direkt, aber niemals ordinär oder schwülstig. Nach dem anfänglichen fruchtig-floralen Feuerwerk ist die Sillage ebenfalls dezent – nur wer dem Träger näher kommt, wird vom unwiderstehlichen Zauber Dhajalas gefangen genommen. Ich würde mir etwas mehr Präsenz zwar durchaus wünschen; wäre der Duft jedoch voluminöser und greifbarer, er würde womöglich seinen Reiz verlieren. Und ein unterschwelliger Hauch reicht vollkommen aus, um dieser hinreißenden Kreation zu verfallen.
6 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 1.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    9 Auszeichnungen
Meine Nase scheitert an Dhajala
So, meine Lieben, heute ist es endlich soweit und mein 2wöchiges durch Kopfschmerzen hervorgerufenes Parfumembargo ist offiziell wieder aufgehoben.

Für meinen ersten Test hatte ich mir etwas besonderes, sehr ausgefallenes ausgesucht, "Dhajala" sollte es sein. So wunderschön von euch beschrieben. Kurz vor dem Ausbruch meiner Stress-Migräne hatte ich das ersehnte Pröbchen bekommen und sie dann aber leider nicht mehr testen können. Aber nun...

Voller Vorfreude auf einen wirklich außergewöhnlichen Genuß trage ich den Duft auf meinem Innenarm auf. Puhhhhh, was ist das ???
Eine bitter-würzig-krautige Schockwelle hüllt mich ein und mir wird gleich wieder schlecht, och nee, das ist jetzt nicht wahr.
Ist der vielleicht gekippt, aber nein, kein fieser Maggigeruch, sondern scheußlich bitter aber mit voller Absicht.

Ich lese Guerlindes Kommi noch einmal und sehe das auch sie die Anfangsnote als sehr gewöhnungsbedürftig beschrieben hatte, das tröstet mich und so warte ich das diese Galbanumnote (danke Guerlinde!) endlich verfliegt und sich mir die ersehnte Schönheit in Form der Herznote präsentiert.

Ich warte und warte und warte... nach einer unendlichen 3/4 Stunde zeigt sich zusätzlich zum immer noch penetrant im Hintergrund lauernden Galbanum, eine schwül warme Jasminnote und auch ein Hauch von Rose ist untergemischt. Wie die Luft nach einem heißen Sommerregen, wenn die Erde dampft ist die Stimmung.
Für meinen Geschmack von schwelgender Schönheit weit entfernt, allenfalls interessant ist diese Entwicklung.

Nach einer weiteren Stunde Wartezeit (ich fühle mich schon fast wie beim Zahnarzt), verabschiedet sich ENDLICH die grauenhaft kratzig bittere Note und das Herz kippt in die Basis, definitiv das Schönste an diesem Duft.

Sehr weich, harzig, wunderschön ambriert, nicht zuviel, eher dezent, trotzdem gut wahrzunehmen, doch, das ist jetzt wirklich fast zum Dahinschmelzen.
Aber dann eben doch nur fast, die vielen Balsame scheinen etwas zu viel für mich zu sein, mögen sie auch noch so kostbar daher kommen. Es wird zu herb-harzig und dunkel für meinen Geschmack.

Auch diese Basis hält und hält, in dieser Hinsicht ist Dhajala sicher ein Volltreffer. Schlappe 12 Stunden ist es jetzt und ich kann die Basis immer noch sehr gut ausmachen.

Es tut mir leid. Ich sehe kenne Verführung, keine fruchtigen Orangen, keine atemberaubende Schönheit, so sehr habe ich es versucht, nichts. Ich stimme Turandot absolut zu das es in keinem Fall ein Gourmand oder Orientale ist, herb-bitter-fruchtig, wie sie schrieb passt perfekt, aber das muss man eben mögen und ich mag es nicht.

Aber das macht nichts ,denn wie heißt es so schön, jeder Tag bringt neue Freuden.
4 Antworten
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Neulich im Nobelrestaurant...
"Madame, haben Sie schon gewählt?"
"Nein, ich bin unschlüssig, können Sie mir bitte eine Empfehlung aussprechen?"
"Oui, Madame, ich empfehle Ihnen das Menü Dhajala in 3 Gängen."
"Dhajala? Hört sich exotisch an...Kostenfaktor?"
"270€, Madame."
"na dann, tischen Sie mal auf."
"sehr gerne."
Der 1te Gang wird serviert..
" Wohl zu speisen, Madame."
Kaum habe ich den ersten Happen im Mund, macht sich ein stechender, bitterer Geschmack bemerkbar..
na toll, 270€ und ich muss gleich brechen!
"Alles zu Ihrer Zufriedenheit, Madame?"
"Ich will den Chefkoch sprechen!"
" Oui,Madame, ich hole Ihn sofort."
"Sie möchten mich sprechen, Madame?"
"Allerdings, ich habe nämlich das Gefühl, sie haben ihre Hausapotheke ausgemistet und mit in die Vorspeise eingearbeitet."
Grosses Fragezeichen im Gesicht des Chefkochs..
"Ich schmecke nur was eklig Stechendes, Bitteres, die anderen Zutaten gehen völlig unter."
"ah ja, Madame, das gehört aber so, für diesen Geschmack ist Galbanum verantwortlich."
"Was, bitte, ist denn Galbanum?"
"na ja, es ist im entferntesten Sinne mit Fenchel verwandt und hauptsächlich in Persien beheimatet."
"Perverser Perser."
"Pardon??"
"ach nichts, ich habe nur laut gedacht!"
" nun ja, Madame, es ist eine außergewöhnliche und gewagte Kreation, aber bisher findet Sie bei meinen Gästen große Begeisterung."
"Hm, dann drücke ich jetzt mal ein Auge zu, oder auch zwei...Servieren Sie mir den nächsten Gang."
"Oui, Madame, ich eile in die Küche und werde Sie nicht enttäuschen."

Der Koch hat sein Versprechen gehalten.
Der 2te und 3te Gang ist einfach nur köstlich, ein Gaumenschmaus pur.
Ich glaube, der Koch ist um die ganze Welt gereist, nur um die kostbarsten und erlesensten Zutaten für dieses Menü einzusammeln..
Das Blumenboquet ist grandios, duftet absolut natürlich und rein, ich dachte, ich hätte eigentlich eine Vorstellung, wie Jasmin duftet, aber der Koch hat mich eines Besseren belehrt, ich bin wirklich überrascht und habe die seltsame Vorspeise schon völlig vergessen.
Den Übergang vom 2ten Gang zum Dessert habe ich gar nicht wahrgenommen, alle Zutaten sind perfekt aufeinander abgestimmt und die Blüten "betten" sich in eine ebenso gelungene, cremige Basis.
Das Menü entwickelt sich zu einem unsüßen, warmen, sinnlichen Geschmackserlebnis und zu guter Letzt mischt sich zu der ganzen Pracht, eine mir fremde, aber geniale Rauchnote.
Jetzt bin ich restlos verzaubert, ich glaube, ich starre mit offenem Mund vor mich hin, die Gabel fällt mir aus der Hand, der Koch ist ein Genie, Dhajala ist nicht von dieser Welt.

Wäre Dhajala ein Mensch, wäre sie eine unglaubliche Schönheit mit langem,schwarzem, seidig glänzendem Haar, mit einer makellosen, moccafarbenen Haut und dunklen, fast schwarzen, mystischen Augen.Sie trägt ein langes, anschmiegsames Samtkleid zu ihrer erotischen, weiblichen Silhouette, dazu ausgewählten, teuren Goldschmuck. Ihr Gang ist stolz, ihre Bewegungen sind wie in Zeitlupe, sie berührt nicht mal den Boden mit ihren Füßen...

"Madame, ist Ihnen nicht gut?"
Zack, da bin ich wieder und der Kellner glotzt mich an..
"doch, mir gehts fantastisch, aber Sie haben mich gerade gestört."
"Oh, verzeihen Sie vielmals, Madame, bin schon wieder weg."

Wow, was für ein Erlebnis.
Mit einer tiefen Verbeugung verlasse ich das Restaurant.

In Wirklichkeit hatte ich nur das 5 ml Probemenü, hiermit vielen Dank an Kankuro.
Dhajala wäre definitiv kein Duft für mich, auch wenn ich ihn mir leisten könnte.
Ich bin nicht Dhajala und will es auch gar nicht sein, aber es ist schön, ab und zu in eine andere Welt zu entfliehen. Was Turandot mit der Maskerade meint, kann ich jetzt gut nachvollziehen.

Auf meiner Haut ist die Haltbarkeit sehr gut, die Sillage eher dezent, wie schon gesagt, der Auftakt des Parfums ist für meine Nase etwas schwierig, aber ich gebe trotzdem 90%
6 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    32 Auszeichnungen
Maskerade
Natürlich ist Dhajala von meinem Beuteschema so weit weg wie der Mond. Und ich kann mir vorstellen, dass Ergoproxy und Monsieur sich jetzt fragen, ob ich sie noch alle beisammen hab, dass ich eine Lobeshymne auf diesen Duft vom Stapel lasse. Aber hier sitze ich, ich kann nicht anders.

DeepRiver ist schuld, dass das Parfum auf meiner Merkliste landete und Hasi hat mir nun die Freude gemacht, Theorie und Praxis zu vergleichen.

Ich glaube, jeder von uns kennt den Moment, in dem beim Aufsprühen und ersten Kennenlernen eines Duftes die Augenbrauen wie von selbst nach oben gehen und sich ein Lächeln auf dem Gesicht breit macht. Genauso eine Reaktion hat Dhajala bei mir ausgelöst. Dabei ist das natürlich kein Duft, den ich morgens so einfach mal aufsprühen würde, weil mir danach ist, oder weil ich ihn schon lange nicht getragen habe.

Ich mag eigentlich keine Orientalen. Und die Einordnung in Gourmand, hat mich erst etwas zögern lassen, aber für meine Nase ist sie völlig unberechtigt. Dieses Parfum ist für mich der schönste unorientalische Orientale, den ich kenne. Mein Einordnung wird sich auf blumig-würzig-orientalisch beschränken.

Die Kopfnote ist saftig, aromatisch und erstaunlicherweise spüre ich zwar die Orangenblüte, sie ist hier aber viel weniger süss, als ich sie sonst kenne.
Das Herz, das ja meist das Thema eines Duftes ist, spielt hier eine untergeordnete Rolle, die aber nichtsdestoweniger sehr wichtig ist. Sie ist sozusagen der Rahmen für das Gemälde. Und das Kunstwerk ist für mich eindeutig eine wunderschöne elegante, warme und ausdrucksvolle Basis. Ein Traum!! Dabei verschmelzen die einzelnen Noten der Pyramide so gekonnt und harmonisch, dass sich keine Abstufungen erkennen lassen.

Nun werdet Ihr Euch fragen, was der Titel soll. Dhajala ist für mich ein Duft, hinter dem ich mich verbergen kann. Mit dem es mir möglich ist, in eine Rolle zu schlüpfen und mal so zu sein, wie ich gar nicht bin. Mysteriös, super elegant, traumhaft schön und ein Wesen, nicht von dieser Welt;) Etwa so, wie die wunderschönen Masken im Karneval von Venedig, hinter deren Prunk und Pracht sich Lieschen Müller verbergen kann. Mit diesem Duft komme ich nicht irgendwo hin, ich erscheine!! Dhajala liefert sozusagen den roten Teppich gleich mit.

Bleibt mir nur noch einmal zur Realität zurück zu kehren: Dhajala ist kein Alltagsduft, hat eine phantastische Haltbarkeit und eine ausladende Sillage. Nach dem Preis schau ich erst gar nicht, denn zulegen werde ich mir dieses Parfum sicher nicht. Aber dank Hasi kann ich ab und zu bei passender Gelegenheit auf diese Maske zurückgreifen, mich dahinter verbergen und dann kann mir die schnöde Welt den Buckel runter rutschen;))
15 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    23 Auszeichnungen
Die Insel der Verführung ...
Dhajala ... ein Duft, der einen in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt.

6:3o Uhr ... der Wecker reißt einen wie jeden Tag unliebsam aus dem Schlaf ... man gehts ins Bad, duscht sich ... putzt sich die Zähne und zieht sich an ... Wie jeden morgen grübelt man wieder welchen Duft man trägt ... heute habe ich mich für Dhajala entschieden ... der goldene Flacon mit dem Einhorn (???) ... hatte es mir angetan ...

Beim aufsprühen bemerkte ich wie der Boden unter mir nachgibt ... erstaunt schaue ich herab und stelle fest das ich mich auf einer wundervollen grünen Wiese befinde und meine Füsse im warmen Gras versinken ... es ist ... als würde man auf Kissen laufen ... um mich herum befinden sich hunderte Orangebäume die unter der Last der großen, fleischigen, saftigen Früchte zusammenzubrechen drohen. Bei genauerem Hinsehen stelle ich fest das unter den Bäumen vereinzelnd Rosen und Jasminbüsche um einen Platz an der Sonne kämpfen.

Die ersten Minuten erfüllt Dhajala den ganzen Raum und lässt einen einfach nur träumen.

Die Verbindung Orange/Jasmin/Rose/Ambra war mir bisher völlig neu und hat mich direkt in ihren Bann gezogen. Die leicht pfeffrige Herznote spielt nur eine Nebenrolle und verschwindet relativ schnell wieder...

In der Basis trumpft Xerjoff mit Myroswelia- und Tonkiphorbalsam auf. Man sagte mir in der Parfümerie meines Vertrauens das diese beiden Nuancen zu den teuersten weltweit gehören und in dieser Verbindung einzigartig sind. Ob es den hohen Preis (der Duft wird auf Samt gebettet, in einer tollen Box in Klavierlackoptik geliefert) rechtfertigt ... ich weiß es nicht ...!

Ob der Duft als "GANZES" sein Geld wert ist? Ein dickes fettes JA !!! Die Kopfnote ist das schönste, saftigste was ich jemals gerochen habe, das Herz wird von einem Blumenbouquet getragen, was seinesgleichen sucht und die Basis ist der perfekte Abschluss dieses Kunstwerkes ...

Ambra ist bei immer so eine Sache ... Nur wirklich gut gemacht ... weiß sie zu überzeugen. Auch wenn mich die Geschichte hinter Ambra ein wenig anekelt muss ich doch gestehen das sie Dhajala eine gewisse Würze verleiht was den Duft nicht nur haltbarer sondern auch "tiefer" wirken lässt ...

Für alle Xerjoff Düfte werden nur die besten und kostbarsten Rohstoffe, die traditionsgemäß in Grasse gewonnen werden verwendet. Das spürt man hier ganz deutlich. Ein Duft in dieser Preisklasse sollte einen umhauen und das tut Dhajala in meinem Fall eindeutig. Hier ist alles nahezu perfekt ... der leicht kratzige Unterton der sich durch den ganzen Duft zieht macht ihn nur noch interessanter ...

Jeder Duft aus der Shooting Stars Linie ist auf 299 Exemplare pro Jahr limitiert und wird in einem mit Leder ummantelten Flacon geliefert. Wenn ihr die Möglichkeit habt diesen tollen Duft zu testen ... tut es ... es entgeht euch ein Juwel der Parfumkunst ...

Die Haltbarkeit ist mit 4 - 6 Stunden zwar ganz gut, in diesem Preissegment aber LEIDER ein kleiner Minuspunkt ... Die Sillage ist auch eher als zurückhaltend zu bezeichnen ... Man nimmt ihn wahr, er knüppelt die Umgebung jedoch nicht nieder ...

Ein ganz besonderer Duft für einen ganz besonderen Menschen oder Anlass ...

Ich hab mich verliebt und geh jetzt Orangen essen und ne Capri-Sonne trinken... bis denne ..... ;-)
13 Antworten

Statements

Jumi vor 154 Tagen
Für mich kein Gourmand, sondern herber, saftig-grüner Orangennebel, langsam transformierend in ätherisch-vanilliges Wölckchen Nr. 7... Mmmh!+7
Flakon 10.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 9.0
1 Antwort
ParfümMutti vor 10 Monaten
Dieser Duft erdet mich, ist warm und gibt mir einen kleinen Kick. Wunderbarer Duftverlauf! Leicht Gourmandig :)
Bisher mein top Xerjoff!+7
Flakon 10.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 10.0
Sweetsmell75 vor 7 Monaten
Xerjoff... diesmal bist du nicht sperrig. Zitrisch-balsamischer Start über feinen Gourmand :) sehr harmonisch! hmm ... das duftet so schön!+5
Flakon 9.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.0
Pepper81 vor 12 Monaten
Ein würziger Duft mit einer leichten grünen/herben Note. Hinten raus wird es leicht süßlich/gourmandig. Eins sehr abwechslungsreicher Duft!+4
Flakon 9.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 10.0
1 Antwort
Parfumista16 vor 18 Tagen
Frische Unisexnoten mit gourmandig, dezent-süssen Orangenblütennoten. Entwickelt sich cremig, leicht balsamisch mit einer schöner Vanille.+2
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 10.0
1 Antwort
Kikisonne vor 14 Monaten
Entwickelt sich auf meiner Haut wie eine Light Version von Pra/da Amber.+2

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