Einst gehörte sie einer Gruppe von Gauklern und Hexen an.
Sie war hübscher, als alle Anderen
und ihr Vater und ihre Brüder verwöhnten sie nach Strich und Faden.
Doch war sie nie eingebildet,
nein, sie hatte ein weiches Herz,
weich, wie das Fell eines Hasen.
Die Mutter war schon lange verstorben,
und so kam es, dass sich ihr Vater eines Tages
eine der Hexen zur Frau nahm.
Diese war abgrundtief böse und von Neid zerfressen.
So konnte sie es auch nicht ertragen,
die Aufmerksamkeit ihres Mannes mit den Kindern zu teilen.
Sie verfluchte die Kinder.
Die Söhne wurden zu Zeder, Marone und Haselnuss.
Doch bei dem Mädchen misslang der Zauber
wegen ihres weichen Herzens.
Sie wurde nicht zu Fenchel,
sondern trug nur statt den Füßen
fortan eine Knolle an den Beinen.
So war sie ausgestoßen im Wald mit ihren verwunschenen Brüdern.
Jagen war wegen der Knolle ausgeschlossen.
Sie ernährte sich die ersten Jahre von den Weizenkörnern,
die Vögel fallen ließen.
Mit den Jahren wuchsen ihre Brüder zu stattlichen Bäumen,
und teilten ihre Früchte mit der Schwester.
Aus den Ästen der Zeder schnitzte sie sich eine Bank,
die Haselnüsse mahlte sie zu Mehl,
das sie mit Wasser und Honig von Bienen zu Fladen formte.
Die Marone röstete sie über dem Feuer.
So zogen viele Jahre ins Land.
Alle 7 Jahre, am Tag ihrer Verwandlung,
nahmen die Brüder ihre menschliche Gestalt an,
und die Geschwister konnten sich in die Arme nehmen und sich aneinander erfreuen.
Doch war das Mädchen ja unter den Hexen aufgewachsen und wusste,
es gab natürlich einen Gegenzauber.
Die Lichtung im Wald war das Glück, das ihr zu Hilfe kam.
Denn überall auf dieser Lichtung wuchsen tiefblaue Iris.
Diese musste sie plätten, trocknen und daraus
Hemden für alle 4 Geschwister stricken.
Diese dann in einem 7.Jahr am Tag ihrer Verwandlung überziehen.
Es vergingen 7 x 7 Jahre,
bis die 4 Hemden fertig waren.
Die Hände des Mädchens waren von der schweren Arbeit verstümmelt.
Aber dann hatte sie alle fertig.
An eben dem Tag kam eine Truppe Soldaten vorbei
und wollte das Mädchen mit sich nehmen.
Sie wehrte sich mit allen Kräften,
schlüpfte schnell in ihr Hemd,
und warf von weitem die anderen 3 über die Bäume.
Es herrschte Totenstille,
als plötzlich die 3 Jungen vor den Soldaten standen.
Sie waren um kein Jahr gealtert.
Auch das Mädchen erstrahlte in ihrer vollen Schönheit.
Lediglich das Hemd von Bruder Zeder hatte bei dem Kampf einen Ärmel verloren,
und so hing an seiner linken Seite statt des Armes ein Ast.
Die Soldaten nahmen die Geschwister mit in die Stadt
und sie führten ein glückliches Leben.
Bruder Zeder zog sich in ein Kloster zurück, er konnte sich nie ganz mit seinem Handycap
und den Jahren des Ausgestoßenseins abfinden.
( in freier Anlehnung an das Märchen die 7 Schwäne)
Dieser nussig-mehlig-holzige Duft wirkt an mir sehr zart und leise, wie Jahre der Stille und Einsamkeit.
Wie eine Meditation, wunderschön.
Das hast Du so schön beschrieben und ich dachte zu Beginn, komisch, sie schreibt von Dir, also sie meint mich. Die verwunschene böse Zeit war eine andere und auch die Erlösung. Das Bois Farine ist ein wundervoller Duft. Ich möchte es nicht missen, jetzt werde ich beim Duft immer an Dein Märchen denken.
Sehr schön gehext, Frau Gandix-Grimm-Andersen! Eines meiner Lieblingsmärchen, sowohl in der Grimm- als auch in der Andersen-Version.
Und der Duft ist wirklich ein schöner und angenehmer. Die leisen Töne passen hier sehr gut.
Es vergingen 7 x 7 Jahre,
bis die 4 Hemden fertig waren.
Die Hände des Mädchens waren von der schweren Arbeit verstümmelt.
So ist das manchmal.Der Duft scheint sehr natürlich zu sein.
Die 7 Schwäne kenne ich gar nicht, dafür ist Deine Geschichte eine wunderschöne und versüßt mir den Start ins Wochenende!
(..jetzt muss ich doch irgendwann den Duft Mal testen)
Sehr schöner Kommentar zu einem außergewöhnlichen holzigen Duft. Der hat wirklich etwas meditatives. Finde du hast alle Fascetten von Bois Farine fein hervorgehoben, in diesem kreativen Kommentar.
Was eine schöne und interessante Geschichte! Sicher interessanter als der Duft selbst, aber schlecht klingt der definitiv auch nicht. Märchen sind etwas tolles!
Und der Duft ist wirklich ein schöner und angenehmer. Die leisen Töne passen hier sehr gut.
bis die 4 Hemden fertig waren.
Die Hände des Mädchens waren von der schweren Arbeit verstümmelt.
So ist das manchmal.Der Duft scheint sehr natürlich zu sein.
(..jetzt muss ich doch irgendwann den Duft Mal testen)
Der Kommentar war ganz klasse, auch ohne den "wahre Liebe Kuss" ;)