Womöglich war es wohl eine Wüste, in deren sengender Weite Pepe über einem heißen Stein kniete und Cannabisreste inhalierte. Die kleinen würzigen Zauberkräuter knackten wie ein kleines Feuer und als er in Gedanken aufsah dabei, da war er in einer Wolke aus Räuchersalbei. Huuii, sang Pepe mit glasigem Ton und atmete einmal tief ein. Ich bin der kleine Morrison und warte auf ein Indianerphantom.
Bald war von Wüstenzypressen und Zedern das leise Harze zerplatzende Knistern, der Tanz der trocknenden braunen Nadeln auf dem flirrenden heißen Boden. Pepe rieb sich die Augen, schließlich wusste er nicht, ob der Schleier im Bild, der hellem Weihrauch glich und der nach Zitrus, Fenchel, Gras und Wald roch, nur eine Einbildung war, eine würzig-balsamische Fata Morgana.
Hast Du schon wieder Dein Gesicht im Wüstenbeifuß? Raus aus den Topfpflanzen! rief Pepes Mitbewohner missmutig. Manchmal war er wirklich ein Spielverderber.
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Die Marke Saguara hat sich ganz der Flora der kalifornischen Wüste verschrieben. Ihre Düfte, allesamt eine Hommage an diese karge und ursprüngliche Landschaft, stellen sie in Handarbeit her.
"Sagebrush" , wörtlich der Wüstenbeifuß, ist wohl sowas wie eine olfaktorische Fata Morgana, ist der namensgebende Bestandteil doch gar nicht enthalten. Der Akkord aus dem harzig-würzigen Cannabis, dem leicht säuerlich-ätherisch-rauchigen indianischen Räuchersalbei sowie Zeder und Zypresse, die hier eher wie deren trockene, würzige Nadeln wirken, erzeugt jedoch in Kopf- und Herznote den täuschend echten Eindruck eines Wüstenbeifußes, Elemi steuert zunehmend die oben erwähnten zitrischen, fenchelartigen, grasig-waldigen Weihrauchnoten bei, Palo Santo sorgt für einen balsamischen, leicht erdigen Unterbau. "Sagebrush" projiziert etwa sechs Stunden lang moderat bis hautnah.
Ach, wäre mir fast durchgegangen. Dieser Duft klingt nach tollem Räucherwerk (vor allem, wenn es den kleinen Morrison in Pepe geweckt hat), aber ich glaube, meiner wäre es nicht so ganz. Beflügelnde Worte, wie immer!
Pepe ist ein echt experimenteller Schnüffler. Da soll sich sein Mitbewohner mal nicht so anstellen. - Ich freu mich schon auf seinen nächsten Nasentrip.
…. diese Trugbilder der Wüste! ;) …. auch wenn Pepes Mitbewohner wenig einfühlsam ist … Pepes Duftgeschichte ist es! :)) - auch wenn ich mein Gesicht sehr wahrscheinlich nicht so gerne im Wüstenbeifuß parken werde ;) ….
Der Mitbewohner ist aber auch wenig nachsichtig, so hatte Pepes wundervolle Reise, mit Kopf voraus im Wüstenbeifuß, doch gerade erst begonnen...
Auf diesem Trip durch die Wüste bin ich Pepe gerne gefolgt, inspiriert durch deine feine Vision!
Ob mir diese Wüstendüfte zusagen würden, weiß ich nicht. Ist für das Label sicher eine Herausforderung. Und bei Pepe und dir sind sie ja voll erfolgreich. Pepe sollte sich einen neuen Mitbewohner suchen.....(ich, ich, ich, ich)
Ach Pepe, nächstes Mal gehste halt doch lieber wieder raus und nimmst deinen Beutel auch gleich noch mit. Das musste ja schief gehen. ;) Sehr spannend, wie aus den diversen Zutaten der Dufteindruck einer anderen Pflanze entsteht.
Herrliche Wüstenpflanzimpressionen .. Pepe lässt sich doch seine " womöglich war es wohl eine Wüste - Spielerei " nicht verderben .. war wieder sehr gern dabei !!
Beifuß kenne ich als Gewürz für fetten Braten. Aber nicht den aus der Wüste. Der wird aber wohl ähnlich duften - aromatisch-würzig. Wäre mir zu ethno bzw. dem, was sich Kalifornier unter indianischen Ethnik vorstellen.
Vielleicht besuche ich eines Tages die kalifornische Wüste und erlebe, wie es dort riecht. Spätestens dann werde ich wissen, was ich bei Sagebrush verpasst habe. Bis dahin halte ich mich aber mit diesem Duft etwas zurück! Ist mir einfach zuviel Natur!
Wie schön, mal wieder was von Pepe zu hören! Und von diesem sicher sehr schönen Duft, der wirklich natur-high klingt. Dafür einen jointförmigen Waldgras-Wanderpokal!
Hach, wieder so herrlich erfrischend Dein Pepe ;D.. Aber ich kann ihn verstehen, schaffen seine Erlebnisse doch immer so berauschende Bilder ;).. Der klingt wirklich toll :)
Ach, der Pepe wieder, der würde auch den Wüstenbeifuß rauchen und warum auch nicht, wenn schöne Bilder macht! Wenn das dann auch ohne Beifuß geht, warum nicht?
Heute sicher nicht mehr. Tolle Rezension.
Auf diesem Trip durch die Wüste bin ich Pepe gerne gefolgt, inspiriert durch deine feine Vision!