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Top Rezension
Was Du nicht bist
Du bist nicht ...
... ein eindeutiger Duft, da Du mit einer unergründlichen, derart vielschichtigen Würzigkeit eröffnest, bei der kaum zu erahnen ist, mit welchen einzelnen Duftnoten der Riechende konfrontiert wird; vielmehr ist es eine Würzigkeit aus purer herber Natur und bereits verarbeiteter Gewürze, die sich anfänglich ausbreitet und direkt einen für sich einnehmenden Charakter entfaltet.
Du bist nicht ...
... ein in Gänze frischer Duft, obwohl Du direkt nach dem würzigen Beginn mit einem Frische-Hauch aufwartest; zitrisch-spritzig möchte man es fast deklarieren, fast schon in eine Orangennote gehend, als gieße man den Saft aus frischgepressten Zitronen und Orangen in die Schale voller Gewürze ein, sodass es eine erstaunliche, dabei jedoch erstaunlich gute Mixtur von Gewürzzitrik ergibt, die sich belebend und erfrischend zugleich um einen legt.
Du bist nicht ...
... ausschließlich ein kontrovers-kantiger Duft, sondern auch schmeichelnd, weich und anschmiegsam, wenn sich in die zitrische Gewürzmelange eine cremige Milchnote mischt, welche den Eindruck erweckt, man hielte eine Tasse dampfenden Chai-Tees in den Händen, vorrangig zimtig, aber auch eine Prise Gewürznelke enthaltend und als olfaktorische Krönung mit einem zarten Häubchen aufgeschäumter Mich versehen, sodass eine tiefgehende Wohligkeit sich auszubreiten vermag.
Du bist nicht ...
... einzig ein Orientale, wenn sich in diese gesamte Duftentwicklung etwas ganz dezent Holzig-Erdiges mengt, durchaus nicht vordergründig, dennoch erkennbar, ebenso wie die immer noch im Hintergrund agierende Zitrik, die sich bereits sehr zurückgenommen hat, aber gleichsam mit der leichten Holzig- sowie Erdigkeit der im Vordergrund stehenden milchigcremigen Würze ein Fundament bietet, welches sowohl eine gewisse Schwere und Tiefe als auch eine beschwingte Leichtigkeit mit sich bringt und beim Riechen diese Spannung hält und doch auch erden kann.
Du bist nicht ...
... ein Blumen entbehrender Duft aufgrund der nach einiger Tragezeit entstehenden blumig-cremigen Schwülstigkeit, die sich in die bisherige Gesamtkomposition einfügt, ohne eine erdrückende Schwere hinzuzufügen; eher einer Blütenopulenz gleich, die sich trotz allem nicht als Hauptrolle aufspielen will, sondern sich in den Dufteindruck einzufügen vermag und vor dem inneren Auge ein eher den Tropen zuzuschreibendes Blumenbild zeichnet.
Du bist nicht ...
... eine Negation, sondern die Negation der Negation, denn Du kehrst Eindrücke um, lehrst Erwartungen das Staunen, strafst Offensichtlichkeiten Lügen; denn Du bist keineswegs ein minderwertiger Billigduft, ein schon oft gerochener Orientale, ein der Eindimensionalität verfallener Duft.
Du bist eine Duftgenuss, eine olfaktorische Besonderheit, ein Geruchserlebnis, ein implizites Wohlgefühl, eine aufregende Reise durch diverse Duftnoten.
Du bist.
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Ein großes Dankeschön an Globomanni für die Probe, die meine Liebe zum Obelisk entfacht hat!
... ein eindeutiger Duft, da Du mit einer unergründlichen, derart vielschichtigen Würzigkeit eröffnest, bei der kaum zu erahnen ist, mit welchen einzelnen Duftnoten der Riechende konfrontiert wird; vielmehr ist es eine Würzigkeit aus purer herber Natur und bereits verarbeiteter Gewürze, die sich anfänglich ausbreitet und direkt einen für sich einnehmenden Charakter entfaltet.
Du bist nicht ...
... ein in Gänze frischer Duft, obwohl Du direkt nach dem würzigen Beginn mit einem Frische-Hauch aufwartest; zitrisch-spritzig möchte man es fast deklarieren, fast schon in eine Orangennote gehend, als gieße man den Saft aus frischgepressten Zitronen und Orangen in die Schale voller Gewürze ein, sodass es eine erstaunliche, dabei jedoch erstaunlich gute Mixtur von Gewürzzitrik ergibt, die sich belebend und erfrischend zugleich um einen legt.
Du bist nicht ...
... ausschließlich ein kontrovers-kantiger Duft, sondern auch schmeichelnd, weich und anschmiegsam, wenn sich in die zitrische Gewürzmelange eine cremige Milchnote mischt, welche den Eindruck erweckt, man hielte eine Tasse dampfenden Chai-Tees in den Händen, vorrangig zimtig, aber auch eine Prise Gewürznelke enthaltend und als olfaktorische Krönung mit einem zarten Häubchen aufgeschäumter Mich versehen, sodass eine tiefgehende Wohligkeit sich auszubreiten vermag.
Du bist nicht ...
... einzig ein Orientale, wenn sich in diese gesamte Duftentwicklung etwas ganz dezent Holzig-Erdiges mengt, durchaus nicht vordergründig, dennoch erkennbar, ebenso wie die immer noch im Hintergrund agierende Zitrik, die sich bereits sehr zurückgenommen hat, aber gleichsam mit der leichten Holzig- sowie Erdigkeit der im Vordergrund stehenden milchigcremigen Würze ein Fundament bietet, welches sowohl eine gewisse Schwere und Tiefe als auch eine beschwingte Leichtigkeit mit sich bringt und beim Riechen diese Spannung hält und doch auch erden kann.
Du bist nicht ...
... ein Blumen entbehrender Duft aufgrund der nach einiger Tragezeit entstehenden blumig-cremigen Schwülstigkeit, die sich in die bisherige Gesamtkomposition einfügt, ohne eine erdrückende Schwere hinzuzufügen; eher einer Blütenopulenz gleich, die sich trotz allem nicht als Hauptrolle aufspielen will, sondern sich in den Dufteindruck einzufügen vermag und vor dem inneren Auge ein eher den Tropen zuzuschreibendes Blumenbild zeichnet.
Du bist nicht ...
... eine Negation, sondern die Negation der Negation, denn Du kehrst Eindrücke um, lehrst Erwartungen das Staunen, strafst Offensichtlichkeiten Lügen; denn Du bist keineswegs ein minderwertiger Billigduft, ein schon oft gerochener Orientale, ein der Eindimensionalität verfallener Duft.
Du bist eine Duftgenuss, eine olfaktorische Besonderheit, ein Geruchserlebnis, ein implizites Wohlgefühl, eine aufregende Reise durch diverse Duftnoten.
Du bist.
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Ein großes Dankeschön an Globomanni für die Probe, die meine Liebe zum Obelisk entfacht hat!
37 Antworten


Mein jahrzehnter geliebter Duft.
Nur Milch hab ich bei ihm noch nie gerochen...
Ich hatte den nie, aber frage nicht, wie oft ich um den schon herumgeschlichen bin. Wer weiß, vielleicht wirds jetzt was.
Aber nun hast Du mich davon überzeugt, dass ich ihn mir mal zu Gemüte führe, denn die Erinnerung an ihn ist bei mir vollkommen verblasst!