Incense Water Perfumer H
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Top Rezension
Verwitterte Szenen in Klosterruinen
Dein Weg in die fernen Felsenruinen führt Dich durch Sepia-Fotographien, fast schon bräunlich scheinen sie zu verwittern, als seien sie aus würzigen Tabakblättern, sie lagen in Fenstern der Skriptorien, sind mit der Zeit schon verblichen. Du schleichst Dich dort durch den Kräutergarten, trägst Augengläser aus Mastixharzen, den hellen Tränen der Pistazien, zerstreust das Licht der frischen Kamillen, streifst trocknetes Kraut mit den Wildlederstiefeln, betrittst dann die blank polierten Steine der alten Klosterräume. Wie rötlicher Staub und zitroniger Sand weht Weihrauch noch die Gänge entlang, schummert Balsam durch Bernsteinfensterglas, ein Windhauch bald, jemand öffnete es. Wie schade, hörst Du Dich noch flüstern. Dann ziehen die zarten Lichtbildfasern aus Deinen Gedanken davon.
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"Incense Water" ist ein sehr leichter und flüchtiger Duft (ca. 4 bis 5 Stunden), der den somalischen Weihrauch, in all seinen grob-staubigen, rötlich-scharfkantigen, aber auch zitrisch hellen Facetten im Zentrum hat. Der zitrische Aspekt wird zu Beginn von Bergamotte, das grobe, rötliche Aroma vom würzigen Tabak unterstützt, während der Amber die staubig-scharfen Kanten etwas sanfter und dunkler färbt. Gemeinsam mit der hellen und frischen römischen Kamille entsteht für mich der Eindruck von Mastix, Wildleder, aber auch von kühlem Gemäuer. Krautige Noten und Holz spielen bestenfalls eine Nebenrolle.
Lyn Harris erschuf unter anderem Düfte für Miller Harris, Trudon und Solange Azagury-Partridge. Ihr Haus in London, Perfumer H, kollaboriert unter anderem mit einem Glasbläser, um einzigartige von Hand gravierte Flakons zu erschaffen, welche ihre eigenen Kreationen beinhalten. Ein Video, das Einblick in ihre Arbeit gibt, ist hier auf ihrer Homepage zu sehen:
https://www.perfumerh.com/about/
(Mit Dank an Gschpusi)
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"Incense Water" ist ein sehr leichter und flüchtiger Duft (ca. 4 bis 5 Stunden), der den somalischen Weihrauch, in all seinen grob-staubigen, rötlich-scharfkantigen, aber auch zitrisch hellen Facetten im Zentrum hat. Der zitrische Aspekt wird zu Beginn von Bergamotte, das grobe, rötliche Aroma vom würzigen Tabak unterstützt, während der Amber die staubig-scharfen Kanten etwas sanfter und dunkler färbt. Gemeinsam mit der hellen und frischen römischen Kamille entsteht für mich der Eindruck von Mastix, Wildleder, aber auch von kühlem Gemäuer. Krautige Noten und Holz spielen bestenfalls eine Nebenrolle.
Lyn Harris erschuf unter anderem Düfte für Miller Harris, Trudon und Solange Azagury-Partridge. Ihr Haus in London, Perfumer H, kollaboriert unter anderem mit einem Glasbläser, um einzigartige von Hand gravierte Flakons zu erschaffen, welche ihre eigenen Kreationen beinhalten. Ein Video, das Einblick in ihre Arbeit gibt, ist hier auf ihrer Homepage zu sehen:
https://www.perfumerh.com/about/
(Mit Dank an Gschpusi)
46 Antworten


Mag sehr wie du schreibst!
Manchmal ist es auch zu verschmerzen, wenn es etwas zu leicht, zu flüchtig ist.
Danke für die schönen Bilder! Ein bisschen ließen sie mich ja frösteln. Den Duft würde ich mir für wärmere Tage merken.