Den Jüngeren unter euch muss man ja vielleicht erklären, auf welche Figur der neueste Duft von Nasomatto anspielt: Es handelt sich um den geheimnisvollen Superschurken Fantomas aus der gleichnamigen Kriminalkomödie von 1964 mit Jean Marais, Louis de Funès und einer ganzen Riege bekannter französischer Schauspieler*innen. Die filmischen Tricks waren für die damalige Zeit beachtlich (Auto fährt Flügel aus und fliegt davon), während man heute über die launigen Gags und hilflosen technischen Gimmicks nur milde lächeln kann. Sei's drum: Die Filme haben noch heute ihren nostalgischen Charme, so dass sogar unsere Kinder in jungen Jahren ihren Spaß daran hatten.
Offenbar ist Alessandro Gualtieri ebenfalls Fan der Reihe (es folgten noch zwei weitere Filme: "Fantomas gegen Interpol" und "Fantomas bedroht die Welt", dessen Titel ich mir mit sarkastischem Vergnügen als Überschrift für diesen Kommentar ausgeborgt habe), denn die Werbung im Video spielt unverblümt auf die Figur des Fantomas mit hellblauer Maske an und auch die verwendete Schrift ist den Schriftzügen der Filme aus den 60ern entliehen.
Als bekennender Liebhaber der damaligen Filme wollte ich den neuen Gualtieri testen, auch wenn ich mir fast sicher war, dass er mich ebenso enttäuschen würde wie Black Afgano, Duro, Blamage oder die ganzen Orto Parisi-Düfte. Mir erscheinen all diese Düfte grob, laut, (sicherlich bewusst) ordinär, grell und überaus synthetisch. Während allerdings viele Düfte von Alessandro Gualtieri eher einen orientalischen Charakter haben, gehört Fantomas zur Gruppe der helleren Düfte, die dennoch mit enormer Aura und Haltbarkeit punkten wollen. Ich persönlich störe mich sehr an einer derartig starken Haltbarkeit, denn ich mag keine Düfte, die (1.) eine gründliche Dusche überleben, mir (2.) tagelang auf Sakko oder Schal haftend hinterher laufen und (3.) auch noch den Kollegen im Nachbarbüro oder den gesamten Konferenzraum beduften. Mich stört eine solche überbordende Aura massiv an anderen und so will ich auch selbst nicht wahrgenommen werden. Lieber sprühe ich öfters nach und rieche den Duft vor allem hautnah. In diesem Zusammenhang ein kleiner Exkurs: In meiner mehr als 35jährigen Parfumerfahrung mit langen Phasen intensiver Sammelwut - schon lang vor Parfumo oder Basenotes - bekam ich vor allem dann "Komplimente" für einen Duft, wenn ich ihn zu stark dosiert hatte, was mir dann auch regelmäßig besonders peinlich war. Stilvoll dosierte Düfte werden vom Umfeld nicht sofort wahrgenommen und erschließen sich in ihrer Komplexität nur bei großer Nähe - und die sollte geliebten Menschen vorbehalten bleiben. Ende des Exkurses.
Eine niedrige Dosierung ist aber bei Fantomas von vornherein fast ausgeschlossen. Wer dem Duft hier eine schwache Haltbarkeit oder mäßige Aura attestiert, sollte sich vielleicht fragen, ob seine Nase durch schwergewichtige Nischendüfte schon ein wenig abgestumpft ist, denn Fantomas haftet auf meinem Duftstreifen und auf einem Stück Textil nun geschlagene vier Tage mit nahezu der gleichen Intensität und das ist leider vor allem nur eines: aufdringlich.
Zum Duft selbst: Ich kann verstehen, wenn man von Fantomas fasziniert ist, denn er spielt wie so oft bei Gualtieri wieder einmal mit wuchtigen Reizen - und das ist sicherlich auch die Stärke von Gualtieri. So wie er mit Black Afgano die Assoziation von Schwarzem Afghanen beschwört, ohne den Geruch tatsächlich nachahmen zu wollen, so wie er mit Duro einen amorphen orientalisch animalisch-ledrigen, harzig-holzigen Klotz in die Landschaft stellt, ohne ein wirklich greifbares Bild erschaffen zu wollen, so ist auch Fantomas ein Phantom ohne Gestalt, aber mit intensiver Wirkung. Woher kommt die?
Hier ein Versuch der Entschlüsselung, allerdings ohne Gewähr: Wie die meisten hier rieche auch ich eine intensive, aber künstliche Melonennote, die sicherlich von Melonen-Ester herrühren dürfte: (Z)-6-Nonenal, 2,6-Dimethyl-5-heptenal.
Eine bitter-salzige und zugleich süße Meeresnote findet sich in vielen Herrenaquaten, die m.E. auch hier in maßvoller Dosierung enthalten ist (Algenextrakt).
Wegen der hellen, etwas wässrigen Kopf- und Herznote tippe ich auf Calone (Methylbenzodioxepinon), bin mir da aber keineswegs sicher. Das ist nur eine vage Vermutung.
Als Basisnote bildet sich vor allem im Drydown und auf dem Duftstreifen stärker als auf der Haut eine Duschgelnote aus, die wir aus vielen zeitgenössischen Düften / Nischendüften kennen und die dann ganz klar auf eine hohe Dosis Ambrox(an) hindeuten würde (3aR,5aS,9aS,9bR)-3a,6,6,9a-Tetramethyl-dodecahydronaphto[2,1-b]furan, chemischer Name und liebevolle Reminiszenz an den früheren Beruf meiner Frau: Chemikerin).
Was da sonst noch drin sein könnte, überlasse ich eurer Fantasie und den vielen Statements weiter unten.
Meine eher schlechte Gesamtnote begründet sich vor allem durch meine Abneigung gegen Fruchtester, die vor allem in vielen Fruity Florals seit den 90ern eine überaus große Rolle spielten, durch meine Abneigung gegen Ambrox und die davon dominierten Düfte (Sauvage, Bleu, diverse Marlys etc.) sowie durch meine langsam gewachsene Abneigung gegen die in Herrendüften inzwischen allzu häufig verwendete Algennote und letztlich durch die eher plakative Komposition mit dem olfaktorischen Holzhammer statt mit dem Pinsel, die mir einfach nicht liegt.
Die Dominanz des Synthetischen allein ist es übrigens nicht, denn aus diesem Segment gibt es hervorragende und artifiziell raffiniert komponierte Parfums (etwa von Comme des Garcons, Maack, Clean).
Betrachtet man diese oben von mir unterstellte, dem Namen gemäße gruselige Mischung, die den Namen Fantomas mehr als verdient, ist meine Bewertung fast noch (zu) gut ausgefallen, aber das liegt vielleicht an einer untergründigen Faszination des Duftes, die zwischen Ekel und wohligem Schauer oszilliert. Und auch das hat seine Berechtigung.
Danke Dir für die Testmöglichkeit. Ich habe selten einen widerwärtigeren Duft gerochen, der zudem so lange anhält. Ein Tropfen - und das Umfeld ist kontaminiert. Das ist eine olfaktorische Waffe. Wenn das Kunst sein soll, dann lass ich mir 'nen Headspace - Abdruck von der nächsten Biogasanlage herstellen und verkaufe das als "Eau de dégâts", putain.
Interessanter Kommi, gern gelesen. Ich sehe das mit den Düften so wie du, eine tagelange Haltbarkeit auf Ärmel und Schals sind für mich KEIN Qualitätskriterium. Auch nicht das Mitbeduften von Räumen, aus denen wohlmöglich keiner fliehen kann. ;)
Schaut man sich die Mode an, die auf Laufstegen dieser Welt präsentiert wird (im Gegensatz zu gesellschaftskonformem Dresscode, den Du so schön im 'Howl'-Kommentar u.a. beschrieben hast), bekommt man vielleicht eine Ahnung davon, wohin die Reise mit Gualtieri gehen soll. Tragbarkeit ist da nicht unbedingt ein Kriterium, sondern läuft seinem künstlerischen Prozess vielleicht sogar entgegen.
Lieber Yatagan ! Ich werde mir erlauben, etwas Klarheit zu bringen! Die Filme über Fantômas von André Junnebel (1964-65) waren eine Comic-Parodie einer Reihe von Romanen von Marcel Allen und Pierre Souvestre, von denen der allererste bereits 1911 geschrieben wurde!)))
Genialer Kommentar! Die Fantomas-Filme und insbesondere Louis de Funès habe ich als Kind so geliebt, an dem Duft würde ich trotzdem gerne mal schnuppern :)
Eigentlich ein Frevel. Es müsste mehr bleuen, unerklärlich auftauchen, unvermutet tricksen und sardonisch grinsend wieder verschwinden. Tut es aber nicht.
Selten hat mir ein Kommentar so aus der Seele gesprochen. Mein Urteil zu Gualteri-Düften und zur Person fällt aber noch erheblich strenger aus. Diese exzentrische, selbstverliebte Vulgarität stößt mich ab.
Zu recht der Startseitentopkommentar hier! *_* Ohne diesen Duft speziell zu kennen, kann ich Dir bei so vielen anderen Dingen zustimmen, vor allem bei der Abneigung gegen Dufthämmer, Ambrox, künstlichen Melonen/Aquatenverbindungen usw. Und im Übrigen verstehe ich absolut Dein diffuses Wohlgefühl, diese Faszination, die hier rund um das Fantomasimage und diese Filme, jene Zeit, aufkommen - die wären mir (unvernünftigerweise vermutlich) auch einige Sympathiepunkte wert :-)
Klingt so, als habe der cholerische Louis de Funès selber wild in einem Labor herumgefuchtelt, um ein Parfüm mit der Durchschlagskraft einer Kanone zusammen zu brauen. Ich weiß nun, was ich sicher nicht mal testen werde, ich habe empfindliche Ohren. Irre guter Kommentar!
Phantomias, dieses Alter Ego von Donald Duck. Erst viel später habe ich verstanden, dass Fantômas da Inspiration war. Spannend und ambivalent. Der Duft ist vermutlich wenig ambivalent, der würde mir schlicht nicht gefallen. Schwefelsäure im Flakon.
Das habe ich sehr gerne gelesen und lässt mich nachdenklich werden, ob meiner Duftvorlieben...
Mir gefällt Dein klarer Standpunkt, die Verve, mit der Du ihn hier vertrittst, und es gleichzeitig schaffst, einen guten Eindruck von diesem Duft, der mir wohl auch nicht zusagen würde, zu vermitteln.
Black Afgano mag ich trotzdem ;-)
...und die Fantomas-Filmreihe sowieso
Ich rieche vor allem Moschus, also Ambrox bis zum Erbrechen. Mich hat Fantomas - Achtung!- an Petit Martin von Mfk erinnert. Dort auch Moschus an Zitrus. Danke für den Kommentar nebst Bildung!
Hach! Selten hat hier jemand so sachlich und nachvollziehbar begründet, was ihn an einem Parfüm stört und es wohlformuliert in einen gut recherchierten höheren Kontext gestellt. Mir würde ja schon das Bemühen um einen klitzekleinen Bruchteil dieser Sorgfalt bei vielen Kommentaren auf Parfumo vollauf genügen ... Den Bembel stell´ich gerne ab.
So treffend formuliert und differenziert erklärt. Es ist schön zu sehen, dass es noch mehr Menschen gibt, die ein Parfüm als Begleitung sehen, die nicht unangenehm laut sein muss, sondern eher im Hintergrund und eher leise.
Informativ, humorvoll und klasse geschrieben! Auch wenn der Duft vielleicht kein Volltreffer ist, Dein Kommi ist es in jedem Fall! Ich fand Fantomas als Kind faszinierend und damals auch gruselig ;-)
Schön zu lesen, dass da noch jemand die Gualtieri-Düfte in ihrer übermäßigen Haltbarkeit und Sillage kaum (er)tragen kann. Ich bewundere die Kreationen und die Wucht, besitze einige Nasomattos in der „Ölvariante“, die sich dank dem „Roller“ sehr gut dosieren lassen. Dadurch gezähmt kann ich sie (wie du trefflich schreibst): „Zwischen Ekel und wohligem Schauer.“, genießen. Bin auf den Fantomas sehr gespannt.
Die übermäßige Verwendung von Ambroxan geht mir mehr und mehr auf die Nerven. Und ich mag ja durchaus Düfte mit Wumms, aber nur in homöopathischer Dosierung.
Aber siehst du denn nicht die Kunst dieses Holzhackerburn? Ich kenne diesen Duft zwar noch nicht aber Nasomattos finde ich immer spannend. Duro allen voran. Aber irgendwie hast du trotzdem recht. Leider!!!
Danke für deinen bildreichen und ehrlichen und hilfreichen und weltbedrohenden und wirklich sehr hilfreichen Kommentar ... ich werde stramm dagegen halten und fantomas verteidigen (falls er das überhaupt braucht) ... ;-)
Auch, wenn meine persönliche Duftwelt einige Galaxien, ach was: Universen von den Parisis oder eben den Nasomattos aufzufinden ist und ich daher eigentlich völlig ungefährdet bin, in die Nähe eines deren zu kommen, habe ich "hilfreich" angeklickt: Denn schon bei der ersten inhaltlichen Erwähnung, der Melone, war ich raus. Eine weitere Auflistung (Calone, Algensalzduschgel: Örgs - Ambroxan: Kommt sehr darauf an) wäre eigentlich nicht weiter nötig gewesen.
Ich bin ja ein Freund von langer Haltbarkeit, aber 4 Tage sind auch mir definitiv too much. Grundsaetzlich geht meine Nase bei Gualtieri-Dueften in Verteidigungsstellung.
Du sprichst mir aus der Seele, was die Aufdringlichkeit von Düften betrifft, daher vielen Dank für die Warnung!
Ich schaue mir jetzt lieber Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe an...
Sehr enthusiastisch klingt das nicht gerade. Ich würde aber auch nie auf die Idee kommen, mir einen Duft zuzulegen, der nach einer Krimikomödie aus den 60er Jahren mit Louis de Funes benannt ist ... ;-)
Die Dosierung eines Dufts ist oft eine Gratwanderung. Überdosierungen finde ich auch vulgär. Aber ich möchte einen Duft schon auch an mir wahrnehmen. Und das sollen auch andere, sonst hätte es ja keinen Sinn sich zu beduften.
Vielleicht hat ja Gualtieri auch ein wenig an Donald Duck als Fantomas gedacht - wer weiß es. Dein Kommentar auf alle Fälle "outstanding" inklusive der Exkursion vom Tragen und Wahrnehmen von Düften. Ich will aber auch nicht verleugnen, dass du mich dennoch neugierig gemacht hast... Epochaler Pokal
So, wie du den Duft beschreibst, wäre das bei mir sicher wieder eine 0,5 geworden. Also ich glaube, den teste ich lieber mal nicht. Ich mag es auch lieber leise und mit Gefühl.
Klasse analysiert und expressiv geschildert- laut Herrn Turin „brüllen“ die Naso Mattos ( viele jedenfalls) ja eher statt zu sprechen. Funès-Pokal für dich!
Ich hab Deinen Kommentar wegen der zuverlässig genauen und kurzweiligen Recherche wieder sehr gern gelesen . Dazu gibt mir die Passage bezüglich der Haltbarkeit von Düften zu denken .. die letzten Tage hab ich mehrmals Vol de Nuit EdT getragen und musste oft nachsprühen . Dennoch gefällt mir der Duft ausgezeichnet und fand auch bei meinem Mann deutlich mehr Anklang als letztes Wochenende mein geliebtes Poison EdT in einer Ururfassung . PS : Fantomas mochte ich auch :))
Da hat Signore Gualtieri wohl mal wieder zu kräftig an der Pflanze gezogen. Individualismus um jeden Preis kann auch daneben gehen. Ich muss den unbedingt mal unter die Nase bekommen. Grazie!
Nach einem so feinfühligen Verriss ist meine Neugier groß. Was hat deine Empörung für einen Duft ?? Minischnüffler an einem Tag der von Corona bestimmt ist: Haus nicht verlassen. Ooohh !!
Fantomas.... Lange her. In meiner Kindheit zählte die Fantomas-Reihe zu meinen absoluten Favoriten. Eine Reihe, die ursprünglich Jean Marais auf den Leib geschrieben wurde - der aber von Louis de Funes glatt an die Wand gespielt wurde - Ach ich schweife ab ... Deine Rezession ist wie immer ein Augenschmaus und wunderbar fundiert. Von daher einen wohlverdienten Pokal von mir :)
Wie immer lieferst Du noch sehr interessante „Links- und Rechts-Abzweigungen“, die Deine Duftbeschreibungen noch deutlicher werden lassen. Die Bewertung zwischen JoHannes und Dir könnten ja fast größer nicht sein, so dass ich meiner Abfüllung immer ungeduldiger entgegensehe. Die Fantomas-Filme fand ich auch klasse, mal schauen, wie es sich mit dem Duft verhalten wird ;-))
Ich finde die detaillierte Beschreibung und Einordnung sehr hilfreich. Noch mehr gefällt mir der kleine Exkurs zu übertriebener Haltbarkeit&Sillage und zur Dosierung von Düften. Nicht dass ich 100%ig mit Dir übereinstimmen würde, aber ich empfinde das ähnlich und finde Deinen Standpunkt bedenkenswert.
Nasomattodüfte (und auch Louis de Funes) sind nicht mein Ding - dieser sicher auch nicht, daher ein Danke für den ausfürlichen Kommentar und ein Pokälsche für den Tester :-)
So spannend die Filme für mich damals auch waren, so erschreckend ist die Aufdröselung der Duftzusammensetzung. Quasi ein Horrorkabinett. Da hilft dann auch kein Verstecken hinter dem Sessel.
Bezüglich Deiner Abneigungen gegen bestimmte Riechstoffe in Parfüms sind wir ganz d'accord. Ebenso, was zu emphatische Komplimente für ein von mir getragenes Parfüm mir auch peinlich sind, steckt doch dahinter oft die nonverbal ausgedrückte gegenteilige Wahrnehmung sowie auch die Zumutung die man anderen aufzwingt. Gualteri "Orto Parisi'' habe ich nur als "Gerüche" eingestuft, keine wollte ich je haben. Und dieser ist mir schon beim Lesen zuwider.
Fantomastisch beschriben. Ich mochte die Figur, den Duft sicher nicht. Und ich mag Deine zwar persönliche aber auch gut begründete Abrechnung mit Gualtieri auch.
Fantastischer Kommi! Ich stimme dir in allem aus vollem Herzen zu. Ich glaube, dass solche Düfte im Prinzip nur auf ihre Außenwirkung hin konzipiert werden. Mir graust auch immer so ein bisschen vor der Zukunft der Parfumkunst, wenn sich diese Trends weiter verfestigen sollten. Im Prinzip ist es eine immer weitere Entfernung von der Natur, die die Menschheit in vielen Feldern vollzieht. Um jetzt mal ein ganz großes Fass aufzumachen ;))
Was für ein kompetenter, hilfreicher Kommentar, danke dir!! Gualtieri geht bei mir sowieso nicht (Ausnahme Baraonda), also keine Enttäuschung für mich...Was die Filme angeht: Alle Gualtieri-Düfte passen gut zu den Marvel-Filmen, besonders zu den X-Men-Schurken und den Avenger-Bösewichten. Krach, Zerstörung und Provokation als Programm. Das liebe ich in den Filmen, aber als Parfüm nervt es mich..:-))
Was für ein charmanter Kommentar: auf der Feinwaage gewogen, mit sanftem Pinselstrich geschrieben - auch zwischen den Zeilen - liebevoll kritisch und großartig unaufgeregt, fabelhaft !
Ein wirklich lesenswerter Kommentar. Trotz Duschgel-Anteil, bin ich mir sicher, dass ich den Duft aufgrund seiner salzigen Noten ebenso negativ empfinden würde. Auch wenn ich nichts gegen ein bisschen "Hammer" habe, kann aus einem Duft auch schnell der Vorschlaghammer werden. Das gilt es zu vermeiden.
Ich liebe die Filme immer noch! Unglaublich schöne Erinnerungen aus meiner Kindheit daran. Ob ich den Duft jetzt unbedingt brauche wage ich zu bezweifeln. Dies fruchtig-aquatischen Düfte sind nichts für mich. Aber natürlich werde ich trotzdem mal dran schnuppern!...;)
Super Kommentar!
Ich würde mal vorsichtig behaupten, Fantomas liegt nach lesen deines Komnentars auf dem Seziertisch der Pathologie, und wird in seine anatomischen Einzelteile zerlegt! Deine Zeilen fand ich enorm beeindruckend, informativ und fachlich dominiert. Stark!
Die Filme, wie so ziemlich alles mit Louis de Funès, habe ich als Kind geliebt! Und was die Wahrnehmung der eigenen Düfte durch das Umfeld angeht - ich sehe das ganz genauso wie auch Du! Wenn jemand etwas sagt, ist die Dosis zu hoch. Punkt. Diesen Duft kann ich mir dank Deines Kommentares definitiv sparen, da ich die Umkleide durch das viele Ambrox, die ich da gerne wahrnehme, schon deutlich erahnen kann. Ich bleibe bei meinem Silver Musk. Dem einzigen zarten Gualtieri, den ich sehr gerne trage.
Die Entschlüsselung liest sich spannend.Ich werde die Wassermelone tragen.Bitter/salzig/süß.Passt.Sofern es nicht nach Ambroxmare[grauenhaft]duftet.
So ganz bin ich nicht mehr bei Gualtieri.Weg davon aber auch nicht.Mal sehen.
Großartig und sehr informativ ist dein Kommentar! :-) Die Filme waren Spitze und ich hatte sie damals gerne gesehen.... bei dem Duft bin ich ganz bei dir....beim Empfinden...sowie in der Bewertung.
Der wird wohl von mir wie all die anderen Nasomattos gerne getestet, aber im Alltag werde ich den wohl auch nicht tragen mögen, dazu sind sie mir zu laut und monoton. :)
Danke für diesen äussert kompetenten und hilfreichen Kommentar. Ob man diese Duftrichtung mag, ist ja Geschmacksache, aber die Beschreibung passt perfekt, ebenso lesenswert ist der Exkurs.
Ich finde die Fantomas-Filmreihe auch heute noch super, ich mag aber eh ältere Filme lieber als neue. Was sich auch oft auf Düfte überträgt. Mit dieser Duftrichtung kann ich auch wenig anfangen und zu viel ist eben einfach zu viel. Sehr gelungene, detaillierte Abrechnung von dir mit diesem Werk, das wohl auch bei mir keine große Freude auslösen würde.
Künstliches Melonenaroma empfinde ich in fast jeder Situation als unangenehm (wie angekokeltes Plastik), weshalb der hier (neben von Dir erwähnten anderen Gründen) sicher nichts für mich wäre. Brust-Oder-Keule-Pokal!
Die Fantomas-Filme waren wirklich überragend, aber wie Du schon geschrieben hast, haben sie wohl für viele nur noch einen nostalgischen Charme. Auch wenn der Duft bei Dir nicht so gut abschneidet wie der Film, bin ich neugierig :-)
Mir gefällt Dein klarer Standpunkt, die Verve, mit der Du ihn hier vertrittst, und es gleichzeitig schaffst, einen guten Eindruck von diesem Duft, der mir wohl auch nicht zusagen würde, zu vermitteln.
Black Afgano mag ich trotzdem ;-)
...und die Fantomas-Filmreihe sowieso
Ich schaue mir jetzt lieber Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe an...
Die Dosierung eines Dufts ist oft eine Gratwanderung. Überdosierungen finde ich auch vulgär. Aber ich möchte einen Duft schon auch an mir wahrnehmen. Und das sollen auch andere, sonst hätte es ja keinen Sinn sich zu beduften.
Die Fantomas- Filme habe ich damals sehr gemocht!
Doch!!!!
Aaaaaah..... :-)
Ich liebe alle Filme mit Loui...
Diesen Fantomöchtegern werde ich mir sicher kneifen
Super Kommentar!
So ganz bin ich nicht mehr bei Gualtieri.Weg davon aber auch nicht.Mal sehen.